Ideal für eine Buchvorstellung/ als Klassenlektüre

Die­se Bücher eig­nen sich pri­ma für eine Buch­vor­stel­lung oder als Klas­sen­lek­tü­re. Hier fin­dest du inter­es­san­te The­men und span­nen­de, unter­halt­sa­me Titel, die auch gut zu lesen sind! Inhalt­lich gese­hen mit jeder Men­ge Stoff, um dar­über zu spre­chen oder damit zu arbei­ten. Viel Spaß bei der Aus­wahl!

Marit Kaldhol — Allein unter Schildkröten

Marit Kaldhol Allein unter Schildkröten3.Mai 2012

Allein unter Schild­krö­ten” von der nor­we­gi­schen Auto­rin Marit Kald­hol befasst sich mit dem The­ma Sui­zid und erzählt die sehr ergrei­fen­de Geschich­te eines Jun­gen, der sich das Leben nimmt. Sei­ne Schil­de­run­gen sind im ers­ten Teil des Buches allein in Tage­buch­auf­zeich­nun­gen zu erle­ben. Der Roman wur­de 2013 für den Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis von der Jugend­ju­ry nomi­niert. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Mikke steht kurz vor dem Abitur. Er hat eine Freun­din, die Siri heißt. Er betreut einen behin­der­ten Jun­gen namens Sver­re. Er hat noch ande­re Freun­de. Doch er fühlt sich ein­sam. Trotz allem. Zu sei­nem Vater hat er kein gutes Ver­hält­nis. Er liebt Bio­lo­gie. Über Tie­re und die Natur weiß er alles. Beson­ders die Mee­res­schild­krö­ten haben es ihm ange­tan. Doch da ist die­se Dun­kel­heit in ihm, die­se merk­wür­di­gen Gefüh­le, die er tag­täg­lich meist zu spä­ter Stun­de in sein Tage­buch notiert. Es sind meist kur­ze Abschnit­te, die ohne dem Leser die Hin­ter­grün­de erklä­ren zu wol­len, von sei­nem Leben erzäh­len. Oft berich­tet er über Din­ge, die er über man­che Tie­re, im Beson­de­ren die Mee­res­schild­krö­ten her­aus­ge­fun­den hat. Man puz­zelt sein Leben, sei­ne Umstän­de all­mäh­lich zusam­men. Und plötz­lich hat er kei­ne Lust mehr zu schrei­ben. Das Tage­buch… Weiterlesen!

Bjarne Reuter — Das dunkle Lied des Todes

Bjarne Reuter Das dunkle Lied des Todes25.April 2012

Das dunk­le Lied des Todes” des däni­schen Autors Bjar­ne Reu­ter, der für sei­ne Bücher so gut wie alle wich­ti­gen Lite­ra­tur­prei­se sei­nes Lan­des erhielt, hat einen Roman geschrie­ben, der auch als Psy­cho­thril­ler gel­ten könn­te. Eine Geschich­te, die auf einer mys­te­riö­sen, wah­ren Bege­ben­heit beruht und für ein wenig Gru­sel­spaß bei sei­nen Lesern sor­gen wird! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Eine Klas­sen­fahrt führt eine Grup­pe von hoch­be­gab­ten Musik­schü­lern in ein altes Haus am Meer. Die Leh­re­rin Eva ist bereits einen Tag zuvor ange­reist, um für ihre Schü­ler alles vor­zu­be­rei­ten und trifft auf ein Haus, in dem sie sich zwar auf Anhieb wohl­fühlt, das aber etwas unheim­lich zu sein scheint. Auch den elf Schü­lern, die am nächs­ten Tag mit einer zwei­ten Auf­sichts­per­son anrei­sen, fällt das auf. Das gan­ze Haus knarrt selt­sam, wie ein altes Schiff. Ein Kugel­schrei­ber auf dem Boden rollt abwech­selnd nach rechts und links. Im Kel­ler gibt es ein selt­sa­mes, gro­ßes Becken mit schwar­zem Was­ser, das von Zeit zu Zeit merk­wür­dig blub­bert. Von der Ver­wal­te­rin des Hau­ses erfährt Eva, dass zwei Brü­der Weiterlesen!

Veronika Rotfuß — Mücke im März

Veronika Rotfuß Mücke im März9.März 2012

Mit einem wun­der­schön design­ten Schutz­um­schlag ist Vero­ni­ka Rofuß’ Jugend­buch “Mücke im März” jetzt erschie­nen. Ein Roman, der sich mit dem The­ma Alz­hei­mer beschäf­tigt und die Geschich­te einer ers­ten Lie­be schil­dert. Geeig­net ist das Buch der deut­schen Auto­rin für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren, die bereit sind sich auch mal mit einem etwas erns­te­ren The­ma aus­ein­an­der­zu­set­zen und mal ein Buch lesen wol­len, in dem nicht immer alles nur “Hei­le Welt” ist.

Die 15-jäh­ri­ge Mücke hat sich das ers­te Mal so rich­tig ver­liebt. In Yurik, den Jun­gen mit den zwei unter­schied­lich lan­gen Bei­nen, der sogar sei­ne Pom­mes mit ihr teilt und ein­fach etwas ganz Beson­de­res für sie ist. Doch Mücke kennt auch ein ande­res Leben außer ers­ter Lie­be und Nach­mit­ta­gen mit ihrer bes­ten Freun­din Nora auf den Dächern der Stadt: ein Leben zu Hau­se mit ihrer Fami­lie. Denn Mückes Mut­ter lei­det an Alz­hei­mer. Sie ist erst 47, aber aus­ge­rech­net sie gehört zu dem gerin­gen Pro­zent­satz an Men­schen, die es auch in jün­ge­ren Jah­ren tref­fen kann. Der All­tag ist für Mücke und ihren klei­nen Bru­der Jan nicht leicht. Ihre Mut­ter erkennt sie manch­mal nicht. Jetzt hat sie Jan sogar ange­grif­fen. Längst küm­mert sich eine Pfle­ge­kraft … Weiterlesen!

Peter Pohl — Meine Freundin Mia

Peter Pohl Meine Freundin Mia8.März 2012

Mei­ne Freun­din Mia” von dem schwe­di­schen Schrift­stel­ler Peter Pohl ist nicht nur die Geschich­te einer Freund­schaft, son­dern auch eine Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Alko­ho­lis­mus in der Fami­lie. Bewe­gend geschrie­ben. Geeig­net für Kin­der ab 10 Jah­ren, die auch bereit sind, sich mit ein wenig erns­te­ren The­men zu befas­sen und für Erwach­se­ne.

Der Roman spielt in Schwe­den. Laut einer Sta­tis­tik leben 20% aller Kin­der in einer Fami­lie, in der ent­we­der ein Eltern­teil oder bei­de ein Alko­hol­pro­blem haben. Auch die 11-jäh­ri­ge Lena, die Haupt­fi­gur des Buches, hat eine Mut­ter, die Alko­ho­li­ke­rin ist. Sie muss stets vor­sich­tig sein, in wel­chem Zustand sich ihre Mut­ter momen­tan befin­det. Da kann es zum Bei­spiel auch ein paar Schlä­ge geben, wenn sie ver­gisst die Haus­tü­re abzu­schlie­ßen. Um ihren fünf­jäh­ri­gen Bru­der Ola muss sich Lena meis­tens küm­mern und ihn zur Vor­schu­le brin­gen. Dass sie dann meis­tens selbst zu spät zur Schu­le kommt, ist lei­der häu­fig der Fall. Lügen, um bei­spiels­wei­se die Vor­schul­leh­re­rin zu beru­hi­gen, kom­men ihr mitt­ler­wei­le ganz leicht über die Lip­pen. Lenas bes­te Freun­din Mia weiß nichts von den Pro­ble­men, mit denen Lena tag­täg­lich zu kämp­fen hat. Mia ist immer so gut drauf und erzählt so lus­ti­ge Geschich­ten über ihre vie­len Geschwis­ter. Doch dann… Weiterlesen!

Gudrun Pausewang — Noch lange danach

Gudrun Pausewang Noch lange danach5.März 2012

Die deut­sche Auto­rin Gud­run Pau­sewang hat nach ihrem Best­sel­ler “Die Wol­ke” ein neu­es Buch geschrie­ben, das sich mit dem The­ma Atom­ener­gie und des­sen Gefah­ren aus­ein­an­der­setzt. “Noch lan­ge danach” heißt der Titel und ist aus einer ganz beson­de­ren Sicht­wei­se geschrie­ben. Bewe­gend. Zum Nach­den­ken anre­gend! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Der Roman spielt in der Zukunft. 2020 gab es in Deutsch­land einen Reak­tor­un­fall und gro­ße Tei­le des Lan­des wur­den kom­plett ver­strahlt. Jetzt, 41 Jah­re spä­ter, berich­tet die 16-jäh­ri­ge Vida dar­über, was das Unglück alles ver­än­dert hat. Sie führt dabei eine Grup­pe chi­le­ni­scher Tou­ris­ten durch ihre Schu­le, die sich über die Kata­stro­phe infor­mie­ren möch­ten. Mit kla­ren Wor­ten und einer Scho­nungs­lo­sig­keit, die den Leser betrof­fen macht, erzählt sie von ihrem All­tag: Deutsch­land ist zu einem der ärms­ten Län­der der Welt gewor­den. Viel Men­schen sind an der Strah­len­krank­heit erkrankt und gestor­ben, auch die Gene­ra­tio­nen danach lei­den unter gesund­heit­li­chen Fol­gen und in der Schu­le, in die Vida geht, wer­den die Klas­sen immer klei­ner. Bil­der der Toten wer­den in der Schu­le an den Wän­den auf­ge­hängt. Die Klas­sen­zim­mer müs­sen die Schü­ler selbst rei­ni­gen. Das Mit­tag­essen besteht zur Hälf­te aus Spen­den und wird ehren­amt­lich ver­teilt. Für alles ande­re, auch für die Reno­vie­rung der Löcher im Dach, durch die bereits Was­ser hin­ein­tropft, ist kein Geld mehr. Auch die Müll­ab­fuhr gibt es nicht mehr. Müll wird ohne­hin kaum… Weiterlesen!

Stephan Sigg — Die 7 Todsünden

Stephan Sigg Die 7 Todsünden8.Februar 2012

Das neue Buch des Schwei­zer Auto­ren und Theo­lo­gen Ste­phan Sigg greift ein inter­es­san­tes The­ma auf: “Die 7 Tod­sün­den”. Schon allein das Cover ist einen Hin­gu­cker wert und lässt hof­fent­lich vie­le Leser danach grei­fen, denn auch inhalt­lich ist das Buch wie­der mehr als unter­halt­sam, anre­gend und lädt ein zu vie­len Dis­kus­sio­nen. Ab 12 Jah­ren und für Erwach­se­ne.

Das Buch ver­sam­melt sie­ben Kurz­ge­schich­ten, in denen Jugend­li­che die Haupt­rol­le spie­len. Mit­ten aus dem Leben gegrif­fen, bezieht sich jede der Geschich­ten auf eine der Tod­sün­den: Stolz, Neid, Völ­le­rei, Lust, Zorn, Neid, und Faul­heit. Jedoch — und das ist gera­de das Tol­le an dem Buch — ver­rät die Über­schrift nicht, wel­che Geschich­te sich auf wel­che Tod­sün­de bezieht. Der Leser ist selbst dazu ange­hal­ten mit zu raten. Eine “Auf­lö­sung” gibt es am Ende des Buches. Dazu aus­führ­li­che­re Erklä­run­gen zu jeder Geschich­te. Eben­falls wird der Ent­ste­hung der sie­ben Tod­sün­den auf den Grund gegan­gen (sie stam­men näm­lich nicht aus der Bibel… Weiterlesen!

Julie Anne Peters — By the time you read this, I’ll be dead

Julie Anne Peters By the time you read this, I'll be dead24.Januar 2012

Der Roman “By the time you read this, I’ll be dead” der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Julie Anne Peters ist in der Rei­he “21st cen­tu­ry thrill” erschie­nen und erschre­ckend rea­lis­tisch erzählt. Es setzt sich mit den lei­der immer noch sehr aktu­el­len, hoch­bri­san­ten The­men Sui­zid und Mob­bing aus­ein­an­der. Alters­emp­feh­lung: ab 14/15Jahre (je nach Rei­fe des Lesers) und für inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Schon mit 10 Jah­ren war die etwas über­ge­wich­ti­ge Dae­lyn davon über­zeugt: sie muss sich umbrin­gen. Zahl­rei­che Sui­zid­ver­su­che spä­ter (an die­ser Stel­le beginnt das Buch) wird sie, die mitt­ler­wei­le 15 ist, von ihren Eltern auf Schritt und Tritt über­wacht und muss sich Ver­trau­en erst wie­der erar­bei­ten. Spre­chen kann sie nicht mehr, bei einem ihrer letz­ten Ver­su­che (die Dae­lyn nur als “Ver­sa­gen” bezeich­net) hat sie ihre Stimm­bän­der ver­letzt. Geän­dert hat sich nichts an ihrem Wunsch zu ster­ben. Mit äußerst sar­kas­ti­schem, mit dem Leben bereits abge­schlos­se­nen Blick auf die Din­ge erlebt man das jun­ge Mäd­chen, wie es in Rück­blen­den von ihrer Ver­gan­gen­heit erzählt (sie wur­de bereits seit dem Kin­der­gar­ten auf­grund ihres Aus­se­hen gemobbt) und dabei ist, ihren dies­mal letz­ten Sui­zid­ver­such zu pla­nen. Hier­zu mel­det sie sich Weiterlesen!

Lucy Christopher — Isla Schwanenmädchen

Lucy Christopher Isla Schwanenmädchen29.November 2011

Die bri­tisch-aus­tra­li­sche Auto­rin Lucy Chris­to­pher hat mit „Isla Schwa­nen­mäd­chen“ eine wun­der­schö­ne Vater-Toch­ter-Geschich­te geschrie­ben. Ein Buch über die Magie des Flie­gens, über die Freund­schaft zu einem ganz beson­de­ren Schwan, über und einen Vater, der wie­der gesund wird! Nomi­niert wur­de der Roman auch für den Waterstone’s Pri­ze. Und gewann 2010 den Bran­ford Boa­se Award. Ab 10 Jah­ren zu emp­feh­len, aber auch für Jugend­li­che und Erwach­se­ne.

Isla und ihr Vater lie­ben es jedes Jahr, wenn es kalt wird, die Schwä­ne zu beob­ach­ten. Doch die­se Jahr ist etwas anders: der Schwarm fliegt ver­se­hent­lich in neu errich­te­te Strom­lei­tun­gen hin­ein. Ein paar der Vögel ster­ben und einer scheint den Weg zu sei­ner Sip­pe nicht mehr zurück­zu­fin­den. Ihn trifft Isla am See des Kran­ken­hau­ses wie­der, in das ihr Vater nach einem Zusam­men­bruch ein­ge­lie­fert wird. Ihr Vater hat Pro­ble­me mit sei­nem Herz. Der ein­sa­me Schwan hat Pro­ble­me mit dem Flie­gen. Isla, die ver­sucht mit der Krank­heit ihres Vaters, der Angst und Sor­ge um ihn fer­tig­zu­wer­den, kommt auf die Idee… Weiterlesen!