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Veronika Rotfuß — Mücke im März

Veronika Rotfuß Mücke im März9.März 2012

Mit einem wun­der­schön design­ten Schutz­um­schlag ist Vero­ni­ka Rofuß’ Jugend­buch “Mücke im März” jetzt erschie­nen. Ein Roman, der sich mit dem The­ma Alz­hei­mer beschäf­tigt und die Geschich­te einer ers­ten Lie­be schil­dert. Geeig­net ist das Buch der deut­schen Auto­rin für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren, die bereit sind sich auch mal mit einem etwas erns­te­ren The­ma aus­ein­an­der­zu­set­zen und mal ein Buch lesen wol­len, in dem nicht immer alles nur “Hei­le Welt” ist.

Die 15-jäh­ri­ge Mücke hat sich das ers­te Mal so rich­tig ver­liebt. In Yurik, den Jun­gen mit den zwei unter­schied­lich lan­gen Bei­nen, der sogar sei­ne Pom­mes mit ihr teilt und ein­fach etwas ganz Beson­de­res für sie ist. Doch Mücke kennt auch ein ande­res Leben außer ers­ter Lie­be und Nach­mit­ta­gen mit ihrer bes­ten Freun­din Nora auf den Dächern der Stadt: ein Leben zu Hau­se mit ihrer Fami­lie. Denn Mückes Mut­ter lei­det an Alz­hei­mer. Sie ist erst 47, aber aus­ge­rech­net sie gehört zu dem gerin­gen Pro­zent­satz an Men­schen, die es auch in jün­ge­ren Jah­ren tref­fen kann. Der All­tag ist für Mücke und ihren klei­nen Bru­der Jan nicht leicht. Ihre Mut­ter erkennt sie manch­mal nicht. Jetzt hat sie Jan sogar ange­grif­fen. Längst küm­mert sich eine Pfle­ge­kraft … Weiterlesen!

Peter Pohl — Meine Freundin Mia

Peter Pohl Meine Freundin Mia8.März 2012

Mei­ne Freun­din Mia” von dem schwe­di­schen Schrift­stel­ler Peter Pohl ist nicht nur die Geschich­te einer Freund­schaft, son­dern auch eine Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Alko­ho­lis­mus in der Fami­lie. Bewe­gend geschrie­ben. Geeig­net für Kin­der ab 10 Jah­ren, die auch bereit sind, sich mit ein wenig erns­te­ren The­men zu befas­sen und für Erwach­se­ne.

Der Roman spielt in Schwe­den. Laut einer Sta­tis­tik leben 20% aller Kin­der in einer Fami­lie, in der ent­we­der ein Eltern­teil oder bei­de ein Alko­hol­pro­blem haben. Auch die 11-jäh­ri­ge Lena, die Haupt­fi­gur des Buches, hat eine Mut­ter, die Alko­ho­li­ke­rin ist. Sie muss stets vor­sich­tig sein, in wel­chem Zustand sich ihre Mut­ter momen­tan befin­det. Da kann es zum Bei­spiel auch ein paar Schlä­ge geben, wenn sie ver­gisst die Haus­tü­re abzu­schlie­ßen. Um ihren fünf­jäh­ri­gen Bru­der Ola muss sich Lena meis­tens küm­mern und ihn zur Vor­schu­le brin­gen. Dass sie dann meis­tens selbst zu spät zur Schu­le kommt, ist lei­der häu­fig der Fall. Lügen, um bei­spiels­wei­se die Vor­schul­leh­re­rin zu beru­hi­gen, kom­men ihr mitt­ler­wei­le ganz leicht über die Lip­pen. Lenas bes­te Freun­din Mia weiß nichts von den Pro­ble­men, mit denen Lena tag­täg­lich zu kämp­fen hat. Mia ist immer so gut drauf und erzählt so lus­ti­ge Geschich­ten über ihre vie­len Geschwis­ter. Doch dann… Weiterlesen!

