Gordon Reece — Mucksmäuschentot

Gordon Reece Mucksmäuschentot27.März 2014

Mit “Mucks­mäus­chen­tot” ist von dem bri­ti­schen Autoren Gor­don Reece ist ein packen­der Thril­ler über Mob­bing, Gewalt und deren mög­li­che Fol­gen erschie­nen, der auf jeden Fall zum Nach­den­ken anre­gen wird!  Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Sie nen­nen sich selbst “Mäu­se”: Shel­ley und ihre Mut­ter. Sie leben zurück­ge­zo­gen auf dem Land, Nach­barn kilo­me­ter­weit weg. Am liebs­ten hören sie klas­si­sche Musik und sie lie­ben die Lite­ra­tur. Eben­so wie ihre Mut­ter auf der Arbeit, wur­de Shel­ley lan­ge Zeit in der Schu­le gemobbt. Als drei Mäd­chen sogar ihre Haa­re anzün­de­ten und sie schlim­me Ver­bren­nun­gen im Gesicht erlitt, nahm ihre Mut­ter sie von der Schu­le und Shel­ley bekam seit­dem Unter­richt von zwei Haus­leh­rern. Das rou­ti­nier­te Leben der bei­den fin­det jedoch jäh ein Ende, als ein Ein­bre­cher sie eines Nachts über­rascht und aus­raubt. Er fes­selt sie bei­de an Stüh­le. Shel­ley kann sich jedoch befrei­en. Der Gedulds­fa­den reißt: Als der Ein­bre­cher das Haus ver­lässt, folgt sie ihm mit dem Mes­ser, mit dem er sie zuvor bedroht hat und sticht wütend auf ihn ein. Letz­ten Endes tötet ihn jedoch ihre Mut­ter mit einem Küchen­brett. Doch was nun? Was tun mit einer Lei­che? Es war defi­ni­tiv kei­ne Not­wehr. Sie wür­den ins Gefäng­nis kom­men und dort sicher­lich noch viel schlim­mer gemobbt wer­den, als zuvor. Shel­ley und ihre Mut­ter wis­sen nur eines: das kön­nen sie auf gar kei­nen Fall zu las­sen…

Das bri­san­te, hoch­ak­tu­el­le The­ma Mob­bing wird in “Mucks­mäus­chen­tot” in Rück­blen­den auf­ge­grif­fen, als Shel­ley von ihren Erfah­run­gen in der Schu­le erzählt. Wie Men­schen sich ver­än­dern kön­nen, die selbst phy­si­sche oder psy­chi­sche Gewalt erlit­ten haben, zeigt das Buch auf ein­drucks­vol­le Wei­se. Jedoch soll­te die Aus­sa­ge des Buches, die mit der Ent­wick­lung der Per­so­nen am Ende ein­her­geht, mit Vor­sicht genos­sen wer­den und dürf­te sicher­lich zu eini­gen Dis­kus­sio­nen anre­gen. Daher ist der Thril­ler für höhe­re Klas­sen auch sehr gut als Klas­sen­lek­tü­re geeig­net.

Lesealternativen

Wenn Opfer zu Tätern wer­den, das fin­dest du auch in dem Thril­ler “Denk­zet­tel: Wenn dein Alb­traum Wirk­lich­keit wird” von Daniëlle Bak­huis. Was Mob­bing bei den Opfern anrich­ten kann, das erfährst du äußerst genau in dem Roman “Opfer­land” von Bet­ti­na Obrecht. In “Die Liga der Guten” von Rüdi­ger Bertram hat ein Jun­ge eine ganz ande­re Mög­lich­keit gefun­den, mit Mob­bing umzu­ge­hen. Sehr ein­drucks­voll fand ich auch “Wun­der” von Raquel J. Pala­cio, wel­ches zeigt, das Anders­sein auch heißt beson­ders zu sein!

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Fischer
ISBN: 978-3-596-19114-7
Erscheinungsdatum: 27.März 2014
Einbandart: Taschenbuch
Preis: 9,99€
Seitenzahl: 352
Übersetzer: Susanne Goga-Klinkenberg
Originaltitel: "Mice"
Originalverlag: Penguin

Englisches Originalcover:
Gordon Reece Mucksmäuschentot











Englischer Trailer:
 

Kasimiras Bewertung:

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(3,5 von 5 mög­li­chen Punk­ten)

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Englisches Cover: Homepage von Penguin

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