Franziska Hörner — …und mir bleibt der hässliche Hund

19.September 2025

“…und mir bleibt der häss­li­che Hund” ist ein Roman der deut­schen Autorin Fran­zis­ka Hör­ner. Nach­dem der 17-jäh­ri­ge Felix bei einem Auto­un­fall sei­ne Eltern und sei­ne Schwes­ter ver­lo­ren hat, steht sei­ne gan­ze Welt Kopf. Plötz­lich sind da nur noch er und ein Hund übrig, der sei­ner Schwes­ter gehör­te und zu dem er rein gar kei­ne Bezie­hung hat­te. Weil der Hund genau­so depres­siv ist wie Felix selbst (wel­cher zusätz­lich noch unter Panik­at­ta­cken lei­det), gehen die bei­den schließ­lich zur The­ra­pie. Dort trifft Felix auf Mo, der eben­falls Pati­ent ist. Sie freun­den sich an und star­ten gemein­sam mit der lebens­lus­ti­gen Marie, für die Felix bald mehr emp­fin­det, ein paar Chal­lenges, um ihre Ängs­te zu über­win­den… Ein rund­her­um gelun­ge­ner Coming-of-Age Roman, der trotz erns­ter The­men mit einer erfri­schen­den Leich­tig­keit, einer pas­sen­den Pri­se Humor und ganz viel Herz daher­kommt. Abso­lut authen­tisch, bewe­gend und pau­sen­los mit­rei­ßend geschrie­ben. Gro­ßer Lese­tipp!! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Vor 3 Mona­ten sind sei­ne Eltern gestor­ben. Jetzt ist der 17-jäh­ri­ge Felix allein. Nur noch ein Hund ist übrig. Bolt. Mit dem er eigent­lich nicht wirk­lich etwas anfan­gen kann. Sei­ne Tan­te Bec­ca und ihr Freund Phil woh­nen jetzt bei ihm im Haus. Von Erzie­hung hat Bec­ca eben­so wenig Ahnung, wie Felix vom Hund. Sie hat kei­ne Kin­der, arbei­tet viel und kocht schlecht. Bemüht sich aber für Felix da zu sein. Auch wenn die­ser ohne­hin nicht viel Auf­merk­sam­keit braucht. Die meis­te Zeit ver­bringt er

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Martin Schäuble — Alle Farben grau

30.August 2023

Der deut­sche Jour­na­list, Poli­tik­wis­sen­schaft­ler und Autor Mar­tin Schäub­le erzählt in “Alle Far­ben grau” eine Geschich­te, die auf wah­ren Bege­ben­hei­ten beruht. Im Mit­tel­punkt steht ein autis­ti­scher Jun­ge und Außen­sei­ter, der unter Depres­sio­nen lei­det. Alle Hoff­nun­gen sei­nes Umfelds nach einem Auf­ent­halt in einer psych­ia­tri­schen Kli­nik zer­schla­gen sich, als er sich schließ­lich das Leben nimmt. Denn inner­lich hat er längst Abschied genom­men. In dem Roman, für den der Autor vie­le Gesprä­che mit ange­hö­ri­gen Betrof­fe­nen geführt hat, kommt nicht nur der Jun­ge, son­dern auch sein per­sön­li­ches Umfeld zu Wort, so dass man sich als Leser*in ein immer umfas­sen­de­res Bild der Umstän­de machen kann. Kei­ne leich­te Kost und ein Buch, mit dem man sich aus­ein­an­der­set­zen muss, aber ein höchst bedeut­sa­mes The­ma! Depres­sio­nen und Sui­zid bekom­men durch die Erhö­hung psy­chi­scher Erkran­kun­gen einen immer wich­ti­ge­ren Stel­len­wert. Ein sehr fein­füh­lig gezeich­ne­tes Por­trät, bewe­gend und authen­tisch geschrie­ben. Ide­al auch als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Der 16-jäh­ri­ge Paul ist eher ein Außen­sei­ter. Er ist höchst intel­li­gent. Er liebt die Musik von David Bowie. Er mag Japan, Kat­zen und Man­gas. Er ist sogar auf ein Inter­nat in Japan gegan­gen. “Der Unter­richt ist halb­wegs inter­es­sant, und die Leu­te sind in Ord­nung, aber so rich­tig ver­ste­hen tun wir uns alle nicht. Über­haupt nicht. Das ist mir bei allen außer Lien egal. Doch ich kann nichts dar­an ändern.” (Zitat aus “Alle Far­ben grau” S.51). In de Inter­nat hat er sich unglück­lich in das japa­ni­sche Mäd­chen Lien ver­liebt. Oft redet Paul sehr viel. Hält lan­ge Mono­lo­ge und ver­gisst es die ande­ren zu fragen

