Marah Woolf — GötterFunke: Liebe mich nicht

Marah Woolf - GötterFunke: Liebe mich nicht19.Februar 2017

Göt­ter­Fun­ke: Lie­be mich nicht” ist das ers­te Buch der deut­schen Autorin Marah Woolf, das in einem Ver­lag erscheint. Ina Kör­ner, wie sie eigent­lich heißt, hat vor allem durch ihre “Mond­Licht­Sa­ga” für Auf­merk­sam­keit gesorgt, die sie als Self­pu­blishe­rin eigen­stän­dig im Inter­net ver­trieb und dabei uner­war­te­te Erfol­ge erziel­te. Ihr neu­er Fan­ta­sy­ro­man ist der Start einer Tri­lo­gie. Gro­ße Gefüh­le tref­fen hier­bei auf die fas­zi­nie­ren­de Welt der grie­chi­schen Mytho­lo­gie! Ein schö­ner Schmö­ker, unter­halt­sam und mit­rei­ßend. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Jess ver­bringt ihre Feri­en mit ihrer bes­ten Freun­din Robyn in einem Camp in den Rocky Moun­tains. “Die­ses abge­le­ge­ne Camp war mei­ne Idee gewe­sen. Nor­ma­ler­wei­se bestimm­te Robyn, wohin wir fuh­ren. Aber die­ses Mal nicht, und das, obwohl ihre Eltern das Camp für uns bei­de bezahlt hat­ten. Mei­ne Mom hät­te sich das nie leis­ten könn­ten.” (Zitat aus “Göt­ter­Fun­ke: Lie­be mich nicht” S.32) Hier wird nicht nur sport­li­che Betä­ti­gung ange­bo­ten, son­dern auch Kur­se in Alt­grie­chisch. Jess möch­te unbe­dingt Archäo­lo­gie stu­die­ren. Sie hat es in letz­ter Zeit nicht beson­ders leicht zu Hau­se gehabt: der Vater hat die Fami­lie vor zwei Jah­ren ver­las­sen, die Mut­ter ist zur depres­si­ven Alko­ho­li­ke­rin gewor­den und um ihre klei­ne Schwes­ter muss­te Jess sich auch küm­mern. Die Wochen im Camp sind da eine gelun­ge­ne Abwechs­lung. Auf der Fahrt dort­hin hat sie jedoch einen merk­wür­di­genMarah Woolf - GötterFunke: Liebe mich nichtTraum, der sich unglaub­lich real anfühl­te: sie und Robyn hat­ten einen Auto­un­fall und ein Jun­ge mit sma­ragd­grü­nen Augen ret­te­te ihr das Leben. “Wäh­rend ich mein Bett mach­te, glit­ten mei­ne Gedan­ken zurück zu dem Traum und zu den Hän­den, die mich gehal­ten hat­ten, und zu er Stim­me, die mir mei­ne Angst genom­men hat­te. Schmet­ter­lin­ge tanz­ten in mei­nem Bauch. Das war schon schräg. Robyn hat­te recht. Ich soll­te Spaß haben und mich amü­sie­ren, mit ech­ten Jungs. Trotz­dem scha­de, dass ich mich nicht an das Gesicht des Jun­gen erin­nern konn­te. Bestimmt hat­te er unver­schämt gut aus­ge­se­hen.” (Zitat S.31) Völ­lig über­rascht ist Jess daher, als genau die­ser Jun­ge aus ihrem Traum plötz­lich im Camp leib­haf­tig vor ihr steht. Mit sei­ner Cou­si­ne Athe­ne und sei­nem Cou­sin Apoll ver­bringt Cayden den Som­mer eben­falls dort. Doch Cayden, der aus­sieht wie ein jun­ger Gott, ist der Schwarm aller Mäd­chen im Camp. Selbst Robyn, die mit ihrem Freund Came­ron ange­reist ist, scheint ihm ver­fal­len zu sein. Nur Jess ver­sucht objek­tiv zu blei­ben. Mit einem Jun­gen etwas anzu­fan­gen, steht schließ­lich gar nicht auf ihrem Plan. Aber irgend­et­was zieht sie zu ihm hin. Bis sie Din­ge über Cady­en erfährt, die ihr Welt­bild gehö­rig ins Wan­ken brin­gen…wer ist die­ser geheim­nis­vol­le Jun­ge wirk­lich?

