Gewalt

Stefan Gemmel & Uwe Zissener — Befreiungsschlag

Stefan Gemmel & Uwe Zissener - Befreiungsschlag13.Feburar 2017

Für sei­nen aktu­el­len Roman “Befrei­ungs­schlag” hat sich der deut­sche Autor und Bun­des­ver­dienst­kreuz­trä­ger (für lite­ra­ri­sche Nach­wuchs­för­de­rung) Ste­fan Gemmel den Diplom­so­zi­al­ar­bei­ter und Anti-Gewalt-Trai­ner Uwe Zis­sener mit ins Boot geholt und ein Buch über ein wich­ti­ges The­ma geschrie­ben: Jugend­ge­walt und der Man­gel an Empa­thie. Ver­bun­den mit einem Anti-Gewalt-Trai­ning, das die letz­te Chan­ce für einen Jun­gen vor dem Gefäng­nis ist. Äußerst flott und inter­es­sant erzählt. Ein tol­les Buch für Jungs! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Der 17-jäh­ri­ge Maik hat Mist gebaut. Mal wie­der. Zu vie­le Prü­ge­lei­en, zu vie­le Fehl­zei­ten bei sei­ner Berufs­för­de­rungs­maß­nah­me, kei­ne Lust auf irgend­et­was, am liebs­ten mit sei­nen Freun­den abhän­gen, das kenn­zeich­net sein Leben. Doch nach sei­ner letz­ten Prü­ge­lei, die etwas eska­liert ist, fin­det er sich nun vor Gericht wie­der: “Aus den Augen­win­keln her­aus erkann­te Maik, wie sein Ver­tei­di­ger neben ihm zusam­men­zuck­te. Er selbst stand völ­lig unge­rührt an sei­nem Platz. Die Wor­te der Rich­te­rin zogen an ihm vor­bei. So wie frü­her die immer wie­der­keh­ren­den Sprü­che sei­ner Leh­rer oder heu­te die Päd­ago­gen in der sinn­lo­sen Berufs­för­de­rungs­maß­nah­me und natür­lich auch die sei­ner Mut­ter und sei­nes Groß­va­ters.” (Zitat S.6) Das Urteil der Rich­te­rin: er bekommt … Weiterlesen!

Rainbow Rowell — Eleanor & Park

Rainbow Rowell Eleanor und Park12.Dezember 2016

Ein rich­tig tol­les Buch hat die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Rain­bow Rowell geschrie­ben: “Elea­nor & Park”. Aus­ge­zeich­net mit dem Bos­ton Glo­be Horn Book Award und dem Printz Award. Die Geschich­te einer Annä­he­rung, die so behut­sam und berüh­rend erzählt wird wie man es sel­ten in der Jugend­li­te­ra­tur erlebt! Ein äußerst loh­nens­wer­ter Roman. Neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Elea­nor ist 16. Sie hat rote, locki­ge Haa­re und ein paar Pfun­de zu viel auf den Rip­pen. Ein Jahr lang hat sie bei einer frem­den Fami­lie gelebt. Jetzt ist sie wie­der zurück­ge­kehrt. In der Schu­le wird sie von ande­ren Mäd­chen geär­gert. Im Schul­bus weiß sie gar nicht, wo sie sich hin­set­zen soll. Eine fes­te Ord­nung, die jeden Tag die glei­che ist. Ein lee­rer Platz, auf den sie sich nicht set­zen darf, weil ande­re Schü­ler behaup­ten, der gehö­re einem ande­ren. Der Bus­fah­rer, der meckert, dass sie sich end­lich set­zen soll. Und so ist es schließ­lich Park — der manch­mal auch auf­pas­sen muss, dass er nicht in die Schuss­li­nie gerät — der sie anfährt, sich neben ihn zu set­zen. Eine hal­be Stun­de fah­ren sie also jeden Tag zusam­men, neben­ein­an­der sit­zend, hin zur Schu­le und eine hal­be Stun­de wie­der zurück. Sie spre­chen nicht mit­ein­an­der. Und doch bemerkt Park bald, dass Elea­nor sei­ne Comics mit­liest. Eines Tages wagt er es… Weiterlesen!

Christina Stein — Wonderland

Christina Stein - Wonderland11.Dezember 2016

Die deut­sche Auto­rin Chris­ti­na Stein hat einen Thril­ler geschrie­ben, der es in sich hat: “Won­der­land”. Eine Geschich­te, die eine Grup­pe jun­ger Erwach­se­ner an ihre Gren­zen treibt und Haupt­fi­gu­ren eines Spiels wer­den lässt, das mit dem Tod enden kann. Ein Rea­li­ty­ga­me der beson­de­ren Art: “Big Bro­ther” meets “Dschun­gel­camp” meets Ste­phen King. Ner­ven­kit­zel und Hor­ror pur — nichts für Zart­be­sai­te­te. Aber mit atem­lo­ser Span­nung. Ein wirk­lich gelun­ge­nes Buch, die­se Auto­rin muss man sich mer­ken! Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Die 20-jäh­ri­ge Eli­sa­beth ist schwer herz­krank. Wie lan­ge sie noch leben wird, man weiß es nicht. Um sie aus ihrer Trau­er und Lethar­gie zu befrei­en, haben ihre Freun­din­nen Ame­lie und Nel­li  sie über­re­det auf Welt­rei­se zu gehen. Mit einem Around-the-World-Ticket im Gepäck sind sie momen­tan in Thai­land gelan­det und bereits in Beglei­tung von zwei neu­en Bekannt­schaf­ten, die Ame­lie und Nel­li unter­wegs auf­ge­ga­belt haben: Ben und Colin. In einem Hotel ler­nen die Fünf Jacob ken­nen, der sie auf eine Pri­vat­par­ty in die Vil­la sei­nes Onkels ein­lädt. Eine Traum­lo­ca­ti­on direkt am Meer. Ein wah­res “Won­der­land”: “Es ist ein Ort, den man nur ein­mal im Leben betritt. In den man hin­ein­fällt wie Ali­ce ins Wun­der­land, aus Ver­se­hen und unver­mit­telt, auf die­se selt­sa­me und wun­der­sa­me Art und Wei­se.” (Zitat S.5) Doch die Idyl­le trügt, denn sie sind die ein­zi­gen Gäs­te und wer­den gegen Ende der Par­ty alle plötz­lich ohn­mäch­tig, weil jemand etwas in ihre Drinks geschüt­tet hat. Als sie erwa­chen erwar­tet sie … Weiterlesen!

Philip Kerr — Winterpferde

Philip Kerr Winterpferde23.November 2016

Der bri­ti­sche Autor Phi­lip Kerr hat ein neu­es Jugend­buch geschrie­ben: “Win­ter­pfer­de”. Eine Mischung aus Aben­teu­er­buch, his­to­ri­schem Kriegs­ro­man und der Geschich­te einer ganz beson­de­ren Freund­schaft. Außer­ge­wöhn­lich, span­nend und sehr ergrei­fend zu lesen. Lese­tipp!! Jetzt als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

1941. Die jun­ge Kalin­ka lebt seit eini­ger Zeit ver­steckt in dem Natur­re­ser­vat Aska­nia-Nowa, in der Süd­ukrai­ne. Sie ist Jüdin und jetzt ganz allein. Ihre gesam­te Fami­lie wur­de von der SS erschos­sen. Anschluss hat sie an eine Her­de von Wild­pfer­den gefun­den. Die soge­nann­ten Prze­wal­ski-Pfer­de, eine sehr sel­te­ne Art. “Die Tie­re waren unge­wöhn­lich klug und besa­ßen eine bei­na­he kind­li­che Ver­spielt­heit, die sie noch nie bei Pfer­den gese­hen hat­te. Und viel­leicht erkann­ten sie — da sie selbst Aus­ge­sto­ße­ne waren — etwas Ähn­li­ches in Kalin­ka; zumin­dest stell­te sie sich das so vor.” (Zitat aus “Win­ter­pfer­de” S.21). Nachts schläft sie zwi­schen den war­men Kör­pern der Stu­te und des Leit­hengs­tes. In einer Holz­hüt­te in Aska­nia-Nowa lebt auch Max, er ist der Hüter des Reser­vats, mit sei­nem Hund Taras. Sein Vor­ge­setz­ter hat ihm befoh­len, ehe er vor den Deut­schen die Flucht ergriff, alle Tie­re dort zu töten. Alle: Die Hüh­ner, die Enten, die Hir­sche, die Lamas, die Kame­le, die Bisons, die Zie­gen, die Zebras, sogar die Pfaue und die Prze­wal­ski-Pfer­de, die der alte Mann beson­ders in sein Herz geschlos­sen hat­te, auch wenn sie sich von ihm nie zäh­men lie­ßen. Kei­nes der Tie­re soll­te dem Feind als Nah­rung die­nen. Doch Max bringt es … Weiterlesen!

Antonia Michaelis — Die Attentäter

Antonia Michaelis Die Attentäter22.August 2016

Die Atten­tä­ter” ist das neue Buch der deut­schen Auto­rin und Sprach­vir­tuo­sin Anto­nia Michae­lis. Eine Geschich­te vor den Hin­ter­grün­den der Anschlä­ge von Paris am 13. Novem­ber 2015. Ein Roman über Ter­ro­ris­mus und den Men­schen dahin­ter. Die Schil­de­rung einer Kind­heit, des Erwach­sen­wer­dens — bis hin zu einer furcht­ba­ren Blut­tat. Dies­mal in Ber­lin. Bril­lant erzählt, erschre­ckend in sei­ner Inten­si­tät und so greif­bar, als wäre es tat­säch­lich pas­siert. Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und vor allem für Erwach­se­ne.

Im Alter von vier Jah­ren zog Alain mit sei­nen Eltern von der fran­zö­si­schen Küs­te nach Ber­lin. In dem Miets­haus, das sie bewoh­nen, leben auch Mar­ga­re­te und Cliff, mit denen er sich anfreun­det. Mit Mar­ga­re­te baut er “Häu­ser für Zwer­ge zwi­schen den Blu­men im Hin­ter­hof, und sie pflanz­ten mit Coco und mit Mar­ga­re­tes Mut­ter Johan­nis­bee­ren und Bana­nen. […] Mit Mar­ga­re­te war alles ein­fach und schön, und wenn ihre blas­sen, küh­len Hän­de sei­ne berühr­ten, fühl­te er sich leicht.” (Zitat aus “Die Atten­tä­ter” S.24). Mit Cliff hin­ge­gen ist es anders. Cliff zeigt ihm, wie man Stei­ne wirft und schnei­det Regen­wür­mer durch. Sei­ne Eltern leben getrennt und sei­ne Mut­ter darf er nur ab und zu sehen. Sie stu­diert, hat kaum Zeit für ihn und kann mit sei­nen gele­gent­li­chen Wut­aus­brü­chen nicht umge­hen. “Er hat­te sie schon ein paar Mal gehau­en, mit den Fäus­ten, oder getre­ten oder gebis­sen. Es gab Momen­te, in denen er Weiterlesen!

Linda Sue Park — Der lange Weg zum Wasser

Linda Sue Park Der lange Weg zum Wasser3.Februar 2016

Die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Lin­da Sue Park hat mit “Der lan­ge Weg zum Was­ser” einen Roman geschrie­ben, der auf einer wah­ren Geschich­te beruht. Ein­fühl­sam und sehr ergrei­fend erzählt sie die Geschich­te zwei­er Men­schen, die zu unter­schied­li­chen Zei­ten im süd­li­chen Sudan ums Über­le­ben kämp­fen. Ein Buch über die Grund­be­dürf­nis­se des Men­schen, über Flucht, Hoff­nungs­lo­sig­keit, Ängs­te, Nöte und Sor­gen. Und über die Sehn­sucht nach einem bes­se­ren Leben. Ein lesens­wer­tes Buch! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Afri­ka. Süd­li­cher Sudan. 1985. Der 11-jäh­ri­ge Sal­va sitzt gera­de im Schul­un­ter­richt, als die Schüs­se ertö­nen. “Die meis­ten Men­schen, die im Nor­den leb­ten, waren Mos­lems, und die Regie­rung woll­te, dass der gesam­te Sudan zu einem mus­li­mi­schen Land wur­de — zu einem Land, in dem die Regeln des Islam befolgt wür­den. Aber die Men­schen im Süden hat­te ande­re Reli­gio­nen und woll­ten nicht gezwun­gen wer­den, sich zum Islam zu beken­nen. Sie began­nen damit, um die Unab­hän­gig­keit vom Nor­den zu kämp­fen. Die Kämp­fe fan­den über­all im süd­li­chen Sudan statt, und nun war er Krieg auch dort ange­kom­men, wo Sal­va leb­te.” (Zitat aus “Der lan­ge Weg zum Was­ser” S.12) Der Leh­rer ruft den Schü­lern zu, dass sie kei­nes­wegs in ihre Dör­fer zurück, son­dern in den Busch hin­ein­lau­fen sol­len. Weg von sei­ner Fami­lie? Das gefällt Sal­va gar nicht, doch es ist … Weiterlesen!

Julie Leuze — Sternschnuppenträume

Julie Leuze Sternschnuppenträume3.Dezember 2015

Rich­tig schö­nes Lese­fut­ter lie­fert die Stutt­gar­ter Auto­rin Julie Leu­ze mit “Stern­schnup­pen­träu­me”, ihrem zwei­ten Jugend­buch. Roman­tisch und vol­ler Ernst­haf­tig­keit erzählt sie vom Erwach­sen­wer­den, Fami­li­en­pro­ble­men und der gro­ßen Lie­be. Ein­fühl­sam und sehr unter­halt­sam geschrie­ben. Ide­al zum Abtau­chen und Sich-Mit­rei­ßen-Las­sen! Für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 15 Jah­ren.

Die 17-jäh­ri­ge Svea und der 17-jäh­ri­ge Nick leben auf einer Insel an der Nord­see. Bis­her hat­te ihr Leben kei­ne gemein­sa­men Berüh­rungs­punk­te, doch in einer Nacht, in der sie bei­de unab­hän­gig von­ein­an­der eine Strand­par­ty ver­las­sen und die Ein­sam­keit suchen, um über ihr kom­pli­zier­tes Fami­li­en­le­ben nach­zu­den­ken, begeg­nen sie sich. Selt­sa­mer­wei­se ist es gera­de der Schmerz über ihre momen­ta­ne Situa­ti­on, den sie tei­len. Eine uner­war­te­te Nähe ent­steht zwi­schen ihnen. Ein Kuss, den Svea aller­dings bald abbricht. Denn die­se Bezie­hung darf nicht sein. Nick, Sohn ver­mö­gen­der Eltern, Sun­ny­boy der Schu­le, On-off-Freund von Astrid — und sie, das geht gar nicht! Zumal sie sich in ihrer jet­zi­gen Lage sowie­so kei­nen Feh­ler erlau­ben darf. Nie­mand darf hin­ter das Geheim­nis kom­men, das ihre Mut­ter umgibt, sonst hat das unge­ahn­te Kon­se­quen­zen für sie und ihren Vater. Doch auch Nick, dem Svea nicht mehr aus dem Kopf geht, hat etwas zu ver­ber­gen. Denn … Weiterlesen!

David Safier — 28 Tage lang

David Safier 28 Tage

5.September 2015

28 Tage lang” ist der neu als Taschen­buch erschie­ne­ne Roman des deut­schen Schrift­stel­ler David Safier. Wäh­rend er vor allem durch sei­ne eher komö­di­an­ti­sche Erzähl­art, wie zum Bei­spiel in “Mie­ses Kar­ma” oder “Jesus liebt mich” bekannt wur­de, wid­met er sich in sei­nem aktu­el­len Buch einem für ihn unge­wohnt erns­ten The­ma: er schil­dert das Leben eines jüdi­schen Mäd­chens im War­schau­er Ghet­to zur Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Authen­tisch. Bewe­gend. Und trotz aller Tra­gik sehr unter­halt­sam zu lesen. Gera­de für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren, die viel­leicht noch nie etwas über die­ses The­ma gele­sen haben und sich dem annä­hern möch­ten, sowie für Erwach­se­ne.

War­schau. Im Jah­re 1943. Die 16-jäh­ri­ge Mira tut etwas Ver­bo­te­nes. Regel­mä­ßig. Und unter Ein­satz ihres Lebens. Sie schleicht sich heim­lich aus dem Ghet­to, in das sie und ihre jüdi­sche Fami­lie gesteckt wur­den und besorgt im pol­ni­schen Teil der Stadt Lebens­mit­tel, um ihre jün­ge­re Schwes­ter Han­nah und ihre depres­si­ve Mut­ter zu ver­sor­gen. Denn sonst wür­den sie ver­hun­gern. Ihr Vater, ein ehe­mals ange­se­he­ner Arzt, hat sich aus Ver­zweif­lung das Leben genom­men und Miras älte­rer Bru­der ist zur Juden­po­li­zei über­ge­wech­selt, die für beson­de­re Grau­sam­kei­ten bekannt ist. Wenn sie sich nicht um die rest­li­che Fami­lie küm­mern wür­de, wür­de es nie­mand tun. Vor allem ihre klei­ne Schwes­ter… Weiterlesen!

Janne Teller — Alles, worum es geht

Janne Teller Alles worum es geht1.Juli 2015

Lese­fut­ter für alle Fans von Jan­ne Tel­ler: Die däni­sche Auto­rin hat mit “Alles, wor­um es geht” dies­mal eine Kurz­ge­schich­ten­samm­lung her­aus­ge­ge­ben. Gewohnt ekla­tant und zum Nach­den­ken anre­gend spricht sie über ver­schie­dens­te The­men: Gewalt, Aus­gren­zung, Frem­den­hass, Vor­ur­tei­le, kul­tu­rel­le Differenzen/Unterschiede, Aus­beu­tung, Todes­stra­fe und Behin­de­rung. Für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 14.

Ins­ge­samt sind es acht Geschich­ten, mit denen Jan­ne Tel­ler ihre Leser kon­fron­tiert. Sie dazu ein­lädt, sich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Und das muss man. Denn die Auto­rin wickelt die Leser um ihre Fin­ger. Sie erzählt, sie umgarnt und endet dann abrupt. Sie pro­vo­ziert, scho­ckiert und lässt einen den Kopf schüt­teln. Aber sie macht dies auf bril­lan­te Wei­se!Weiterlesen!

Eva Moraal — Zwischen uns die Flut

Eva Moraal - Zwischen uns die Flut9.Mai 2015

Zwi­schen uns die Flut” von der nie­der­län­di­schen Auto­rin Eva Mor­aal ist ein dys­to­pi­scher Roman und zugleich eine moder­ne Romeo- und Julia-Geschich­te. Das Haupt­ele­ment des Buches ist das Was­ser, so kraft­voll und beson­ders wie ihre Prot­ago­nis­ten. Eine über­flu­te­te Welt, eine Lie­be, die nicht sein darf, eine Ent­füh­rung, die sein muss — all das ver­spricht bes­te Unter­hal­tung! Span­nung, Roman­tik und Lei­den­schaft für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Nie­der­lan­de in einer fer­nen Zukunft. Das Land wur­de über­schwemmt und nach der zwei­ten, gro­ßen Flut sind noch zwei Berei­che übrig, in denen die Men­schen leben. In dem einen leben die “Nas­sen”, die vor dem Was­ser wenig geschützt sind, weil sie in nied­ri­ger gele­ge­nen Gebie­ten und in ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen leben. In dem ande­ren höher gele­ge­nen Gebiet leben die “Tro­cke­nen”, die Rei­chen, die die “Nas­sen” für sich arbei­ten las­sen. Zudem ist das Land in fünf Zonen ein­ge­teilt. Nina, deren Vater der Gou­ver­neur über eine die­ser Zonen ist, ist eine “Tro­cke­ne. Doch da ihre Schu­le wegen Über­flu­tung geschlos­sen wur­de, muss auch sie jetzt auf eine Schu­le der “Nas­sen” gehen. Als sie von einem Mäd­chen auf dem Gang absicht­lich ange­rem­pelt wird, lernt sie Max, einen “Nas­sen”, ken­nen, der ihr beim Auf­le­sen ihrer Sachen hilft. Im Unter­richt setzt sie sich neben ihn und muss beob­ach­ten, wie er in der Pau­se mit drei ande­ren Jugend­li­chen in eine hef­ti­ge Schlä­ge­rei gerät. Mit so jeman­dem mit solch einem wut­er­füll­ten Blick möch­te sie lie­ber… Weiterlesen!