Schlagwort Archiv: Erinnerung

Mirjam Pressler — Wer morgens lacht

 Mirjam Pressler Wer morgens lacht18.August 2014

Die Bezie­hung zwi­schen zwei Schwes­tern macht die deut­sche Autorin Mir­jam Press­ler in ihrem neu als Taschen­buch erschie­ne­nen “Wer mor­gens lacht” zum The­ma. Eine inten­si­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit der Ver­gan­gen­heit. Eine Geschich­te über Neid, Eifer­sucht, Tod und das Ver­schwin­den. Eine Geschich­te wie ein Kalei­do­skop vol­ler Erin­ne­run­gen. Für Jugend­li­che ab 14 und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Anne ist jetzt 22 Jah­re alt. Und es ist nun sie­ben Jah­re her, dass ihre älte­re Schwes­ter Marie von einem Tag auf den ande­ren ver­schwun­den ist. Anne stu­diert nun weit weg von zu Hau­se, doch die Erin­ne­run­gen an ihre Ver­gan­gen­heit las­sen sie nicht los. Sie beschließt ihre Geschich­te auf­zu­schrei­ben. Doch das Erin­nern ist nicht immer ein­fach…

Wer mor­gens lacht” ist durch­weg aus Annes Sicht erzählt. Jedoch bezie­hen sich ihre eige­nen Erin­ne­run­gen oft auf ande­re Per­so­nen, deren Erleb­nis­se sie nach­zu­er­zäh­len ver­sucht. Beson­ders der Tod ihrer Oma hat das Mäd­chen sehr geprägt und auch die Bezie­hung zwi­schen den Schwes­tern ver­än­dert. Teil­wei­se geht Mir­jam Press­ler fast zu genau… Weiterlesen!

Suzanne Young — Du.Wirst.Vergessen.

Suzanne Young Du wirst vergessen25. August 2013

Ein sehr berüh­ren­des Buch hat die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Suzan­ne Young geschrie­ben: “Du. Wirst. Ver­ges­sen.” Ein Roman mit dys­to­pi­schen Ele­men­ten, in dem Tod und Sui­zid all­ge­gen­wär­tig sind. Und ein Pro­gramm, das Emo­tio­nen und Erin­ne­run­gen zu zer­stö­ren ver­mag. Span­nend. Roman­tisch. Scho­ckie­rend! Ein Buch für Erwach­se­ne und für Jugend­li­che ab 14.

Sloa­ne, ihr Bru­der Bra­dy und des­sen bes­ter Freund James. Sie waren unzer­trenn­lich. Sie haben alles zusam­men gemacht. Doch dann nimmt Bra­dy sich das Leben. Er ist einer von vie­len. Denn in der Welt, in der die drei Jugend­li­chen leben, ist eine wah­re Sui­zid-Epi­de­mie aus­ge­bro­chen. Von vier Jugend­li­chen gehen im Durch­schnitt drei frei­wil­lig in den Tod. Das “Pro­gramm” soll dies ver­hin­dern und über­wacht die Jugend­li­chen in den Schu­len. Das gerings­te Anzei­chen von Depres­si­vi­tät und sie wer­den abge­holt. Was man ihnen genau pas­siert, das weiß nie­mand. Nur das, was hin­ter­her aus ihnen wird, wenn sie wie­der­keh­ren: Men­schen ohne Weiterlesen!

Das Thema “Gedächtnisverlust” in der Jugendliteratur

28.Dezember 2012

Das The­ma “Gedächt­nis­ver­lust” wird in der Jugend­li­te­ra­tur häu­fig ange­spro­chen. Zum einen erzeugt es eine Men­ge Span­nung beim Lesen, wenn die Erin­ne­rung der Haupt­fi­gur Stück für Stück zurück­kehrt und man nicht weiß, was einen erwar­tet. Zum ande­ren befin­det sich der Leser auf dem glei­chen Kennt­nis­stand wie die Figur selbst. Es gibt nichts, was erwähnt wer­den muss, kei­ne Kind­heits­ge­schich­ten, kei­ne Ein­flüs­se auf die Ent­wick­lung der Per­son, weil sie sich ohne­hin meist an rein gar nichts mehr erin­nern kann. Die­ses Neu-Ent­de­cken, die­ses Mit­rät­seln und Über­le­gen, was in der Ver­gan­gen­heit pas­siert sein könn­te, machen mitoft einen beson­de­ren Reiz aus.

