Antonia Michaelis — Never Leave the Path

16.September 2026

Pas­send zur Jah­res­zeit gibt es von der deut­schen Autorin Anto­nia Michae­lis ein neu­es Buch. Ein Mys­tery­thril­ler mit herbst­lich-win­ter­li­chen Vibes, der auf eine ein­sa­me Hüt­te in den Ber­gen ent­führt. Dort­hin flüch­tet Jes­pers Mut­ter, um ihr Burn­out zu über­win­den und ihr Sohn beglei­tet sie. Der Berg­füh­rer, der sie zur Hüt­te bringt, warnt sie davor, die Wege im Wald zu ver­las­sen. Jes­per begeg­net nicht nur einem son­der­ba­ren alten Mann dort in der Wild­nis, den die Leu­te im Tal nur den “Hexer” nen­nen, und um den sich unheil­vol­le Legen­den ran­ken, son­dern auch der gleich­alt­ri­gen Erle, die eben­falls in der Ein­sam­keit der Natur zu leben scheint. Jes­per ist von ihr fas­zi­niert, doch Erle for­dert sie auf, lie­ber zurück ins Tal zu gehen, ehe es zu spät sei. Blu­ti­ge Spu­ren im Wald. Ihre Han­dys, die plötz­lich ver­schwun­den sind. Zu vie­le Grä­ber im Wald, wie Erle sagt. Bald erfährt Jes­per von einem unge­lös­ten Todes­fall in den Ber­gen… Geheim­nis­voll, atmo­sphä­risch und sprach­ge­wal­tig. Von einer Autorin, die ein­fach rich­tig gut erzäh­len kann! Bes­tes Lese­fut­ter für den Herbst. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Der 17-jäh­ri­ge Jes­per macht sich Sor­gen um sei­ne Mut­ter Lisa. “Die Stadt und der Puls der Zeit hat­ten Lisa auf­ge­fres­sen. Sie arbei­te­te viel zu viel.” (Zitat aus “Never Lea­ve the Path” S.14) Sie ist Archi­tek­tin und völ­lig über­ar­bei­tet, kann ein­fach nicht mehr und ist völ­lig aus­ge­brannt. Des­halb bucht sie kur­zer­hand eine Hüt­te in den Ber­gen, um end­lich einmal

Wei­ter­le­sen

Antonia Michaelis, Peer Martin — Tomorrow Land

25.September 2025

Ein sehr wich­ti­ges Buch haben die deut­sche Autorin Anto­nia Michae­lis und der deut­sche Autor Peer Mar­tin geschrie­ben: “Tomor­row Land”, das im Jahr 2084 spielt. Ein Euro­pa mit fes­ten Gren­zen und ein wie­der zwei geteil­tes Deutsch­land, in dem eine rechts­extre­me Par­tei an die Macht gekom­men ist und alles ver­än­dert hat. Hier — in einem nun aus­ge­zehr­ten, durch den Kli­ma­wan­del zer­stör­ten Land, in dem gro­ße Armut und noch grö­ße­re Res­sour­chen­knapp­heit herrscht — lebt der jun­ge Han­nes, der wegen Schul­den im Gefäng­nis sitzt. Als ein Sturm aus­bricht, gelingt ihm die Flucht. Er sehnt sich nach einer bes­se­ren Welt. Will nach Nor­we­gen, eben­so wie der Schwar­ze Moa, den er unter­wegs trifft. Auch Gre­ta-Anna, die aus gutem Hau­se kommt, schließt sich ihnen spon­tan an. Aber der Weg nach Nor­we­gen ist kein leich­ter. Denn die natio­na­le Sicher­heit ist ihnen dicht auf den Fer­sen. Mit Geg­nern des Regimes wird kur­zer Pro­zess gemacht… Ein dys­to­pi­scher Roman, der die Schre­cken aktu­el­ler poli­ti­scher Gescheh­nis­se kon­se­quent wei­ter­denkt. Eine War­nung, ein Gedan­ken­ex­pe­ri­ment, das auf­rei­bend und bewe­gend zu lesen ist und hof­fent­lich zu vie­len Dis­kus­sio­nen anre­gen wird. Die idea­le Klas­sen­lek­tü­re für die Ober­stu­fe! Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und Erwachsene.

