Lola Renn — Drei Songs später

Lola Renn Drei Songs später19.Februar 2013

Drei Songs spä­ter” von der deut­schen Autorin Lola Renn ist ein kurz­wei­li­ger, inter­es­sant geschrie­be­ner Roman über gro­ße Träu­me, Tanz und fami­liä­re Pro­ble­me. Erschie­nen im Bloo­moon Ver­lag, dem neu­en Imprint von arsE­di­ti­on. Für Jugend­li­che ab 12.

Die 15-jäh­ri­ge Zeta möch­te unbe­dingt Tän­ze­rin wer­den! Doch ihre Eltern glau­ben nicht an sie, der cho­le­ri­sche Vater möch­te lie­ber, dass sie ihr Abitur mit Bra­vour meis­tert und die Mut­ter hält ohne­hin meis­tens zu ihrem Mann. Vor allem ihre schlech­te Mathe­ma­tikno­te sorgt bei Zetas Vater regel­mä­ßig für Wut­aus­brü­che. Sie nimmt doch schon Nach­hil­fe! War­um ist sie denn immer noch so schlecht? Doch Mathe will ein­fach nicht in Zetas Kopf hin­ein. Am liebs­ten wäre sie auf ein musi­sches Inter­nat gegan­gen, aber das erlaub­ten ihre Eltern, die bei­de ger­ne in den Alko­hol flüch­ten, nicht. Über­haupt hat sie es zur Zeit sehr schwer zu Hau­se. Wegen jeder Klei­nig­keit ras­tet ihr Vater aus und als sich dann auch noch ihr selt­sa­mes Nasen­blu­ten immer mehr häuft und ihr Vater wegen hoher Arzt­kos­ten das Grau­en kriegt, eska­liert die Situa­ti­on…

Drei Songs spä­ter” umfasst gera­de mal 160 Sei­ten, ist sprach­lich sehr ein­fach zu lesen und ver­ständ­lich geschrie­ben. Teil­wei­se wer­den auch eher jugend­sprach­li­che Aus­drü­cke ver­wen­det. Kür­ze Kapi­tel und Abschnit­te prä­gen das Buch. Zeta wirkt sehr authen­tisch und man kann sich gut in sie und vor allem ihre all­täg­li­chen Pro­ble­me hin­ein­füh­len. Hier­bei wird eine beson­de­re Form von fami­liä­rer Ver­nach­läs­si­gung deut­lich. Das Buch lie­fert jedoch ein für die Haupt­fi­gur zufrie­den­stel­len­des Ende und beinhal­tet auch eine klei­ne Lie­bes­ge­schich­te.

Das Tan­zen, das in “Drei Songs spä­ter” immer wie­der eine Flucht für Zeta aus dem All­tag Lesealternativendar­stellt, spielt in die­sem Roman eher eine Neben­rol­le. Jedoch ist es inter­es­sant zu beob­ach­ten, dass die­ses Jahr vie­le Roma­ne übers Tan­zen spe­zi­ell Ein­zug in die Jugend­li­te­ra­tur hal­ten, wie zum Bei­spiel: Dance of Shadows” von Yele­na Black (Bloo­moon), Tanz zu den Ster­nen” von Sophie Flack (Baum­haus) oder Mör­de­ri­scher Tanz” von Robert L. Sti­ne (Loewe). Und für 10-Jäh­ri­ge: “Will­kom­men bei den Sun­ny Sis­ters” von Sabi­ne Zett. Letz­tes Jahr erschien Ein Traum und zwei Füße” von Sarah Rubin und eine Neu­auf­la­ge des Klas­si­kers Anna” von Jus­tus Pfaue
Inter­es­sie­ren dich Bücher über fami­liä­re Pro­ble­me? Bezüg­lich Alko­hol­pro­ble­men in der Fami­lie kannst du “Mei­ne Freun­din Mia” von Peter Pohl lesen. Ver­nach­läs­si­gung tritt auch in Der Mär­chen­er­zäh­ler” von Anto­nia Michae­lis, Back to blue” von Rusal­ka Reh und “Abge­mel­det” von Bir­git Schlie­per auf.

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Bloomoon
ISBN: 978-3-7607-99131
Erscheinungsdatum: 5.Februar 2013
Einbandart: Hardcover
Preis: 12,99€
Seitenzahl: 160
Übersetzer: -
Originaltitel: -
Originalverlag: -
Originalcover: -

Kasimiras Bewertung:

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