Holly Cupala — Erzähl mir ein Geheimnis

Holly Cupala - Erzähl mir ein Geheimnis7.März 2012

Mit “Erzähl mir ein Geheim­nis” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Hol­ly Cup­a­la ist ein Roman erschie­nen, der sich mit den The­men Freund­schaft, Ver­trau­en, Ver­rat, Ver­lust eines gelieb­ten Men­schen und einer uner­war­te­ten Schwan­ger­schaft aus­ein­an­der­setzt. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Vor eini­ger Zeit ist Miran­das Schwes­ter Xan­dra gestor­ben. Sie war fünf Jah­re älter als Miran­da (die jetzt 17 ist) und schon immer auf­müp­fig und rebel­lisch. Miran­da hat ihre Schwes­ter bewun­dert und woll­te so sein wie sie. Das war das Geheim­nis, das sie Xan­dra ver­ra­ten hat. Im Gegen­zug dazu woll­te ihre Schwes­ter ihr auch etwas ver­ra­ten, doch das hat sie nie getan und dann ist sie gestor­ben. Was genau pas­siert ist, das erfährt der Leser zunächst nicht. Der Roman bleibt geheim­nis­voll. Es gibt Andeu­tun­gen und vie­le Rück­blen­den, die sich auch um Miran­das Freund Kam­ran und ihre neue bes­te Freun­din Del­a­ney dre­hen. Und auch Miran­da selbst ver­birgt vor ihren Freun­den ein Geheim­nis: sie ver­mu­tet von Kam­ran schwan­ger zu sein. Als sie end­lich Gewiss­heit hat und das Unfass­ba­re Wirk­lich­keit wird… Weiterlesen!

Patricia Mennen — Du gehörst mir allein

Patricia Mennen Du gehörst mir allein

9.Februar 2012

Du gehörst mir allein” der deut­schen Auto­rin Patri­cia Men­nen ist ein ergrei­fen­der Roman, der sich span­nend wie ein Thril­ler liest und das neben einer ver­bo­te­nen Lie­be zu einem Leh­rer das The­ma Stal­king in dem Mit­tel­punkt rückt. Sehr zu emp­feh­len für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren.

Es fängt zunächst alles ganz harm­los an: ein jun­ges Mäd­chen namens Caro­lin, die das Thea­ter­spie­len über alles liebt, ver­liebt sich in ihren Leh­rer: Patrick, Lehr­amts­prak­ti­kant, der neu­er­dings die Thea­ter-AG über­nimmt. Der Leser erfährt wie sich die Bezie­hung zwi­schen ihnen lang­sam ent­wi­ckelt und sie bald zusam­men sind. DOCH DANN wech­selt die Per­spek­ti­ve. Und es wird aus Patricks Sicht und der ihrer bes­ten Freun­din erzählt. Sinah, die den Lügen ihrer Freun­din lang­sam auf die Schli­che kommt. Und Patrick, der neu­er­dings von einer Unbe­kann­ten mit roten Rosen über­schüt­tet wird, mit E-Mail-Bot­schaf­ten und heim­li­chen Besu­chen in sei­ner Woh­nung. Patrick fühlt sich stets unter Beob­ach­tung und ist völ­lig über­for­dert mit der Situa­ti­on. Zumal er mit einer Schü­le­rin wirk­lich eine Bezie­hung ein­geht, die aber NICHT Caro­lin ist. Doch Caro­lin, die auch das über Patrick her­aus­fin­det, ist jedes Mit­tel recht um… Weiterlesen!

Julie Anne Peters — By the time you read this, I’ll be dead

Julie Anne Peters By the time you read this, I'll be dead24.Januar 2012

Der Roman “By the time you read this, I’ll be dead” der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Julie Anne Peters ist in der Rei­he “21st cen­tu­ry thrill” erschie­nen und erschre­ckend rea­lis­tisch erzählt. Es setzt sich mit den lei­der immer noch sehr aktu­el­len, hoch­bri­san­ten The­men Sui­zid und Mob­bing aus­ein­an­der. Alters­emp­feh­lung: ab 14/15Jahre (je nach Rei­fe des Lesers) und für inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Schon mit 10 Jah­ren war die etwas über­ge­wich­ti­ge Dae­lyn davon über­zeugt: sie muss sich umbrin­gen. Zahl­rei­che Sui­zid­ver­su­che spä­ter (an die­ser Stel­le beginnt das Buch) wird sie, die mitt­ler­wei­le 15 ist, von ihren Eltern auf Schritt und Tritt über­wacht und muss sich Ver­trau­en erst wie­der erar­bei­ten. Spre­chen kann sie nicht mehr, bei einem ihrer letz­ten Ver­su­che (die Dae­lyn nur als “Ver­sa­gen” bezeich­net) hat sie ihre Stimm­bän­der ver­letzt. Geän­dert hat sich nichts an ihrem Wunsch zu ster­ben. Mit äußerst sar­kas­ti­schem, mit dem Leben bereits abge­schlos­se­nen Blick auf die Din­ge erlebt man das jun­ge Mäd­chen, wie es in Rück­blen­den von ihrer Ver­gan­gen­heit erzählt (sie wur­de bereits seit dem Kin­der­gar­ten auf­grund ihres Aus­se­hen gemobbt) und dabei ist, ihren dies­mal letz­ten Sui­zid­ver­such zu pla­nen. Hier­zu mel­det sie sich Weiterlesen!