Deutsch­land im Jahr 2084. Das Land ist geteit, die Gren­zen sind geschlos­sen. Euro­pa ist nicht mehr ver­eint. Eine gemein­sa­me Wäh­rung gibt es nicht mehr. Nur Men­schen mit hel­ler Haut­far­be (seit min­des­tens acht Gene­ra­tio­nen) dür­fen noch in Deutsch­land leben. Alle ande­ren wur­den schon vor lan­ger Zeit

Wei­ter­le­sen

Antonia Michaelis — Enia und der Regenzauber

19.November 2024

“Enia und der Regen­zau­ber” ist der neus­te Roman der deut­schen Autorin Anto­nia Michae­lis. Sie ent­führt erneut nach Mada­gas­kar (wie auch in “Weil wir träum­ten”, ab 14). Dies­mal aller­dings für eine jün­ge­re Leser­schaft. Die Autorin, die selbst dort mit ihrer Fami­lie zwei Jah­re lang gelebt und eine Schu­le und ein Kin­der­haus eröff­net hat, schil­dert in ihrem aktu­el­len Werk die Geschich­te zwei­er Kin­der: Enia, die mit ihrem Vater, der Bio­lo­ge ist, nach Mada­gas­kar reist, um ein angeb­lich aus­ge­stor­be­nes Tier zu fin­den. Und Don, der dort in ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen in einem klei­nen Dorf lebt und ihr bei der Suche zusam­men mit ande­ren Kin­dern hilft. Der Lemur mit den Flü­geln, den sie suchen, kann angeb­lich Was­ser fin­den. Denn in Dons Dorf und der Umge­bung lei­den die Men­schen unter der gro­ßen Tro­cken­heit, da es seit Ewig­kei­ten nicht mehr gereg­net hat. Doch bald bekom­men auch die Daha­los, eine gemei­ne Räu­ber­ban­de, Wind von ihrer Suche und ver­su­chen ihnen das Leben schwer zu machen und den Was­ser­le­mur selbst zu fin­den… Eine bezau­bern­de (Abenteuer-)Geschichte, gar­niert mit einem Hauch Fan­tas­tik, sprach­lich wun­der­bar und mit ganz viel Herz erzählt. Macht auf­merk­sam auf Pro­ble­me des Kli­ma­wan­dels, die Armut in Mada­gas­kar, zeigt aber die Stär­ke und Kraft des Zusam­men­halts und dass gemein­sam vie­les mög­lich ist. Rich­tig schö­ne Unter­hal­tung für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 11-jäh­ri­ge Enia lebt bei ihrem Vater, der Bio­lo­gie ist. Ihre Mut­ter, die eben­falls For­sche­rin war, ist ver­stor­ben. Ihr Vater geht völ­lig auf in sei­nem Beruf. Aller­dings geht es bei ihm haupt­säch­lich ums Aus­ster­ben. “Er muss den Stu­den­ten heu­te schon wie­der was über das Aus­ster­ben von Tie­ren erzäh­len, und er forscht ja auch dar­über… Bei uns zu Hau­se geht es qua­si nur ums Aus­ster­ben. Aus­ster­ben, Arten­ster­ben, Wald­ster­ben. Wür­de mich gar nicht wun­dern, wenn er irgend­wann abends statt >Schlaf schön< zu mir sagen wür­de: >Stirb schön aus.<” (Zitat aus “Enia und der Regen­zau­ber” S.15) In der Schu­le soll Enia eigent­lich Pyra­mi­den in Ägyp­ten recher­chie­ren und stößt zufäl­lig auf

