Schlagwort Archiv: Außenseiter

Claire Christian — Du bringst mein Leben so schön durcheinander

Kasimira28.März 2019

Du bringst mein Leben so schön durch­ein­an­der” von der aus­tra­li­schen Autorin Clai­re Chris­ti­an hat einen Roman geschrie­ben, der eine zar­te Annä­he­rung zwei­er Außen­sei­ter zeigt. Die Geschich­te über einer begin­nen­de Lie­be, über das “Nor­mal­sein”, über Ehr­lich­keit und über das Zer­bre­chen und lang­sa­me Hei­len. Ein Buch, das auf sen­si­ble Wei­se zeigt, das jeder sein Päck­chen zu tra­gen hat und dass irgend­wann, irgend­wie, alles bes­ser wer­den kann. Emo­tio­nal, mit­rei­ßend und ein­fach schön zu lesen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Vor sechs Mona­ten ist ihre bes­te Freun­din Kel­ly gestor­ben. Sie hat sich das Leben genom­men. Seit­dem ist nichts mehr nor­mal in Avas Leben. “Ach, leckt mich alle am Arsch!” brül­le ich abschlie­ßend, dre­he mich auf den Fer­sen um, mar­schie­re durch den Saal nach hin­ten, direkt durch die zwei­flü­ge­li­ge Tür hin­durch. Ich höre, wie sie mir mit einem Knall zufällt. Super hin­ge­kriegt, Ava. Ich habe mir gera­de heu­te Mor­gen geschwo­ren, dass ich ver­su­chen wür­de, eins die­ser stil­len, unauf­fäl­li­gen Mäd­chen zu sein, die sich ihrer Umge­bung anpas­sen. Ich habe sogar mit schwar­zem Filz­stift “sei farb­los” auf mei­nen Hand­rü­cken geschrie­ben” (Zitat S.7) Auf einer Schul­ver­samm­lung ras­tet Ava aus, mit einem Mit­schü­ler prü­gelt sie sich, weil die­ser etwas Nega­ti­ves über Kel­ly gesagt hat und dann hat sie… Weiterlesen!

Rainbow Rowell — Eleanor & Park

Rainbow Rowell Eleanor und Park12.Dezember 2016

Ein rich­tig tol­les Buch hat die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Rain­bow Rowell geschrie­ben: “Elea­nor & Park”. Aus­ge­zeich­net mit dem Bos­ton Glo­be Horn Book Award und dem Printz Award. Die Geschich­te einer Annä­he­rung, die so behut­sam und berüh­rend erzählt wird wie man es sel­ten in der Jugend­li­te­ra­tur erlebt! Ein äußerst loh­nens­wer­ter Roman. Neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Elea­nor ist 16. Sie hat rote, locki­ge Haa­re und ein paar Pfun­de zu viel auf den Rip­pen. Ein Jahr lang hat sie bei einer frem­den Fami­lie gelebt. Jetzt ist sie wie­der zurück­ge­kehrt. In der Schu­le wird sie von ande­ren Mäd­chen geär­gert. Im Schul­bus weiß sie gar nicht, wo sie sich hin­set­zen soll. Eine fes­te Ord­nung, die jeden Tag die glei­che ist. Ein lee­rer Platz, auf den sie sich nicht set­zen darf, weil ande­re Schü­ler behaup­ten, der gehö­re einem ande­ren. Der Bus­fah­rer, der meckert, dass sie sich end­lich set­zen soll. Und so ist es schließ­lich Park — der manch­mal auch auf­pas­sen muss, dass er nicht in die Schuss­li­nie gerät — der sie anfährt, sich neben ihn zu set­zen. Eine hal­be Stun­de fah­ren sie also jeden Tag zusam­men, neben­ein­an­der sit­zend, hin zur Schu­le und eine hal­be Stun­de wie­der zurück. Sie spre­chen nicht mit­ein­an­der. Und doch bemerkt Park bald, dass Elea­nor sei­ne Comics mit­liest. Eines Tages wagt er es… Weiterlesen!

