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Ashley Schumacher — Amelia: Alle Seiten des Lebens

Kasimira28.April 2022

Ame­lia: Alle Sei­ten des Lebens” ist der Debüt­ro­man der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Ash­ley Schu­ma­cher. Es gibt Bücher, da merkt man beim Lesen rela­tiv schnell, dass sie etwas Beson­de­res sind, dass da Klug­heit und Sprach­ge­wandt­heit förm­lich aus den Sei­ten tropft — dies ist so ein Buch! Eine Geschich­te über ein jun­ges Mäd­chen, das ihre bes­te Freun­din an den Tod ver­lo­ren hat und sich auf der Suche nach einer letz­ten Bot­schaft ihrer Freun­din macht, wel­che untrenn­bar mit ihren Lieb­lings­bü­chern ver­bun­den ist und sie zu einem unnah­ba­ren, eigen­bröt­le­ri­schen, jun­gen Schrift­stel­ler führt. Ein Roman über Neu­an­fän­ge, Trau­er und die Lie­be zu Büchern. Rea­lis­tisch geschrie­ben und doch irgend­wie magisch. Mit außer­ge­wöhn­li­chen Cha­rak­te­ren, die man ein­fach ins Herz schließt und einer Spra­che, die sei­nes­glei­chen sucht. Ein abso­lu­tes lite­ra­ri­sches Meis­ter­werk und High­light unter den dies­jäh­ri­gen Neu­erschei­nun­gen!! Gro­ße Lese­emp­feh­lung für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Sie ken­nen ein­an­der schon seit dem Kin­der­gar­ten, aber ihre Freund­schaft beginnt erst wirk­lich an dem Tag, an dem Ame­li­as Vater die Fami­lie ver­lässt und sie vor einer Buch­hand­lung steht und gedan­ken­ver­lo­ren durch die Fens­ter­schei­ben hin­ein­starrt. Jen­na sagt, sie kön­ne da nicht ein­fach so her­um­ste­hen und sie sol­le her­ein­kom­men. Ame­lia sagt, dass ihr Vater die Fami­lie ver­las­sen habe, will aber nicht wei­ter dar­über reden. “Gut”, sag­te Jen­na, “Es gibt sowie­so schon viel zu wenig Zeit für viel zu vie­le Bücher. […] Auf der Welt gibt es nichts, was ein gutes Buch nicht hei­len kann”, sagt sie. “Na komm. Such dir eins aus. Oder zwei. Ich lade dich ein.” (Zitat aus “Ame­lia: Alle Sei­ten des Lebens” S.13) Und so sucht sich Ame­lia ein Buch aus: “Der Wald zwi­schen Him­mel und Meer”  von einem gewis­sen N.E.Endsley, ein Autor, der mit sei­nen 16 Jah­ren kaum älter als sie ist. Es ist der ers­te Teil der Chro­ni­ken von Orman und Ame­lia ver­schlingt ihn förm­lich. Die­ses Buch und die Freund­schaft zu Jen­na hel­fen ihr… Weiterlesen!

Robert M. Sonntag — Die Scanner

Rob M. Sonntag Die Scanner27.November 2014

Der deut­sche Autor Robert M. Sonn­tag hat eine fas­zi­nie­ren­de Zukunfts­ge­schich­te über die Buch­bran­che geschrie­ben: “Die Scan­ner” heißt der dys­to­pi­sche Roman und gewährt sei­nem Leser einen Ein­blick in eine mög­li­che Welt ohne gedruck­te Bücher in einer kom­plett ver­netz­ten Welt. Eine Schre­ckens­vi­si­on für Buch­händ­ler, Ver­le­ger und Lite­ra­tur­agen­ten. Ein Anstoß, um nach­zu­den­ken, ein The­ma vol­ler Aktua­li­tät — über eine Bran­che, die sich im Umbruch befin­det. Für Erwach­se­ne und für Jugend­li­che ab 14.

Im Jah­re 2035. Der jun­ge Rob und sein bes­ter Freund Jojo arbei­ten als Buch­agen­ten für Scan AG, ein Toch­ter­un­ter­neh­men von Ultra­netz, das die Welt über Mobril kom­plett mit­ein­an­der ver­netzt. Mobril, das sind Bril­len, die wie Son­nen­bril­len aus­se­hen und Smart­pho­nes und Com­pu­ter kom­plett ersetzt haben — alles funk­tio­niert nun über Mobril. Die Scan AG hat es sich zur Auf­ga­be gemacht die gan­ze Welt papier­frei zu machen. Alle gedruck­ten Aus­ga­ben, ob Zei­tung, Buch oder Zeit­schrift sol­len digi­ta­li­siert wer­den und im Ultra­netz für jeden jeder­zeit und vor allem kos­ten­frei ver­füg­bar sein! Hier­für bie­ten Rob und Jojo den weni­gen Leu­ten, die sich noch mit Buch fin­den las­sen, Geld an. Hin­ter­her wer­den die gedruck­ten Bücher von ihnen über die Mobril ein­ge­le­sen und bei Nomos — ihrem Chef — abge­ge­ben, um dann ver­brannt zu wer­den. Doch eines Tages tref­fen sie im Metro­g­lei­ter auf einen selt­sa­men, altenWeiterlesen!