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Lou Allori — Rotes Licht, grünes Licht: Wie weit würdest du gehen?

Kasimira3.Oktober 2022

Die fran­zö­si­sche Autorin Lou All­ori hat den Roman “Rotes Licht, grü­nes Licht: Wie weit wür­dest du gehen?” geschrie­ben, in Anleh­nung an die Erfolgs­se­rie Squid Game”eine Art Fan­fic­tion. Ein Jun­ge, der aus Geld­pro­ble­men her­aus an einem Spiel teil­nimmt, das mit einer gro­ßen Sum­me Geld lockt. Alle Teil­neh­mer tre­ten in ein­fa­chen Kin­der­spie­len gegen­ein­an­der an. Was sie jedoch nicht wis­sen, wer ver­liert, schei­det nicht nur aus dem Spiel aus, son­dern bezahlt auch mit dem Leben. Hef­tig und bru­tal. Soli­de erzählt — die Jugend­buch­ver­si­on mit ande­ren Spie­len als in der Serie, bleibt frü­hes­tens ab 16 Jah­ren emp­foh­len und für Erwach­se­ne, die nicht gera­de zart besai­tet sind.

Frank­reich. Will geht auf eine her­vor­ra­gen­de Uni­ver­si­tät. “Die Uni ist renom­miert. Sie ist die bes­te des Lan­des, und Stu­die­ren­de aus der gan­zen Welt rei­ßen sich dar­um, hier ihren Abschluss zu machen” (Zitat aus “Rotes Licht, grü­nes Licht: Wie weit wür­dest du gehen?” S.9) Er stu­diert dort BWL. Ist im zwei­ten Jahr. Doch er gehört nicht wirk­lich dazu. Wird von den ande­ren, meist rei­chen Stu­den­ten nicht akzep­tiert: “Wir­re brau­ne Locken, Aknen­ar­ben im Gesicht, […] blas­se Haut. Ein Spar­gel­tar­zan[…]. Mei­ne Kom­mi­li­to­nen ver­glei­chen sich mit mir und füh­len sich plötz­lich stark, gut aus­se­hend und wahr­schein­lich noch rei­cher, als sie es ohne­hin schon sind. Ihnen genügt ein Blick, um zu wis­sen, dass wir nicht in der­sel­ben Liga spie­len. Dass sie mich zer­drü­cken kön­nen wie ein läs­ti­ges Insekt.” (Zitat S.10) Will jobbt in einem Café und führt am Wochen­en­de Hun­de aus. Auch sei­ne Mut­ter hat meh­re­re Jobs. Sie ist allein­er­zie­hend und Will hat außer ihr keine… Weiterlesen!

Deb Caletti — Wie ein Herzschlag auf Asphalt

Kasimira30.September 2022

Wie ein Herz­schlag auf Asphalt” ist das ers­te Buch der preis­ge­krön­ten, ame­ri­ka­ni­schen Autorin Deb Calet­ti, das ins Deut­sche über­setzt wur­de. Eine außer­ge­wöhn­li­che Geschich­te über ein Mäd­chen, das nach namen­lo­sen, trau­ma­ti­schen Ereig­nis­sen ein­fach so beschließt, los­zu­lau­fen. Von Seat­tle nach Washing­ton DC. 4300km lang. Um zu ver­ges­sen, um zu vear­bei­ten, was ihr pas­siert ist. Was das ist, die­sem Rät­sel darf sich der Leser wäh­rend­des­sen immer wie­der stel­len, denn die Auf­lös­tung die­ses Geheim­nis­ses wird lan­ge zurück­ge­hal­ten. Ein in Rück­blen­den beschrie­be­ner Roman, der eine Prot­ago­nis­tin in den Mit­tel­punkt stellt, die zer­bro­chen ist und lernt wie­der auf­zu­ste­hen und den Gefah­ren des Lebens tap­fer und hoff­nungs­voll ent­ge­gen­zu­tre­ten. Bewe­gend und auf beson­de­re Art und Wei­se erzählt. Ein unfass­bar wich­ti­ges und wert­vol­les Buch! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Anna­bel­le ist beliebt. Sie ist eine Mus­ter­schü­le­rin, sie ist sport­lich, eine Lese­rat­te und arbei­tet ehren­amt­lich in einem Senio­ren­zen­trum. Außer­dem ist sie nett und immer freund­lich zu allen. Doch dann ist etwas pas­siert. Vor neun Mona­ten. Und das hat ihr gan­zes Leben durch­ein­an­der­ge­bracht. Sie ist trau­ma­ti­siert und ist in The­ra­pie. Hat Schwie­rig­kei­ten ihren All­tag zu meis­tern. Als sie in einem Fast­foo­dre­stau­rant eine unschö­ne Begeg­nung mit einem Betrun­ke­nen hat, brennt eine SicherungWeiterlesen!