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Christine Werner — Silberregen glitzert nicht

5.März 2023

Die deut­sche Autorin Chris­ti­ne Wer­ner hat sich mit ihrem Roman “Sil­ber­re­gen glit­zert nicht” an ein abso­lu­tes Tabu­the­ma im Kin­der­buch her­an­ge­wagt! Sie stellt die Tablet­ten­sucht einer Mut­ter in den Mit­tel­punkt ihrer Geschich­te und die Aus­wir­kun­gen, die dies auf ihre Fami­lie hat. Erzählt aus der Sicht der ältes­ten Toch­ter, die ver­sucht sich um ihre jün­ge­ren Geschwis­ter zu küm­mern und den fami­liä­ren All­tag irgend­wie zu bewäl­ti­gen, weil ihre Mut­ter immer müde ist und sel­ten aus dem Bett her­aus­kommt. Ein Roman über eine Sucht, über Hilfs­lo­sig­keit und Ver­ant­wor­tung, aber auch Freund­schaft und Zusam­men­halt. Mit einer lie­bens­wer­ten, sym­pa­thi­schen Prot­ago­nis­tin, die über sich hin­aus­wächst und dann erkennt, dass man­che Geheim­nis­se zu schwer sind, um sie allei­ne zu tra­gen und die Unter­stüt­zung erhält. Mit­rei­ßend und unheim­lich bewe­gend geschrie­ben. Ein sehr wich­ti­ges Buch! Für Jugend­li­che ab 11 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Eme­ly liebt Bana­nen­eis, Skate­boar­den mit ihrem bes­ten Freund Mathis, das Nach­bars­ka­nin­chen Mop­pel und Quiz­sen­dun­gen in Fern­se­hen, die sie mit ihrer gan­zen Fami­lie anschaut. Vor allem ihre Mut­ter ist bril­lant im Fra­gen­be­ant­wor­ten. “Ich strah­le sie an, sprin­ge auf den Ses­sel, hüp­fe dar­auf her­um, dass er schnauft und ächzt, trö­te einen Tusch — und schüt­te eine gan­ze Tüte Sil­ber­pa­pier­chen über Mama aus. Die Papier­chen segeln auf ihre Haa­re, blei­ben an ihrem kusche­li­gen Pull­over hän­gen, fal­len auf Han­nah. Mama sitzt in einer gro­ßen, glit­zern­den Sil­ber­re­gen­wol­ke. Plötz­lich steht sie auf, tanzt mit Han­nah im Arm und lacht. Mama ist mei­ne Köni­gin des Sil­ber­re­gens.” (Zitat aus “Sil­ber­re­gen glit­zert nicht” S.6) Regel­mä­ßig denkt Eme­ly sich sogar selbst Quiz­fra­gen aus, die sie in ein Büch­lein notiert. Doch in letz­ter Zeit ist kaum Zeit fürs Quiz­sen­dun­gen und Fröh­lich­keit. Denn ihre Mutter

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Lise Villadsen — Sowas wie Sommer, sowas wie Glück