Jutta Wilke Schwarz wie SchneeEin aktu­el­les Jugend­buch zu die­sem The­ma ist bei­spiels­wei­se Jut­ta Wil­kes “Schwarz wie Schnee” (Sauer­län­der Ver­lag, ab 14). Hier­bei erwacht die 17-jäh­ri­ge Prot­ago­nis­tin nach einem Motor­rol­ler­un­fall im Kran­ken­haus und kann sich an rein gar nichts mehr erin­nern. Auch die frem­de Frau an ihrem Bett, die ihre Mut­ter sein soll, erkennt sie nicht. Zuhau­se in dem Miets­haus erhält sie selt­sa­me Anru­fe. Jemand nennt sie “Schnee­witt­chen”. Und hat sie wirk­lich etwas mit Dro­gen zu tun gehabt? Denn in ihrem Blut hat man Spu­ren davon gefun­den. Zusam­men mit einem Mit­schü­ler geht sie auf die Suche nach ihrer Ver­gan­gen­heit. Span­nend und unter­halt­sam erzählt und mit einem ziem­lich über­ra­schen­den Ende!

Auch in Miche­le Jaf­fes Thril­ler “Wer schön sein will, muss ster­ben” (Fischer Ver­lag, ab 14) erwar­tet den Leser ein furio­ses Ende, auf das man selbst wohl so nie gekom­men wäre. In dem Psy­cho­thril­ler, des­sen Ver­lag sich bezüg­lich der Span­nung mit Tote Mäd­chen lügen nicht” ver­gleicht, geht es um ein 16-jäh­ri­ges Mäd­chen, das zu den belieb­tes­ten Mäd­chen der Schu­le gehört und nach einer total ange­sag­ten Par­ty von einem Auto ange­fah­ren wird. Als sie nach einer kur­zen Bewusst­lo­sig­keit unter einem Dor­nen­strauch erwacht,… Weiterlesen!

Jutta Wilke — Schwarz wie Schnee

Jutta Wilke Schwarz wie Schnee17.Oktober 2012

Die deut­sche Autorin Jut­ta Wil­ke hat nach “Wie ein Flü­gel­schlag” einen neu­en Thril­ler für Jugend­li­che geschrie­ben: “Schwarz wie Schnee” — eine Geschich­te über das Ver­ges­sen, das Erin­nern und die bedroh­li­che Gefahr, die damit ver­bun­den ist. Die­se Suche nach sei­ner eige­nen Iden­ti­tät liest sich recht span­nend. Ab 14 Jah­ren.

Sie ist 17 Jah­re. Und sie heißt Kira. Das sagen zumin­dest die Ärz­te und Kran­ken­schwes­tern, als sie nach einem Koma im Kran­ken­haus erwacht. Und die­se frem­de Frau, die immer an ihrem Bett wacht und ihre Mut­ter sein soll. Doch Kira kann sich an nichts erin­nern. Auch an den Unfall mit ihrem Motor­rol­ler, der sie erst hier­her­ge­bracht hat. Auf der glat­ten Stra­ße muss sie weg­ge­rutscht und die Böschung hin­un­ter­ge­fal­len sein. Nur ein Baum hat ver­hin­dert, dass sie in einen Fluss fiel. Alles fühlt sich fremd an. Die Woh­nung ihrer Mut­ter, ihr Zim­mer, ihr Gesicht im Spie­gel, alles. Wer war sie vor­her? Und war­um hat Kira das selt­sa­me Gefühl ver­folgt zu wer­den? Dann spricht sie ein Mäd­chen in ihrem Wohn­haus plötz­lich auf Dro­gen… Weiterlesen!