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Eva Mozes Kor/ Lisa Rojany Buccieri — Ich habe den Todesengel überlebt

Eva Mozes Kor/ Lisa Rojany Buccierei Ich habe den Todesengel überlebt27.Dezember 2014

Ich habe den Todes­en­gel über­lebt” ist ein auto­bio­gra­fi­scher Roman über die aus Rumä­ni­en stam­men­de Eva Mozes Kor, die das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz-Bir­ken­au und die medi­zi­ni­schen Expe­ri­men­te des Dr. Men­ge­le zusam­men mit ihrer Zwil­lings­schwes­ter Miri­am über­leb­te. Für Jugend­li­che geschrie­ben hat die­ses Buch die Auto­rin Lisa Roja­ny Buc­cie­ri. Ein Zeit­do­ku­ment einer schreck­li­chen Ver­gan­gen­heit, eine Erin­ne­rung an die Grau­sam­kei­ten des Holo­causts. Aber gleich­zei­tig auch das Zeug­nis einer unheim­lich star­ken Per­sön­lich­keit, die immer wie­der um ihr Über­le­ben gekämpft hat. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren, die sich mit die­sem wich­ti­gen The­ma der deut­scher Geschich­te auf authen­ti­sche Wei­se aus­ein­an­der­set­zen wol­len und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Sie sind zehn Jah­re alt, als die ein­ei­igen Zwil­lin­ge Eva und Miri­am mit ihren Geschwis­tern und Eltern nach Ausch­witz-Bir­ken­au depor­tiert wer­den. An der Selek­ti­ons­ram­pe wer­den sie getrennt und sehen ihre Eltern und Geschwis­ter nie wie­der. Weil sie Zwil­lin­ge sind, kom­men sie sofort zu Dr. Men­ge­le, der grau­sa­me Expe­ri­men­te an “sei­nen” Kin­dern durch­führt. So auch an Eva und ihrer Schwes­ter Miri­am. Als Eva eines Tages Krank­heits­er­re­ger gespritzt wer­den und sie… Weiterlesen!

Bettina Obrecht — Opferland: Wenn die anderen dich kaputt machen

Bettina Obrecht Opferland22.Oktober 2014

Opfer­land: Wenn die ande­ren dich kaputt machen“ von der deut­schen Auto­rin Bet­ti­na Obrecht ist ein Buch, das sich mit Mob­bing und des­sen Fol­gen aus­ein­an­der­setzt. Ein sehr bewe­gen­der und in jugend­li­cher Spra­che gehal­te­ner Roman, der ein­fühl­sam geschrie­ben ist und nach­denk­lich macht. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Ced­ric ist 15 Jah­re alt und wohnt seit eini­ger Zeit nicht mehr zu Hau­se. Er ist zu Bekann­ten sei­ner Eltern gezo­gen, um auf eine ande­re Schu­le, weit weg von daheim, gehen zu kön­nen. In sei­ner alten hat er es nicht mehr aus­ge­hal­ten. Täg­li­ches, übels­tes Mob­bing sei­ner Mit­schü­ler hat sei­nen All­tag bestimmt. Doch auch wenn er jetzt ver­sucht mög­lichst unauf­fäl­lig und ange­passt zu blei­ben, holt ihn die Ver­gan­gen­heit den­noch wie­der ein: in der Thea­ter­grup­pe, in der er bis­her ger­ne Mit­glied war, soll ein Stück über Mob­bing auf­ge­führt wer­den und aus­ge­rech­net Ced­ric ist für die Haupt­rol­le vor­ge­se­hen! Das passt ihm gar nicht und das lässt er auch sei­nen Lei­ter laut­stark spü­ren. Als ihn Lars — einer der belieb­tes­ten Mit­schü­ler der Grup­pe – aus Spaß „Opfer“ nennt, ras­tet Ced­ric aus. Er schlägt Lars direkt… Weiterlesen!

