Schlagwort Archiv: Berlin

Vera Kissel — Was die Welle nahm

6.Juli 2019

Der Roman “Frei­schwim­men” (im Hard­co­ver: “Was die Wel­le nahm“) von der deut­schen Autorin Vera Kis­sel erzählt die Geschich­te eines Jun­gen auf der Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät, auf der Suche nach der Wahr­heit. Über sei­nen Vater, der bei einem Tsu­na­mi in Thai­land ums Leben kam. Ein ein­fühl­sa­mes Por­trät eines Jugend­li­chen, des­sen Leben sich mit einem Schlag ver­än­dert. Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Ab 12 Jah­ren.

Lukas ist 14. Er lebt in Ber­lin-Neu­kölln und hat zwei Wochen sturm­frei. So lan­ge ist sei­ne Mut­ter mit ihrem Freund am Boden­see. Er muss sich zwar jeden Tag bei ihr mel­den und auch Oma und Opa ab und zu mal einen Besuch abstat­ten, aber ansons­ten hat er alle Frei­hei­ten. Ent­we­der geht er sei­ne täg­li­chen 3000 Meter schwim­men, bas­telt mit einem Freund an des­sen Auto her­um oder denkt an Anni­ka – das Mäd­chen, in das er ver­liebt ist. Doch dann geschieht etwas, das ihn völ­lig aus der Bahn wirft: auf der Suche nach einem The­ma, über das er mit Mathe­crack Anni­ka reden könn­te, greift er zu einem alten Mathe­ma­tik­buch sei­ner Mut­ter, aus dem ein Brief her­aus­fällt. Ein Brief, der mit der Ver­gan­gen­heit sei­nes ver­stor­be­nen Vaters zu tun hat. Sein Vater, über des­sen Tod stets geschwie­gen wur­de. Lukas war damals vier, als er bei einem Tsu­na­mi… Weiterlesen!

Nataly Elisabeth Savina — Meine beste Bitch

Nataly Elisabeth Savina - Meine beste Bitch19.Oktober 2018

Mei­ne bes­te Bitch” ist nun das drit­te Buch der let­tisch-deut­schen Autorin Nata­ly Eli­sa­beth Savina. Ein Roman über Freund­schaft, das Erwach­sen­wer­den und die Schwie­rig­kei­ten, die mit all dem ein­her­ge­hen. Eine unver­wech­sel­ba­re, eigen­wil­lig erzähl­te Geschich­te mit beson­de­ren Cha­rak­te­ren und teils schrä­gen Sze­ne­rien. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Eine namen­lo­se Klein­stadt. Hier lebt Fai­na mit ihren Mut­ter, einer Psych­ia­te­rin, nach­dem der Vater die Fami­lie ver­las­sen hat. Schon als Kind war sie unru­hig, litt unter Ängs­ten, für deren Ursprung ihre Eltern ver­schie­dens­te Theo­rien hat­ten. Eine davon ist der “Sche­ren­mann”, ein Pati­ent, der die Psych­ia­te­rin einst mit einer Sche­re angriff und ver­letz­te und ein Trau­ma in Fai­na aus­lös­te. “Mei­ne Unru­he kam in vie­len Gestal­ten. Je nach Tages­form war sie ein Zit­tern, eine ner­vö­se Nie­der­ge­schla­gen­heit, und zuletzt wur­de sie immer häu­fi­ger zum quä­len­den Jucken.” (Zitat aus “Bes­te Bitch”  S.18) Erst ihre Freund­schaft zu der ein Jahr älte­ren, quir­li­gen Nike bringt ein wenig Ver­än­de­rung in Fai­nas Leben. Bei einer Demons­tra­ti­on haben sie sich ken­nen­ge­lernt. Obwohl die Mäd­chen auf unter­schied­li­che Schu­len gehen, hän­gen sie bald dar­auf die meis­te Zeit des Tages zusam­men ab. Oder schrei­ben sich Nach­rich­ten, Brie­fe oder tele­fo­nie­ren abends heim­lich unter … Weiterlesen!

Fabio Geda & Marco Magnone — Staubgeboren: Die Stadt der Vergänglichen

Fabio Geda Marco Magnone Staubgeboren: Die Stadt der Vergänglichen10.April 2017

Die ita­lie­ni­schen Autoren Fabio Geda und Mar­co Magno­ne haben mit “Staub­ge­bo­ren: Die Stadt der Ver­gäng­li­chen” einen dys­to­pi­schen Roman geschrie­ben, der in das West-Ber­lin der 70er ent­führt. Und eine Welt ent­ste­hen lässt, in der sämt­li­che Erwach­se­ne auf­grund einer Virus­er­kran­kung ver­stor­ben sind. Kin­der und Jugend­li­che — ganz auf sich allein gestellt. Ein Buch über den dro­hen­den Tod, über Mut, Zusam­men­halt und vor allem Soli­da­ri­tät. Unter­halt­sam und bewe­gend geschrie­ben. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

1978. West-Ber­lin. Chris­ta, Nora und Brit­ta leben auf der Pfau­en­in­sel in einem Schloss “…in einer Stadt ohne Strom, ohne Men­schen, die sich küm­mern. In einer Stadt, in der seit zwei Jah­ren nichts mehr funk­tio­niert: Sie beginnt zu ver­fal­len, wie in Zeit­lu­pe Stück für Stück.” (Zitat aus “Staub­ge­bo­ren: Die Stadt der Ver­gäng­li­chen” S.38) Dort haben sie sich mit einem Hau­fen ande­rer Mäd­chen — sie nen­nen sich die “Havel­grup­pe” — zusam­men­ge­fun­den, nach­dem das töd­li­che Virus ihnen ihre Eltern und Ange­hö­ri­gen genom­men hat. Vor drei Jah­ren ist es erst­mals auf­ge­tre­ten und auch sie wird es … Weiterlesen!

