Cornelia Franz — Scheinland

11.März 2026

“Schein­land” ist ein Roman der deut­schen Autorin Cor­ne­lia Franz, die einen jun­gen Mann in den Mit­tel­punkt stellt, der sein Abitur mit Best­no­ten abge­schlos­sen hat, aber noch nicht wirk­lich weiß, was er mit sei­nem Leben anfan­gen soll. Dani­el eckt oft an, ist unan­ge­passt und anders. Doch dann lernt er den Öko­bau­ern Stef­fen ken­nen, der einen eige­nen Hof hat, auf dem er mög­lichst selbst­ver­sor­gend leben will. Mit Stef­fen kann Dani­el auch über kon­tro­ver­se The­men dis­ku­tie­ren. Aber dann macht Stef­fen immer wie­der merk­wür­di­ge Bemer­kun­gen. Und war­um besitzt er meh­re­re Waf­fen, obwohl er nicht jagen geht? Schließ­lich stellt sich her­aus: Stef­fen ist ein Nazi und plant schein­bar etwas Gro­ßes. Was soll Dani­el jetzt tun…? Ein sehr ein­dring­lich erzähl­ter Roman über wich­ti­ge The­men: Rechts­extre­mis­mus und poli­ti­sche Radi­ka­lie­rung, aber auch Zivil­cou­ra­ge und Ver­ant­wor­tung. Sehr flüs­sig geschrie­ben, am Ende fast wie ein Thril­ler. Ide­al als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Dani­el ist ein Nerd. Das fin­det zumin­dest sei­ne klei­ne Schwes­ter. “Rich­tig nett konn­te es manch­mal mit Dani­el sein. Aber eigent­lich war er ihr ein Rät­sel, weil er so ein Nerd war. Mathe- und Phy­sik­ge­nie, Abi mit eins Kom­ma null, kaum Freun­de, kei­ne Dates, jeden­falls soweit sie wuss­te. Immer mach­te er irgend­wie sein eige­nes Ding.” (Zitat aus “Schein­land” S.9) Er hat schon immer sei­nen eige­nen Kopf gehabt, hin­ter­fragt vie­les und schwimmt gegen den Strom. Nun hat er

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Danny Wattin — Davids Dilemma: Eine unglückliche Verkettung nicht ganz so weiser Entscheidungen

18.Februar 2024

“Davids Dilem­ma: Eine unglück­li­che Ver­ket­tung nicht ganz so wei­ser Ent­schei­dun­gen” ist ein Romen des schwe­di­schen Autor Dan­ny Wat­tin. Er, der selbst Jude ist, stellt einen jüdi­schen Jun­gen in den Mit­tel­punkt, der in Schwe­den lebt und sei­ne Reli­gi­on bis­her immer geheim­ge­hal­ten hat, um nicht anzu­ecken, sich aber eines Tages ver­plap­pert und damit eine Ket­te an Ereig­nis­sen in Gang setzt, die er selbst bald nicht mehr kon­trol­lie­ren kann. Denn auf ein­mal ist er beliebt gewor­den und sogar die hüb­sche Maja scheint sich für ihn zu inter­es­sie­ren. Doch nicht alle sind ihm wohl­ge­son­nen und auch ein paar Neo­na­zis und mob­ben­de Mit­schü­ler haben ihn bald auf dem Kicker. Und weil David unbe­dingt dazu­ge­hö­ren möch­te und nie­man­den vor den Kopf sto­ßen möch­te, ver­strickt er sich bald in immer mehr Lügen und Halb­wahr­hei­ten… Ein skur­ri­ler, schwarz­hu­mo­ri­ger Roman, der sich mit erns­ten The­men wie Anti­se­mi­tis­mus, Rechts­extre­mis­mus, Mob­bing und der Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät aus­ein­an­der­setzt, an man­chen Stel­len herr­lich komisch ist, aber auch viel Stoff zum Nach­den­ken und für Dis­kus­sio­nen bie­tet. Ide­al als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Schwe­den. David ist ein Träu­mer. Er träumt von Mäd­chen, mit denen er zusam­men sein könn­te, hat aber lei­der kei­ne Freun­din. “Da mei­ner Ver­wandt­schaft die übli­chen Gren­zen der Scham unbe­kannt sind, wer­de ich zu Hau­se oft über mein Lie­bes­le­ben aus­ge­fragt. Und wenn sich her­aus­stellt, dass es nicht exis­tiert, dann sehen mich alle für gewöhn­lich mit­lei­dig an, als ob mit mir irgend­was ernst­haft nicht stimmt.” (Zitat aus “Davids Dilem­ma” S.12). Sei­ne Oma rät ihm, Arzt zu wer­den. Dann wür­den die Mäd­chen Schlan­ge bei ihm ste­hen. Aber dazu muss er erst ein­mal die Schu­le über­ste­hen. Dort ist er ein Außen­sei­ter. Hat nur einen ein­zi­gen Freund namens Micke, der eben­so am Ran­de der Gesell­schaft steht und zudem noch gemobbt wird. David ist Jude. Sei­ne Fami­lie stammt ursprüng­lich aus

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Adriana Popescu — Wie ein Schatten im Sommer

Kasimira27.Oktober 2021

“Wie ein Schat­ten im Som­mer” ist der neu­es­te Roman der deut­schen Autorin Adria­na Popes­cu. Eine Geschich­te, die in länd­li­cher Idyl­le spielt — Freund­schaft und Lie­be in den Mit­tel­punkt setzt, aber vor allem das The­ma Frem­den­feind­lich­keit behan­delt, das sei­ne dunk­len Schat­ten wirft. Ein Buch, das locker-leicht beginnt, dann aber mit viel Ernst­haf­tig­keit auf­war­tet und zum Nach­den­ken anregt. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Vio und ihre Eltern, die aus Rumä­ni­en kom­men, sind umge­zo­gen. Von der Groß­stadt auf das Land in das klei­ne süd­deut­sche Wald­dorf, das gera­de mal 3331 Ein­woh­ner hat. Vio hat­te ein paar Pro­ble­me in Mün­chen und die Pacht ihrer Eltern für deren Restau­rant lief aus und wur­de nicht mehr ver­län­gert, also haben sie dies für einen Neu­an­fang genutzt: “All die Jugend­li­chen, die hier sorg­los in der Son­ne lie­gen, haben kei­ne Ahnung, was pas­siert ist. Sie sehen mich nicht so an, sie machen kei­ne gehäs­si­gen Bemer­kun­gen und sie tuscheln nicht dar­über hin­ter mei­nem Rücken. Viel­leicht ist das hier wirk­lich eine neue Chan­ce und nicht nur ein enges Dorf.” (Zitat aus “Wie ein Schat­ten im Som­mer” S.47) Und tat­säch­lich wird Vio

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Andreas Götz — Wir sind die Wahrheit

Kasimira27.Februar 2020

Der deut­sche Autor Andre­as Götz hat mit “Wir sind die Wahr­heit” einen neu­en gesell­schafts­po­li­ti­schen Roman geschrie­ben, der sich mit Rechts­extre­mis­mus, Gewalt und Radi­ka­li­sie­rung aus­ein­an­der­setzt. Mit­ten­drin ein Mäd­chen, deren Bru­der nach einer Schlä­ge­rei im Koma liegt und einer rech­ten Grup­pie­rung ver­fal­len zu sein scheint. Auf der Suche nach der Wahr­heit gerät sie selbst in den Bann des Anfüh­rers. Ein wich­ti­ges und mit­rei­ßen­des Buch. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Das Abitur hat Leah hin­ter sich gebracht. Möch­te nun nach Ber­lin zie­hen. Doch jetzt ist ihr Zwil­lings­bru­der Noah bru­tal zusam­men­ge­schla­gen wor­den und liegt im Koma. Immer wie­der hat er sich für Flücht­lin­ge enga­giert. Nun scheint er von Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund, mit denen er zuvor auch noch gespro­chen hat, so schwer ver­letzt wor­den zu sein, dass man nicht weiß, wann und ob er wie­der auf­wa­chen wird. “Er spürt kei­nen Schmerz, ver­si­chern uns die Ärz­te und Pfle­ger wie­der und wie­der, und so fried­lich, wie er daliegt, glau­be ich ihnen das auch. Dafür spü­re ich den Schmerz.” (Zitat aus “Wir sind die Wahr­heit” S.9) Für Leah sind Besu­che im Kran­ken­haus bei­na­he unmög­lich. Sie kann ihren Bruder

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Martin Schäuble — Endland

Kasimira31.Januar 2019

Der deut­sche Poli­tik­wis­sen­schaft­ler und Jour­na­list Mar­tin Schäub­le hat mit “End­land” eine Geschich­te von höchs­ter Bri­sanz geschrie­ben. Ein dys­to­pi­scher Roman über Rechts­extre­mis­mus, Radi­ka­li­sie­rung, Flücht­lings­po­li­tik und einem fik­ti­ven Deutsch­land, in dem eine rechts­po­pu­lis­ti­sche Par­tei an die Macht gekom­men ist. Dra­ma­tisch, hoch­ak­tu­ell und sehr span­nend umge­setzt. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und vor allem für Erwachsene.

Ein Deutsch­land der Zukunft: Eine rechts­na­tio­na­le Par­tei hat das Land seit eini­ger Zeit fest im Griff und so wie vie­le ande­re Staa­ten hohe Grenz­mau­ern errich­tet: “Über der acht Meter hohen Beton­wand ver­läuft Sta­chel­draht. Drei­fach. Da passt nicht mal mehr eine Hand durch.” (Zitat aus “End­land” S.32). Hier patrouil­liert Anton mit sei­nem bes­ten Freund Noah, die bei­de ihren Wehr­dienst ableis­ten. “Wir ken­nen uns schon ewig, haben zusam­men Abi gemacht. Spä­ter will Noah Mark Zucker­berg beer­ben und außer­dem ein neu­es Goog­le erfin­den. Er ist eher so der beschei­de­ne Typ. Ich bin kein Nerd. Ich will was mit Men­schen machen, nicht mit Cyborgs. Viel­leicht ver­län­ge­re ich auch erst mal bei der Armee, bis mir was gutes ein­fällt.” (Zitat S.35) Die Armee wur­de ver­grö­ßert, die Auf­rüs­tung ist in vol­len Zügen und auch ein neu­es Bünd­nis mit Russland

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Patricia Schröder — Fanatisch

Patricia Schröder - Fanatisch18.Februar 2018

“Fana­tisch” ist das neu­es­te Buch von der deut­schen Autorin Patri­cia Schrö­der. Ein Thril­ler über eine Ent­füh­rung, unbe­kann­te Fana­ti­ker und ein Mäd­chen, das ver­sucht all dem auf den Grund zu gehen — ein rasan­ter Wett­lauf gegen die Zeit. Bewe­gend und unter­halt­sam. Mit klei­nen Schwä­chen. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 17-jäh­ri­ge Nara, deren Eltern aus dem Iran stam­men, ist Mus­li­min. Doch sie wur­de in Deutsch­land gebo­ren und auch wenn ihre Fami­lie kein Schwei­ne­fleisch isst und kei­nen Alko­hol trinkt, sind sie doch eher west­lich ori­en­tiert. Den Gebets­raum im Kel­ler hat Nara seit eini­gen Jah­ren schon nicht mehr betre­ten und wird von ihren Eltern auch nicht dazu ange­hal­ten, es zu tun. Momen­tan steht Naras Leben sowie­so ziem­lich auf dem Kopf. Sie schwärmt für einen Jun­gen, namens Tobi­as, von dem ihre bes­te Freun­din Char­lot­te aller­dings nicht viel hält. “Ich fin­de, du soll­test ihn dir aus dem Kopf schla­gen und dich end­lich auf Jamie ein­las­sen”, riet sie mir. “No! No! No! No! No!” Ich schüt­tel­te hef­tig den Kopf. “Ver­giss es! Jamie ist mein bes­ter Kum­pel.” “Ja. Und er steht auf dich.” “Das ist kom­plet­ter Unsinn”, wider­sprach ich halb­her­zig, denn im Grun­de wuss­te ich es bes­ser.” (Zitat aus “Fana­tisch” S.16ff) Char­lot­te hält Tobi­as für einen Freak und hat üble Gerüchte

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