Das neue Thema des Monats September: Außenseiter sein

Nicht dazu­ge­hö­ren…

Thema des Monats AußenseiterAus­ge­grenzt wer­den. Sich allei­ne füh­len. Das The­ma “Außen­sei­ter” gibt es im Jugend­buch immer wie­der. Anders­sein heißt jedoch nicht unbe­dingt, dass man sich ändern muss. Es kann auch bedeu­ten, dass man ler­nen darf zu sich selbst zu ste­hen. Mut zu zei­gen und sei­nen eige­nen Weg zu gehen — egal, was die ande­re sagen! Dadurch indi­rekt auch wie­der Vor­bild für ande­re sein. Hol dir ein paar Anre­gun­gen, erle­be, wie es ande­ren geht, die sich viel­leicht ähn­lich füh­len.

Aus­ge­wähl­te Lek­tü­re für nach­denk­li­che, unter­halt­sa­me Stun­den. Viel Spaß beim Stö­bern!… Weiterlesen!

Alice Oseman — Solitaire

Alice Oseman Solitaire15.September 2015

Die eng­li­sche Autorin Ali­ce Ose­man war 17 Jah­re alt, als sie “Soli­taire” schrieb, und noch Schü­le­rin. Sie erzählt die Geschich­te eines äußerst pes­si­mis­ti­schen Mäd­chens. Ein Roman über das Anders­sein, über Freund­schaft und das Lebens­ge­fühl einer Online­ge­ne­ra­ti­on. Vol­ler Zynis­mus und Welt­schmerz. Sehr authen­tisch und äußerst unter­halt­sam! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren, die mal kei­ne 0–8‑15-Geschichte lesen wol­len. Und für Erwach­se­ne.

Die 16-jäh­ri­ge Vic­to­ria Spring, die nur Tori genannt wer­den will, ist wahr­lich kei­ne Opti­mis­tin. Eher im Gegen­teil. “Viel­leicht soll­te ich gleich dazu­sa­gen, dass ich mir stän­dig über alle mög­li­chen Sachen den Kopf zer­bre­che und mir Din­ge vor­stel­le, die mich trau­rig machen.” (Zitat aus “Soli­taire” S.12). Sie hasst Men­schen und die Ober­fläch­lich­keit von Teen­ager­ge­sprä­chen ödet sie an. Über­haupt gibt es sehr vie­les, das sie nicht mag. Ihre ein­zi­ge Freun­din Rebec­ca ist da eine Aus­nah­me. Becky, die immer ver­sucht, sie in die Grup­pe der ande­ren zu inte­grie­ren. “Ich bestel­le eine zucker­freie Zitro­nen­li­mo­na­de und las­se dann den Blick den Tisch ent­lang­wan­dern. Die ande­ren unter­hal­ten sich, es wird gelacht, und das macht mich irgend­wie trau­rig, so als wür­de ich sie von drau­ßen durch eine schmut­zi­ge Fens­ter­schei­be beob­ach­ten.” (Zitat aus “Soli­taire” S.49) Doch Tori fühlt sich als Außen­sei­te­rin und will eine blei­ben. Das Leben lang­weilt… Weiterlesen!

Heike E. Schmidt — Tausend Mal gedenk ich dein

Tausend Mal gedenk ich dein - Heike Eva Schmidt19.August 2014

Einen wirk­lich rich­tig rich­tig guten Roman (mit Thril­ler­ele­men­ten) hat die deut­sche Autorin Hei­ke Eva Schmidt geschrie­ben: “Tau­send Mal gedenk ich dein”. Über Freund­schaft, Rache und Mob­bing. Sehr flott erzählt. Lan­ge­wei­le? Fehl­an­zei­ge! Das Ende? Ein­sa­me Spit­ze!! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Nel­ly ist 15. Sie ist glück­lich mit ihrer neu­en bes­ten Freun­din Pina, die ein Jahr älter ist als sie. Seit einem hal­ben Jahr sind die Zwei befreun­det und Nel­ly fühlt sich in ihre Klas­sen­ge­mein­schaft ein wenig inte­grier­ter als vor­her. Pina ist klas­se: Groß, schlank, hübsch. Sie sagt, was sie denkt und wenn Alex aus Nel­lys Klas­se ihr gegen­über mal wie­der einen blö­den Spruch raus­haut, dann weiß Pina, was sie dar­auf ent­ge­gen muss.
Jule, die mit­ten im Schul­jahr neu in Nel­lys Klas­se kommt, scheint dage­gen unsi­cher zu sein und wirkt wie ein klei­nes Mau­er­blüm­chen. Sie wird Nel­lys neue Tisch­nach­ba­rin. Aus Mit­leid nimmt Nel­ly sie… Weiterlesen!

