Die österreichische Autorin und bildende Künstlerin Mercedes Helnwein hat ein Jugendbuch geschrieben, das auf jeden Fall abseits des Mainstreams liegt. Sie setzt eine Anti-Heldin in den Mittelpunkt ihrer Coming-of-Age-Geschichte, eine Außenseiterin, die jegliche Kontakte verweigert und lieber für sich bleiben will und dann doch an einen Jungen gerät, der ihre Gefühle gehörig durcheinanderbringt. Schräg, rotzig frech und anders. Definitiv anders! Mit hervorragenden Charakterskizzierungen und einer unvergesslichen Protagonistin, die man dann doch irgendwie (auf den zweiten Blick) rettungslos ins Herz schließt. Für Jugendliche ab 14 und Erwachsene, die außergewöhnliche Bücher lieben.
Die 15-jährige Grace geht auf ein Internat mitten in den Sümpfen Floridas. Freunde hat sie schon seit der Grundschule keine mehr. Eine Entscheidung, die sie bewusst so getroffen hat. “Als ich auf die Mittelschule gekommen war, war mir alles zu blöd geworden. Plötzlich wurden Jungs und Mädchen durch Hormone und bestimmte Körperteile in männliche und weibliche Kategorien getrennt.” (Zitat aus “(Not so) Amazing Grace” S.91) Alle verhalten sich anders, sind im ständigen Wettbewerb zueinander. Das ist Grace zu anstrengend, auf dieses Gehabe hat sie
