Schlagwort Archiv: Demenz

Zoran Drvenkar — Kai zieht in den Krieg und kommt mit Opa zurück

22.Februar 2023

Kai zieht in den Krieg und kommt mit Opa zurück” ist der neu­es­te Roman des kroa­tisch-deut­schen Schrift­stel­lers Zoran Drven­kar. Eine Geschich­te über einen Jun­gen und sei­nen Opa, der unter zuneh­men­der Demenz lei­det. Bevor die Erin­ne­run­gen immer mehr ver­blas­sen, bege­ben sich die bei­den auf eine Rei­se in die Ver­gan­gen­heit und in die Zeit des Krie­ges, den der Opa erlebt hat und der in ihm noch äußerst prä­sent ist. Doch war er tat­säch­lich der Held, für den sein Enkel ihn immer gehal­ten hat? Ein bemer­kens­wer­tes, äußerst beein­dru­ckend und klug erzähl­tes Werk! Über Erin­ne­run­gen, Wahr­hei­ten, den Krieg und eine ganz beson­de­re Opa-Enkel-Bezie­hung. Ein Gene­ra­tio­nen­ro­man, der mit viel Charme, Humor und Ein­füh­lungs­ver­mö­gen geschrie­ben ist. Ein unver­gess­li­ches Lese­er­leb­nis! Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren und alle Erwachsenen.

Vor drei Jah­ren war noch alles nor­mal. Jetzt ist alles anders. Kais Opa lei­det unter Demenz. Der 11-jäh­ri­ge hat es manch­mal nicht leicht mit ihm. “Jun­ge, sieh mich doch mal an”, unter­bricht ihn Opa erneut. “Ich habe kei­ne Ahnung, wer ich bin. Ich habe kei­ne Ahnung, wo ich bin. Und wenn ich ganz ehr­lich bin…” Er lächelt ent­schul­di­gend. “…habe ich auch kei­ne Ahung, wer du bist.” (Zitat aus “Kai zieht in den Krieg und kommt mit Opa zurück” S.17) Oft erkennt sein Opa ihn nicht und weiß auch nicht mehr genau, wo er sich eigent­lich befin­det. “Opa bricht mit­ten im Satz ab und sieht sich um. Die­ser Moment ist wie ein Licht­schal­ter, den man umlegt, und es geht kein Licht an. Der Wan­del erschreckt Kai jedes Mal. Sein Groß­va­ter betrach­tet das Wohn­zim­mer, als wür­de er hier zum ers­ten Mal auf dem Boden sit­zen” (Zitat S.14) Nun hat Kais Mut­ter ihn gebe­ten, ihm beim Kofferpacken… Weiterlesen!

Allan Stratton — Zoe, Grace und der Weg zurück nach Hause

Kasimira8.Oktober 2020

Zoe, Grace und der Weg zurück nach Hau­se” ist der neu­es­te Roman des kana­di­schen Autoren Allan Strat­ton. Eine Geschich­te, die eine Groß­mutter in den Mit­tel­punkt stellt, deren Enke­lin sich nicht damit abfin­den will, dass ihre gelieb­te Bezugs­per­son wegen Demenz in ein Alters­heim abge­scho­ben wird und kur­zer­hand mit ihr die Flucht ergreift. Ein Road­mo­vie, eine Fami­li­en­ge­schich­te mit außer­ge­wöhn­li­chen Cha­rak­te­ren — berüh­rend und unter­halt­sam erzählt. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Ihre Groß­mutter ist alles für die jun­ge Zoe. Jeden Tag besucht sie sie zu Hau­se. Und sonn­tags kommt Gran­ny immer zum Essen zu ihnen. Doch die­ses Mal erwar­ten ihre Eltern, die in ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen woh­nen, Besuch von Tan­te Jess und Onkel Chad, die in der bes­se­ren Wohn­ge­gend leben und deren Toch­ter Madi, die Zoes Cou­si­ne ist, schon mal eine Mar­ken­jeans tra­gen kann. Zoes Eltern wol­len sie um einen Kre­dit bit­ten, um den Fri­seur­sa­lon, der sich momen­tan aus Platz­grün­den im Wohn­zim­mer der Fami­lie befin­det, an einen ande­ren Ort zu ver­le­gen. “Der Abend heu­te wird grau­sam. Wenn Gran­ny hier wäre, würdeWeiterlesen!

