Schlagwort Archiv: Bruder

Oskar Kroon — Wir zwei gegen die Pissratten

18.November 2025

Wir zwei gegen die Piss­rat­ten” von dem schwe­di­schen Autoren Oskar Kroon wur­de in Schwe­den 2023 als bes­tes Kin­der­buch des Jah­res aus­ge­zeich­net. Es stellt den jun­gen Kaj in den Mit­tel­punkt, der sei­nen älte­ren Bru­der Kris­ter über alles liebt und oft mit ihm zusam­men auf dem Schrott­platz unter­wegs ist, um Din­ge zu sam­meln, mit denen die bei­den einen Robo­ter bau­en wol­len. Kris­ter weiß so viel, ist klug und intel­li­gent. Er kann eigent­lich alles. Doch dann muss Kaj zuse­hen, wie sein älte­rer Bru­der von einer Grup­pe Jugend­li­cher, die Kaj nur die “Piss­rat­ten” nennt, in der Schu­le übelst gemobbt wird. Das gefällt ihm gar nicht. Und weil Kris­ter aus die­ser Mob­bing­sa­che ein­fach nicht mehr allei­ne her­aus­kommt, beschlie­ßen Kaj und sei­ne bes­te Freun­din Nai­ma ihm zu hel­fen. Aber wird ihr aus­ge­klü­gel­ter Rache­plan gelin­gen…? Eine herz­er­wär­men­de, berüh­ren­de Geschich­te über Brü­der­lie­be, das Anders­sein, Mob­bing und Mut. Stim­mungs­voll und mit einer fei­nen Pri­se Humor erzählt. Ein Buch, das sich pri­ma als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung eig­net. Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne, die beson­de­re Lite­ra­tur lieben.

Für Kaj ist sein älte­rer Bru­der Kris­ter der Aller­größ­te. “Er war der Bes­te im Sachen­er­fin­den und der Bes­te im Zeich­nen. Mein Bru­der. Außer­dem konn­te er die bes­ten Papier­flie­ger fal­ten. Ein­mal hat­te er einen gebas­telt, der durchs Fens­ter flog und über die Stra­ße und auf Nai­mas Bal­kon lan­de­te. Kris­ter mein­te, er hät­te ein­fach Glück gehabt, aber wenn das stimm­te, war er auch der Bes­te im Glück­ha­ben.” (Zitat aus “Wir zwei gegen die Piss­rat­ten” S.16) Gemein­sam mit Kajs bes­ter Freun­din Nai­ma sind die Drei meist auf dem Schrott­platz von Nai­mas Papa unter­wegs. Eigent­lich dürf­ten sie… Weiterlesen!

Abigail Johnson — Even if I fall

17.Januar 2025

Even if I fall” ist ein Roman der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Abi­ga­il John­son. Sie erzählt die Geschich­te von Broo­ke, deren Bru­der Jason zum Mör­der wur­de. Jetzt sitzt er für die nächs­ten 30 Jah­re hin­ter Git­tern. Das Leben von Broo­kes Fami­lie ist völ­lig zer­bro­chen. Sie wer­den zu Aus­ge­sto­ße­nen, Geäch­te­ten und jeder zieht sich auf eige­ne Art in sei­nen Schmerz zurück. Broo­ke liebt das Eis­kunst­lau­fen, den­noch kann sie sich nicht auf ihre Zukunft fokus­sie­ren. Kann auch mit nie­man­dem über ihre Gefüh­le reden. Bis sie auf Heath trifft, den sie über ein Jahr lang nicht gese­hen hat. Mit ihm kann sie selt­sa­mer­wei­se über alles spre­chen. Er ver­steht sie. Doch eigent­lich dür­fen die bei­den sich gar nicht sehen. Sich nicht näher­kom­men, was unwei­ger­lich geschieht. Denn der Jun­ge, den Broo­kes Bru­der Jason getö­tet hat, ist aus­ge­rech­net Heath’ Bru­der… Ein höchst auf­wüh­len­des, aber sehr behut­sam und sen­si­bel erzähl­tes Buch, das durch authen­ti­sche Cha­rak­te­re und Ent­wick­lun­gen besticht. Dra­ma­tik, Roman­tik und ganz gro­ße Gefüh­le. Ein äußerst gelun­ge­nes Lese­er­leb­nis! Lese­tipp!! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Das Leben der 17-jäh­ri­ge Broo­ke ist nicht mehr wie es war seit ihr Bru­der Jason im Gefäng­nis gelan­det ist. Er hat sei­nen bes­ten Freund Cal umge­bracht. Es gab einen Streit. Mehr weiß nie­mand so genau. Er wur­de zu 30 Jah­ren Gefäng­nis ver­ur­teilt. Das Leben von Broo­kes Fami­lie hat sich seit­dem völ­lig ver­än­dert. Ihre Schwes­ter Lau­ra ist total… Weiterlesen!