Sarah Wylie — Alle meine Leben

Sarah Wylie Alle meine Leben10.September 2014

Alle mei­ne Leben” ist der Debüt­ro­man der kana­di­schen Auto­rin Sarah Wylie. Eine Geschich­te über Krank­heit, das Ster­ben auf Raten und die Bezie­hung zwei­er Schwes­tern. Sen­si­bel und erfri­schend anders erzählt. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Dani­el­le, genannt Dani, ist 16 Jah­re alt. Sie hat eine Schwes­ter, die seit eini­ger Zeit schwer erkrankt ist. Sie hat Leuk­ämie und war­tet ver­zwei­felt auf eine Kno­chen­marks­spen­de. Und obwohl Dani und Jena Zwil­lin­ge sind, kommt weder sie, noch jemand aus ihrer Fami­lie in Fra­ge. Dabei wür­de Dani alles tun, um ihrer Schwes­ter zu hel­fen. Und das tut sie auch, irgend­wie. Auf erschre­cken­de Wei­se. Schon als Kind hat ihre Mut­ter ihr immer wie­der erzählt, dass sie ganz nach ihr kom­me und neun Leben hät­te. Zusam­men haben Dani und ihre Mut­ter einen Auto­un­fall fast ohne Krat­zer über­lebt, bei dem sie eigent­lich hät­ten ster­ben müs­sen. Sie haben ein bren­nen­des Haus, in dem zahl­rei­che Men­schen ver­brann­ten, zufäl­lig zehn Minu­ten vor­her ver­las­sen. Die Mut­ter hat ihren auf einem Bahn­gleis ein­ge­klemm­ten Fuß gera­de noch recht­zei­tig, bevor der Zug kam, befrei­en kön­nen. Und Dani hat als Zwei­jäh­ri­ge eine schwe­re Bauch­fell­ent­zün­dung über­lebt, bei er es hieß, sie müss­te ster­ben. Wenn also die­se neun Leben, von denen sie schon eini­ge ver­braucht hat, irgend­wie an ihre kran­ke Schwes­ter wei­ter­ge­ge­ben wer­den könn­ten, dann… Als Dani sich absicht­lich betrun­ken in einen eis­kal­ten Teich springt,… Weiterlesen!

Brigitte Blobel — Liebestot

Brigitte Blobel Liebestot11.August 2014

Die bekann­te, deut­sche Kin­der- und Jugend­buch­au­to­rin Bri­git­te Blo­bel, die beson­ders durch ihre pro­blem­be­haf­te­ten Rea­li­ty-Roma­ne erfolg­reich wur­de, legt nun mit “Lie­bes­tot” einen ers­ten Thril­ler vor. Und auch das kann sie gut! In des­sen Mit­tel­punkt ste­hen eben­falls bewe­gen­de The­men: Sehn­sucht nach Tod, Mani­pu­la­ti­on und eine gefähr­li­che Lie­be. Für Jugend­li­che ab 12 und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 17-jäh­ri­ge Mer­le war schon lan­ge nicht mehr ver­liebt. Seit zwei Jah­ren hat­te sie schon kei­nen Freund mehr. Wenn dann auch die bes­te Freun­din nur noch im Dop­pel­pack unter­wegs ist, ist das auch nicht gera­de för­der­lich, um sich weni­ger ein­sam zu füh­len. Zum Glück gibt es da Noah, den Mer­le vor eini­gen Wochen auf Face­book ken­nen­ge­lernt hat und mit dem sie nun ab und zu chat­tet. Er inter­es­siert sich beson­ders dafür, dass sie auf einem Fried­hof arbei­tet (ihre Eltern betrei­ben eine Fried­hofs­gärt­ne­rei) und löchert sich mit Fra­gen über den Tod. Und dann schlägt Noah ihr sogar vor in den Som­mer­fe­ri­en etwas gemein­sam zu unter­neh­men! Eine Rei­se in die ein­sa­me, unbe­rühr­te Natur im Nor­den Schott­lands mit Noah und zwei ande­ren Freun­den. Mer­le schafft es ihre Eltern zu über­zeu­gen. Aber — Über­ra­schung: es ist nur Noah, den sie in Schott­land trifft. Von sei­nen zwei Freun­den kei­ne Spur. Noah woll­te… Weiterlesen!

Kim Hood — Das Schweigen in meinem Kopf

Kim Hood - Das Schweigen in meinem Kopf - cbj                                                                   20.Juli 2014