Wei­ter­le­sen

Antonia Michaelis — Scheißglitzertage

2. August 2023

End­lich wie­der ein neu­es Jugend­buch von der deut­schen Autorin Anto­nia Michae­lis. “Scheiß­glit­zert­age” ist ein uner­war­tet poli­ti­scher, höchst aktu­el­ler Roman, der sei­ne Leser*innen auf die Insel Use­dom ent­führt, auf wel­cher sich die Gerüch­te häu­fen, dass ein rus­si­scher Angriffs­krieg auf die Tou­ris­ten­in­sel bevor­steht. Erzählt aus der Per­spek­ti­ve eines Jun­gen, der aus ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen stammt und von einem ande­ren Leben träumt. Als ein ukra­ni­sches Mäd­chen auf­taucht, in das er sich ver­liebt und meh­re­re Men­schen ermor­det auf­ge­fun­den wer­den, wird alles mehr und mehr auf den Kopf gestellt. Ein Som­mer zwi­schen Sorg­lo­sig­keit, Sehn­sucht, ers­ter Lie­be und Bedroh­lich­keit durch einen Krieg. Ein gelun­ge­ner, auf ganz eige­ne Art und Wei­se erzähl­ter Coming-of-Age-Roman, der mit bri­san­ten The­men auf­war­tet und sich Zeit nimmt für die Ent­wick­lung sei­ner Cha­rak­te­re. Sprach­lich über­aus bril­lant geschrie­ben und nach­denk­lich machend. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren, die anspruchs­vol­le­re Geschich­te mögen, und für Erwachsene.

Der 17-jäh­ri­ge Finn­ley arbei­tet als Eis­ver­käu­fer auf Use­dom und träumt von einem bes­se­ren Leben: “Wenn ich konn­te, sah ich aufs Meer hin­aus, zum Hori­zont weit, weit hin­ten: eine blaue Glit­zer­li­nie, hin­ter der die Welt begann. Ich träum­te mich dahin­aus, in die Fer­ne, wo es kei­ne Tou­ris­ten gab und kein Cho­co­la­te-Coo­kie-Eis und auch kei­ne klei­ne Woh­nung, in die du jeden Abend zurück­musst. Eine Fer­ne ohne den Geruch von Küchen­ab­wasch und Enge und Ziga­ret­ten und tro­cke­ner Wäsche. Da drau­ßen, hin­ter der Glit­zer­li­nie, war alles anders.” (Zitat aus “Scheiß­glit­zert­age” S.10) Finn­ley lebt auf Use­dom mit sei­ner Mut­ter und seinen

Wei­ter­le­sen

Antonia Michaelis — Weil wir träumten

Kasimira6.Februar 2022

End­lich mal wie­der ein neu­es Jugend­buch für älte­re Leser von der deut­schen Autorin Anto­nia Michae­lis! “Weil wir träum­ten” ist ein Roman, der in das para­die­si­sche Mada­gas­kar ent­führt. Ein jun­ges herz­kran­kes Mäd­chen, das mit ihrer Urgroß­mutter dort­hin ver­rei­sen darf und eine Ein­hei­mi­sche ken­nen­lernt, die sie nicht nur mit den Schön­hei­ten der Insel bekannt macht, son­dern auch mit deren Schat­ten­sei­ten. Die Autorin hat vor Kur­zem selbst erst zwei Jah­re mit ihrer Fami­lie auf Mada­gas­kar gelebt und dort eine Schu­le und ein Kin­der­haus eröff­net. 1€ pro Ver­kaufs­er­lös pro Buch wer­den an ein gemein­nüt­zi­ges Pro­jekt gespen­det. Eine Freund­schafts­ge­schich­te und so viel mehr! Sprach­lich wun­der­schön und äußerst berüh­rend. Mit einer Erzähl­art — wohl­tu­end wie eine war­me Tas­se Tee im Win­ter. Ein Her­zens­buch! Abso­lu­te Lese­emp­feh­lung!! Jetzt schon eines mei­ner Jah­res­high­lights!!! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Schon immer hat die 16-jäh­ri­ge Emma von Mada­gas­kar geträumt. Dort gibt es Wale, Halb­af­fen, exo­ti­schen Urwald und jede Men­ge zu ent­de­cken. “Es geht um das Leben. Die Mit­te des Lebens. Den Ursprung. Ja, ich weiß, es ist nicht auf die­ser ver­flix­ten Insel ent­stan­den, aber die­se ver­flix­te Insel ist nahe dran. Ich habe so viel gele­sen. Sie ist… alles in klein. Der Urwald. Die Tie­re. Das Leben im Meer. Ich möch­te ein­mal die Mit­te des Lebens sehen.” (Zitat S.8) Doch Emma ist nicht wie ande­re Kin­der. Sie ist mit mehr­fa­chem Herz­feh­ler gebo­ren wor­den, wur­de oft ope­riert und muss immer vor­sich­tig sein. Sie ist zu klein und zu dünn für ihr Alter und muss jeden Tag Medi­ka­men­te neh­men. Sie benei­det die ande­ren Kin­der, die 