Antonia Michaelis — Das Institut der letzten Wünsche

Antonia Michaelis Das Institut der letzten Wünsche26.Feburar 2017

Das Insti­tut der letz­ten Wün­sche” von der deut­schen Sprach­künst­le­rin Anto­nia Michae­lis ist jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Ein Buch, das sich mit nichts weni­ger aus­ein­an­der­setzt als mit dem Tod und der Lie­be. Wort­ge­wal­tig, beson­ders — hin­rei­ßend! Gewürzt mit einer Pri­se Iro­nie, die den Leser schmun­zeln lässt und einer Por­ti­on Ernst­haf­tig­keit, die nach­denk­lich macht. Der Lese­tipp für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und vor allem Erwach­se­ne (der Roman ist in einem Ver­lag für Erwach­se­ne erschie­nen).

Die jun­ge Mat­hil­da lebt in Ber­lin. Eigent­lich woll­te sie Ärz­tin wer­den, bis sie gemerkt hat, dass das doch nichts für sie ist. Sie hat ihr Stu­di­um abge­bro­chen und arbei­tet nun seit einem Jahr in einem ganz beson­de­rer Insti­tut. Dem Insti­tut der letz­ten Wün­sche. Zusam­men mit Inge­borg erfüllt sie Men­schen, die sich an sie wen­den und die in den nächs­ten sechs Mona­ten ster­ben wer­den, einen letz­ten Wunsch. Das kann ein vor­ge­zo­ge­nes Weih­nachts­fest sein, der Wunsch nach Schnee­flo­cken im Früh­ling, nach einem Kon­zert einer bereits ver­stor­be­nen Sän­ge­rin, einem Spie­le­abend in einer Stu­den­ten WG oder eine Fahrt ins Welt­all. Mat­hil­da und Inge­borg machen das Unmög­li­che mög­lich. Dabei impro­vi­sie­ren sie jede Men­ge und las­sen sich viel ein­fal­len. Doch dann ver­liebt sich Mat­hil­da aus­ge­rech­net in Bir­ger, einer ihrer Kli­en­ten. Für ihn soll sie… Weiterlesen!

Antonia Michaelis — Die Attentäter

Antonia Michaelis Die Attentäter22.August 2016

Die Atten­tä­ter” ist das neue Buch der deut­schen Autorin und Sprach­vir­tuo­sin Anto­nia Michae­lis. Eine Geschich­te vor den Hin­ter­grün­den der Anschlä­ge von Paris am 13. Novem­ber 2015. Ein Roman über Ter­ro­ris­mus und den Men­schen dahin­ter. Die Schil­de­rung einer Kind­heit, des Erwach­sen­wer­dens — bis hin zu einer furcht­ba­ren Blut­tat. Dies­mal in Ber­lin. Bril­lant erzählt, erschre­ckend in sei­ner Inten­si­tät und so greif­bar, als wäre es tat­säch­lich pas­siert. Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und vor allem für Erwach­se­ne.

Im Alter von vier Jah­ren zog Alain mit sei­nen Eltern von der fran­zö­si­schen Küs­te nach Ber­lin. In dem Miets­haus, das sie bewoh­nen, leben auch Mar­ga­re­te und Cliff, mit denen er sich anfreun­det. Mit Mar­ga­re­te baut er “Häu­ser für Zwer­ge zwi­schen den Blu­men im Hin­ter­hof, und sie pflanz­ten mit Coco und mit Mar­ga­re­tes Mut­ter Johan­nis­bee­ren und Bana­nen. […] Mit Mar­ga­re­te war alles ein­fach und schön, und wenn ihre blas­sen, küh­len Hän­de sei­ne berühr­ten, fühl­te er sich leicht.” (Zitat aus “Die Atten­tä­ter” S.24). Mit Cliff hin­ge­gen ist es anders. Cliff zeigt ihm, wie man Stei­ne wirft und schnei­det Regen­wür­mer durch. Sei­ne Eltern leben getrennt und sei­ne Mut­ter darf er nur ab und zu sehen. Sie stu­diert, hat kaum Zeit für ihn und kann mit sei­nen gele­gent­li­chen Wut­aus­brü­chen nicht umge­hen. “Er hat­te sie schon ein paar Mal gehau­en, mit den Fäus­ten, oder getre­ten oder gebis­sen. Es gab Momen­te, in denen er Weiterlesen!

