Emily Lockhart — Family of Liars: Wie wir Lügner wurden

Kasimira6.Oktober 2022

Dass die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Emi­ly Lock­hart mit “Fami­ly of Liars: Wie wir Lüg­ner wur­den” noch eine Fort­set­zung zu “We were Liars: Solan­ge wir lügen” schrei­ben wür­de, damit hät­te ich nicht gerech­net und habe mich daher über die­se Neu­erschei­nung sehr gefreut! Auch wenn das aktu­el­le Buch als Vor­ge­schich­te dekla­riert wird und zeit­lich viel frü­her ansetzt, ist es auf jeden Fall als Band 2 zu sehen (wie auch im Inne­ren gekenn­zeich­net) und spoi­lert Ereig­nis­se des ers­ten Teils, daher am bes­ten der Rei­hen­fol­ge nach lesen. Eine Geschich­te über eine ver­mö­gen­de Fami­lie und ihre Pri­vat­in­sel, auf der sie regel­mä­ßig ihre Feri­en ver­brin­gen. Über Ent­täu­schun­gen, Geheim­nis­se, das Seh­nen nach Lie­be und gefähr­li­che Lügen. Ein Roman, der schnell in sei­nen Bann zieht und defi­ni­tiv erzählt wer­den muss­te! Mit­rei­ßend, toll geschrie­ben — was will man mehr? Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Seit sie klein sind, fah­ren sie jeden Som­mer dort­hin: nach Beech­wood Island, nahe Mas­sa­chu­setts, auf ihre klei­ne Pri­vat­in­sel. Car­rie und ihre Schwes­tern Bess und Pen­ny. Die Insel ist in Fami­li­en­be­sitz, gehört ihren Eltern Har­ris und Tip­per und Onkel Dean. “Wenn ich die Augen schlie­ße, schme­cke ich immer noch den Vanil­le-Rühr­ku­chen und spü­re mei­ne kleb­ri­gen Fin­ger. Das Leben bestand aus Mär­chen vor dem Schla­fen­ge­hen, Fla­nell­py­ja­mas, Gol­den Retrie­vern. […] Wind und Son­nen­licht, klei­ne Strei­te­rei­en, Meer­jung­frau­en­spie­le und Stein­samm­lun­gen.” (Zitat aus “Fami­ly of Liars: Wie wir Lüg­ner wur­den” S.19) Car­rie ver­bringt dort die traum­haf­tes­ten Feri­en, die man sich vor­stel­len kann. Doch als sie 14 ist, hört sie zufäl­lig ein Gespräch ihrer Eltern

Wei­ter­le­sen

E. Lockhart — Bad Girls

E. Lockhart Bad Girls6. August 2018

Nach ihrem Erfolgs­ti­tel “Solan­ge wir lügen” hat die ame­ri­ka­ni­sche Autorin E.Lockhart nun end­lich wie­der etwas Neu­es her­aus­ge­bracht: “Bad Girls” ist ein Span­nungs­ro­man über eine außer­ge­wöhn­li­che Freund­schaft, eine undurch­schau­ba­re Prot­ago­nis­tin und (min­des­tens) einen Mord. Eine Geschich­te, die inter­es­san­ter­wei­se rück­wärts erzählt wird und in der nichts ist, wie es scheint. Unter­halt­sam und raf­fi­niert erzählt, aber lei­der bei Wei­tem nicht so über­zeu­gend und mit­rei­ßend wie ihr vor­he­ri­ges Buch. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Seit 4 Wochen resi­diert die 18-jäh­ri­ge Jule West Wil­liams bereits im Hotel Playa Gran­de im Feri­en­ort Cabo San Lucas in Mexi­ko. Jule West Wil­liams sah gut genug aus. Sie konn­te weder als häss­lich bezeich­net wer­den noch im all­ge­mei­nen Sinn als heiß. Sie war klein, nur einen Meter fünf­und­fünf­zig und hielt das Kinn immer erho­ben. Ihre Fri­sur wirk­te jun­gen­haft, mit blon­den Sträh­nen vom Fri­seur, bei denen mitt­ler­wei­le der dunk­le Ansatz zu sehen war. Grü­ne Augen, blas­se Haut, hel­le Som­mer­spros­sen.” (Zitat aus “Bad Girls” S.12) Im Fit­ness­raum wird sie von einer Frau namens Noa ange­spro­chen, die sie in ein locke­res Gespräch ver­wi­ckelt. Noa brauch­te eine Aus­zeit von der Pfle­ge ihres kran­ken Vaters und hat des­halb die­ses Hotel auf­ge­sucht. Sie trägt eine Nar­be an ihrem Unter­arm. Jule stellt sich als aus Lon­don kom­mend vor. Dabei ist sie Ame­ri­ka­ne­rin. Sie beherrscht die

Wei­ter­le­sen

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