Wei­ter­le­sen

Antonia Michaelis — Hexenlied

9.August 2019

“Hexen­lied” ist das neu­es­te Buch der deut­schen Autorin und Sprach­vir­tuo­sin Anto­nia Michae­lis. Eine Geschich­te über eine Schul­klas­se, die dabei ist ein beson­de­res Thea­ter­stück ein­zu­üben, des­sen Gren­zen zwi­schen Rea­li­tät und Auf­füh­rung lang­sam ver­schwim­men. Inmit­ten ein Mäd­chen, eine Außen­sei­te­rin, die einer Hexe gleicht. Und ein Jun­ge, der dazu­ge­hört und doch irgend­wie nicht. Ein schön cho­reo­gra­fier­ter Roman mit einer außer­ge­wöhn­li­chen Spra­che. Kei­ne Null-acht-fünf­zehn-Geschich­te. Für rei­fe Jugend­li­che ab 14 Jah­ren, die Spaß an Geschich­ten mit Anspruch haben und für Erwachsene.

Lilith ist eine Außen­sei­te­rin. “…ein dün­nes Mäd­chen in schwar­zen Jeans und einem zu gro­ßen schwar­zen Strick­pull­over.” (Zitat aus “Hexen­lied” S.12). Sie ist meist für sich. Betei­ligt sich an kei­nen Gesprä­chen. Schreibt aber die bes­ten Noten. Manch­mal sieht man sie mit einem Buch im Pau­sen­hof sit­zen. Tim hin­ge­gen gehört dazu. Er hat Freun­de. Lars, Wen­zel, Ninon und Otis. Sie spie­len sogar in einer Band. zusam­men. Doch der Schein trügt. “Tim hat­te sich immer Mühe gege­ben, zu sein wie sie. Ein har­tes Stück Arbeit.” (Zitat S.29) Denn Tim ver­birgt ein Geheim­nis vor den ande­ren. Es gibt etwas, das ihn

Wei­ter­le­sen

Antonia Michaelis — Tankstellenchips: Ein Heldenepos

Antonia Michaelis Tankstellenchips24.August 2018

Die deut­sche Autorin und Sprach­vir­tuo­sin Anto­nia Michae­lis hat wie­der ein neu­es Buch geschrie­ben: “Tank­stel­len­chips: Ein Hel­den­epos” und zeigt sich damit von einer ganz neu­en Sei­te. Ent­stan­den ist eine Som­mer­ge­schich­te mit Tief­gang; ein Road­mo­vie, bei dem man zwei Jungs quer durch Deutsch­land folgt und dabei unge­mei­nen Spaß hat. Ein Roman vol­ler Klug­heit, Iro­nie, Charme und Esprit. Für Fans von “Tschick” und alle ande­ren, die ein­fach rich­tig gut unter­hal­ten wer­den wol­len! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und für Erwachsene.