Göt­ter­Fun­ke: Lie­be mich nicht” war­tet mit einem schö­nen Cover auf, das sogleich neu­gie­rig macht. Dass die Autorin sich zu ihren Büchern ein wenig von der “Bis(s)”-Rei­he hat inspi­rie­ren las­sen, merkt man. Ein biss­chen Roman­tik aus “Bis(s)” plus etwas grie­chi­sche Mytho­lo­gie à la “Gött­lich” bwz. “Per­cy Jack­son” — das Kon­zept geht auf. Die Geschich­te ist inter­es­sant und die Ein­schü­be aus der Mytho­lo­gie fas­zi­nie­rend, wenn auch zu Beginn auf­grund der vie­len (frem­den) Details etwas ver­wir­rend und abge­hakt erzählt. Aller­dings lösen sich die Fra­ge­zei­chen dann nach und nach. Vom Auf­bau her hat mich vie­les auch an “Bis(s)” erin­nert. Und auch die Roman­tik kommt nichtMarah Woolf - GötterFunke: Liebe mich nicht zu kurz, wie zum Bei­spiel in: “Hat er dich geküsst?” Ihre Augen fun­kel­ten neu­gie­rig im spär­li­chen Licht der Lam­pe. “Bist du ver­rückt?”, sag­te ich etwas zu laut. Wahr­schein­lich hör­te sie das lei­der her­aus. “Ich wür­de ihn nicht mal küs­sen, wenn er der ein­zi­ge Jun­ge im Camp wäre.” “Gut zu wis­sen”, erklang Caydens Stim­me hin­ter ihnen.” (Zitat S.95) Jedoch war für mich per­sön­lich “Bis(s)” noch ein wenig roman­ti­scher;-) Was “Göt­ter­Fun­ke: Lie­be mich nicht” noch eine beson­de­re Note gibt, sind die Ein­schü­be von Her­mes, dem Göt­ter­bo­ten, der Caydens Han­deln und den Ver­lauf der Wet­te mit Zeus beob­ach­tet, um den ande­ren Göt­tern dar­über zu berich­ten und zeit­wei­len amü­san­te Kom­men­ta­re von sich gibt. Wäh­rend im Buch­de­ckel noch eine Lage­kar­te ver­steckt ist mit den Ört­lich­kei­ten des Camps, fin­det man im Anhang (ich hab das lei­der zu spät ent­deckt) einen Fami­li­en­stamm­baum und Erklä­run­gen zu den ein­zel­nen Göt­tern, was sehr hilf­reich sein kann. Auch hin­sicht­lich des­sen, was Marah Woolf noch hin­zu­er­fun­den hat. Das Ende macht neu­gie­rig auf Teil zwei!

Wenn dir “Got­ter­Fun­ke: Lie­be mich nicht” gefal­len hat, lies unbe­dingt die Fort­set­zung, die im Herbst erscheint: “Göt­ter­Fun­ke: Has­se mich nicht”. Der drit­te Teil “Göt­ter­fun­keLesealternativen: Ver­las­se mich nicht” erscheint dann im Früh­jahr 2018. Wie bereits erwähnt, kannst du neben der “Twi­light”-Saga von Ste­phe­nie Mey­er auch die “Per­cy Jack­son”-Rei­he  von Rick Rior­dan oder die “Gött­lich”-Tri­lo­gie von Jose­phi­ne Ange­li­ni lesen. Ande­re Lese­al­ter­na­ti­ven hin­sicht­lich der grie­chi­schen Mytho­lo­gie sind die Göt­tin”-Rei­he von Apri­l­yn­ne Pike oder die neue Rei­he von Jen­ni­fer Arment­rout, die die­ses Jahr erschei­nen wird: “Göt­ter­leuch­ten”. Oder lies ein paar inter­es­san­te Sach­bü­cher über die grie­chi­sche Mytho­lo­gie, zum Bei­spiel den Klas­si­ker “Sagen des Klas­si­schen Alter­tums” von Gus­tav Schwab (für Jugend­li­che bear­bei­tet, vom Thie­ne­mann Ver­lag) oder Grie­chi­sche Sagen” von Wal­traud Lewin. Auch Rick Rior­dan hat die Sagen für Jugend­li­che spe­zi­ell nach­er­zählt: “Per­cy Jack­son erzählt: Grie­chi­sche Göt­ter­sa­gen” und “Per­cy Jack­son erzählt: Grie­chi­sche Hel­den­sa­gen”.

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Dressler
ISBN: 978-3-7915-0029-4
Erscheinungsdatum: 
Einbandart: Hardcover
Preis: 18,99€ 
Seitenzahl: 464 
Übersetzer: -
Originaltitel: - 
Originalverlag: -
Originalcover: -

Kasimiras Bewertung:

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