Eva Mozes Kor/ Lisa Rojany Buccieri — Ich habe den Todesengel überlebt

Kasimira27.September 2022

Ich habe den Todes­en­gel über­lebt” ist ein auto­bio­gra­fi­scher Roman über die aus Rumä­ni­en stam­men­de Eva Mozes Kor, die das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz-Bir­ken­au und die medi­zi­ni­schen Expe­ri­men­te des Dr. Men­ge­le zusam­men mit ihrer Zwil­lings­schwes­ter Miri­am über­leb­te. Für Jugend­li­che geschrie­ben hat die­ses Buch die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Lisa Roja­ny Buc­cie­ri. Ein Zeit­do­ku­ment einer schreck­li­chen Ver­gan­gen­heit, eine Erin­ne­rung an die Grau­sam­kei­ten des Holo­causts. Aber gleich­zei­tig auch das Zeug­nis einer unheim­lich star­ken Per­sön­lich­keit, die immer wie­der um ihr Über­le­ben gekämpft hat. Das Taschen­buch, das 2012 bereits erschien, wur­de nun noch ein­mal aktua­li­siert und neu auf­ge­legt (plus Nach­ruf auf die Autorin, die 2019 ver­starb). Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren, die sich mit die­sem wich­ti­gen The­ma der deut­scher Geschich­te aus­ein­an­der­set­zen wol­len und inter­es­sier­te Erwachsene.

Sie sind zehn Jah­re alt, als die ein­ei­igen Zwil­lin­ge Eva und Miri­am mit ihren Geschwis­tern und Eltern nach Ausch­witz-Bir­ken­au depor­tiert wer­den. An der Selek­ti­ons­ram­pe wer­den sie getrennt und sehen ihre Eltern und Geschwis­ter nie wie­der. Weil sie Zwil­lin­ge sind, kom­men sie sofort zu Dr. Men­ge­le, der grau­sa­me Expe­ri­men­te an “sei­nen” Kin­dern durch­führt. So auch an Eva und ihrer Schwes­ter Miri­am. Als Eva eines Tages Krank­heits­er­re­ger gespritzt wer­den und sie… Weiterlesen!

Anja Kömmerling & Thomas Brinx — Die Welt zum Zittern bringen, nur weil man da ist

Kasimira22.September 2022

Die Welt zum Zit­tern brin­gen, nur weil man da ist” von den deut­schen Autoren Anja Köm­mer­ling & Tho­mas Brinx ist ein Roman, der ein Mäd­chen in den Mit­tel­punkt stellt, das sich nach trau­ma­ti­schen Fami­li­en­er­leb­nis­sen jeg­li­cher Obhut ent­zieht und fort­an nur noch auf einem Baum leben will. Als ein Jun­ge mit sei­ner Fami­lie in ihr ehe­ma­li­ges Eltern­haus zie­hen will, kommt sie die­sem uner­war­tet näher und beginnt all­mäh­lich sich mit ihrer Ver­gan­gen­heit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Behut­sam und vol­ler sprach­li­cher Schön­heit erzählt — eine klei­ne, lite­ra­ri­sche Per­le. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 15-jäh­ri­ge Marie lebt auf einem Baum. Sie hat ihn sich selbst aus­ge­sucht. Den größ­ten der Stadt. Ein Ahorn­baum. “Sie bat ihn um Erlaub­nis, auf ihm woh­nen zu dür­fen, als letz­ter und opti­ma­ler Lebens­ort für sie, und er erteil­te ihr die­se in sei­ner gan­zen, alten Baum­gü­te. Es war nicht ein­fach, Hei­mat­baum, der er wer­den soll­te, zu erklim­men, die ers­ten Äste began­nen viel zu weit oben. Doch Marie war eine der bes­ten Tur­ne­rin­nenin ihrer Alters­grup­pe gewe­sen.” (Zitat aus “Die Welt zum Zit­tern brin­gen, nur weil man da ist” S.12 ff) Zuvor leb­te Marie bei eini­gen Pfle­ge­fa­mi­li­en, war sogar im Heim. Hat es aber nie lange… Weiterlesen!