Hervé Jaouen — Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?

Hervé Jaouen Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?23.März 2013

Par­don, Mon­sieur, ist die­ser Hund blind?” von dem fran­zö­si­schen Autoren Her­vé Jaouen ist eine bezau­bern­de Fami­li­en­ge­schich­te, in deren Mit­tel­punkt die an Alz­hei­mer erkrank­te Oma steht, die für eini­ge Tur­bu­len­zen sorgt. Höchst amü­sant zu lesen! Für Jugend­li­che ab 12 und Erwachsene.

Sie ist eine fei­ne, edle Dame, die Wert legt auf gutes Beneh­men und bis­her noch in ihrem eige­nen Haus leben konn­te: die Oma der 13-jäh­ri­gen Véro und ihrem Bru­der Guil­laume. Doch nun, da die alte Frau ihren Gas­herd hat bren­nen las­sen und dabei das Haus ver­ließ, um Rosen zu schnei­den, ändert sich das lei­der zwangs­wei­se. Denn — so hat der Arzt es fest­ge­stellt: Omama (wie sie von allen genannt wird) lei­det unter Alz­hei­mer! Also muss Véro ihr Zim­mer mit Bad räu­men und in die ande­re Hälf­te des Dach­ge­schos­ses zie­hen. Das ist jedoch noch das gerings­te Pro­blem, da Omama bald nachts durchs Haus geis­tert, Geschirr zer­bricht und Schrän­ke durch­wühlt, um ihre heiß­ge­lieb­te Bro­sche zu fin­den, die ihr abhan­den gekom­men ist. Auch hor­tet sie Rol­len mit Klo­pa­pier und Sil­ber­be­steck unter ihrem Bett und bedient sich… Weiterlesen!

Veronika Rotfuß — Mücke im März

Veronika Rotfuß Mücke im März9.März 2012

Mit einem wun­der­schön design­ten Schutz­um­schlag ist Vero­ni­ka Rofuß’ Jugend­buch “Mücke im März” jetzt erschie­nen. Ein Roman, der sich mit dem The­ma Alz­hei­mer beschäf­tigt und die Geschich­te einer ers­ten Lie­be schil­dert. Geeig­net ist das Buch der deut­schen Autorin für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren, die bereit sind sich auch mal mit einem etwas erns­te­ren The­ma aus­ein­an­der­zu­set­zen und mal ein Buch lesen wol­len, in dem nicht immer alles nur “Hei­le Welt” ist.

Die 15-jäh­ri­ge Mücke hat sich das ers­te Mal so rich­tig ver­liebt. In Yurik, den Jun­gen mit den zwei unter­schied­lich lan­gen Bei­nen, der sogar sei­ne Pom­mes mit ihr teilt und ein­fach etwas ganz Beson­de­res für sie ist. Doch Mücke kennt auch ein ande­res Leben außer ers­ter Lie­be und Nach­mit­ta­gen mit ihrer bes­ten Freun­din Nora auf den Dächern der Stadt: ein Leben zu Hau­se mit ihrer Fami­lie. Denn Mückes Mut­ter lei­det an Alz­hei­mer. Sie ist erst 47, aber aus­ge­rech­net sie gehört zu dem gerin­gen Pro­zent­satz an Men­schen, die es auch in jün­ge­ren Jah­ren tref­fen kann. Der All­tag ist für Mücke und ihren klei­nen Bru­der Jan nicht leicht. Ihre Mut­ter erkennt sie manch­mal nicht. Jetzt hat sie Jan sogar ange­grif­fen. Längst küm­mert sich eine Pflegekraft … Weiterlesen!

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