Die kana­di­sche Auto­rin Kim Hood hat mit „Das Schwei­gen in mei­nem Kopf“ einen Roman geschrie­ben, der sich mit dem Anders­sein, dem Gehört- und Ange­nom­men­wer­den beschäf­tigt. Auch Behin­de­rung und psy­chi­sche Krank­heit spie­len eine Rol­le. Inhalt­lich gese­hen kein ein­fa­ches Buch, aber eine sehr sehr berü­hend erzähl­te Geschich­te. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 13-jäh­ri­ge Jo ist schon seit der ers­ten Klas­se eine Außen­sei­te­rin. Kein Wun­der, wenn die Mut­ter wie eine Furie im Klas­sen­zim­mer der Leh­re­rin in aller Laut­stär­ke erklärt, wel­che Bücher für den Unter­richt auf kei­nen Fall ver­wen­det wer­den dür­fen und mun­ter das Regal aus­sor­tiert. Jo’s Mut­ter ist anders als alle ande­ren. Sie ist psy­chisch krank. Schon seit Jah­ren. Ihre Krank­heit ist nicht ein­deu­tig dia­gnos­ti­zier­bar. Sie hat star­ke Stim­mungs­schwan­kun­gen, teil­wei­se Wahn­vor­stel­lun­gen und über­trie­be­ne Ängs­te. Ver­fällt in Depres­sio­nen und ist dann wie­der so über­mu­tig, dass sie beim Ein­kau­fen in einer Zoo­hand­lung ein­fach mal die Wel­len­sit­ti­che aus dem Schau­fens­ter befreit. Das Mäd­chen lebt allei­ne mit ihrer Mut­ter. Nur, wenn sie mal wie­der in die Kli­nik muss, kommt eine Sozi­al­ar­bei­te­rin vor­bei und ihre Groß­mut­ter zieht kurz­fris­tig bei Jo ein. In der Schu­le wird sie ent­we­der igno­riert oder es wird über sie getu­schelt. Jetzt hat sich Jo das ers­te Mal mit Sarah, einem neu­en Mäd­chen in ihrer Klas­se, nach­mit­tags ver­ab­re­det und es war auch rich­tig nett. Doch als sie nach Hau­se kommt, … Weiterlesen!

Die Januar-Jugendbuch-Neuheiten — ein Überblick:

Januarnovitäten 201431.Januar 2014

Das Jahr 2014 hat schon längst begon­nen und der Buch­markt über­schwemmt uns mit einer Viel­zahl von Neu­erschei­nun­gen. Wo anfan­gen? Was lohnt sich? Was klingt viel­ver­spre­chend und was ist ein Flop? Wo wur­de ein neu­es The­ma ent­deckt und wo funk­tio­niert Alt­be­währ­tes wie­der rich­tig gut? Hier gibt es einen klei­nen Über­blick über die aktu­el­len Neu­erschei­nun­gen des Monats Janu­ar. Chro­no­lo­gisch nach dem Ver­lag­s­al­pha­bet.

A wie Are­na Ver­lag. A wie Alt­be­währ­tes geht immer gut: des­halb kom­men im Janu­ar eini­ge Titel ein­fach mal mit neu­em Preis und/oder neu­em Cover/Buchformat auf den Markt. Äußerst preis­wert sind nun vier älte­re Titel der fol­gen­den Are­na-Thril­ler:… Weiterlesen!

Inez Corbi — Die roten Blüten von Whakatu

Inez Corbi Die roten Blüten von Whakatu10.Juni 2013

Die deut­sche Auto­rin Inez Cor­bi hat mit “Die roten Blü­ten von Wha­ka­tu” einen wun­der­schö­nen Aus­wan­de­rer­ro­man geschrie­ben, der sei­ne Leser in das Neu­see­land des 19. Jahr­hun­derts ent­führt. Die­ses Buch ist für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren geschrie­ben, aber für Erwach­se­nen eben­falls sehr gut les­bar.

Die 15-jäh­ri­ge Lina und ihre klei­ne Schwes­ter Rie­ke sind Wai­sen. Sie leben an der Ost­see direkt am Strand in einem klei­nen, über­dach­ten Boot und nagen am Hun­ger­tuch. Lina will schon ihre Schnei­de­zäh­ne an einen Zahn­arzt ver­kau­fen, um eini­ger­ma­ßen über die Run­den zu kom­men, als sie plötz­lich eine Anzei­ge in der Zei­tung des Arz­tes ent­deckt und in letz­ter Sekun­de aus der Pra­xis flüch­tet. In der Zei­tung sucht die New Zea­land Com­pa­ny nach gesun­den, aus­rei­se­wil­li­gen Men­schen, die ihr Glück am ande­ren Ende der Welt in Neu­see­land ver­su­chen möch­ten. Lina und Rie­ke wagen die­sen Schritt. Zu ver­lie­ren haben sie ohne­hin nichts mehr, so bet­tel­arm sind sie. Die Über­fahrt ist beschwer­lich und dau­ert meh­re­re Mona­te. Doch end­lich errei­chen sie ihr Ziel. Und müs­sen dort erfah­ren, dass die Com­pa­gnie schein­bar bank­rott gegan­gen ist! Es kön­nen nicht alle Ein­wan­de­rer mehr eine Arbeits­stel­le bekom­men. Lina hat jedoch Glück… Weiterlesen!

