Vor allem für Jungs

Ursula Poznanski — Die Verratenen

Ursula Poznanski Die Verratenen10. März 2014

Die Ver­ra­te­nen”  von der öster­rei­chi­schen Best­sel­ler­au­torin Ursu­la Pozn­an­ski (“Ere­bos” ‑Gewin­ner des Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­prei­ses 2011) ist nun als Taschen­buch erschie­nen. Der ers­te Teil einer Tri­lo­gie mit dys­to­pi­schen Set­ting. Span­nend und unter­halt­sam. Für Jungs und Mäd­chen glei­cher­ma­ßen. Ab 14 Jah­re und für All-Age-Leser.

Eine Welt in der Zukunft. Die Men­schen leben nun in Sphä­ren: kup­pel­ar­ti­ge, rie­si­ge Kom­ple­xe, in einer hoch­tech­ni­sier­ten Lebens­form. Die­se schüt­zen sie vor der Außen­welt, in der es eisig kalt gewor­den ist. Stän­di­ger Schnee, kaum Son­nen­licht, hef­ti­ge Stür­me und wil­de Tie­re. Den­noch leben Men­schen außer­halb der Sphä­ren: Prims (die Pri­mi­ti­ven) genannt. Und auch die wol­len in die siche­ren Zonen. Kämp­fe, Revol­ten und Über­fäl­le sind an der Tages­ord­nung. Doch noch ist für die Prims kein Platz.
Die jun­ge 18-jäh­ri­ge Ria lebt in Neu-Ber­lin, sie ist eine der beson­ders pri­vi­le­gier­ten Bewoh­ne­rin­nen und besucht dort die Aka­de­mie des Sphä­ren­bun­des. Sie wird dar­in aus­ge­bil­det, Men­schen durch ihre Reden zu über­zeu­gen, um spä­ter zwi­schen den Prims und den Sphä­ren­be­woh­nern ver­mit­teln zu kön­nen. In der “Rei­hung”, einer Auf­lis­tung, die die Stu­den­ten nach Bega­bung und Ehr­geiz ein­teilt, ist Ria auf­grund ihrer Intel­li­genz und ihres Talents in Gesich­tern zu lesen, schon auf Platz 7. Ihr Freund Aurel­jo ist sogar… Weiterlesen!

Yves Grevet — Méto: Das Haus

Yves Grevet Méto Das Haus18.Februar 2014

Der fran­zö­si­sche Autor Yves Gre­vet hat mit “Méto: Das Haus” einen fas­zi­nie­ren­den Roman her­aus­ge­bracht, der wie ein Kam­mer­spiel wirkt und den Leser sofort in sei­nen Bann zie­hen wird. Die­ses Buch ist der ers­te Teil einer drei­tei­li­ge Rei­he, die in Frank­reich auf Anhieb ein Best­sel­ler wur­de —  zu Recht! Jetzt neu als Taschen­buch für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren.

Sie leben in einem Haus. 64 Jun­gen. Ein­ge­sperrt. Bewacht. Sie wis­sen nicht, woher sie kom­men. Sie haben kei­ne Erin­ne­rung an frü­her. Eltern — Vater, Mut­ter, die­se Begrif­fe ken­nen sie nicht. Sie wer­den von Men­schen bewacht, die sich Cäsar 1, Cäsar 2, Cäsar 3 usw nen­nen. Sie haben Schul­un­ter­richt, üben sich in unter­schied­li­chen Sport­ar­ten und leben nach äußerst stren­gen Regeln. Wer gegen die­se Regeln ver­stößt,… Weiterlesen!

Rüdiger Bertram — Die Liga der Guten

Rüdiger Bertram Die Liga der Guten31.August 2013

Der deut­sche Autor Rüdi­ger Bert­ram hat mit “Die Liga der Guten” ein rich­tig tol­les Jugend­buch geschrie­ben. Über Mob­bing, Mut und dem Auf­ruf, sich für das Gute zu ent­schei­den. Doch was ist gut und was ist böse? Eine schnell ent­ste­hen­de Grup­pen­dy­na­mik treibt die­se ethi­sche Aus­ein­an­der­set­zung rasch an ihre Gren­zen. Ein spek­ta­ku­lä­res, span­nungs­rei­ches Buch, das es sich in jedem Fal­le zu lesen lohnt! Eine Mischung aus “Die Wel­le” und “Nichts: Was im Leben wich­tig ist”. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Jan, Andy und Mats sind befreun­det. Aller­dings nicht aus ech­tem Inter­es­se anein­an­der, son­dern des­we­gen, weil mit ihnen sonst kei­ner befreun­det sein will. An ihrer Schu­le sind sie täg­li­chem Mob­bing und gewal­tä­ti­gen Angrif­fen aus­ge­lie­fert. Bis Jan der Kra­gen platzt und er nach einer Ohr­fei­ge auf eine Bank steigt und eine eupho­ri­sche Rede hält: dass jeder sich für das Gute ent­schei­den müs­se, gegen das Böse und dass er ab sofort kei­ner­lei Kom­pro­mis­se mehr ein­ge­hen wer­de. Die Rede beein­druckt. Plötz­lich sehen die Mit­schü­ler Jan mit ganz ande­ren Augen. Auch als er sein Han­dy weg­schmeißt,… Weiterlesen!

Brigitte Glaser — 8 Tage im Juni

Brigitte Glaser 8 Tage im Juni31.Juli 2013

Sozi­al­dra­ma meets Love­sto­ry — so könn­te man das Jugend­buch “8 Tage im Juni” von der deut­schen Autorin Bri­git­te Gla­ser umschrei­ben. Eine Geschich­te zwei­er völ­lig unter­schied­li­cher Wel­ten, die auf­ein­an­der­pral­len und den­noch in der Lie­be eine Gemein­sam­keit fin­den. Ein Buch mit viel Lokal­ko­lo­rit: es spielt in Köln! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren.

Jen­ny hat es nicht leicht. Die 14-Jäh­ri­ge lebt in armen Ver­hält­nis­sen in der “roten Burg”, einem Abstei­ger­haus in Köln. Ihre Mut­ter traut sich auf­grund Panik­at­ta­cken kam mehr aus dem Haus und Jen­ny muss sich nicht nur um ihren klei­nen Bru­der, son­dern meist auch um den Haus­halt küm­mern. Geld für die anste­hen­de Klas­sen­fahrt ist auch nicht da. Jeden Tag war­tet sie auf die Zuzah­lung vom Job­cen­ter. Lovis hin­ge­gen lebt in ver­mö­gen­den Ver­hält­nis­sen in einem rei­che­ren Köl­ner Stadt­teil. Als er eines Abends von drei Schlä­ger­ty­pen zuerst ver­prü­gelt und dann vor die Bahn gestos­sen wird, tref­fen Jen­ny und Lovis das ers­te Mal auf­ein­an­der: sie ret­tet ihn vor dem her­an­fah­ren­den Zug gera­de noch recht­zei­tig zurück auf den Bahn­steig. Aber Jen­ny, die einen der Schlä­ger als ihren alten Sand­kas­ten­freund wie­der­erkannt hat, flüch­tet… Weiterlesen!

Celia Rees — Auch dein Tod ändert nichts

Celia Rees Auch dein Tod ändert nichts10.Juli 2013

Die bri­ti­sche Autorin Celia Rees, die vor allem durch ihre his­to­ri­schen Bücher (“Hexen­kind”, “Sovay”) bekannt gewor­den ist, hat nun einen Roman mit poli­ti­schem Hin­ter­grund geschrie­ben — kein Wun­der sie hat neben Geschich­te, schließ­lich auch Poli­tik stu­diert! In ihrem neu­en Roman “Auch dein Tod ändert nichts” greift sie The­men auf wie Trau­ma­ta jun­ger Afgha­ni­stan­sol­da­ten und revo­lu­tio­nä­re Vor­ha­ben ähn­li­cher der RAF (Rote Armee Frak­ti­on), ein­ge­bun­den in die Geschich­te einer Lie­be über drei Ecken. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren. Und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die jun­ge Caro wickelt zwei Brü­der um ihren Fin­ger. Der eine — ein trau­ma­ti­sier­ter Afgha­ni­stan­sol­dat namens Rob, der durch sein ver­letz­tes Bein nun kriegs­un­fä­hig gewor­den ist und mit die­sem Schick­sal gar nicht zurecht kommt. Der ande­re — Jamie, sein jün­ge­rer Bru­der, der ein gutes Herz hat und sich wahr­haf­tig in Caro ver­liebt hat. Erst lang­sam kommt Jamie dahin­ter, dass… Weiterlesen!

Morton Rhue — Über uns Stille

Morton Rhue Über uns Stille1.Juli 2013

Der bekann­te ame­ri­ka­ni­sche Autor Mor­ton Rhue setzt sich nun in sei­nem neu­en Roman “Über uns Stil­le” auf äußerst beklem­men­de Wei­se mit den mög­li­chen Fol­gen eines ato­ma­ren Anschlags aus­ein­an­der. Für inter­es­sier­te Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 13 Jah­ren. Sehr gut geeig­net auch als Schul­lek­tü­re!

Der Roman spielt im Jah­re 1962 und spielt mit der Fra­ge Was wäre, wenn? Was wäre, wenn die Kuba­kri­se eska­liert wäre und es tat­säch­lich zu einem ato­ma­ren Angriff auf die USA gekom­men wäre? In Mor­ton Rhue’s neus­tem Buch ist dies nun tat­säch­lich gesche­hen. Geschil­dert wird die­ses furcht­ba­ren Erleb­nis aus der Sicht des jun­gen Scott. Des­sen Vater hat vor­sorg­lich einen Bun­ker auf sein Grund­stück bau­en las­sen, in den nun die gesam­te Fami­lie geflüch­tet ist. Doch auch die Nach­barn fürch­ten um ihr Leben und ver­su­chen sich — ehe Scotts Vater die Türe schlie­ßen kann — in den unter­ir­di­schen Bun­ker zu drän­gen. Eini­ge schaf­fen es noch, dann wird die Klap­pe geschlos­sen. Bei dem Abstieg in den Kel­ler über eine Spros­sen­lei­ter stürzt Scotts Mut­ter jedoch, die sei­nen jün­ge­ren Bru­der Spar­ky auf dem Arm trägt. Edward, genannt Spar­ky, pas­siert nichts. Sei­ne Mut­ter aller­dings trägt eine rie­si­ge Platz­wun­de am Hin­ter­kopf davon und bleibt bewusst­los. Es gibt Eta­gen­bet­ten für sie dort unten, war­me Decken zum Zude­cken. Ein Strah­len­mess­ge­rät und einen Ers­te-Hil­fe-Kof­fer. Das Wich­tigs­te jedoch, das sich eigent­lich nun in dem gro­ßen Tank befin­den soll­te, fehlt: Was­ser. Doch wie sol­len sie ohne etwas zu trin­ken über­le­ben? Und die Nah­rungs­mit­tel sind eigent­lich nur … Weiterlesen!

Manfred Theisen — Wake up

Manfred Theisen Wake up21.Juni 2013

Der Roman von dem deut­schen Autoren Man­fred Thei­sen namens “Wake up” macht schon durch den Titel deut­lich, was es errei­chen möch­te — die Leser auf­rüt­teln, auf­we­cken. Genau das erreicht der Autor mit dem The­ma Umwelt­schutz und der Fra­ge: was kön­nen wir tun außer nur zu reden? Müs­sen wir nicht eigent­lich han­deln, um unse­re Erde vor dem unauf­halt­ba­ren Ende zu schüt­zen? Und wie weit darf man gehen, um sei­ne Zie­le durch­zu­set­zen? Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Josh, Frie­de­ri­ke, Fil­in­to und Sybil­le wol­len nicht län­ger zuse­hen. Josh, des­sen Vater Poli­ti­ker ist, dis­ku­tiert und redet und hofft eigent­lich nur dar­auf, dass sich viel­leicht etwas ändert. Umwelt­schutz pas­siert nur im Klei­nen, zum Bei­spiel in dem Dorf, in dem Josh, Frie­de­ri­ke und Sybil­le leben: “Die grü­ne Lun­ge” nennt es sich und leben darf hier nur, wer die Umwelt ach­tet. Solar­zel­len, Null-Ener­gie-Häu­ser und Elek­tro­au­tos und eine Wind­kraft­an­la­ge regie­ren das Vier­tel. Fil­in­to, der “außer­halb” wohnt, in einem Ghet­to, kennt so etwas kaum. Und den­noch ist gera­de er davon über­zeugt, dass man nur etwas Dras­ti­sche­res tun kann, um wirk­lich etwas zu ver­än­dern. Fil­in­to legt also kur­zer­hand ein Ampel­sys­tem in der Stadt lahm und lässt ein Rie­sen­rad ste­hen blei­ben. In einem Beken­ner­schrei­ben for­dern die Vier unter dem Namen “Wake up”, dass in Euro­pa Weiterlesen!

Ali Lewis — Es wird schon nicht das Ende der Welt sein

Ali Lewis Es wird schon nicht das Ende der Welt sein27.Februar 2013

Die bri­ti­sche Autorin Ali Lewis Roman “Es wird schon nicht das Ende der Welt sein” ent­führt sei­ne Leser in die aus­tra­li­sche Wüs­te auf eine Rin­der­farm. Eine ange­nehm erzähl­te Fami­li­en­ge­schich­te über die Höhen und Tie­fen — vor allem die Tie­fen — ihres All­tags, über Ver­än­de­run­gen, dem Umgang mit Schick­sals­schlä­gen und dem Wie­der­zu­ein­an­der­fin­den, an dem eine eng­li­sche Back­pa­cke­rin nicht ganz unschul­dig ist. Eine herz­er­wär­men­de Geschich­te! Für Jungs und Mäd­chen ab 12 Jah­ren. Aber auch für Erwach­se­ne.

Die Fami­lie des 13-jäh­ri­gen Dan­nys lebt in der Tana­mi Wüs­te, Aus­tra­li­en. Zwei­hun­dert Mei­len von Ali­ce Springs ent­fernt. In der Ein­öde. Die nächs­ten Städ­te sind mei­len­weit ent­fernt. Sie betrei­ben eine gro­ße Rin­der­farm mit sech­zehn­hun­dert Qua­drat­mei­len Wüs­ten­land. Sie — das sind Dan­nys Eltern, sei­ne klei­ne sie­ben­jäh­ri­ge Schwes­ter Emi­ly und sei­ne 14-jäh­ri­ge Schwes­ter Sis­sy, die seit kur­zem über­ra­schen­der­wei­se schwan­ger ist, aber nie­man­dem ver­ra­ten will,… Weiterlesen!

Sarah Crossan — Breathe: Gefangen unter Glas

Sarah Crossan Breathe: Gefangen unter Glas23.Februar 2013

Die bri­ti­sche Autorin Sarah Crossan hat mit “Brea­the: Gefan­gen unter Glas” einen dys­to­pi­scher Roman über das Pri­vi­leg atmen zu kön­nen, über Lie­be und Freund­schaft und den Mut zur Rebel­li­on. Eine Span­nungs­ge­schich­te, die buch­stäb­lich atem­los macht. Der ers­te Teil einer Duo­lo­gie, jetzt neu als Taschen­buch! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und All-Age-Leser.

Eine Welt in der Zukunft. Nach dem soge­nann­ten “Switchleben die Men­schen nur noch unter Glas­kup­peln. Sie haben ihre Umwelt immer mehr zer­stört, so dass der Sauer­stoff­ge­halt der Atmo­sphä­re so nied­rig gewor­den ist, dass die Men­schen dort nicht mehr leben kön­nen. In die­ser Welt ist alles anders. Der Sauer­stoff wird künst­lich erzeugt und es ist ein Pri­vi­leg atmen zu kön­nen. Eine Zwei-Klas­sen­ge­sell­schaft ist ent­stan­den. Die Pre­mi­ums und die Seconds. Die Rei­chen und die Armen. Sport­ar­ten aus­üben, das kön­nen sich nur noch die Pre­mi­ums leis­ten, indem sie extra Sauer­stoff­fla­schen kau­fen. Jede Woh­nung ist luft­dicht abge­schlos­sen. Wer zu viel Luft ver­braucht, muss eine Sauer­stoff­nach­zah­lung leis­ten. Es gibt sogar Geschwin­dig­keits­mes­ser… Weiterlesen!

Susanne Gerdom — Das Haus am Abgrund

Susanne Gerdom Das Haus am Abgrund16.Februar 2013

Eine schau­er­li­che Gru­sel­ge­schich­te ver­birgt sich hin­ter dem schön düs­te­ren Cover des Titels “Das Haus am Abgrund” von der deut­schen Autorin Susan­ne Ger­dom. Ein Thril­ler mit außer­ge­wöhn­li­chen Cha­rak­te­ren und einem unheil­vol­len Grau­en, das lang­sam um sich greift. Packend erzählt. Für Jugend­li­che ab 14 und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Der 16-jäh­ri­ge Adri­an hat in Corn­wall bis­her immer nur sei­nen Urlaub ver­bracht, doch nun zie­hen sein Vater, von Beruf Schrift­stel­ler, und des­sen Lebens­ge­fähr­te Jona­than, Lite­ra­tur­pro­fes­sor, fest in das klei­ne Städt­chen St. Irais in eben jenes Cot­ta­ge, das ihnen seit­her nur als Feri­en­do­mi­zil dien­te. Adri­an hat einen Tumor in sei­nem Kopf und wird nicht mehr lan­ge leben. Durch die Krank­heit muss er zeit­wei­se mit Hal­lu­zi­na­tio­nen zurecht­kom­men, die sich in der Form von drei Geis­ter­we­sen äußern und es sich zur Gewohn­heit machen ihn zu besu­chen und mit ihm zu spre­chen: zwei gute und ein böser Geist. Seit er in St. Irais wohnt, hat sich jedoch noch ein wei­te­rer Geist hin­zu­ge­sellt: ein alter Herr mit hoch­ge­sto­che­ner Sprech­wei­se, der ihn ein­dring­lich warnt wei­ter über das alte, ver­las­se­ne Her­ren­hausWeiterlesen!