Lauren Strasnick — Heartbreak Letters: 16 Gründe, dich zu hassen

Lauren Strasnick - Heartbreak Letters: 16 Gründe, dich zu hassen5.Mai 2018

Heart­break Let­ters: 16 Grün­de, dich zu has­sen” ist das zwei­te Buch der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Lau­ren Stras­nick, das ins Deut­sche über­setzt wur­de. Eine Geschich­te, die teils in Brie­fen erzählt wird, und die Höhen und Tie­fen einer Bezie­hung nach­er­zählt, geprägt von Herz- und Tren­nungs­schmerz. Unter­halt­sam, aber mit lei­der völ­lig unsym­pa­thi­schen Haupt­fi­gu­ren. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Dan und Nata­lie. Sie haben sich unver­hofft ken­nen­ge­lernt. Und lie­ben gelernt. “…als unse­re Blick sich tra­fen, san­gen in mir die Engel und ich wuss­te sofort, dass ich mich in dich ver­lie­ben wür­de. […] Was an dem Tag zwi­schen uns pas­sier­te, war … eine Offen­ba­rung. Eine Revo­lu­ti­on. Ich spür­te schon beim aller­ers­ten zöger­li­chen Blick, wie unse­re See­le mit ein­an­der ver­schmol­zen, unse­re Kör­per zusam­men­pass­ten, und ich schwö­re dir, Dan, ich hab schon in dem Moment Abschluss­ball­klei­der und Freund­schafts­rin­ge vor mir gese­hen, und unse­re gemein­sa­me Zukunft ent­fal­te­te sich wie ein rie­si­ger Bau­plan vor mei­nem inne­ren Auge.” (Zitat aus “Heart­break Let­ters: 16 Grün­de, dich zu has­sen”). Doch sie sind nun kein Paar mehr. Lauren Strasnick - Heartbreak Letters: 16 Gründe, dich zu hassenWas ist pas­siert? Was ist aus der Bezie­hung der abge­dreh­ten, ver­rück­ten, Stim­mungs­schwan­kun­gen behaf­te­ten Nata­lie, der Künst­le­rin, der Eifer­süch­ti­gen und dem film­be­geis­ter­ten Dan, der sich nie gut genug für Nata­lie fühl­te, gewor­den? Eines Tages fin­det Dan ein Bün­del Brie­fe in sei­nem Zim­mer. Brie­fe von Nata­lie, in denen sie ihre Bezie­hung resü­miert. Brie­fe, die ihn zum Nach­den­ken bewe­gen über sei­ne (Ex-)Freundin, die sein Leben gehö­rig auf Trab brach­te. Doch das Gan­ze steu­ert unwei­ger­lich auf ein hoch­dra­ma­ti­sches, schmerz­haf­tes Fina­le zu, das alles ver­än­dern wird. Für immer..

Das Cover von “Heart­break Let­ters: 16 Grün­de, dich zu has­sen” fand ich sehr gelun­gen (im Gegen­satz zum Eng­li­schen, sie­he unten). Fas­zi­nie­rend, geheim­nis­voll, thea­tra­lisch. Letz­te­res trifft vor allem auf die weib­li­che Prot­ago­nis­tin zu. Nata­lie fand ich von Anfang an lei­der sehr unsym­pa­thisch. Ihren Hang zum Über­schwang, ihre Eifer­sucht, ihre gan­ze Art zu agie­ren. Es ist schwie­rig ein Buch “gut” zu fin­den, das mit einer Haupt­fi­gur auf­war­tet, die man ein­fach nicht in sein Lauren Strasnick - Heartbreak Letters: 16 Gründe, dich zu hassenHerz schlie­ßen kann. Wäh­rend man für Dan zu Beginn noch ein wenig Mit­ge­fühl und Ver­ständ­nis emp­fin­den kann, kom­men auch hier all­mäh­lich immer mehr nega­ti­ve Züge zum Vor­schein. Der Roman wird abwech­selnd erzählt: die Brie­fe von Nata­lie sind in kur­si­ver Schrift gedruckt, danach fol­gen in nor­ma­lem Fließ­text Dans Gedan­ken über den soeben gele­se­nen Brief. Anspre­chend fand ich die dem nach­ste­hen­den Ele­men­te, wie E-Mails, Text­nach­rich­ten oder Zet­tel­bot­schaf­ten von meist ande­ren Per­so­nen, die in Zusam­men­hang mit den Prot­ago­nis­ten ste­hen. Das lockert die Geschich­te etwas auf. Unter­halt­sam war die­se schon auf gewis­se Wei­se, aber wirk­lich mit­rei­ßend lei­der nicht. Am Ende — nach ein wenig Dra­ma­tik — blieb bei mir das Gefühl: okay, was will mir die­se Geschich­te jetzt eigent­lich sagen?

Fazit: Kann ich lei­der nicht wirk­lich wei­ter­emp­feh­len.

Wenn dir “Heart­break Let­ters: 16 Grün­de, dich zu has­sen” gefal­len hat, dann kannst du noch das ande­re Buch von Lau­ren Stras­nick lesen: Anders als sie”. Es the­ma­ti­siert die Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät, han­delt von Lie­be und Ent­täu­schun­gen, Schuld und dem Wert der Freund­schaft. Gefiel mir damals (es erschien vor ca. 6 Jah­ren) sehr gut. Eine der bes­ten Lese­al­ter­na­ti­ven ist jedoch “43 Grün­de, war­um es AUS ist” von Dani­el Hand­ler, wel­ches eben­falls rück­bli­ckend die Geschich­te einer geschei­ter­ten Bezie­hung erzählt. Lie­bes­brie­fe spie­len auch in die­sen Büchern eine ganz beson­de­re Rol­le: “Das tie­fe Blau der Wor­te” von Cath Crow­ley (wun­der­schön und sehr sen­si­bel erzählt!) und “To all the Boys I’ve loved befo­re” von Jen­ny Han (toll!). Ein Roman, der vom Erzähl­sche­ma (einen Text lesen bezie­hungs­wei­se hören und danach die Reak­ti­on der ande­ren Per­son dar­auf) ähn­lich ist, ist “Tote Mäd­chen lügen nicht” von Jay Asher. Im Ori­gi­nal heißt die­ser “13 rea­sons why” und berich­tet von 13 Grün­den, war­um ein Mäd­chen sich letzt­end­lich das Leben genom­men hat.

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Ravensburger
ISBN: 978-3-473-40162-8
Erscheinungsdatum: 4.April 2018
Einbandart: Hardcover
Preis: 15,00€ 
Seitenzahl: 288 
Übersetzer: Yvonne Hergane
Originaltitel: "16 ways to break a heart" 
Originalverlag: Katherine Tegen Books

Amerikanisches Originalcover:
Lauren Strasnick - Heartbreak Letters: 16 Gründe, dich zu hassen











Interessante Fakten über die Autorin (auf Englisch):
 

Kasimiras Bewertung:

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(1,5 von 5 mög­li­chen Punk­ten)

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Amerikanisches Cover: Homepage von Lauren Strasnick

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