Kim Hood — Das Schweigen in meinem Kopf

Kim Hood - Das Schweigen in meinem Kopf - cbj                                                                   20.Juli 2014

Die kana­di­sche Autorin Kim Hood hat mit „Das Schwei­gen in mei­nem Kopf“ einen Roman geschrie­ben, der sich mit dem Anders­sein, dem Gehört- und Ange­nom­men­wer­den beschäf­tigt. Auch Behin­de­rung und psy­chi­sche Krank­heit spie­len eine Rol­le. Inhalt­lich gese­hen kein ein­fa­ches Buch, aber eine sehr sehr berü­hend erzähl­te Geschich­te. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 13-jäh­ri­ge Jo ist schon seit der ers­ten Klas­se eine Außen­sei­te­rin. Kein Wun­der, wenn die Mut­ter wie eine Furie im Klas­sen­zim­mer der Leh­re­rin in aller Laut­stär­ke erklärt, wel­che Bücher für den Unter­richt auf kei­nen Fall ver­wen­det wer­den dür­fen und mun­ter das Regal aus­sor­tiert. Jo’s Mut­ter ist anders als alle ande­ren. Sie ist psy­chisch krank. Schon seit Jah­ren. Ihre Krank­heit ist nicht ein­deu­tig dia­gnos­ti­zier­bar. Sie hat star­ke Stim­mungs­schwan­kun­gen, teil­wei­se Wahn­vor­stel­lun­gen und über­trie­be­ne Ängs­te. Ver­fällt in Depres­sio­nen und ist dann wie­der so über­mu­tig, dass sie beim Ein­kau­fen in einer Zoo­hand­lung ein­fach mal die Wel­len­sit­ti­che aus dem Schau­fens­ter befreit. Das Mäd­chen lebt allei­ne mit ihrer Mut­ter. Nur, wenn sie mal wie­der in die Kli­nik muss, kommt eine Sozi­al­ar­bei­te­rin vor­bei und ihre Groß­mutter zieht kurz­fris­tig bei Jo ein. In der Schu­le wird sie ent­we­der igno­riert oder es wird über sie getu­schelt. Jetzt hat sich Jo das ers­te Mal mit Sarah, einem neu­en Mäd­chen in ihrer Klas­se, nach­mit­tags ver­ab­re­det und es war auch rich­tig nett. Doch als sie nach Hau­se kommt, … Weiterlesen!

Erin Jade Lange — Butter

Erin Jade Lange Butter15.März 2014

Ein pro­vo­kan­tes, aber zugleich sehr inter­es­sant erzähl­tes Buch hat die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Erin Jade Lan­ge geschrie­ben: “But­ter”, benannt nach der gleich­na­mi­gen Haupt­per­son, einem über­ge­wich­ti­gen Teen­ager. Ein Roman übers Anders­sein, über Popu­la­ri­tät und Freund­schaft. Eine Geschich­te, die ihre Leser so schnell nicht mehr los­las­sen wird. Packend bis zum bit­te­ren Ende! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Der 16-Jäh­ri­ge But­ter (sei­nen nor­ma­len Namen erfährt man lei­der erst gegen Ende) bringt ein stol­zes Gewicht von 423 Pfund auf die Waa­ge, das sind knap­pe 200kg. In der Pau­se sitzt er ganz allei­ne an einem Tisch, Freun­de hat er kei­ne. Sein Vater spricht vor lau­ter Ent­täu­schung über sei­ne stän­di­ge Gewichts­zu­nah­me fast kein Wort mehr mit ihm. Die ein­zi­gen Leu­te, mit denen er sich gut ver­steht, sind ein Leh­rer, sein Arzt und sei­ne heim­li­che Inter­net­lie­be namens Anna, die er auch im wah­ren Leben kennt, aber nie­mals per­sön­lich ange­spro­chen hat. Jetzt plant But­ter sein Able­ben. Mit einem letz­ten Mahl will er sich buch­stäb­lich zu Tode essen. Und dies live im Inter­net am letz­ten Tag des Jah­res über­tra­gen. So kün­digt er es … Weiterlesen!

