Lotte Kinskofer — Spring in den Himmel

Lotte Kinskofer Spring in den Himmel29.Januar 2013

Die deut­sche Auto­rin Lot­te Kin­sko­fer hat mit “Spring in den Him­mel” einen sehr unter­halt­sa­men Roman geschrie­ben, der sich mit Freund­schaft, Ver­trau­en und Mani­pu­la­ti­on aus­ein­an­der­setzt. Psy­cho­lo­gisch dicht erzählt. Für Jugend­li­che ab 14.

Wie ein Wir­bel­wind taucht die quir­li­ge Yoyo in Jami­nas Leben auf. In einer ris­kan­ten Hals-über-Kopf-Akti­on ret­tet sie Jami­na vor dem Zug­kon­trol­leur. Yoyo hat grü­ne Sträh­nen im Haar, sie ist frech, unan­ge­passt, aben­teu­er­lus­tig und liebt es zu pro­vo­zie­ren. Mit ihr wird Jami­nas ein­tö­ni­ges Leben auf ein­mal viel bun­ter und auf­re­gen­der. Jungs begin­nen sich für sie zu inter­es­sie­ren, sie ver­liebt sich das ers­te Mal und sogar fürs Bun­gee­jum­pen kann Yoyo sie begeis­tern. Doch dann stellt Jami­na das Mäd­chen das ers­te Mal ihren Eltern und ihrem klei­nen Bru­der Rafik vor und muss fest­stel­len, dass Yoyo sich auf ein­mal ganz anders ver­hält und den Eltern völ­lig ande­re Din­ge über ihr Leben ver­rät, als sie Jami­na erzählt hat. Über­haupt scheint sich das auf­ge­weck­te Mäd­chen plötz­lich mehr und mehr in ihre Fami­lie zu drän­gen. Alle sind begeis­tert von ihr und für Jami­na scheint nur noch wenig Platz zu sein. Was ist wahr an Yoy­os GeschicLotte Kinskofer Spring in den Himmelhten über ihre Ver­gan­gen­heit? Ist ihr Vater wirk­lich ein berühm­ter Ban­ker, der nie zu Hau­se ist? Ist die Mut­ter tat­säch­lich bei einem Flug­zeug­ab­sturz ums Leben gekom­men und nur sie — Yoyo — hat über­lebt? Jami­na beginnt Nach­for­schun­gen anzu­stel­len. Und das hat unge­ahn­te Fol­gen…

Ein abso­lut packen­der Roman! Selbst als Leser kann man sich nicht sicher sein, was man von Yoyo hal­ten soll. Tage­lang mel­det sie sich nicht bei Jami­na, reagiert auf kei­ne ihrer Nach­rich­ten und Anru­fe. Dann taucht sie plötz­lich wie­der auf und ent­schul­digt sich mit den außer­ge­wöhn­lichs­ten Aus­re­den. “Spring in den Him­mel” ist eine Suche nach der Wahr­heit, eine Rei­se durch Abgrün­de vol­ler Miss­trau­en und Anhö­hen vol­ler Nähe und Ver­traut­heit. Zugleich aber auch ein Pro­zess der Selbst­fin­dung eines jun­gen Mäd­chens, das erst erken­nen muss, wer es im Leben sein will und wen es dabei an sei­ner Sei­te haben möch­te.

LesealternativenDir gefällt die­ses Buch? Zum The­ma Freund­schaft und Mani­pu­la­ti­on kannst du auch noch fol­gen­de Jugend­bü­cher lesen: Unter Freun­den” von Tho­mas Fuchs, Die Beses­se­ne” von S.B. Hayes, Du denkst, du weißt, wer ich bin” von Em Bai­ley, “Spin­nen­fal­le” von Nina Schind­ler oder Böse, böse” von Eliza­beth Woods. Für Jugend­li­che ab 16/Erwachsene wären auch fol­gen­de zwei Titel zu emp­feh­len: Böses Mäd­chen” von Amé­lie Not­homb und Die Wahr­heit über Ali­ce” von Rebec­ca James. Ein sehr pas­sen­der Roman ist auch Love Ali­ce” von Nata­ly Savina (ab 14).

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: dtv
ISBN: 978-3-423-78271-5
Erscheinungsdatum: 1.Februar 2013
Einbandart: Taschenbuch
Preis: 7,95€
Seitenzahl: 336
Übersetzer: -
Originaltitel: -
Originalverlag: -
Originalcover: -

Kasimiras Bewertung:

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