Schlagwort Archiv: Armut

Nana Rademacher — Immer diese Herzscheiße

Nana Rademacher Immer diese Herzscheiße3.Okto­ber 2017

Die deut­sche Autorin Nana Rade­ma­cher hat mit “Immer die­se Herz­schei­ße” ihren zwei­ten Jugend­buch­ro­man ver­öf­fent­licht, der sei­ne Leser in die sozia­le Unter­schicht eines in Stutt­gart leben­den Mäd­chens ent­führt. Eine Geschich­te über Freund­schaft, ver­meint­li­che Chan­cen­lo­sig­keit und der einer ers­ten Lie­be. Und der Bot­schaft: manch­mal kannst du mehr, als du denkst! Unglaub­lich authen­tisch und sehr bewe­gend erzählt. Ein rund­um gelun­ge­nes Lese­er­leb­nis! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Stutt­gart. Im Stadt­vier­tel Hall­schlag. Die 15-jäh­ri­ge Sarah lebt bei ihren Groß­el­tern, seit ihre Mut­ter die Fami­lie ver­las­sen hat. Den Vater kennt sie nicht. Ihr Bru­der, der frü­her auch stän­dig Mist bau­te, ist erwach­sen gewor­den und zum Spie­ßer mutiert und führt ein gere­gel­tes, lang­wei­li­ges Spieß­er­le­ben. Sarahs Welt hin­ge­gen ist eine ein­zi­ge Par­ty. Sie lügt, trinkt, klaut und das alles mit ihrer bes­ten Freun­din Son­ja, die alle nur Dixi nen­nen. Zusam­men sind sie unschlag­bar: “Ich bin das Uni­ver­sum!”, schrie ich. Wir rann­ten immer wei­ter und brüll­ten rum, damit uns die gan­ze Stadt hören konn­te […]. Wenn ein Auto gekom­men wäre, wären wir Weiterlesen!

Morton Rhue — No place, no home

Morton Rhue No place no, home21.Februar 2016

Nun neu als Taschen­buch erschie­nen, ist “No place, no home” von dem ame­ri­ka­ni­schen Best­sel­ler­au­toren Mor­ton Rhue — ein Sozi­al­dra­ma der Extra­klas­se! Ein fes­seln­der Roman über plötz­li­che Armut, Obdach­lo­sig­keit und ein Leben am Ran­de der Gesell­schaft. Ein erschre­cken­des Buch, das sei­ne Leser so schnell nicht mehr los­las­sen wird. Ein Buch, das defi­ni­tiv gele­sen wer­den soll­te! Und zwar nicht nur von Jugend­li­chen ab 14, son­dern auch von Erwach­se­nen.

Dani­el, genannt Dan ist der Bas­ket­ball­star sei­ner Schu­le. Er hat eine Freun­din, hofft auf ein Sti­pen­di­um an der Rice Uni­ver­si­ty und ist bis auf die Geld­sor­gen sei­ner Eltern ganz zufrie­den. Bis die Situa­ti­on eska­liert und sei­ne Eltern, die seit län­ge­rer Zeit trotz Qua­li­fi­ka­tio­nen kei­ne Arbeit mehr fin­den, ihr Haus ver­lie­ren. Gepfän­det! Vor­rüber­ge­hend zie­hen sie zu der Fami­lie von Dans Onkel. Doch auch das ist kei­ne Lösung auf Dau­er. Die Stim­mung wird immer schlech­ter und das enge Auf­ein­an­der­le­ben wird uner­träg­lich. Dans Eltern wis­sen nur noch einen letz­ten Aus­weg und der heißt “Digni­ty­vil­le” — eine Art Zelt­stadt für Obdach­lo­se. Dan kann nicht fas­sen, wie tief sei­ne Fami­lie… Weiterlesen!

Linda Sue Park — Der lange Weg zum Wasser

Linda Sue Park Der lange Weg zum Wasser3.Februar 2016

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Lin­da Sue Park hat mit “Der lan­ge Weg zum Was­ser” einen Roman geschrie­ben, der auf einer wah­ren Geschich­te beruht. Ein­fühl­sam und sehr ergrei­fend erzählt sie die Geschich­te zwei­er Men­schen, die zu unter­schied­li­chen Zei­ten im süd­li­chen Sudan ums Über­le­ben kämp­fen. Ein Buch über die Grund­be­dürf­nis­se des Men­schen, über Flucht, Hoff­nungs­lo­sig­keit, Ängs­te, Nöte und Sor­gen. Und über die Sehn­sucht nach einem bes­se­ren Leben. Ein lesens­wer­tes Buch! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Afri­ka. Süd­li­cher Sudan. 1985. Der 11-jäh­ri­ge Sal­va sitzt gera­de im Schul­un­ter­richt, als die Schüs­se ertö­nen. “Die meis­ten Men­schen, die im Nor­den leb­ten, waren Mos­lems, und die Regie­rung woll­te, dass der gesam­te Sudan zu einem mus­li­mi­schen Land wur­de — zu einem Land, in dem die Regeln des Islam befolgt wür­den. Aber die Men­schen im Süden hat­te ande­re Reli­gio­nen und woll­ten nicht gezwun­gen wer­den, sich zum Islam zu beken­nen. Sie began­nen damit, um die Unab­hän­gig­keit vom Nor­den zu kämp­fen. Die Kämp­fe fan­den über­all im süd­li­chen Sudan statt, und nun war er Krieg auch dort ange­kom­men, wo Sal­va leb­te.” (Zitat aus “Der lan­ge Weg zum Was­ser” S.12) Der Leh­rer ruft den Schü­lern zu, dass sie kei­nes­wegs in ihre Dör­fer zurück, son­dern in den Busch hin­ein­lau­fen sol­len. Weg von sei­ner Fami­lie? Das gefällt Sal­va gar nicht, doch es ist … Weiterlesen!

Louis Jensen — 33 Cent um ein Leben zu retten

Louis Jensen 33 Cent um ein Leben zu retten1.März 2015

Der däni­sche Autor Lou­is Jen­sen hat mit “33 Cent um ein Leben zu ret­ten” einen Roman geschrie­ben, von dem man defi­nitv sagen kann: die­ses Buch muss­te geschrie­ben wer­den! Eine Geschich­te über ehr­li­ches Mit­ge­fühl, aus­ufern­de Selbst­lo­sig­keit und Gerech­tig­keit. Bewe­gend, radi­kal und auf­rüt­telnd. Nicht nur für Jugend­li­che ab 14, son­dern auch (und beson­ders!) für Erwach­se­ne.

Es braucht genau 33 Cent, um den Hun­ger eines Kin­des in Afri­ka einen Tag lang zu stil­len. Ledig­lich 33 Cent. Das erfährt der 14-jäh­ri­ge, däni­sche Ich-Erzäh­ler des Buches, des­sen Name nicht genannt wird, in der Schu­le. Das ver­än­dert sein Leben. Er beschließt für Gerech­tig­keit zu sor­gen. Wenn die Erwach­se­nen das schon nicht hin­krie­gen, dann eben er. Er trifft eine neue Rege­lung, die ihm gestat­tet nur noch jeden zwei­ten Tag in die Schu­le zu gehen. Sei­ne Leh­rer fin­den das nicht gut, bewir­ken aber nichts. Der Rek­tor for­dert ihn eben­falls zum Gespräch: “Was ist los?”, frag­te er. “Weil die ster­ben, des­halb”, sag­te ich (Zitat aus “33 Cent um ein Leben zu ret­ten). Und er muss zum Schul­psy­cho­lo­gen. Der Jun­ge rich­tet eine KHK ein, eine Kas­se für hun­gern­de Kin­der. Dort hin­ein kommt sein Taschen­geld. Doch das reicht nicht. Er fängt anWeiterlesen!