Laura Jarratt — Skin Deep: Nichts geht tiefer als die erste Liebe

 Laura Jarratt Skin Deep: Nichts geht tiefer als die erste Liebe13.August 2012

Skin Deep: Nichts geht tie­fer als die ers­te Lie­be” von der bri­ti­schen Autorin Lau­ra Jar­ratt ist ein berüh­ren­der Roman über Ent­stel­lung, Aus­gren­zung und dem neu­en Zurecht­fin­den im Leben. Ver­bun­den mit einer wun­der­schö­nen, super roman­ti­schen Lie­bes­ge­schich­te und span­nen­den Kri­mi­ele­men­ten. Für Jugend­li­che ab 14.

Nach einem schwe­ren Auto­un­fall, bei dem ihre bes­te Freun­din starb, ist Jen­nas Gesicht völ­lig ent­stellt. Ver­bren­nun­gen zwei­ten Gra­des. Die obe­re Haut­schicht ist kom­plett zer­stört wor­den. Unüber­seh­ba­re Nar­ben zie­ren das Gesicht der 14-jäh­ri­gen und sie muss ihre Haut täg­lich mit Lotion und Son­nen­creme pfle­gen und schüt­zen. Der Unfall­fah­rer Ste­ve, der mit Jen­na und drei ande­ren im Auto saß, wur­de mit Dro­gen und Alko­hol am Steu­er erwischt, ent­kam aber einer Haft­stra­fe. Das miss­fällt vie­len ansäs­si­gen Bewoh­nern des klei­nes Ört­chens, in dem Jen­na mit ihrem klei­nen Bru­der und ihren Eltern lebt. Des­halb hat Jen­nas Vater sogar eine Initia­ti­ve gegrün­det, die für Ste­ve eine här­te Bestra­fung for­dert und all­ge­mein vor Dro­gen und Alko­hol am Steu­er war­nen will. Jen­na gefällt die­se Auf­merk­sam­keit über­haupt nicht. Sie kann sich selbst kaum mehr ertra­gen. Den Spie­gel in ihrem Bad hat sie kaputt… Weiterlesen!

Laura Summers — Heartbeat away

Laura Summers "Heartbeat away"10.August 2012

Die bri­ti­sche Autorin Lau­ra Sum­mers hat ein Jugend­buch namens “Heart­beat away” geschrie­ben, das sich mit den The­men Krank­heit, Herz­trans­plan­ta­ti­on und deren phy­si­schen, aber auch psy­chi­schen Fol­gen aus­ein­an­der­setzt. Ein­ge­bun­den in eine klei­ne Lie­bes­ge­schich­te ver­folgt der Leser den Lebens­weg eines jun­gen Mäd­chens, das nach ihrem Spen­der forscht. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Vor zwei Jah­ren hat ein Virus ihr Herz befal­len — jetzt erhält die 14-jäh­ri­ge Becky end­lich ein Spen­der­herz. Doch seit­dem ist alles anders. Sie muss jede Men­ge Tablet­ten schlu­cken, damit ihr Kör­per ihr Herz nicht abstößt. Die­se Medi­ka­men­te schwä­chen jedoch ihr Immun­sys­tem und jede Infek­ti­on könn­te dazu füh­ren, dass ihr Herz ver­sagt. Becky, die frü­her begeis­ter­te Läu­fe­rin war, ver­lässt nun kaum das Haus, aus Angst sich anzu­ste­cken. Ihre Freun­de, die sie zu Thea­ter­stü­cken oder sons­ti­gen Ereig­nis­sen ein­la­den, speist sie mit Not­lü­gen ab. Aber da die Ärz­te mit ihrer gesund­heit­li­chen Ent­wick­lung zufrie­den sind, soll Becky nun auch wie­der zur Schu­le gehen. Doch irgend­wie ist sie dar­über auch ein klein wenig froh, da Schu­le Ablen­kung bedeu­tet. Ablen­kung von den selt­sa­men Bil­dern, die in ihrem Geist urplötz­lich auf­tau­chen. Sie sieht Orte, an denen sie… Weiterlesen!