Kasimira27.März 2022

“Sowas wie Som­mer, sowas wie Glück” ist der ers­te Roman, der von der däni­schen Schrift­stel­le­rin Lise Vil­lad­sen ins Deut­sche über­setzt wur­de. Die Autorin, die für ihre Bücher über beson­de­re Fami­li­en­struk­tu­ren und psy­chi­sche Pro­ble­me bekannt ist, setzt auch in die­ser Geschich­te ein jun­ges Mäd­chen in den Mit­tel­punkt, deren älte­re Schwes­ter unter Ängs­ten und Erschöp­fungs­zu­stän­den lei­det und die das gan­ze Fami­li­en­le­ben dadurch auf den Kopf stellt. Denn kann man das Erwach­sen­wer­den, die ers­te gro­ße Lie­be genie­ßen, wenn es jemand Ande­rem schlecht geht? Der schma­le Grat zwi­schen Selbst­auf­ga­be, Für­sor­ge und der Sehn­sucht, unbe­schwert und glück­lich zu sein — Lise Vil­lad­sen hat die­sen sehr gut getrof­fen. Mit fein­füh­li­ger und äußerst sen­si­bler Art gelingt es ihr das kom­ple­xe Geflecht einer Fami­lie zu beschrei­ben, die ins Strau­cheln gera­ten ist. Berüh­rend und nach­denk­lich machend. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 17-jäh­ri­ge Astrid plant mit ihrem bes­ten Freund Jonas eine Inter­rail-Tour. Dar­auf freut sie sich schon sehr. Doch nicht immer kann sie ihre Vor­freu­de auf die Rei­se genie­ßen. Denn oft geht es ihrer gro­ßen Schwes­ter Ceci­lie sehr schlecht. “Im Moment braucht mei­ne Schwes­ter mich beson­ders. Manch­mal kommt es mir so vor, als könn­te ich sie bes­ser spü­ren als mich selbst. Als wäre ihr Kör­per ein Magnet, der mei­nen anzieht.” (Zitat aus “Sowas wie Som­mer, sowas wie Glück” S.8) Ceci­lie, die 19 ist, lei­det schon seit vier Jah­ren immer wie­der an Ängs­ten und Erschöp­fungs­zu­stän­den. Ange­fan­gen hat es mit Bauch­schmer­zen. Sie waren schon bei den unterschiedlichsten 

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Jennifer Benkau — A reason to stay

Kasimira20.Juli 2021

“A reason to stay” ist der ers­te Teil einer zwei­bän­di­gen Rei­he (der aber auch in sich abge­schlos­sen gele­sen wer­den kann) der deut­schen Autorin Jen­ni­fer Ben­kau und ihre ers­te New-Adult-Romance und — wie die Autorin angibt — ihr per­sön­lichs­tes Buch. Eine jun­ge Frau, die eigent­lich nur ihr Leben in den Griff bekom­men will und uner­war­tet einem Stu­den­ten näher kommt, der mit jeder Frau nie mehr als eine Nacht ver­bringt. Ein Roman mit zwei recht erns­ten The­men. Sen­si­bel erzählt, roman­tisch und abso­lut bewe­gend. Ein wah­res Wech­sel­bad der Gefüh­le! Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und für Erwachsene.

Die 20-jäh­ri­ge Sibyl, genannt Bil­ly, hat ihr Jura-Stu­di­um abge­bro­chen, die väter­li­chen Erwar­tun­gen ent­täuscht und schlägt sich nun mehr schlecht als recht durchs Leben. Ihr Ziel: unbe­dingt eine Stel­le in einem Muse­um ergat­tern, das wäre ihr größ­ter Traum. Als im Natur­kun­de­mu­se­um in Liver­pool ein Assis­tenz­platz für die Kura­ti­on aus­ge­schrie­ben ist, hofft sie auf einer Eröff­nungs­fei­er noch vor ihrem Vor­stel­lungs­ge­spräch ein paar Kon­tak­te zu knüp­fen. “Ich habe weder Stu­di­um noch Prak­ti­ka vor­zu­wei­sen, kei­ner­lei Emp­feh­lungs­schrei­ben, nie­man­den, der jeman­den kennt, der jeman­den kennt, der… Die Par­ty heu­te Abend ist mei­ne ein­zi­ge Chan­ce auf eine win­zig klei­ne und ver­mut­lich drin­gend not­wen­di­ge Dosis Vit­amin B.” (Zitat aus “A reason to stay” S.13) Doch weil ihre Freun­din Oli­via dort auf einen unlieb­sa­men Ver­eh­rer, den sie geg­hos­tet hat, trifft, müs­sen die bei­den ärgerlicherweise

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Ava Reed — Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen

Kasimira24.August 2020

Der Roman “Alles. Nichts. Und ganz viel dazwi­schen” von der deut­schen Autorin Ava Reed ist zugleich ihr per­sön­lichs­tes Buch. Die Autorin, die selbst angibt, unter einer Angst­stö­rung zu lei­den, erzählt die fik­ti­ve Geschich­te eines Mäd­chens, das kurz vor dem Abitur steht und auf ein­mal selt­sa­me Panik­at­ta­cken bekommt. Ein Leben, das aus den Fugen zu gera­ten droht. Ein im Jugend­buch bis­her noch eher sel­te­nes The­ma, bra­vou­rös und meis­ter­haft umge­setzt. Authen­tisch, unheim­lich bewe­gend und mit­rei­ßend geschrie­ben. Ein wich­ti­ges Buch. Lese­tipp! Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwachsene.