Sie kom­men bei­de aus einem Heim. Der 8‑jährige Davy aus einem Kin­der­heim, aus dem er abge­hau­en ist. Und der 18-jäh­ri­ge Shayan aus einem Flücht­lings­heim. Schon seit einem Jahr lebt der Ira­ner mit dem Drei-Tage­bart und dem Stroh­hut auf dem Kopf in Deutsch­land. Doch jetzt droht ihm die Abschie­bung und er will von Use­dom aus drin­gend nach Köln fah­ren, denn dort war­tet eine letz­te Hil­fe auf ihn: sei­ne Inter­net­be­kannt­schaft Lay­la, deren Vater Anwalt ist und der ihm viel­leicht noch hel­fen könn­te. Doch bevor er los­fah­ren kann, trifft Shayan, der nur Sean genannt wird, auf Davy. Sie beob­ach­ten bei­de zufäl­lig ein paar Kri­mi­nel­le bei

Wei­ter­le­sen

Antonia Michaelis — Das Institut der letzten Wünsche

Antonia Michaelis Das Institut der letzten Wünsche26.Feburar 2017

“Das Insti­tut der letz­ten Wün­sche” von der deut­schen Sprach­künst­le­rin Anto­nia Michae­lis ist jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Ein Buch, das sich mit nichts weni­ger aus­ein­an­der­setzt als mit dem Tod und der Lie­be. Wort­ge­wal­tig, beson­ders — hin­rei­ßend! Gewürzt mit einer Pri­se Iro­nie, die den Leser schmun­zeln lässt und einer Por­ti­on Ernst­haf­tig­keit, die nach­denk­lich macht. Der Lese­tipp für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und vor allem Erwach­se­ne (der Roman ist in einem Ver­lag für Erwach­se­ne erschienen).

Die jun­ge Mat­hil­da lebt in Ber­lin. Eigent­lich woll­te sie Ärz­tin wer­den, bis sie gemerkt hat, dass das doch nichts für sie ist. Sie hat ihr Stu­di­um abge­bro­chen und arbei­tet nun seit einem Jahr in einem ganz beson­de­rer Insti­tut. Dem Insti­tut der letz­ten Wün­sche. Zusam­men mit Inge­borg erfüllt sie Men­schen, die sich an sie wen­den und die in den nächs­ten sechs Mona­ten ster­ben wer­den, einen letz­ten Wunsch. Das kann ein vor­ge­zo­ge­nes Weih­nachts­fest sein, der Wunsch nach Schnee­flo­cken im Früh­ling, nach einem Kon­zert einer bereits ver­stor­be­nen Sän­ge­rin, einem Spie­le­abend in einer Stu­den­ten WG oder eine Fahrt ins Welt­all. Mat­hil­da und Inge­borg machen das Unmög­li­che mög­lich. Dabei impro­vi­sie­ren sie jede Men­ge und las­sen sich viel ein­fal­len. Doch dann ver­liebt sich Mat­hil­da aus­ge­rech­net in Bir­ger, einer ihrer Kli­en­ten. Für ihn soll sie

Wei­ter­le­sen

Antonia Michaelis — Die Attentäter

Antonia Michaelis Die Attentäter22.August 2016

“Die Atten­tä­ter” ist das neue Buch der deut­schen Autorin und Sprach­vir­tuo­sin Anto­nia Michae­lis. Eine Geschich­te vor den Hin­ter­grün­den der Anschlä­ge von Paris am 13. Novem­ber 2015. Ein Roman über Ter­ro­ris­mus und den Men­schen dahin­ter. Die Schil­de­rung einer Kind­heit, des Erwach­sen­wer­dens — bis hin zu einer furcht­ba­ren Blut­tat. Dies­mal in Ber­lin. Bril­lant erzählt, erschre­ckend in sei­ner Inten­si­tät und so greif­bar, als wäre es tat­säch­lich pas­siert. Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und vor allem für Erwachsene.