Nana Rademacher — Wir waren hier

Nana Rademacher Wir waren hier26.Januar 2016

Wir waren hier” von der deut­schen Autorin Nana Rade­ma­cher ist ein dys­to­pi­scher Roman über ein zer­stör­tes Ber­lin im Jah­re 2039. Eine Geschich­te übers Über­le­ben, über die Sehn­sucht nach einer bes­se­ren Welt und die einer Lie­be mit­ten in den Zei­ten eines end­lo­sen Krie­ges. Schwer­mü­tig und bewe­gend. Zum Nach­den­ken anre­gend. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Ber­lin. 2039. Eine Mili­tär­re­gie­rung hat die Stadt über­nom­men. Die 15-jäh­ri­ge Anna und ihre Eltern leben in stän­di­ger Angst und Sor­ge. Es herrscht Krieg. Vor Jah­ren hat er begon­nen, Anna weiß nicht ein­mal mehr genau, wer ange­fan­gen hat. Es war irgend­ei­ne Wirt­schafts­kri­se, es waren Natur­ka­ta­stro­phen, es waren Krie­ge um Res­sour­cen. Jetzt ist es von einem Krieg von Staa­ten zu einem Bür­ger­krieg gewor­den. Nir­gend­wo kann man sich mehr sicher füh­len. “Vor einer Woche oder so ging es auf ein­mal wie­der los. Wie ein Vul­kan unter Druck, der plötz­lich aus­bricht. Aber nie ändert sich was. Alles wird nur schlim­mer. Wir ren­nen von Ecke zu Ecke. Sprin­gen, so schnell es geht, über die Schutt­ber­ge. Immer wie­der wird geschos­sen…”(Zitat S.16) Mal gibt es Strom, mal nicht. Mit Nah­rungs­mit­teln wer­den sie nur not­dürf­tig von den Sol­da­ten ver­sorgt. Hun­ger zu haben, das ist an der Tages­ord­nung. Annas Mut­ter ist nur noch… Weiterlesen!

Beate Dölling — Je mehr ich dir gebe

Beate Dölling Je mehr ich dir gebe18.Februar 2014

Mit einem beein­dru­ckend schö­nen Cover fällt der Roman der deut­schen Autorin Bea­te Döl­ling Je mehr ich dir gebe” sofort ins Auge. Die Autorin erzählt eine Geschich­te über Ver­lust, Trau­er, Lie­be und Beses­sen­heit. Mit (für ein Jugend­buch) rela­tiv viel Ero­tik. Daher für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Er ist ihre gro­ße Lie­be: Jonas. Doch ein töd­li­cher Motor­rad­un­fall reißt ihn aus Juli­as Leben. Wie soll sie ohne ihn wei­ter­le­ben? Eine Welt bricht für das jun­ge Mäd­chen zusam­men. Halt gibt ihr vor allem Kol­ja, der sich als bes­ter Freund von Jonas vor­stellt und den sie erst nach der Beer­di­gung wirk­lich ken­nen­lernt. Eine Lie­bes­be­zie­hung ent­steht zwi­schen ihnen. Kol­ja macht es nicht ein­mal etwas aus, wenn sie sich durch ihn Jonas näher fühlt. Er befür­wor­tet es sogar,… Weiterlesen!

Patrycja Spychalski — Ich würde dich so gerne küssen

Patrycja Spchalski Ich würde dich so gerne küssen29.Februar 2012

Mit “Ich wür­de dich so ger­ne küs­sen” von der pol­nisch-deut­schen Autorin Patryc­ja Spy­chalski ist ein Roman erschie­nen, der jede Men­ge Roman­tik für jun­ge Leser ver­spricht, von der Lie­be zur Musik und dem Genuss von Frei­heit erzählt. Für Mäd­chen ab 12 Jah­ren.

Ber­lin. Frie­da wird 17. Ihren Geburts­tag fei­ert sie mit ihrer bes­ten Freun­din Maja, die eigent­lich genau das Gegen­teil von ihr ist: auf­ge­weckt, extro­ver­tiert und eine ech­te Stim­mungs­ka­no­ne. Stän­dig lernt sie irgend­wel­che Jungs ken­nen, die dann mit ihr um die Häu­ser zie­hen. So auch Jef­fer, den Maja ihr an die­sem Abend vor­stellt. Bei Stra­ßen­kra­wal­len (es ist 1. Mai) ver­lie­ren sich Maja und Frie­da und Jef­fer hilft Frie­da vor den wild gewor­de­nen Demons­tran­ten zu flüch­ten. Sie fan­gen an sich näher ken­nen zu ler­nen, sie reden, rau­chen, ver­brin­gen die Nacht in Jef­fers Woh­nung (in getrenn­ten Bet­ten). Vor allem die Musik ver­bin­det sie. Sie sehen sich wie­der auf Stra­ßen­kon­zer­ten, die Jef­fer und sei­ne Freun­de geben. Dort lernt Frie­da auch Kiki ken­nen, die sie vor Jef­fer warnt: er sei ein Her­zens­bre­cher. Den­noch trifft Frie­da sich wei­ter­hin mit ihm. Als ihre Eltern über­ra­schend für drei Wochen… Weiterlesen!