Mirjam Mous — Re-place

26.August 2024

Re-place” ist der neu­es­te Mys­tery-Thril­ler der nie­der­län­di­schen Autorin Mir­jam Mous, die vor allem durch “Boy 7” bekannt wur­de. Zwei Brü­der, die regel­mä­ßig Urban Explo­ring betrei­ben — sie suchen alte, ver­las­se­ne Häu­ser (“Lost Places”) auf und erkun­den die­se. Mel­vins gro­ßer Bru­der Otis betreibt sogar einen eige­nen You­tube-Kanal, auf dem er von ihren Tou­ren berich­tet. Nun hat er im Wald ein neu­es Objekt, ein altes Jäger­haus, ent­deckt. Doch ehe Otis es sei­nem Bru­der zei­gen kann, wird er von einem Unbe­kann­ten, der Fah­rer­flucht begeht, ange­fah­ren und stirbt. Als Mel­vin sich auf die Suche nach dem Täter macht, um her­aus­zu­fin­den, ob es tat­säch­lich Mord war, stößt er auf das Jäger­haus und fin­det in des­sen Kel­ler einen Zeit­tun­nel in das Jahr 1977. Kann dies ein Weg sein, sei­nen Bru­der zu ret­ten? Doch alles, was er in der Ver­gan­gen­heit ver­än­dert, hat Aus­wir­kun­gen auf die Gegen­wart und man­che Din­ge sind nicht mehr rück­gän­gig zu machen… Ein span­nungs­ge­la­de­nes Buch, ein fas­zi­nie­ren­des Gedan­ken­ex­pe­ri­ment, action­reich und durch­aus mit Anspruch. Tol­le Unter­hal­tung für aben­teu­er­lus­ti­ge Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Mel­vin und sein gro­ßer Bru­der Otis gehen regel­mä­ßig gemein­sam auf Ent­de­ckungs­tour. Sie suchen alte Gebäu­de, die völ­lig ver­las­sen und maro­de sind und machen dort ein­drucks­vol­le Fotos und Vide­os von den Spu­ren der Ver­gan­gen­heit. Auch wenn ihr Hob­by eigent­lich ille­gal ist. “Die Poli­zei mag kei­ne Urban Explo­rers. Ich ken­ne Geschich­ten von Urban Explo­rers, die hohe Geld­stra­fen bekom­men haben, wenn sie erwischt wur­den. Dar­um ver­wen­det Otis auch nie sei­nen ech­ten Namen in den Vlogs. Sei­ne Fol­lower ken­nen ihn als Dex Urbex, was auch gleich­zei­tig der Name sei­nes You­Tube-Kanals ist.” (Zitat aus “Re-Place” S.13ff) Auf sei­nem You­Tube-Kanal prä­sen­tiert Otis dann ihre Ergeb­nis­se und ist schon rela­tiv bekannt gewor­den. Nun hat er ein neues… Weiterlesen!