Patrick Bard — Point of view: Wenn du nicht wegschauen kannst

Kasimira13.September 2022

Point of view: Wenn du nicht weg­schau­en kannst” ist ein Roman des viel­fach aus­ge­zeich­ne­ten, fran­zö­si­schen Autoren Patrick Bard, der sich mit dem The­ma Inter­net­por­no­sucht bei Jugend­li­chen beschäf­tigt und das Leben eines Teen­ager por­trä­tiert, der nicht mehr davon los­kommt und immer wei­ter abstürzt. Das ers­te Jugend­buch, das sich mit die­sem abso­lu­ten Tabu­the­ma aus­ein­an­der­setzt! Hef­tig und scho­nungs­los. Hier wird nicht weg­ge­schaut. Eine Geschich­te, die unter die Haut geht. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Sei­nen ers­ten Por­no hat Lucas mit 11 Jah­ren ange­se­hen. Zusam­men mit Freun­den. Und dabei so getan, als wäre das nichts Neu­es. Ein biss­chen erregt war er dabei und vor allem neu­gie­rig. Aber als er Anfang der sechs­ten Klas­se einen eige­nen Lap­top und ein eige­nes Han­dy von sei­nen Eltern bekommt, kommt er nicht auf die Idee sich erneut so etwas anzu­se­hen. Er inter­es­siert sich für Super­hel­den. Doch eine auf­plop­pen­de Wer­bung und plötz­lich bleibt er hän­gen an die­sen Film­chen. Ist völ­lig fas­zi­niert. Und bald ist er mit­ten­drin in die­ser Welt. Hängt nächtelangWeiterlesen!

Natasha Friend — #No game: Jetzt ist Schluss mit Schweigen!

Kasimira12.September 2022

#No game: Jetzt ist Schluss mit Schwei­gen!” ist ein Roman der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Nata­sha Friend und erzählt die Geschich­te eines sexu­el­len Über­griffs und der Fol­gen für ein jun­ges Mäd­chen in dem Milieu einer Klein­stadt. Kann man so einen Vor­fall tat­säch­lich ver­drän­gen oder muss man Mut bewei­sen und die Täter zur Stre­cke brin­gen? Aus der Per­spek­ti­ve von vier Jugend­li­chen erzählt. Bewe­gend, mit­rei­ßend und sou­ve­rän erzählt. Ein wich­ti­ger Bei­trag zu #metoo. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Nora ist beliebt und bild­hübsch. Sie hat lan­ge, blon­de Haa­re und genau die rich­ti­gen Kur­ven. “Die Jungs woll­ten mit ihr zusam­men sein, die Mäd­chen woll­ten wie sie sein. […] Die Leu­te umschwärm­ten sie wie die Mot­ten das Licht.” (Zitat aus “#No Game” S.65). Doch als sie und ihre bes­te Freun­din Cam wegen eines Streits den Abend getrennt von­ein­an­der ver­brin­gen und Nora allein auf die Par­ty einer Stu­den­ten­ver­bin­dung geht, hat sie — obwohl sie kei­nen Alko­hol getrun­ken hat — plötz­lich einen Black­out. Und erwacht halb aus­ge­zo­gen und ohne Unter­ho­se auf einem Golf­platz. Die hängt an einem Fah­nen­mast. Der Außen­sei­ter und Nerd Adam, der sich zufäl­lig auf dem Golf­platz befand, hat Schlim­me­res ver­hin­dern und drei Typen… Weiterlesen!

Anna Woltz — Nächte im Tunnel

Kasimira8.September 2022

Näch­te im Tun­nel” ist ein Roman der nie­der­län­di­schen Autorin Anna Woltz (mit bri­ti­schen Wur­zeln). Eine Geschich­te, die wäh­rend des zwei­ten Welt­kriegs in Lon­don spielt und ein Mäd­chen in den Vor­der­grund stellt, die mit ihrem klei­nen Bru­der und dem Rest ihrer Fami­lie regel­mä­ßig nachts Unter­schlupf in einer U‑Bahnstation sucht und die Bekannt­schaft mit zwei ande­ren Jugend­li­chen macht. Vor dem Hin­ter­grund des Krie­ges tei­len sie ihre Sehn­süch­te, Sor­gen und Ängs­te mit­ein­an­der. Mit einer sehr bild­haf­ten und ein­dring­li­chen Spra­che erzählt. Von einer viel­fach aus­ge­zeich­ne­ten Autorin, die ein her­vor­ra­gen­des Gespür für Zwi­schen­tö­ne hat. Erschre­ckend aktu­ell. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

1940. Die 14-jäh­ri­ge Ella lebt mit ihrem klei­nen Bru­der und ihren Eltern in Lon­don. Sie war lan­ge Zeit schwer krank und hat ein stei­fes Bein, das sie stark hin­ken lässt. Nun ist seit einem Jahr auch noch Krieg. “Jede Nacht fal­len Bom­ben. Über­all in Lon­don sieht man rie­si­ge Brän­de und zer­stör­te Häu­ser und viel­leicht auch Tote. Und was machen wir? Wir ste­hen schon seit über vier Stun­den in der Schlan­ge mit einem Kar­ren vol­ler Decken vol­ler Kis­sen und Decken.” (Zitat aus “Näch­te im Tun­nel” S.8) Jeden Tag steht sie bereits früh­zei­tig mit ihrer Mut­ter oder mit ihrem klei­nen Bru­der Rob­bie an der U‑Bahnstation an, um sich einen guten Schlaf­platz für die Nacht zu sichern. Im eige­nen Haus zu schla­fen, ist momen­tan viel zu ris­kant. Beim War­ten lernt sie über ihren Bru­der Rob­bie Jay ken­nen, einen klei­nen Gau­ner, der… Weiterlesen!

Siobhan Vivian — We are the Wildcats

Kasimira31.August 2022

End­lich mal wie­der etwas Neu­es von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Siob­han Vivi­an“We are the Wild­cats” heißt ihr aktu­el­les Werk, das eine Mäd­chen-Feld­ho­ckey­mann­schaft in den Mit­tel­punkt stellt, deren Coach mit den Spie­le­rin­nen gar nicht zufrie­den ist. Bei einer tra­di­tio­nel­len Über­nach­tungs­par­ty vor dem nächs­ten ent­schei­den­den Spiel beschlie­ßen die Mäd­chen, dass sie es ihrem Coach schon bewei­sen wer­den und star­ten ein paar beson­de­re Aktio­nen. Eine Geschich­te über Girl­spower, Zusam­men­halt, Freund­schaft und Stär­ke. Geschrie­ben aus der Sicht von sechs Mäd­chen. Bewe­gend und fein­füh­lig erzählt. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Eine High­school. Eine Mäd­chen-Hockey­mann­schaft. Und ein gro­ßes Bib­bern kurz am Ende der Feri­en. Denn es fin­det wie­der das jähr­li­che Aus­wahl­trai­ning statt, das fünf Tage dau­ert. Denn nur wer das Trai­ning über­steht und es in den Augen des stren­gen Coa­ches wert ist, kommt ins Team. “Selbst die, die letz­tes Jahr beson­ders geglänzt haben, kön­nen nicht dar­auf wet­ten, es ins Team zu schaf­fen. Selbst die, die geblu­tet haben, um bei der Lan­des­meis­ter­schaft zumin­dest den zwei­ten Platz zu ergat­tern, kön­nen immer noch raus­flie­gen.” (Zitat aus “We are the Wild­cats” S.10) Doch die­se sechs Mäd­chen haben es tat­säch­lich geschafft: Luci, Toch­ter einer Argen­ti­nie­rin, die ein absoluterWeiterlesen!