Lisa Schroeder — In Liebe, Brooklyn

Lisa Schroeder In Liebe, Brooklyn20.Januar 2012

In Lie­be, Brook­lyn” der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Lisa Schro­eder ist eine Geschich­te über einen Ver­lust und des­sen Aus­wir­kun­gen. Das Buch ist optisch gese­hen mit dem klei­nen For­mat ein rich­ti­ger Hin­gu­cker. Es passt her­vor­ra­gend in jede Hand­ta­sche und hat mich sofort an die eben­falls sehr schön gestal­te­ten Son­der­aus­ga­ben des Fischer-Ver­lags erin­nert. Emp­feh­len wür­de ich die­ses rund­her­um gelun­ge­nes Buch jun­ge Erwach­se­nen und Jugend­li­chen ab 12 Jah­ren.

Brook­lyn und Nico besit­zen lei­der eine sehr unschö­ne Gemein­sam­keit. Sie haben bei­de einen gelieb­ten Men­schen ver­lo­ren: Luc­ca, der bei einem Auto­un­fall ums Leben gekom­men ist. Für Nico war er der Bru­der. Und für Brook­lyn die gro­ße Lie­be. Nun ein Jahr spä­ter bringt sich Luc­cas bes­ter Freund Gabe um. Er war am Steu­ers des Unfall­wa­gens geses­sen und hat­te über­lebt. Brook­lyn, die auch mit Gabe befreun­det war, trifft dies tief. Auch kann sie noch immer nicht mit dem Ver­lust von Luc­ca nicht umge­hen. Sie schreibt ihm täg­lich Brie­fe, die sie nie abschickt. Doch jetzt bekommt sie auch noch Alb­träu­me, in denen… Weiterlesen!

Lucy Christopher — Isla Schwanenmädchen

Lucy Christopher Isla Schwanenmädchen29.November 2011

Die bri­tisch-aus­tra­li­sche Auto­rin Lucy Chris­to­pher hat mit „Isla Schwa­nen­mäd­chen“ eine wun­der­schö­ne Vater-Toch­ter-Geschich­te geschrie­ben. Ein Buch über die Magie des Flie­gens, über die Freund­schaft zu einem ganz beson­de­ren Schwan, über und einen Vater, der wie­der gesund wird! Nomi­niert wur­de der Roman auch für den Waterstone’s Pri­ze. Und gewann 2010 den Bran­ford Boa­se Award. Ab 10 Jah­ren zu emp­feh­len, aber auch für Jugend­li­che und Erwach­se­ne.

Isla und ihr Vater lie­ben es jedes Jahr, wenn es kalt wird, die Schwä­ne zu beob­ach­ten. Doch die­se Jahr ist etwas anders: der Schwarm fliegt ver­se­hent­lich in neu errich­te­te Strom­lei­tun­gen hin­ein. Ein paar der Vögel ster­ben und einer scheint den Weg zu sei­ner Sip­pe nicht mehr zurück­zu­fin­den. Ihn trifft Isla am See des Kran­ken­hau­ses wie­der, in das ihr Vater nach einem Zusam­men­bruch ein­ge­lie­fert wird. Ihr Vater hat Pro­ble­me mit sei­nem Herz. Der ein­sa­me Schwan hat Pro­ble­me mit dem Flie­gen. Isla, die ver­sucht mit der Krank­heit ihres Vaters, der Angst und Sor­ge um ihn fer­tig­zu­wer­den, kommt auf die Idee… Weiterlesen!