Kevin Brooks — Long Road

7.Juni 2024

Long Road” ist der neu­es­te Thril­ler des bri­ti­schen Autorin Kevin Brooks. Zwei Brü­der, die einer jun­gen Frau hel­fen, die von Män­nern beläs­tigt wird, die wie­der­um einen klei­nen Affen in ihrer Gewalt haben, den sie schi­ka­nie­ren. Als alle Drei mit­samt Affen das Wei­te suchen, hef­ten sich die Gangs­ter an ihre Fer­sen. Eine wil­de Ver­fol­gungs­jagd quer durch Groß­bri­tan­ni­en beginnt… Ein packen­der, action­rei­cher Road­trip, ein erbit­ter­ter Kampf um Gerech­tig­keit. Ein Thril­ler mit jeder Men­ge erns­ter The­men wie Ban­den­kri­mi­nin­a­li­tät, Kor­rup­ti­on und Men­schen­han­del. Gekonnt und mit­rei­ßend erzählt. Ein inten­si­ves, hef­ti­ges, aber loh­nens­wer­tes Lesee­er­leb­nis mit Tief­gang. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

East Lon­don. An einem Sonn­tag­mor­gen. Ruben und sein älte­rer Bru­der Cole sind unter­wegs durch die Stadt. “Wir muss­ten nicht nach­den­ken über den Weg, denn das hier war unse­re Welt, die dunk­le Gegend tief ein­ge­prägt in unse­re Her­zen wie eine Land­kar­te — die ruß­ge­schwärz­ten Eisen­bahn­brü­cken, die geschlos­se­nen Brü­cken­bö­gen, die Back­stein­mau­ern, von Graf­fi­ti über­zo­gen… all das war uns so ver­traut wie wir uns selbst. Wäh­rend wir durch unse­re Welt lie­fen, jeder ver­sun­ken in unse­re Gedan­ken, schim­mer­ten die Ben­zin­la­chen unter unse­ren Füßen im Regen.” (Zitat aus “Long Road” S.7) In einem zer­rüt­te­ten, kri­mi­nel­len Milieu auf­ge­wach­sen — der Vater sitzt im Gefäng­nis — haben die Brü­der einen Auf­trag zu erle­di­gen und geben gefälschte… Weiterlesen!

Kathleen Glasgow — You’d be home now

3.April 2024

You’d be home now nowist der neu­es­te und drit­te Roman der ame­ri­ka­ni­schen Best­sel­ler­au­torin Kath­le­en Glas­gow, die vor allem über Tik­Tok gro­ße Auf­merk­sam­keit auf sich zog. Das neue in sich abge­schlos­se­ne Buch setzt ein Mäd­chen namens Emo­ry in den Mit­tel­punkt, deren Bru­der dro­gen­ab­hän­gig gewor­den ist und sei­ne Sucht vor den Eltern geheim­zu­hal­ten ver­sucht. Als nach einem Auto­un­fall, in den die Geschwis­ter ver­wi­ckelt sind, alles ans Licht kommt, wird Joey in eine Ent­zugs­kli­nik geschickt. Nun ist er wie­der zurück und muss sich an die vie­len neu­en, stren­gen Regeln der Mut­ter hal­ten. Emo­ry steht ihm bei­sei­te, ver­sucht die Fami­lie zusam­men­zu­hal­ten. Doch dann bricht auch sie lang­sam aus ihrer Rol­le aus und alles gerät außer Kon­trol­le… Eine bewe­gen­de Fami­li­en­ge­schich­te über Zusam­men­halt, Sucht und die Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät. Inten­siv. Authen­tisch. Im Mit­tel­teil ein wenig ruhi­ger, dann aber wie­der umso dra­ma­ti­scher im Schluss­teil. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne, die sich mit erns­ten The­men aus­ein­an­der­set­zen möch­ten und tief­grün­di­ge Roma­ne lieben.

Die 16-jäh­ri­ge Emo­ry wird nach einer Par­ty als Bei­fah­re­rin in einen Auto­un­fall ver­wi­ckelt. Eben­so ihr ein Jahr älte­rer Bru­der Joey, der auf der Rück­back saß. Völ­lig benom­men und neben sich. “Auf der Par­ty war sein Kapu­zen­pul­li voll von Erbro­che­nem. Als wir ihn im Schlaf­zim­mer fan­den. Er war bene­belt und schlaff und selt­sam und wirr, und ich dach­te… Ich dach­te, er wäre nur betrun­ken. Oder bekifft.” (Zitat aus “You’d be home now” S.12) Doch Joey hat Dro­gen genom­men, was sich im Kran­ken­haus bei einer Blut­un­ter­su­chung her­aus­stellt. Hero­in. Luther, der Fah­rer, der zu schnell unter­wegs war, flog durch die Wind­schutz­schei­be. Und das Mäd­chen, das mit ihm auf der Rück­bank saß, ist… Weiterlesen!

Oliver Scherz — Sieben Tage Mo

15.Oktober 2023

Sie­ben Tage Mo” ist ein Roman des deut­schen Autoren und Schau­spie­ler Oli­ver Scherz. Er erzählt die Geschich­te zwei­er unglei­cher Brü­der. Karl und sein Bru­der Moritz, genannt Mo, der geis­tig behin­dert ist. Auf­op­fe­rungs­voll küm­mert sich Karl um Mo, wenn die Mut­ter arbei­ten muss. Zusam­men erle­ben sie die ver­rück­tes­ten Aben­teu­er. Doch manch­mal möch­te Karl am liebs­ten mit sei­nen Freun­den Fuß­ball spie­len oder ein Mäd­chen aus sei­ner Par­al­lel­klas­se tref­fen. Als er Mo eines Tages für ein paar Stun­den allein lässt, obwohl er eigent­lich auf ihn hät­te auf­pas­sen sol­len, gerät alles außer Kon­trol­le… Ein wich­ti­ges Buch zum The­ma Inklu­si­on und Diver­si­tät. Eine außer­ge­wöhn­li­che Geschwis­ter­ge­schich­te über den Umgang mit einer Behin­de­rung in einer Fami­lie, über Frei­heits­drang und Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein. Unter­halt­sam, authen­tisch und sehr ein­fühl­sam erzählt. Für Jugend­li­che ab 10 Jahren.

Karl ist 12 Jah­re alt. Sein Zwil­lings­bru­der Moritz, genannt Mo, ist drei Minu­ten älter als er. Doch bei ihrer Geburt bekam Mo zu wenig Sau­er­stoff durch die Nabel­schnur und ist seit­dem geis­tig behin­dert. “Wenn er vor einem stand, merk­te man nicht gleich, dass er anders tick­te als die meis­ten. Dass er so unglaub­lich bescheu­er­te Sachen machen konn­te, obwohl er schon zwölf war. […] er trug eine Bril­le mit dicken Glä­sern. Und wenn man ihm eine Fra­ge stell­te, konn­te man in den ver­grö­ßer­ten Augen sehen, wie sich sei­ne Gedan­ken beweg­ten. Lang­sam wie die Mol­che im Tüm­pel, wenn sie sich vor dem Win­ter im Schlamm ein­gru­ben. Manch­mal auch blitz­ar­tig, kreuz und quer durch­ein­an­der­zu­ckend.” (Zitat aus “Sie­ben Tage Mo” S.12ff) Mo ist anders als die ande­ren Kin­der. Er kann vie­le DingeWeiterlesen!

C.G. Drews — The boy who steals houses, the girl who steals his heart

Kasimira16.Oktober 2022

Wenn du die­ses Jahr nur noch ein Buch lesen willst, dann lies das hier: “The boy who ste­als hou­ses, the girl who ste­als his heart” von der aus­tra­li­schen Autor:in C.G.Drews. Eine Geschich­te über einen Jun­gen, der obdach­los ist und in Häu­ser ein­bricht, um dort zu schla­fen und für sei­nen autis­ti­schen Bru­der zu sor­gen. Bis er eines Tages von einer Groß­fa­mi­le erwischt wird und durch ein Miss­ver­ständ­nis einen gan­zen Tag mit ihnen ver­bringt. Doch sei­ne Ver­gan­gen­heit holt ihn rasch ein, dabei sehnt er sich nur nach einem — einem rich­ti­gen Zuhau­se. Ein groß­ar­ti­ger Roman — tra­gisch, trau­rig und zugleich vol­ler Hoff­nung und Her­zens­wär­me. Unglaub­lich berüh­rend und emo­tio­nal erzählt. Die­se Geschich­te hat das Zeug zum moder­nen Klas­si­ker! Ganz kla­re Lese­emp­feh­lung!! Auch als Schul­lek­tü­re bes­tens geeig­net. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwachsene.

Der obdach­lo­se 15-jäh­ri­ge Sam hat Talent dafür, sich unsicht­bar zu machen. Und das muss er auch. Denn er bricht regel­mä­ßig in Häu­ser ein. “Es war nicht immer so, dass er Sachen aus Häu­sern gestoh­len hat. Als er vier­zehn war und sich ver­zwei­felt nach einem Dach überm Kopf — nach einem Zuhau­se — sehn­te, ist er bloß ein­ge­bro­chen, um in den Bet­ten zu schla­fen. Sich am Essen zu bedie­nen. So zu tun, als könn­te er für immer blei­ben.” (Zitat aus “The boy who ste­als hou­ses, the girl who ste­als his heart” S.17) Spä­ter hat er dann auch Wert­ge­gen­stän­de und Geld mit­ge­hen las­sen. Die ver­tickt dann sein zwei Jah­re älte­re Bru­der Avery, der ein paar fal­sche Freun­de hat. Avery ist ein Autist und hat öfters Ticks und klei­ne Ner­ven­zu­sam­men­brü­che. Schon immer hat sich SamWeiterlesen!

Manuela Inusa — Morgen und die Ewigkeit danach

Kasimira15.April 2021

Mor­gen und die Ewig­keit danach” ist der ers­te in einem gro­ßen Publi­kums­ver­lag erschei­nen­de Jugend­ro­man der deut­schen Best­sel­ler­au­torin Manue­la Inu­sa, die beson­ders mit ihrer “Vale­rie Lane”-Rei­he für Erwach­se­ne bekannt wur­de. Die Geschich­te eines Mäd­chens, die nach einem Sui­zid­ver­such in einer Kli­nik lan­det und auf­ge­hört hat zu spre­chen. Die Begeg­nung mit einem Jun­gen, der mehr­mals ver­sucht hat sich das Leben zu neh­men, gibt ihr neue Hoff­nung. Ein schmerz­vol­ler, aber sehr sen­si­bel und gefühl­voll erzähl­ter Roman, der sei­ne Prot­ago­nis­ten ernst nimmt. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 16-jäh­ri­ge Natha­lie hat ver­sucht sich das Leben zu neh­men. Mit Schlaf­ta­blet­ten. Doch sie wur­de recht­zei­tig gefun­den und ist jetzt in einer psych­ia­tri­schen Kli­nik gelan­det. Seit fünf­und­neun­zig Tagen hat sie kein Wort mehr gespro­chen. “Ich kann nicht. Wenn ich rede, wür­de ich mich viel­leicht wie ein leben­di­ges Wesen füh­len, und das will ich nicht. Inner­lich tot, das will ich sein. Ich habe nichts ande­res ver­dient. Ich bin tot seit dem Abend, an dem mein klei­ner Bru­der Hen­ry starb. An dem ich ihn ster­ben sah.” (Zitat aus “Mor­gen und die Ewig­keit danach” S.13) Ihre zwei bes­ten Freun­de, ihre Mut­ter, ihr Stief­va­ter, ihr leib­li­cher Vater, kei­ner kommt mehr an sie her­an. Denn ihr klei­ner Bru­der HenryWeiterlesen!