Antonia Michaelis — Im Schatten des Märchenerzählers

Kasimira21.August 2022

Dass es von dem Best­sel­ler “Der Mär­chen­er­zäh­ler” eine Fort­set­zung geben würde, damit hät­te ich nie­mals gerech­net. Doch hier ist sie: “Im Schat­ten des Mär­chen­er­zäh­lers”, geschrie­ben von der deut­schen Autorin Anto­nia Michae­lis. Dies­mal steht Abels Sohn Eli­as im Mit­tel­punkt der Geschich­te. Er beob­ach­tet sei­ne Mut­ter, wie sie Brie­fe schreibt, an Abels Grab depo­niert und auch wel­che erhält. Lebt sein Vater etwa doch noch? Dann taucht plötz­lich wie­der ein neu­es Mär­chen auf und es gibt den ers­ten Toten… Sprach­ge­wal­tig und geheim­nis­voll — die­ses Buch übt eine gro­ße Fas­zi­na­ti­on aus und zieht sei­ne Leser erneut in einen Bann. Von einer Meis­te­rin des Erzäh­lens. Eine Lie­bes­ge­schich­te, ein Mär­chen, ein Thril­ler und so viel mehr. Bril­lan­te, anspruchs­vol­le Lite­ra­tur für Leser ab 16 Jah­ren und Erwach­se­ne, die bereit sind sich auf außer­ge­wöhn­li­che Geschich­ten einzulassen.

Der 17-jäh­ri­ge Eli­as hat sei­nen Vater Abel nie ken­nen­ge­lernt. “Sein Vater hat­te Mär­chen erzählt. Aber man­che Mär­chen waren zu trau­rig. Er war so alt gewe­sen wie Eli­as jetzt, als er sich das Leben genom­men hat­te. Er hat­te nichts von Eli­as Exis­tenz gewusst.” (Zitat S.15) Mit Abels Schwes­ter Micha, die sei­ne Tan­te ist, ist Eli­as wie mit einer Schwes­ter zusam­men auf­ge­wach­sen. Die bei­den haben sich am Strand ver­ab­re­det, wol­len zusam­men spa­zie­ren gehen. Eli­as, der einen Hund hat, der wie ein Wolf aus­sieht, ist zu früh dran und gerät in einen… Weiterlesen!

Jenny Downham — Ich war der Lärm, ich war die Kälte

Kasimira14.August 2022

Ich war der Lärm, ich war die Käl­te” ist ein Roman der bri­ti­schen Schrift­stel­le­rin Jen­ny Down­ham. Die viel­fach aus­ge­zeich­ne­te Autorin beschäf­tigt sich in ihren Büchern wahr­lich mit kei­nen leich­ten The­men, doch sie ist eine begna­de­te Erzäh­le­rin! In die­sem Werk stellt sie ein jun­ges Mäd­chen in den Mit­tel­punkt, das mit Aggres­sio­nen zu kämp­fen hat, sich aber eigent­lich nur danach sehnt, geliebt zu wer­den. Ein höchst ein­drucks­vol­les Buch, inten­siv, bewe­gend und bril­lant geschrie­ben. Eine Fami­li­en­ge­schich­te, abseits des Main­streams, die man sich defi­ni­tiv nicht ent­ge­hen las­sen soll­te. Eines der bes­ten Bücher, das ich in den letz­ten Jah­ren gele­sen habe! Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne, die man wie­der etwas rich­tig, rich­tig Gutes lesen wollen!

Die 15-jäh­ri­ge Alex­an­dra, genannt Lexi, wird manch­mal wütend. Rich­tig aggres­siv. Dann schreit sie und gibt Din­ge von sich, die ihr hin­ter­her wie­der leid­tun. Dann macht sie Gegen­stän­de kaputt und stößt alle von sich. Seit sie­ben Jah­ren gehö­ren auch John mit sei­nem Sohn Kass, der drei Jah­re älter ist als sie und auf den Lexi heim­lich steht, zu ihrer Fami­lie. Iris ist das gemein­sa­me Kind der bei­den. Genau­so wun­der­schön wie ihre Mut­ter. In grö­ße­rer Gesell­schaft hat Lexi Pro­ble­me. Fühlt sich fehl am Platz, weiß nicht, was sie sagen soll, ohne anzu­ecken oder etwas falsch zu machen. Bei der Ver­lo­bungs­fei­er ihrer Eltern, die im Gar­ten statt­fin­det, soll sie deshalb… Weiterlesen!

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