Im Alter von vier Jah­ren zog Alain mit sei­nen Eltern von der fran­zö­si­schen Küs­te nach Ber­lin. In dem Miets­haus, das sie bewoh­nen, leben auch Mar­ga­re­te und Cliff, mit denen er sich anfreun­det. Mit Mar­ga­re­te baut er “Häu­ser für Zwer­ge zwi­schen den Blu­men im Hin­ter­hof, und sie pflanz­ten mit Coco und mit Mar­ga­re­tes Mut­ter Johan­nis­bee­ren und Bana­nen. […] Mit Mar­ga­re­te war alles ein­fach und schön, und wenn ihre blas­sen, küh­len Hän­de sei­ne berühr­ten, fühl­te er sich leicht.” (Zitat aus “Die Atten­tä­ter” S.24). Mit Cliff hin­ge­gen ist es anders. Cliff zeigt ihm, wie man Stei­ne wirft und schnei­det Regen­wür­mer durch. Sei­ne Eltern leben getrennt und sei­ne Mut­ter darf er nur ab und zu sehen. Sie stu­diert, hat kaum Zeit für ihn und kann mit sei­nen gele­gent­li­chen Wut­aus­brü­chen nicht umge­hen. “Er hat­te sie schon ein paar Mal gehau­en, mit den Fäus­ten, oder getre­ten oder gebis­sen. Es gab Momen­te, in denen er 

Wei­ter­le­sen

Antonia Michaelis: Paradies für alle

Antonia Michaelis Paradies für alle3.August 2015

Die bekann­te, deut­sche Kin­der- und Jugend­buch­au­to­rin Anto­nia Michae­lis hat 2013 ihren ers­ten Roman in einem bel­le­tris­ti­schen Ver­lag vor­ge­legt, der jetzt frisch als Taschen­buch erschie­nen ist: “Para­dies für alle” beschäf­tigt sich mit Unge­rech­tig­keit, Ver­gäng­lich­keit und der außer­ge­wöhn­li­chen Visi­on eines Kin­des: dem Wunsch nach einem Para­dies. Ein unheim­lich ergrei­fen­des, phi­lo­so­phi­sches Buch, vol­ler Atmo­sphä­re und einer schö­nen, beson­de­ren Spra­che. Abso­lu­ter Lese­tipp!! Für Erwa­che­ne und Jugend­li­che ab 16.

Der 9‑jährige David ist nach der Schu­le nicht nach Hau­se gekom­men. Viel­leicht ist er noch bei Freun­den, ver­mu­tet sei­ne Mut­ter Lovis, eine Künst­le­rin, die sich in letz­ter Zeit nicht all­zu viel um ihn küm­mern konn­te, weil sie eine Aus­stel­lung vor­be­rei­tet. Ihr Mann ist Arzt in einer Kli­nik und meis­tens erst spät zu Hau­se. Nach­dem alle Freun­de durch­te­le­fo­niert sind und auch die Poli­zei ein­ge­schal­ten wur­de, kommt spät abends plötz­lich der Anruf: David liegt nach einem Fron­tal­zu­sam­men­stoß mit einem Auto im Kran­ken­haus. Der Unfall ereig­ne­te sich jedoch auf der Auto­bahn! Was hat er dort gewollt? Jetzt liegt er mit schwe­ren Ver­let­zun­gen im Koma und nie­mand weiß, ob er jemals wie­der auf­wa­chen wird. Lovis beschließt her­aus­zu­fin­den, was in ihrem Sohn vor sich gegan­gen ist und fin­det eine geheim­nis­vol­le Klad­de unter Davids Bett. Dar­in sein Werk­statt­be­richt über ein beson­de­res Pro­jekt. Denn David war dabei ein Para­dies zu schaf­fen. Lovis beschließt

Wei­ter­le­sen

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner