Laura Summers — Heartbeat away

Laura Summers "Heartbeat away"10.August 2012

Die bri­ti­sche Autorin Lau­ra Sum­mers hat ein Jugend­buch namens “Heart­beat away” geschrie­ben, das sich mit den The­men Krank­heit, Herz­trans­plan­ta­ti­on und deren phy­si­schen, aber auch psy­chi­schen Fol­gen aus­ein­an­der­setzt. Ein­ge­bun­den in eine klei­ne Lie­bes­ge­schich­te ver­folgt der Leser den Lebens­weg eines jun­gen Mäd­chens, das nach ihrem Spen­der forscht. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Vor zwei Jah­ren hat ein Virus ihr Herz befal­len — jetzt erhält die 14-jäh­ri­ge Becky end­lich ein Spen­der­herz. Doch seit­dem ist alles anders. Sie muss jede Men­ge Tablet­ten schlu­cken, damit ihr Kör­per ihr Herz nicht abstößt. Die­se Medi­ka­men­te schwä­chen jedoch ihr Immun­sys­tem und jede Infek­ti­on könn­te dazu füh­ren, dass ihr Herz ver­sagt. Becky, die frü­her begeis­ter­te Läu­fe­rin war, ver­lässt nun kaum das Haus, aus Angst sich anzu­ste­cken. Ihre Freun­de, die sie zu Thea­ter­stü­cken oder sons­ti­gen Ereig­nis­sen ein­la­den, speist sie mit Not­lü­gen ab. Aber da die Ärz­te mit ihrer gesund­heit­li­chen Ent­wick­lung zufrie­den sind, soll Becky nun auch wie­der zur Schu­le gehen. Doch irgend­wie ist sie dar­über auch ein klein wenig froh, da Schu­le Ablen­kung bedeu­tet. Ablen­kung von den selt­sa­men Bil­dern, die in ihrem Geist urplötz­lich auf­tau­chen. Sie sieht Orte, an denen sie
noch nie gewe­sen ist. Immer wie­der einen Jun­gen, der in ihrem Alter zu sein scheint und sie grim­mig anschaut. Ist er ihr Spen­der gewe­sen? Als Becky eines Tages von einer Arzt­un­ter­su­chung zurück­fährt, kommt sie an einem Park vor­bei, den — obwohl sie noch nie zuvor da gewe­sen ist — sofort wie­der­erkennt. Becky beschließt her­aus­zu­fin­den, wer ihr Spen­der war…

Der Roman ist in rela­tiv kur­zen Kapi­teln erzählt, was den Lese­fluss sehr ver­ein­facht. Jedes Kapi­tel ist mit einer wun­der­schö­nen Zeich­nung ver­se­hen, die auch auf den Titel­bild abge­bil­det ist und Moti­ve zeigt, die in dem Buch eine Rol­le spie­len. Es wer­den auch The­men wie die Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät und Mob­bing ange­spro­chen, da es Mit­schü­ler in Beckys Klas­se gibt, die mit ihrer Trans­plan­ta­ti­on nicht umge­hen kön­nen und sie daher aus­gren­zen und hän­seln. Das Ende lie­fert jedoch schnel­le Lösun­gen auf alle unbe­ant­wor­te­te Fra­gen und ein Hap­py-End gibt es schnör­kel­los mit dazu. LesealternativenEin ganz net­tes Buch.

Eine gute Alter­na­ti­ve zu “Heart­beat away” ist “Das ande­re Herz” von Alf Kje­til Wal­ger­mo. Ein ande­rer Roman, eben­falls von Lau­ra Sum­mers, der mir sehr gut gefal­len hat, ist Das Ende der Lügen”, wel­ches sich mit Gewalt in der Fami­lie aus­ein­an­der­setzt. Das The­ma Organ­spen­de fin­dest du auch in dem span­nen­den Thril­ler “Ver­giss nicht, dass du tot bist” von Ange­la Mohr und auf über­spitz­te Form in der dys­to­pi­schen Rei­he Voll­endet” von Neal Shus­ter­man.

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Ueberreuter
ISBN: 978-3-8000-56958
Erscheinungsdatum: 25.Juli 2012
Einbandart: Hardcover
Preis: 14,95€
Seitenzahl: 240
Übersetzer: Silvia Schröer
Originaltitel: "Heartbeat away"
Originalverlag: Templar Publishing

Englisches Originalcover:
Laura Summers "Heartbeat away"







Kasimiras Bewertung:

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(3,5 von 5 mög­li­chen Punk­ten)

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Englisches Cover: von goodreads.com

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