Kiera Cass — Selection

Kiera Cass Selection19.Januar 2015

Selec­tion” von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Kie­ra Cass ist der ers­te Teil einer Tri­lo­gie. Ein dys­to­pi­scher Roman über Klas­sen­un­ter­schie­de, Armut und einem ganz beson­de­ren Cas­ting. Ein traum­haf­tes, mär­chen­haf­tes, aber auch rebel­li­sches Buch — eine Mischung aus “Aschen­put­tel” und “Die Tri­bu­te von Panem” (aber ohne Gewalt). Roman­tisch und packend erzählt. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren.

Eine Welt in der Zukunft. Die Men­schen wer­den in ein Kas­ten­sys­te­me nach Zah­len ein­ge­teilt. Die Zah­len 1–8 wer­den hier­bei ver­ge­ben, von reich bis arm. Die Fami­lie der 17-jäh­ri­gen Ame­ri­ca ist auf eine 5 ein­ge­stuft und hat oft finan­zi­el­le Eng­päs­se. Auch die Kin­der müs­sen mit­ar­bei­ten, so schreibt es das Gesetz vor. Ihre klei­ne Schwes­ter May und ihr Vater malen Bil­der, die sie zum Ver­kauf anbie­ten und Ame­ri­ca und ihre Mut­ter hal­ten sich mit Musik­auf­trit­ten über Was­ser. Zwei älte­re Geschwis­ter sind bereits aus­ge­zo­gen und nur Ame­ri­cas klei­ner Bru­der Gerad hat noch kein künst­le­ri­sches Talent ent­deckt.
Als eines Tages das Königs­haus des Lan­des Illeá, in dem sie leben, zu einem Cas­ting auf­ruft, um für den Prin­zen eine Frau zu fin­den, kommt für ihre Fami­lie alters­mä­ßig nur Ame­ri­ca in Fra­ge. Nur wider­wil­lig lässt sich das Mäd­chen von ihrer Mut­ter über­zeu­gen, dar­an teil­zu­neh­men. Schließ­lich liebt Ame­ri­ca bereits… Weiterlesen!

Brigitte Glaser — 8 Tage im Juni

Brigitte Glaser 8 Tage im Juni31.Juli 2013

Sozi­al­dra­ma meets Love­sto­ry — so könn­te man das Jugend­buch “8 Tage im Juni” von der deut­schen Autorin Bri­git­te Gla­ser umschrei­ben. Eine Geschich­te zwei­er völ­lig unter­schied­li­cher Wel­ten, die auf­ein­an­der­pral­len und den­noch in der Lie­be eine Gemein­sam­keit fin­den. Ein Buch mit viel Lokal­ko­lo­rit: es spielt in Köln! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren.

Jen­ny hat es nicht leicht. Die 14-Jäh­ri­ge lebt in armen Ver­hält­nis­sen in der “roten Burg”, einem Abstei­ger­haus in Köln. Ihre Mut­ter traut sich auf­grund Panik­at­ta­cken kam mehr aus dem Haus und Jen­ny muss sich nicht nur um ihren klei­nen Bru­der, son­dern meist auch um den Haus­halt küm­mern. Geld für die anste­hen­de Klas­sen­fahrt ist auch nicht da. Jeden Tag war­tet sie auf die Zuzah­lung vom Job­cen­ter. Lovis hin­ge­gen lebt in ver­mö­gen­den Ver­hält­nis­sen in einem rei­che­ren Köl­ner Stadt­teil. Als er eines Abends von drei Schlä­ger­ty­pen zuerst ver­prü­gelt und dann vor die Bahn gestos­sen wird, tref­fen Jen­ny und Lovis das ers­te Mal auf­ein­an­der: sie ret­tet ihn vor dem her­an­fah­ren­den Zug gera­de noch recht­zei­tig zurück auf den Bahn­steig. Aber Jen­ny, die einen der Schlä­ger als ihren alten Sand­kas­ten­freund wie­der­erkannt hat, flüch­tet… Weiterlesen!