Dass die amerikanische Autorin Emily Lockhart mit “Family of Liars: Wie wir Lügner wurden” noch eine Fortsetzung zu “We were Liars: Solange wir lügen” schreiben würde, damit hätte ich nicht gerechnet und habe mich daher über diese Neuerscheinung sehr gefreut! Auch wenn das aktuelle Buch als Vorgeschichte deklariert wird und zeitlich viel früher ansetzt, ist es auf jeden Fall als Band 2 zu sehen (wie auch im Inneren gekennzeichnet) und spoilert Ereignisse des ersten Teils, daher am besten der Reihenfolge nach lesen. Eine Geschichte über eine vermögende Familie und ihre Privatinsel, auf der sie regelmäßig ihre Ferien verbringen. Über Enttäuschungen, Geheimnisse, das Sehnen nach Liebe und gefährliche Lügen. Ein Roman, der schnell in seinen Bann zieht und definitiv erzählt werden musste! Mitreißend, toll geschrieben — was will man mehr? Für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene.
Seit sie klein sind, fahren sie jeden Sommer dorthin: nach Beechwood Island, nahe Massachusetts, auf ihre kleine Privatinsel. Carrie und ihre Schwestern Bess und Penny. Die Insel ist in Familienbesitz, gehört ihren Eltern Harris und Tipper und Onkel Dean. “Wenn ich die Augen schließe, schmecke ich immer noch den Vanille-Rührkuchen und spüre meine klebrigen Finger. Das Leben bestand aus Märchen vor dem Schlafengehen, Flanellpyjamas, Golden Retrievern. […] Wind und Sonnenlicht, kleine Streitereien, Meerjungfrauenspiele und Steinsammlungen.” (Zitat aus “Family of Liars: Wie wir Lügner wurden” S.19) Carrie verbringt dort die traumhaftesten Ferien, die man sich vorstellen kann. Doch als sie 14 ist, hört sie zufällig ein Gespräch ihrer Eltern

