Manfred Theisen — Wake up

Manfred Theisen Wake up21.Juni 2013

Der Roman von dem deut­schen Autoren Man­fred Thei­sen namens “Wake up” macht schon durch den Titel deut­lich, was es errei­chen möch­te — die Leser auf­rüt­teln, auf­we­cken. Genau das erreicht der Autor mit dem The­ma Umwelt­schutz und der Fra­ge: was kön­nen wir tun außer nur zu reden? Müs­sen wir nicht eigent­lich han­deln, um unse­re Erde vor dem unauf­halt­ba­ren Ende zu schüt­zen? Und wie weit darf man gehen, um sei­ne Zie­le durch­zu­set­zen? Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Josh, Frie­de­ri­ke, Fil­in­to und Sybil­le wol­len nicht län­ger zuse­hen. Josh, des­sen Vater Poli­ti­ker ist, dis­ku­tiert und redet und hofft eigent­lich nur dar­auf, dass sich viel­leicht etwas ändert. Umwelt­schutz pas­siert nur im Klei­nen, zum Bei­spiel in dem Dorf, in dem Josh, Frie­de­ri­ke und Sybil­le leben: “Die grü­ne Lun­ge” nennt es sich und leben darf hier nur, wer die Umwelt ach­tet. Solar­zel­len, Null-Ener­gie-Häu­ser und Elek­tro­au­tos und eine Wind­kraft­an­la­ge regie­ren das Vier­tel. Fil­in­to, der “außer­halb” wohnt, in einem Ghet­to, kennt so etwas kaum. Und den­noch ist gera­de er davon über­zeugt, dass man nur etwas Dras­ti­sche­res tun kann, um wirk­lich etwas zu ver­än­dern. Fil­in­to legt also kur­zer­hand ein Ampel­sys­tem in der Stadt lahm und lässt ein Rie­sen­rad ste­hen blei­ben. In einem Beken­ner­schrei­ben for­dern die Vier unter dem Namen “Wake up”, dass in Euro­pa sämt­li­che Atom­kraft­wer­ke abge­schal­tet wer­den. Als die Regie­rung die­ser For­de­rung nicht nach­kommt, wagen sie einen wei­te­ren Schritt und bre­chen in das Labor von Joshs Mut­ter ein, die dort einen gefähr­li­chen Virus unter­sucht. Die­sen steh­len Fil­in­to und Frie­de­ri­ke und dro­hen ihn dem Trink­was­ser zuzu­set­zen. Doch wie weit kön­nen sie gehen? Josh, die Haupt­fi­gur des Buches, bekommt all­mäh­lich Angst: Fil­in­to ist schein­bar alles zuzu­trau­en. Schließ­lich hackt er sich sogar in ein Atom­kraft­werk ein und schal­tet dort den Strom aus. Das Gan­ze scheint zu eska­lie­ren … Kön­nen sie Fil­in­to noch auf­hal­ten?

Flott und pfif­fig erzählt, zu Beginn sogar recht humor­voll. Tem­po­reich und span­nend geschrie­ben. Mit einem toll gewähl­ten Cover. Die­ses Buch regt zum Nach­den­ken an. Für Buch­be­spre­chun­gen und als Klas­sen­lek­tü­re bes­tens geeig­net.

LesealternativenEs ist übri­gens inter­es­sant zu beob­ach­ten, wie sich eini­ge Autoren (seit Fuku­shi­ma) dem The­ma Atom­ener­gie wie­der anneh­men. Gud­run Pau­se­wang, die ja schon durch die “Die Wol­ke” (nach Tscher­no­byl) bekannt wur­de, hat ein neu­es Buch geschrie­ben: “Noch lan­ge danach” und auch Wolf­ram Hänel hat mit “Stör­fall in Reak­tor 1″ einen neu­en Roman zu die­sem The­ma ver­öf­fent­licht. Ich bin gespannt, was da noch so kommt… (bezieht sich auf die Hard­co­ver-Aus­ga­be, 2012). Man merkt jedoch, dass das The­ma Umwelt­schutz auch Jugend­li­che zu inter­es­sie­ren beginnt, was der Erfolg des Autoren­du­os Bran­dis & Zimek “Ruf der Tie­fe” zeigt, wel­che die­ses Früh­jahr eben­falls einen wei­te­ren span­nen­den Roman (“Schat­ten des Dschun­gels) her­aus­ge­bracht haben.

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Baumhaus
ISBN: 978-3-8432-1068-3
Erscheinungsdatum: 21.Juni 2013
Einbandart: Taschenbuch
Preis: 6,99€
Seitenzahl: 192
Übersetzer: -
Originaltitel: -
Originalverlag: -
Originalcover: -

Kasimiras Bewertung:

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