Ali Lewis — Es wird schon nicht das Ende der Welt sein

Ali Lewis Es wird schon nicht das Ende der Welt sein27.Februar 2013

Die eng­li­sche Auto­rin Ali Lewis Roman “Es wird schon nicht das Ende der Welt sein” ent­führt sei­ne Leser in die aus­tra­li­sche Wüs­te auf eine Rin­der­farm. Eine ange­nehm erzähl­te Fami­li­en­ge­schich­te über die Höhen und Tie­fen — vor allem die Tie­fen — ihres All­tags, über Ver­än­de­run­gen, dem Umgang mit Schick­sals­schlä­gen und dem Wie­der­zu­ein­an­der­fin­den, an dem eine eng­li­sche Back­pa­cke­rin nicht ganz unschul­dig ist. Eine herz­er­wär­men­de Geschich­te! Für Jungs und Mäd­chen ab 12 Jah­ren. Aber auch für Erwach­se­ne.

Die Fami­lie des 13-jäh­ri­gen Dan­nys lebt in der Tana­mi Wüs­te, Aus­tra­li­en. Zwei­hun­dert Mei­len von Ali­ce Springs ent­fernt. In der Ein­öde. Die nächs­ten Städ­te sind mei­len­weit ent­fernt. Sie betrei­ben eine gro­ße Rin­der­farm mit sech­zehn­hun­dert Qua­drat­mei­len Wüs­ten­land. Sie — das sind Dan­nys Eltern, sei­ne klei­ne sie­ben­jäh­ri­ge Schwes­ter Emi­ly und sei­ne 14-jäh­ri­ge Schwes­ter Sis­sy, die seit kur­zem über­ra­schen­der­wei­se schwan­ger ist, aber nie­man­dem ver­ra­ten will,… Weiterlesen!

Zoran Drvenkar, Ole Könnecke — “Du schon wieder”

Zoran Drvenkar Du schon wieder15.Januar 2013

Ein rich­tig tol­les Kin­der­buch haben die deut­schen Auto­ren Zor­an Drven­kar und Ole Kön­ne­cke her­aus­ge­bracht: “Du schon wie­der” — eine Geschich­te übers Anders­sein und eine beson­de­re Freund­schaft! Mit vie­len Zeich­nun­gen für Kin­der ab 8 Jah­ren.

Der Roman erzählt die Geschich­te zwei­er Fami­li­en, die jeweils einen Jun­gen bekom­men, der zu die­ser über­haupt nicht zu pas­sen scheint. Rocki ist viel, viel grö­ßer als sei­ne Eltern und passt nicht rich­tig unter die Schul­bank. Fre­do hin­ge­gen ist sooo klein, dass man ihn ger­ne über­sieht und nicht wirk­lich zu sei­nen gro­ßen Eltern zu gehö­ren kann. In der Schu­le ist er auch irgend­wie fehl am Platz, er sieht kaum über den Tisch:-( Die Fami­li­en tref­fen und berat­schla­gen sich, was mit ihren Kin­dern zu tun ist. Schließ­lich steht der Ent­schluss fest: ihre Kin­der sol­len… Weiterlesen!

Brian Selzninck — Wunderlicht

Brian Selznick Wunderlicht27.März 2012

Der ame­ri­ka­ni­sche Autor Bri­an Selz­nick hat nach dem Erfolg mit “Die Ent­de­ckung des Hugo Cabret” nun ein neu­es Kin­der­buch ver­öf­fent­licht: “Wun­der­licht”. Eine eben­so “wunder“schöne Geschich­te über zwei Kin­der, die unab­hän­gig von­ein­an­der auf der Suche nach Lie­be und Gebor­gen­heit sind. Haupt­the­men in Selz­nicks Roman sind die Lei­den­schaft für Muse­en, für das Sam­meln von Erin­ne­run­gen und Gegen­stän­den, die Lie­be zu New York und die Welt der Gehör­lo­sen, in die der Autor die Leser ent­führt. Eben­so wie bei “Die Ent­de­ckung des Hugo Cabret”  ist die Geschich­te teil­wei­se in Text und teil­wei­se in Bil­dern erzählt. Zu emp­feh­len für Kin­der ab 10 Jah­ren auf­wärts und für Erwach­se­ne. Zum Vor­le­sen, Gemein­sam- oder Allei­ne-Lesen. Lese­tipp für die gan­ze Fami­lie!!

Anders als in “Die Ent­de­ckung des Hugo Cabret” wird in die­sem Buch die Geschich­te einer Per­son nicht abwech­selnd in Bil­dern und Tex­ten erzählt, son­dern die zwei­er Per­so­nen: Rose und Ben. Roses Geschich­te wird nur in Bil­dern erzählt und Bens in Text. Und das eben­falls immer abwech­selnd. Erst gegen Ende, als der Leser erfährt, was die bei­den Per­so­nen mit­ein­an­der zu tun haben, ver­schmel­zen die unter­schied­li­chen Erzähl­strän­ge mit­ein­an­der und … Weiterlesen!