Adriana Popescu — Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln

Kasimira24.Januar 2021

Ein Lächeln sieht man auch im Dun­keln” ist der neu­es­te Roman der deut­schen Autorin Adria­na Popes­cu. Eine Geschich­te über Freund­schaft und Lie­be und die Schat­ten der Ver­gan­gen­heit, die auf der See­le zwei­er Jugend­li­che las­ten. The­men wie Ängs­te, Mob­bing und der Wunsch zu ver­ges­sen wer­den auf sen­si­ble Art und Wei­se mit ein­ge­bun­den. Von einer äußerst ange­neh­men Erzäh­le­rin, die es schafft Gefüh­le authen­tisch zu trans­por­tie­ren. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Sam Nowak ist der Neue an Maries Schu­le. In ihrer ers­ten gemein­sa­men Unter­richts­stun­de leiht er sich einen Kugel­schrei­ber von ihr: “Er schiebt ihn sich läs­sig hin­ter das Ohr, zwin­kert mir zu und dreht sich wie­der in Rich­tung Tafel…[…] Das ist die bes­te Aus­sicht, die ich in der Dop­pel­stun­de bei Herrn Mül­ler seit Lan­gem hat­te.” (Zitat aus “Ein Lächeln sieht man auch im Dun­keln” S.8). Ein biss­chen Ablen­kung tut Marie ganz gut, die Sor­gen kon­zen­trie­ren sich in ihrer Fami­lie in letz­ter Zeit ohne­hin nur auf ihren jün­ge­ren Bru­der Theo. Ein Zwi­schen­fall vor einem Jahr, über den niemand… Weiterlesen!

John Boyne — Mein Bruder heißt Jessica

Kasimira27.September 2020

Mein Bru­der heißt Jes­si­ca” ist der neu­es­te Roman des iri­schen Best­sel­ler­au­toren John Boy­ne (“Der Jun­ge im gestreif­ten Pyja­ma”). Über ein Tabu­the­ma, das in den letz­ten Jah­ren immer mal wie­der im Jugend­buch auf­taucht: Tran­si­den­ti­tät. Ein Jun­ge, der sich als Mäd­chen fühlt und sich outet. Inter­es­sant und fas­zi­nie­rend, weil nicht aus sei­ner Per­spek­ti­ve, son­dern aus der des jün­ge­ren Bru­ders erzählt. Ein­fühl­sam, mit­rei­ßend und mal wie­der bril­lant geschrie­ben. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und Erwachsene.

Der nun 13-jäh­ri­ge Sam liebt sei­nen Bru­der Jason über alles. Denn Jason, der vier Jah­re älter ist, ist immer für ihn da. Wäh­rend ihre Eltern poli­tisch sehr ein­ge­bun­den sind — die Mut­ter ist Minis­te­rin, der Vater ihr Pri­vat­se­kre­tär — haben sich oft Au-Pairs um die Kin­der geküm­mert. Mei­ne Mut­ter sagt näm­lich, wenn sie ihren Wäh­lern nicht den Vor­rang gibt, ent­schei­den die sich bei der nächs­ten Wahl für die ande­re Par­tei, und dann geht das gan­ze Land vor die Hun­de. Und Dad sagt, es ist wich­tig, dass Mum immer mit einem gewal­ti­gen Vor­sprung gewinnt, wenn sie auf der Kar­rie­re­lei­ter noch wei­ter nach oben klet­tern will.” (Zitat aus “Mein Bru­der heißt Jes­si­ca” S.11) Erst als Sam zehn wur­de, und Jason 14, durf­te er allein… Weiterlesen!

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