Schlagwort Archiv: Alkohol

Antje Babendererde — Julischatten

Antje Babendererde Julischatten5.Januar 2015

Wer den neu­en Roman der deut­schen Autorin Ant­je Baben­der­er­de “Juli­schat­ten” in den Hän­den hält (jetzt als Taschen­buch), wird als ers­tes wohl gedacht haben: Wow — dies­mal hat­te uns die Autorin aber viel zu erzäh­len! Das Buch ist wohl das Umfang­reichs­te, das sie je geschrie­ben hat und umfasst gan­ze 475 Sei­ten! Jede Men­ge Lese­stoff für die zahl­rei­chen Fans die­ser bereits sehr bekann­ten und belieb­ten, deut­schen Autorin, deren Kern­the­ma­tik India­ner, meist ver­bun­den mit einer Lie­bes­ge­schich­te, sind. Zu emp­feh­len ist die­ser Roman für Leser ab 14 Jah­ren und natür­lich auch für Erwach­se­ne.

Und Ant­je Baben­de­re­de schafft es auch mit die­sem Wäl­zer erneut den Leser in ihren Bann zu zie­hen und ein­tau­chen zu las­sen in die Welt der 17-jäh­ri­gen Simo­na, die von allen nur Sim genannt wer­den will. Nach einer Alko­hol­ver­gif­tung, die sie ihren letz­ten Geburts­tag zwangs­wei­se im Kran­ken­haus ver­brin­gen ließ, haben ihre Eltern genug von ihr. Ent­we­der Ent­gif­tung in einer Kli­nik oder nach Ame­ri­ka zu Tan­te Jo, die in einem India­ner­re­ser­vat namens Pine Ridge lebt. Sim ent­schei­det sich für Letz­te­res und wird kon­fron­tiert mit einem völ­lig ande­ren Lebens­stil. Sie — die sich allein schon her­vor­hebt durch ihre auf­fäl­li­ge… Weiterlesen!

Dianne Touchell — Zwischen zwei Fenstern

Dianne Touchell - Zwischen zwei Fenstern12.Dezember 2014

Zwi­schen zwei Fens­tern” von der aus­tra­li­schen Autorin Dian­ne Tou­chell ist ein kunst­voll gestal­te­tes Buch, wel­ches Geheim­nis­se unter dem Schutz­um­schlag und im Buch­in­nen­de­ckel ver­birgt. Es erzählt von Lie­be, Fami­lie, Nähe und Distanz. Es ist scho­nungs­los und anders. Beson­ders. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Er nennt sie Maud, weil er ihren Namen nicht kennt. Sie nennt ihn Cree­py, weil ihn alle so unheim­lich fin­den. Er ist ein Außen­sei­ter, ver­sucht in der Schu­le nicht auf­zu­fal­len. Sie lei­det an Tri­chotil­lo­ma­nie, das heißt, sie reißt sich stän­dig Haa­re aus. Am Kopf, an den Augen, in der Scham­ge­gend. Maud und Cree­py woh­nen gegen­über von­ein­an­der. Er beob­ach­tet sie oft durchs Fens­ter. Er hat sich in sie ver­liebt. Wür­de es aber nie wagen, ihr sei­ne Lie­be zu geste­hen. Sei­ne Eltern geben ihm ein schlech­tes Bei­spiel eines Ehe­le­bens vor, wel­ches eher einem Rosen­krieg gleicht. Sei­ne Mut­ter trinkt tags­über stän­dig heim­lich Alko­hol. Sein Vater rich­tet den Hund ab, um ihm im Kampf gegen sei­ne Frau als Waf­fe zu miss­brau­chen. Doch an dem Tag, an dem Cree­py beob­ach­tet, wie Mauds Vater dem Mäd­chen eine Ohr­fei­ge ver­passt, nimmt er das ers­te Mal mit einem geschrie­ben Schild Kon­takt zu ihr auf. Und das ver­än­dert alles…… Weiterlesen!

Lola Renn — Drei Songs später

Lola Renn Drei Songs später19.Februar 2013

Drei Songs spä­ter” von der deut­schen Autorin Lola Renn ist ein kurz­wei­li­ger, inter­es­sant geschrie­be­ner Roman über gro­ße Träu­me, Tanz und fami­liä­re Pro­ble­me. Erschie­nen im Bloomoon Ver­lag, dem neu­en Imprint von arsE­di­ti­on. Für Jugend­li­che ab 12.

Die 15-jäh­ri­ge Zeta möch­te unbe­dingt Tän­ze­rin wer­den! Doch ihre Eltern glau­ben nicht an sie, der cho­le­ri­sche Vater möch­te lie­ber, dass sie ihr Abitur mit Bra­vour meis­tert und die Mut­ter hält ohne­hin meis­tens zu ihrem Mann. Vor allem ihre schlech­te Mathe­ma­tikno­te sorgt bei Zetas Vater regel­mä­ßig für Wut­aus­brü­che. Sie nimmt doch schon Nach­hil­fe! War­um ist sie denn immer noch so schlecht? Doch Mathe will ein­fach nicht in Zetas Kopf hin­ein. Am liebs­ten wäre sie auf ein musi­sches Inter­nat gegan­gen, aber das erlaub­ten ihre Eltern, die bei­de ger­ne in den Alko­hol flüch­ten, nicht. Über­haupt hat sie es zur Zeit sehr schwer zu Hau­se. Wegen jeder Klei­nig­keit ras­tet ihr Vater… Weiterlesen!

Peter Pohl — Meine Freundin Mia

Peter Pohl Meine Freundin Mia8.März 2012

Mei­ne Freun­din Mia” von dem schwe­di­schen Schrift­stel­ler Peter Pohl ist nicht nur die Geschich­te einer Freund­schaft, son­dern auch eine Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Alko­ho­lis­mus in der Fami­lie. Bewe­gend geschrie­ben. Geeig­net für Kin­der ab 10 Jah­ren, die auch bereit sind, sich mit ein wenig erns­te­ren The­men zu befas­sen und für Erwach­se­ne.

Der Roman spielt in Schwe­den. Laut einer Sta­tis­tik leben 20% aller Kin­der in einer Fami­lie, in der ent­we­der ein Eltern­teil oder bei­de ein Alko­hol­pro­blem haben. Auch die 11-jäh­ri­ge Lena, die Haupt­fi­gur des Buches, hat eine Mut­ter, die Alko­ho­li­ke­rin ist. Sie muss stets vor­sich­tig sein, in wel­chem Zustand sich ihre Mut­ter momen­tan befin­det. Da kann es zum Bei­spiel auch ein paar Schlä­ge geben, wenn sie ver­gisst die Haus­tü­re abzu­schlie­ßen. Um ihren fünf­jäh­ri­gen Bru­der Ola muss sich Lena meis­tens küm­mern und ihn zur Vor­schu­le brin­gen. Dass sie dann meis­tens selbst zu spät zur Schu­le kommt, ist lei­der häu­fig der Fall. Lügen, um bei­spiels­wei­se die Vor­schul­leh­re­rin zu beru­hi­gen, kom­men ihr mitt­ler­wei­le ganz leicht über die Lip­pen. Lenas bes­te Freun­din Mia weiß nichts von den Pro­ble­men, mit denen Lena tag­täg­lich zu kämp­fen hat. Mia ist immer so gut drauf und erzählt so lus­ti­ge Geschich­ten über ihre vie­len Geschwis­ter. Doch dann… Weiterlesen!