Susanne Gerdom — Das Haus am Abgrund

Susanne Gerdom Das Haus am Abgrund16.Februar 2013

Eine schau­er­li­che Gru­sel­ge­schich­te ver­birgt sich hin­ter dem schön düs­te­ren Cover des Titels “Das Haus am Abgrund” von der deut­schen Autorin Susan­ne Ger­dom. Ein Thril­ler mit außer­ge­wöhn­li­chen Cha­rak­te­ren und einem unheil­vol­len Grau­en, das lang­sam um sich greift. Packend erzählt. Für Jugend­li­che ab 14 und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Der 16-jäh­ri­ge Adri­an hat in Corn­wall bis­her immer nur sei­nen Urlaub ver­bracht, doch nun zie­hen sein Vater, von Beruf Schrift­stel­ler, und des­sen Lebens­ge­fähr­te Jona­than, Lite­ra­tur­pro­fes­sor, fest in das klei­ne Städt­chen St. Irais in eben jenes Cot­ta­ge, das ihnen seit­her nur als Feri­en­do­mi­zil dien­te. Adri­an hat einen Tumor in sei­nem Kopf und wird nicht mehr lan­ge leben. Durch die Krank­heit muss er zeit­wei­se mit Hal­lu­zi­na­tio­nen zurecht­kom­men, die sich in der Form von drei Geis­ter­we­sen äußern und es sich zur Gewohn­heit machen ihn zu besu­chen und mit ihm zu spre­chen: zwei gute und ein böser Geist. Seit er in St. Irais wohnt, hat sich jedoch noch ein wei­te­rer Geist hin­zu­ge­sellt: ein alter Herr mit hoch­ge­sto­che­ner Sprech­wei­se, der ihn ein­dring­lich warnt wei­ter über das alte, ver­las­se­ne Her­ren­haus auf dem Nach­bar­grund­stück zu recher­chie­ren. Adri­an kann sich jedoch des­sen Sog nicht ent­zie­hen, vor allem als er das Mäd­chen Novem­ber ken­nen­lernt, die ein­zi­ge jün­ge­re Nach­fah­rin der Fami­lie Van­den­bourgh, die einst in die­sem mys­te­riö­sen Haus leb­te. Ein Fluch scheint auf dem Haus, das schon meh­re­re Male abge­brannt und immer wie­der auf­ge­baut wur­de, zu lie­gen. Adri­an beschließt die Wahr­heit dar­über her­aus­zu­fin­den…

Susanne Gerdom Das Haus am AbgrundDer Anfang von “Das Haus am Abgrund” erscheint durch die Erwäh­nung meh­re­rer Per­so­nen, die mit Adri­an spre­chen, etwas befremd­lich, bis man dann begreift, dass es sich hier­bei um sei­ne Hal­lu­zi­na­tio­nen han­delt. Außer­ge­wöhn­li­che Per­so­nen­kon­stel­la­tio­nen prä­gen den Roman, wie zum Bei­spiel die unty­pi­sche Beset­zung eines homo­se­xu­el­len Pär­chens als “Eltern” oder eben jene schrul­li­ge Geis­tes­we­sen, die Adri­an heim­su­chen. Doch gera­de des­halb sticht das Buch auch posi­tiv aus dem oft­ma­li­gen Ein­heits­brei von 0–8-15-gestrickten Per­sön­lich­kei­ten her­vor: Mal etwas ande­res! Toll gemacht ist auch, dass zwi­schen­durch Tage­buch­aus­schnit­te eines Mäd­chens aus ver­gan­ge­ner Zeit erschei­nen. Die­se Puz­zle­tei­le einer mys­te­riö­sen Ver­gan­gen­heit zusam­men mit Adri­ans Detek­tiv­ar­beit — noch mehr über die Geschich­te der Fami­lie Van­den­bourgh her­aus­zu­fin­den — machen einen Teil der Span­nung des Thril­lers aus und las­sen den Leser immer wei­ter mit fie­bern!Lesealternativen

Dir gefal­len gru­se­li­ge Bücher wie “Das Haus am Abgrund”? Dann lies doch “Das Boots­haus” von Patrick McGin­ley oder Böses Blut” von Rhi­an­non Las­si­ter (oder ab März neu: Der 13.Gast”). Mit viel Gru­sel und Hor­ror­e­le­me­ten ver­se­hen sind natür­lich auch fol­gen­de Rei­hen: Fear Street” und House of Fear”. Ein Lese­tipp, in dem auch Hal­lu­zi­na­tio­nen eine Rol­le spie­len, ist Mein böses Herz” von Wulf Dorn!

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Bloomoon
ISBN: 978-3-7607-8666-7
Erscheinungsdatum: 5.Februar 2014
Einbandart: Broschur
Preis: 14,99€
Seitenzahl: 400
Übersetzer: -
Originaltitel: -
Originalverlag: -
Originalcover: -

Kasimiras Bewertung:

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(4,5 von 5 mög­li­chen Punk­ten)

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2.Bild v.oben: © Rainer Sturm/pixelio.de

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