Leni hat gera­de die Som­mer­fe­ri­en hin­ter sich gelas­sen und star­tet in das neue Schul­jahr, als ihr auf ein­mal bewusst wird, dass es tat­säch­lich das letz­te Jahr vor ihrem Abitur ist. Die letz­ten Mona­te, um zu ent­schei­den, wohin der Weg ihrer Zukunft sie füh­ren wird. Was sie danach machen wird. Ob sie stu­die­ren oder eine Aus­bil­dung begin­nen oder ver­rei­sen soll. In wel­che Rich­tung ihr Leben gehen wird. Doch Leni kann all die­se Fra­gen ein­fach nicht beant­wor­ten. “Ich wünsch­te, in mir wür­de sich auch nur eine Klei­nig­keit for­men, der Ansatz einer Ant­wort, aber da ist nichts als Lee­re. Ich weiß es nicht.” (Zitat aus “Alles. Nichts. Und ganz viel dazwi­schen” S.31) Da ist ein Raum vol­ler Mög­lich­kei­ten vor ihr und gleich­zei­tig eine gro­ße Enge

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Juliane Breinl — Graue Wolken im Kopf

Juliane Breinl Graue Wolken im Kopf18.Juni 2020

Die deut­sche Autorin Julia­ne Breinl hat mit “Graue Wol­ken im Kopf” einen Roman geschrie­ben, der — wie der Titel schon ver­lau­ten lässt — sich mit einem erns­ten The­ma beschäf­tigt: Depres­si­on bei Jugend­li­chen. Die Geschich­te eines jun­ge Mäd­chens, die unwis­sent­lich in solch eine hin­ein­rutscht, ehe sie begreift, was über­haupt mit ihr los ist. Ein auf­klä­ren­des und bewe­gend erzähl­tes Buch. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 15-jäh­ri­ge Tizia­na ist hübsch, beliebt und hat neben­bei auch sehr gute Noten. Jetzt geht es auf den Abschluss zu und da braucht sie noch ein­mal rich­tig viel Power. Sie will Klas­sen­bes­te wer­den und anschlie­ßend gleich das Fach­ab­itur machen. Denn um an der Jour­na­lis­ten­schu­le genom­men zu wer­den, auf die sie gehen möch­te, muss man schon ein Aus­nah­me­ta­lent sein. Des­halb nimmt sie mit ihrer bes­ten Freun­din Vivi­an auch an einem Foto­pro­jekt teil, bei dem sie Obdach­lo­se inter­view­en und foto­gra­fie­ren soll. Neben­bei arbei­tet sie nicht nur für die Schü­ler­zei­tung, son­dern ist eben­falls Mit­glied in einem Vol­ley­ball­ver­ein. Frei­zeit hat sie kaum noch. Das nervt vor allem Vivi­an: “Wir sehen uns seit Wochen

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Colleen Hoover — Die tausend Teile meines Herzens

Colleen Hoover - Die tausend Teile meines Herzens15.November 2018

“Die tau­send Tei­le mei­nes Her­zens” ist mitt­ler­wei­le der 13. Roman der ame­ri­ka­ni­schen Best­sel­ler­au­torin Col­leen Hoo­ver, der Meis­te­rin der Emo­tio­nen. Mit ihrem neu­en Werk zeigt sie eine ganz neue Sei­te an sich. Vol­ler Skur­ri­li­tät und vor Sar­kas­mus strot­zend erzählt sie nicht nur eine Lie­bes- und Ado­les­zenz­ge­schich­te, son­dern auch die einer ganz außer­ge­wöhn­li­chen Fami­lie. Über­aus unter­halt­sam und toll! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Hop­kins Coun­ty. Texas. Die 17-jäh­ri­ge Merit gibt nicht viel auf ihr Äuße­res. Und sie mag alles, das etwas anders ist. So hat sie auch eine ein­zig­ar­ti­ge Samm­lung von Poka­len daheim. Poka­le, die sie nicht gewon­nen hat. Einer ist geklaut, die ande­ren sind alle aus einem Anti­qui­tä­ten­ge­schäft. Und immer, wenn in ihrem Leben mal wie­der etwas gehö­rig schief geht, dann kauft sie sich aus Aus­gleich dazu einen neu­en. So wie auch an die­sem Tag, als sie sie plötz­lich bemerkt, dass sie bei ihrem Vor­ha­ben beob­ach­tet wird. “Ich habe den Pokal gera­de mit bei­den Hän­den vom Regal genom­men und will damit zur Kas­se, als ich auf der Gale­rie im ers­ten Stock einen Typen bemer­ke, der mich beobachtet

