Die schwedische Autorin Moa Eriksson Sandberg hat mit „Und plötzlich war der Wald so still“ einen Roman über das sensible Alter des Erwachsenwerdens geschrieben. In einem abgeschiedenen Dorf in Schweden, in dem die Idylle jäh durchbrochen wird, als ein Mädchen verschwindet. Authentisch erzählt. Für Jugendliche ab 12 Jahren.
Hanna wohnt mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Dag in einem kleinen 300-Seelendorf in Rydöbruk (Schweden). Mit ihren zwei besten Freundinnen Jonna und Sabina geht sie oft im angrenzenden Wald in einem See schwimmen. Eine neue Familie ist in das Dorf gezogen, sie kommt aus Polen und besonders der eine der beiden Brüder hat es Hanna irgendwie angetan. Janek heißt er und hat schöne blaue Augen. Hanna ist gerade 12 Jahre alt geworden. Mit ihren besten Freundinnen und deren Mütter haben sie Geburtstag gefeiert. Nur Hannas Vater war leider nicht da. Mal wieder. Die Nachricht, dass ein Mädchen verschwunden ist, zieht sich bis zum Geburtstagskaffeetrinken. Linda heißt sie. Sie ist schon etwas älter als Hanna und ihre Freundinnen. Man hat einen zerfetzten Pullover im Wald gefunden. Seit dem fühlt Hanna sich irgendwie seltsam, wenn sie im Wald ist. Als ob sie jemand beobachten würde…
„Und plötzlich war der Wald so still“ hat spannende Elemente, konzentriert sich aber eher auf den in Episoden erzählten Alltag einer Jugendlichen. Treffen mit Freundinnen, gemeinsames Frisieren, Reden über Jungs, Erlebnisse in der Familie prägen Hannas Leben, das sich immer mehr zu verändern scheint. Das kann aufregend und beängstigend zugleich sein. Aber vor allem neu: verliebt zu sein, das erste Mal die Periode zu bekommen, über Selbstbefriedigung reden, eine andere Frisur von der Freundin geschnitten zu bekommen. Moa Eriksson Sandberg blendet hier auch nichts aus, schildert den Alltag ihrer Protagonistin, ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen. Themen sind neben dem Verschwinden des Mädchens auch Freundschaft, die Verunsicherung, die das Erwachsenwerden mit sich bringt und Beziehungsprobleme der Eltern, welche natürlich auch Auswirkungen auf eine Heranwachsende haben. Das Cover finde ich zudem sehr gelungen! (ebenso das schwedische, siehe unten, das vielleicht noch einen Tick besser, wobei die Mädchen doch irgendwie jünger als 12 aussehen, oder?) “Und plötzlich war der Wald so still” wurde übrigens in Schweden für den Barnes Romanpris nominiert.
Du magst schwedische Autoren, die übers Erwachsenwerden berichten? Dann lies doch
mal die Bücher der bekannten Schriftstellerin Katarina von Bredow: „Ich will endlich fliegen, so einfach ist das“ beinhaltet alles, was man übers Erwachsenwerden wissen möchte/muss in Form einer ansprechenden, bewegenden Geschichte. Andere Titel von ihr sind „Kribbeln unter der Haut“ (erste Liebe, Eifersucht), „Er ist der Freund meiner Freundin“ (Dreiecksgeschichte, klasse!), „Ludvig meine Liebe“ (Geschwisterliebe, bewegend!), „Verliebt um drei Ecken“ (Dreiecksgeschichte) und “Zum Glück allein” (Liebeskummer, verliebt in Lehrer). Eine andere schwedische Autorin, die sehr schön erzählt, ist Johanna Lindbäck. Ihr Roman heißt „Gut. Besser. Das Beste auf der Welt.“
Bibliografische Angaben:Verlag: Beltz & Gelberg ISBN: 978-3-407-81179-0 Erscheinungsdatum: 18. August 2014 Einbandart: Broschur Preis: 12,95€ Seitenzahl: 191 Übersetzer: Friederike Buchinger Originaltitel: "Den första flickan skogen möter" (=Das erste Mädchen, dem der Wald begegnet) Originalverlag: Rabén & Sjögren Schwedisches Originalcover:
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Schwedischer Trailer:
Kasimiras Bewertung:
(4,5 von 5 möglichen Punkten)
--------------------------------------------------------------------------------- Schwedisches Cover: Homepage von Rabén & Sjögren


Verlag: Beltz & Gelberg
ISBN: 978-3-407-81179-0
Erscheinungsdatum: 18. August 2014
Einbandart: Broschur
Preis: 12,95€
Seitenzahl: 191
Übersetzer: Friederike Buchinger
Originaltitel: "Den första flickan skogen möter"
(=Das erste Mädchen, dem der Wald begegnet)
Originalverlag: Rabén & Sjögren
Schwedisches Originalcover: