Französische/r Autor/in

Amélie Nothomb — So etwas wie ein Leben

Amélie Nothomb So etwas wie ein Leben28.Mai 2014

End­lich wie­der etwas Neu­es von der fran­zö­si­schen Best­sel­ler­au­torin Amé­lie Nothomb: “So etwas wie ein Leben” heißt ihr aktu­el­les Werk. Ein Roman über Fett­lei­big­keit, Heu­che­lei und eine beson­de­re Brief­kor­re­spon­denz. Schräg, außer­ge­wöhn­lich, abge­ho­ben und bril­lant! Typisch Nothomb eben — und dazu noch ein sehr per­sön­li­cher Roman, in dem die Autorin viel von sich preis­gibt. Für Leser aus­ge­fal­le­ner Lite­ra­tur! Ab 15 Jah­ren und vor allem für Erwach­se­ne.

Amé­lie Nothomb bekommt viel Fan­post. Nun hat sie sogar einen Brief aus dem Irak erhal­ten, von einem dort sta­tio­nier­ten Sol­da­ten namens Mel­vin Mapp­le. Nach eini­gem Zögern und höf­li­chem Hin- und Her­ge­schrei­be fas­zi­niert sie sei­ne Geschich­te mehr und mehr: Mel­vin hat das Gegen­teil eines Hun­ger­streiks begon­nen. Er — der sogar ein­mal auf der Stra­ße gelebt und unter Hun­ger gelit­ten hat — isst nun beim Mili­tär (wo es aus­rei­chend Nah­rung gibt) alles, was ihm zwi­schen die Fin­ger kommt. Über die Jah­re, die er dort sta­tio­niert ist und die Lei­den eines Krie­ges durch­le­ben muss­te, hat er nun eine Gewichts­zu­nah­me vonWeiterlesen!

Yves Grevet — Méto: Die Insel

Yves Grevet Méto Die Insel13.April 2014

Méto: Die Insel” ist der zwei­te Teil der erfolg­rei­chen “Méto”-Tri­lo­gie von dem fran­zö­si­schen Autoren Yves Gre­vet. Nun end­lich als Taschen­buch erschie­nen! Der Fort­set­zungs­band ver­spricht erneut span­nen­de Unter­hal­tung. Ein dys­to­pi­scher Roman über das Seh­nen nach Frei­heit, dem Kampf ums Über­le­ben und der Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät. Für Jungs und Mäd­chen ab 13 Jah­ren.

Gera­de erst haben sich Méto und sei­ne Freun­de aus dem Haus befrei­en kön­nen, schon gera­ten sie wie­der in Gefan­gen­schaft. Nach dem Kampf mit den Sol­da­ten wer­den sie von den Skla­ven des Hau­ses — den “Abge­schnit­te­nen Ohren” — in deren unter­irr­di­schen Höh­len­gän­ge der Insel gebracht. Méto hat eine schwe­re Ver­let­zung am Bauch davon­ge­tra­gen und erholt sich nur nach und nach. Die Skla­ven miss­trau­en ihnen und behan­deln sie nicht beson­ders gut, da sie durch die Flucht der Jun­gen aus dem Haus in den eige­nen Rei­hen vie­le Ver­lus­te hin­neh­men muss­ten. Die wert­vol­len Unter­la­gen, die Méto vor sei­ner Flucht gestoh­len hat, haben sie ihm abge­nom­men. Doch er will sie wie­der haben und er will die Insel ver­las­sen…

Méto: Die Insel” beginnt so kämp­fe­risch wie der ers­te Teil geen­det hat. Das flot­te Erzähl­tem­poWeiterlesen!

Marie-Aude Murail — Ein Ort wie dieser

Marie-Aude Murail Ein Ort wie dieser27.Februar 2014

Eine Neu­erschei­nung von der fran­zö­si­schen Best­sel­ler­au­torin Marie-Aude Murail — end­lich mal wie­der! “Ein Ort wie die­ser” heißt ihr neu­es Werk und ist ein wirk­lich rich­tig, rich­tig bezau­bern­des Buch. Einer ihrer bes­ten Titel!! Es stellt den Schul­all­tag einer jun­gen Leh­re­rin in den Mit­tel­punkt und den ihrer noch jün­ge­ren Schü­ler. Neben­bei ver­knüpft es geschickt erns­te The­men wie Ras­sis­mus, sozia­le Gerech­tig­keit und Aus­gren­zung mit viel Humor. Aber auch die Lie­be kommt nicht zu kurz. Für Jung und Alt. Min­dest­al­ter: 12 Jah­re. Vor allem für Erwach­se­ne.

Bra­ve klei­ne Mäd­chen wer­den eines Tages Grund­schul­leh­re­rin­nen”, das sag­te einst ihr Vater zu der klei­nen Céci­le. Nun ist der Traum des flei­ßi­gen, jun­gen Mäd­chens end­lich wahr gewor­den und sie bekommt ihre ers­te Anstel­lung an der Lou­is Guill­oux-Grund­schu­le. Zustän­dig ist sie für die ers­te Klas­se — eine Grup­pe an Kin­dern, wie sie unter­schied­li­cher nicht sein könn­te. Céci­le tut alles, um ihre klei­nen Schü­ler zu för­dern, denkt sich Geschich­ten über den fik­ti­ven Hasen Kacko-Kack aus, mit denen sie die Kin­der unter­hält und ihnen spie­le­risch die Welt erklärt. Und die Kin­der lie­ben sie! Beson­ders setzt Céci­le sich für eine afri­ka­ni­sche Groß­fa­mi­lieWeiterlesen!

Yves Grevet — Méto: Das Haus

Yves Grevet Méto Das Haus18.Februar 2014

Der fran­zö­si­sche Autor Yves Gre­vet hat mit “Méto: Das Haus” einen fas­zi­nie­ren­den Roman her­aus­ge­bracht, der wie ein Kam­mer­spiel wirkt und den Leser sofort in sei­nen Bann zie­hen wird. Die­ses Buch ist der ers­te Teil einer drei­tei­li­ge Rei­he, die in Frank­reich auf Anhieb ein Best­sel­ler wur­de —  zu Recht! Jetzt neu als Taschen­buch für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren.

Sie leben in einem Haus. 64 Jun­gen. Ein­ge­sperrt. Bewacht. Sie wis­sen nicht, woher sie kom­men. Sie haben kei­ne Erin­ne­rung an frü­her. Eltern — Vater, Mut­ter, die­se Begrif­fe ken­nen sie nicht. Sie wer­den von Men­schen bewacht, die sich Cäsar 1, Cäsar 2, Cäsar 3 usw nen­nen. Sie haben Schul­un­ter­richt, üben sich in unter­schied­li­chen Sport­ar­ten und leben nach äußerst stren­gen Regeln. Wer gegen die­se Regeln ver­stößt,… Weiterlesen!

Die Januar-Jugendbuch-Neuheiten — ein Überblick:

Januarnovitäten 201431.Januar 2014

Das Jahr 2014 hat schon längst begon­nen und der Buch­markt über­schwemmt uns mit einer Viel­zahl von Neu­erschei­nun­gen. Wo anfan­gen? Was lohnt sich? Was klingt viel­ver­spre­chend und was ist ein Flop? Wo wur­de ein neu­es The­ma ent­deckt und wo funk­tio­niert Alt­be­währ­tes wie­der rich­tig gut? Hier gibt es einen klei­nen Über­blick über die aktu­el­len Neu­erschei­nun­gen des Monats Janu­ar. Chro­no­lo­gisch nach dem Ver­lag­s­al­pha­bet.

A wie Are­na Ver­lag. A wie Alt­be­währ­tes geht immer gut: des­halb kom­men im Janu­ar eini­ge Titel ein­fach mal mit neu­em Preis und/oder neu­em Cover/Buchformat auf den Markt. Äußerst preis­wert sind nun vier älte­re Titel der fol­gen­den Are­na-Thril­ler:… Weiterlesen!

Marie-Aude Murail — Tristan gründet eine Bande

Marie-Aude Murail Tristan gründet eine Bande1.Oktober 2013

Eine zau­ber­haf­te Geschich­te hat die fran­zö­si­sche Best­sel­ler­au­torin Marie-Aude Murail nun für Kin­der ab 8 Jah­ren geschrie­ben: “Tris­tan grün­det eine Ban­de”. Klei­ne Epi­so­den aus dem Leben eines Schul­kin­des, die vor allem von Ehr­lich­keit und Hei­ter­keit geprägt sind. Eine wun­der­vol­le Lek­tü­re. Auch ide­al zum Vor­le­sen für klei­ne­re Kin­der!

Tris­tan und ein paar sei­ner Mit­schü­ler haben es nicht leicht. Der gro­ße, star­ke Oli­vi­er liebt es ande­re Kin­der zu ärgern. Er nimmt Tris­tan sogar eine sei­ner Lieb­lings­brief­mar­ken weg. Da hilft es nur, sich Ver­stär­kung zu suchen. Doch in eine der ande­ren Ban­den, die es an der Schu­le gibt, auf­ge­nom­men zu wer­den, ist gar nicht so leicht. Denn die for­dern Mut­pro­ben: Dem Leh­rer einen Hau­fen Hun­de­ka­cke (aus Plas­tik!) auf den Stuhl legen, fünf­zig Kron­kor­ken sam­meln und eine Bank aus­rau­ben! Wie soll denn das gehen? Spä­tes­tens bei… Weiterlesen!

Amélie Nothomb — Den Vater töten

Amélie Nothomb Den Vater töten24.Juli 2013

End­lich wie­der eine neue Amé­lie Nothomb, die zudem auch noch rich­tig gelun­gen ist! “Den Vater töten” heißt das neue Werk. The­ma: eine Vater-Sohn-Geschich­te der beson­de­ren Art. Erzäh­le­risch gran­di­os, mit einem über­ra­schen­den nothomb-typi­schen Ende und auch für Leser, die die­se extra­va­gan­te, außer­ge­wöhn­li­che, fran­zö­si­sche Autorin ein­mal ken­nen­ler­nen wol­len, sehr gut geeig­net. Für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 16 Jah­ren.

Der jun­ge Joe ist ein talen­tier­ter Kar­tentrick­künst­ler, der Ambi­tio­nen hat ein her­aus­ra­gen­der Zau­be­rer zu wer­den. In einer Knei­pe wird er von einem Frem­den auf sein Talent ange­spro­chen. Die­ser emp­fiehlt ihm bei dem größ­ten Magi­er der Stadt namens Nor­man Terence in Leh­re zu gehen. Nor­man, der zunächst eigent­lich gar kei­nen Lehr­ling gebrau­chen kann, sich aber doch über­zeu­gen lässt, behan­delt Joe wie einen eige­nen Sohn. Er bringt ihm alle Tricks bei, die er wis­sen muss. Doch Joe ver­liebt sich in Normans Frau Chris­ti­na. Er ver­ach­tet Nor­man Weiterlesen!

Marie-Aude Murail — Der Babysitter-Profi

Marie-Aude Murail Der Babysitter-Profi30.April 2013

Ein neu­es und zugleich altes (im Fran­zö­si­schen zumin­dest) Werk der Best­sel­ler-Autorin Marie-Aude Murail ist nun auf Deutsch erschie­nen: “Der Baby­sit­ter-Pro­fi”. Ein Roman über Geld­nö­te, das Erwach­sen­wer­den und jede Men­ge Babys. Aller­dings geht das Buch viel tie­fer, als der ober­fläch­li­che Titel ver­mu­ten lässt. Äußerst humor­voll, aber gleich­zei­tig mit viel Ernst­haf­tig­keit geschrie­ben. Eine wun­der­vol­le Unter­hal­tung, nicht nur für Jugend­li­che ab 12, son­dern auch für Erwach­se­ne!

Der 15-jäh­ri­ge Ernest hat bei sei­nem Freund Xavier einen Com­pu­ter gese­hen, den er sich nun unbe­dingt auch kau­fen möch­te. Wäre da nicht sei­ne chro­ni­sche Geld­not. Sei­ne Mut­ter, eine Künst­le­rin (in der Mode­in­dus­trie), die durch ihre Arbeit oft wenig Zeit für ihn hat, macht ihm einen Vor­schlag: Baby­sit­ten. Dies wür­de ihr Paten­kind Mar­ti­ne-Marie eben­falls tun. Also stürzt sich Ernest in das Aben­teu­er “Kin­der­hü­ten” und muss fest­stel­len: er ist dazu gar nicht so unge­eig­net, ret­tet sogar einem Kind das Leben! Die dadurch ent­ste­hen­de bal­di­ge Berühmt­heit führt zu noch mehr Baby­sit­ter-Jobs. Bis sei­ne Mut­ter spitz kriegt, dass sei­neWeiterlesen!

Hervé Jaouen — Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?

Hervé Jaouen Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?23.März 2013

Par­don, Mon­sieur, ist die­ser Hund blind?” von dem fran­zö­si­schen Autoren Her­vé Jaou­en ist eine bezau­bern­de Fami­li­en­ge­schich­te, in deren Mit­tel­punkt die an Alz­hei­mer erkrank­te Oma steht, die für eini­ge Tur­bu­len­zen sorgt. Höchst amü­sant zu lesen! Für Jugend­li­che ab 12 und Erwach­se­ne.

Sie ist eine fei­ne, edle Dame, die Wert legt auf gutes Beneh­men und bis­her noch in ihrem eige­nen Haus leben konn­te: die Oma der 13-jäh­ri­gen Véro und ihrem Bru­der Guil­laume. Doch nun, da die alte Frau ihren Gas­herd hat bren­nen las­sen und dabei das Haus ver­ließ, um Rosen zu schnei­den, ändert sich das lei­der zwangs­wei­se. Denn — so hat der Arzt es fest­ge­stellt: Oma­ma (wie sie von allen genannt wird) lei­det unter Alz­hei­mer! Also muss Véro ihr Zim­mer mit Bad räu­men und in die ande­re Hälf­te des Dach­ge­schos­ses zie­hen. Das ist jedoch noch das gerings­te Pro­blem, da Oma­ma bald nachts durchs Haus geis­tert, Geschirr zer­bricht und Schrän­ke durch­wühlt, um ihre heiß­ge­lieb­te Bro­sche zu fin­den, die ihr abhan­den gekom­men ist. Auch hor­tet sie Rol­len mit Klo­pa­pier und Sil­ber­be­steck unter ihrem Bett und bedient sich… Weiterlesen!

Das Thema “Gedächtnisverlust” in der Jugendliteratur

28.Dezember 2012

Das The­ma “Gedächt­nis­ver­lust” wird in der Jugend­li­te­ra­tur häu­fig ange­spro­chen. Zum einen erzeugt es eine Men­ge Span­nung beim Lesen, wenn die Erin­ne­rung der Haupt­fi­gur Stück für Stück zurück­kehrt und man nicht weiß, was einen erwar­tet. Zum ande­ren befin­det sich der Leser auf dem glei­chen Kennt­nis­stand wie die Figur selbst. Es gibt nichts, was erwähnt wer­den muss, kei­ne Kind­heits­ge­schich­ten, kei­ne Ein­flüs­se auf die Ent­wick­lung der Per­son, weil sie sich ohne­hin meist an rein gar nichts mehr erin­nern kann. Die­ses Neu-Ent­de­cken, die­ses Mit­rät­seln und Über­le­gen, was in der Ver­gan­gen­heit pas­siert sein könn­te, machen mitoft einen beson­de­ren Reiz aus.

Jutta Wilke Schwarz wie SchneeEin aktu­el­les Jugend­buch zu die­sem The­ma ist bei­spiels­wei­se Jut­ta Wil­kes “Schwarz wie Schnee” (Sauer­län­der Ver­lag, ab 14). Hier­bei erwacht die 17-jäh­ri­ge Prot­ago­nis­tin nach einem Motor­rol­ler­un­fall im Kran­ken­haus und kann sich an rein gar nichts mehr erin­nern. Auch die frem­de Frau an ihrem Bett, die ihre Mut­ter sein soll, erkennt sie nicht. Zuhau­se in dem Miets­haus erhält sie selt­sa­me Anru­fe. Jemand nennt sie “Schnee­witt­chen”. Und hat sie wirk­lich etwas mit Dro­gen zu tun gehabt? Denn in ihrem Blut hat man Spu­ren davon gefun­den. Zusam­men mit einem Mit­schü­ler geht sie auf die Suche nach ihrer Ver­gan­gen­heit. Span­nend und unter­halt­sam erzählt und mit einem ziem­lich über­ra­schen­den Ende!

Auch in Miche­le Jaf­fes Thril­ler “Wer schön sein will, muss ster­ben” (Fischer Ver­lag, ab 14) erwar­tet den Leser ein furio­ses Ende, auf das man selbst wohl so nie gekom­men wäre. In dem Psy­cho­thril­ler, des­sen Ver­lag sich bezüg­lich der Span­nung mit Tote Mäd­chen lügen nicht” ver­gleicht, geht es um ein 16-jäh­ri­ges Mäd­chen, das zu den belieb­tes­ten Mäd­chen der Schu­le gehört und nach einer total ange­sag­ten Par­ty von einem Auto ange­fah­ren wird. Als sie nach einer kur­zen Bewusst­lo­sig­keit unter einem Dor­nen­strauch erwacht,… Weiterlesen!