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Jasmine Warga — Mein Herz und andere schwarze Löcher

Jasmine Warga Mein Herz und andere schwarze Löcher8.Dezem­ber 2016

“Mein Herz und ande­re schwar­ze Löcher” der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Jas­mi­ne War­ga setzt sich mit einem erns­ten The­ma aus­ein­an­der: Dem Plan zwei­er Jugend­li­cher, frei­wil­lig den Tod zu suchen. Über­rascht wer­den sie von der Lie­be und der Sehn­sucht nach dem Leben. Bewe­gend, roman­tisch, trau­rig und hoff­nungs­voll zugleich! Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Aysel ist 16 Jah­re alt. Sie liebt klas­si­sche Musik und begeis­tert sich für Phy­sik. Sie ist Tür­kin und lebt in einem klei­nen Ort in Ken­tu­cky, wobei ihre Mut­ter im Gegen­satz zu ihrem Vater ihre Wur­zeln eher ver­leug­net. Vor eini­ger Zeit hat sie noch unter der Woche bei ihrem Vater und nur am Wochen­en­de bei ihrer Mut­ter gelebt. Doch nun muss sie dau­er­haft bei der neu­en Fami­lie ihrer Mut­ter und ihren zwei Halb­ge­schwis­tern woh­nen. Denn ihr Vater sitzt im Gefäng­nis. Er hat etwas Schreck­li­ches getan und Aysel hat größ­te Angst, eines Tages so zu wer­den wie er. Denn in ihr ist so eine gro­ße Trau­rig­keit. Ein schwar­ze Qual­le, die ihr trüb­sin­ni­ge Gedan­ken schickt und all ihre Trä­nen schluckt. Geweint, das hat sie das letz­te Mal mit 10.

“Manch­mal fra­ge ich, ob mein Herz wie ein schwar­zes Loch ist — eine Mas­se, so dicht, dass dort kein Raum für Licht bleibt. Aber das heißt trotz­dem nicht, dass das schwar­ze Loch 

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Esther Ehrlich — Nest

Esther Ehrlich - Nest19.September 2016

“Nest” von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Esther Ehr­lich ist ein Roman über eine Fami­lie, deren Leben durch die plötz­li­che Dia­gno­se Mul­ti­ple Skle­ro­se der Mut­ter völ­lig auf den Kopf gestellt wird. Eine Geschich­te über Krank­heit, Depres­si­on, Zusam­men­halt und den Wert der Freund­schaft, die zum Anker wird, wenn alles ande­re zu zer­bre­chen droht. Authen­tisch, berüh­rend und erschüt­ternd zugleich. Kein ein­fa­ches Buch, aber ein wert­vol­les (zumal es im Jugend­buch fast kei­ne Bücher über die­se Krank­heit gibt). Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und Erwachsene.

Cape Cod. Eine Halb­in­sel im Süd­os­ten von Mas­sa­chu­setts. Hier am Meer lebt die 11-jäh­ri­ge Nao­mi, die von allen nur “Chirp” genannt wird, mit ihrer Fami­lie. Sie geht in die fünf­te Klas­se und liebt neben dem Beob­ach­ten von Vögeln auch das Tan­zen über alles. So wie ihre Mut­ter, eine pro­fes­sio­nel­le Tän­ze­rin, die Cho­reo­gra­phien ent­wi­ckelt und sogar ein eige­nes Stu­dio hat. “Na komm, mein Spatz”, sagt sie und tanzt vor mir her­um. Sie stellt den Plat­ten­spie­ler sogar noch lau­ter. Ich neh­me ihre Hand und sie führt mich in die Mit­te der Küche. […] Ich könn­te Mom den gan­zen Abend nur anschau­en, wenn sie die Augen so fest geschlos­sen hat und mit ihrem ruhi­gem, wun­der­schö­nen Lächeln auf den Lip­pen tanzt.” (Zitat aus “Nest” S.22) Doch in letz­ter Zeit tanzt Chirps Mut­ter nicht mehr so

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