Behinderung

Janne Teller — Alles, worum es geht

Janne Teller Alles worum es geht1.Juli 2015

Lese­fut­ter für alle Fans von Jan­ne Tel­ler: Die däni­sche Auto­rin hat mit “Alles, wor­um es geht” dies­mal eine Kurz­ge­schich­ten­samm­lung her­aus­ge­ge­ben. Gewohnt ekla­tant und zum Nach­den­ken anre­gend spricht sie über ver­schie­dens­te The­men: Gewalt, Aus­gren­zung, Frem­den­hass, Vor­ur­tei­le, kul­tu­rel­le Differenzen/Unterschiede, Aus­beu­tung, Todes­stra­fe und Behin­de­rung. Für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 14.

Ins­ge­samt sind es acht Geschich­ten, mit denen Jan­ne Tel­ler ihre Leser kon­fron­tiert. Sie dazu ein­lädt, sich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Und das muss man. Denn die Auto­rin wickelt die Leser um ihre Fin­ger. Sie erzählt, sie umgarnt und endet dann abrupt. Sie pro­vo­ziert, scho­ckiert und lässt einen den Kopf schüt­teln. Aber sie macht dies auf bril­lan­te Wei­se!Weiterlesen!

Raquel J. Palacio — Wunder

Raquel J. Palacio Wunder1.Januar 2015

Die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Raquel J. Pala­cio hat “Wun­der” geschrie­ben und damit ihren Lesern eben­falls ein enor­mes Lese-“wunder” beschert: Ein anrüh­ren­des, außer­ge­wöhn­li­ches Buch über inne­re Schön­heit und Freund­schaft. Ein Plä­doy­er für mehr Mensch­lich­keit, Tole­ranz und Her­zens­wär­me. Lese­tipp für Erwach­se­ne, Jugend­li­che und Kin­der ab 10 Jah­ren. Her­aus­ra­gend!!

August ist anders als ande­re Kin­der. Durch einen äußerst, äußerst sel­te­nen Gen­feh­ler hat er seit Geburt ein Gesicht, das sehr defor­miert ist. Sei­ne Augen sit­zen etwas tie­fer, unge­fähr auf Wan­gen­hö­he, sei­ne Ohren haben die Form klei­ner Blu­men­kohl­rös­chen und ein Kinn hat er erst durch eine Ope­ra­ti­on erhal­ten. Bis­her ist August nur zu Hau­se von sei­ner Mut­ter unter­rich­tet wor­den, doch nun — im Alter von 10 Jah­ren — darf er das ers­te Mal in die Schu­le gehen. Bei einer pri­va­ten Füh­rung wäh­rend der Feri­en, zu der sich neben dem Direk­tor auch ein paar ande­re Schü­ler bereit erklärt haben, bekommt August die Schu­le gezeigt. Natür­lich beginnt der ers­te Schul­tag mit Getu­schel und vie­len Bli­cken in sei­ne Rich­tung, doch August fin­det zwei Freun­de: Sum­mer und Jack, die ihn so mögen und akzep­tie­ren wie er ist. Doch dann belauscht August eines Tages ein Gespräch zwi­schen… Weiterlesen!

Jennifer Brown — Perfect escape

Jennifer Brown - Perfect escape23.August 2014

Die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Jen­ni­fer Brown hat einen Roman namens “Per­fect escape” geschrie­ben, ein Road­mo­vie der ganz beson­de­ren Art. The­men sind hier­bei Per­fek­tio­nis­mus, Ängst und Zwangs­stö­run­gen. Die Geschich­te zwei­er Geschwis­ter, auf der Suche nach sich selbst. Raf­fi­niert und unter­halt­sam erzählt. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Ken­dra hat ech­te Pro­ble­me. In der Schu­le hat sie Mist gebaut und droht auf­zu­flie­gen. Wenn alle erfah­ren, was sie getan hat — sie Miss Per­fect, die kurz vor dem Abschluss steht — dann wird das nicht nur ihre gesam­te Schul­lauf­bahn zunich­te machen, son­dern auch für rie­sen­gro­ße Ent­täu­schun­gen sor­gen. Dabei soll­te doch wenigs­tens eine in der Fami­lie Erfolg haben. Ken­dras Bru­der Gray­son wird es nie­mals sein. Er hat Pro­ble­me, die schon seit sei­ner Kind­heit bestehen und nur noch schlim­mer gewor­den sind: er lei­det unter Zwangs­stö­run­gen. Zähl­zwän­ge, Wasch­zwän­ge gelei­ten ihn durch den All­tag. Manch­mal braucht er zwei Stun­den, nur um von der Küche in sein Zim­mer zu kom­men, weil er… Weiterlesen!

Kathy Stinson — Die Wahrheit über Ivy

Kathy Stinson - Die Wahrheit über Ivy - cbt27.Juli 2014

Die Wahr­heit über Ivy” von der kana­di­schen Auto­rin Kathy Stin­son ist ein kurz­wei­li­ges Buch über Behin­de­rung, den Wert eines Men­schen­le­bens und dem Schmerz eines Ver­lus­tes. Eine wirk­lich betrof­fen machen­de Geschich­te, die noch lan­ge nach­wir­ken wird. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

David liebt sei­ne klei­ne Schwes­ter Ivy. Aber er lei­det zuwei­len auch unter ihr. Denn Ivy ist kein ein­fa­ches Kind. Ivy ist behin­dert. Schon seit Geburt an. Sie hat kann nicht lau­fen, spricht nur wenig und undeut­lich und benimmt sich wie ein klei­nes Baby, obwohl sie 11 Jah­re alt ist. Freun­de besu­chen David nicht mehr zu Hau­se, seit sie zum Bei­spiel gese­hen haben, wie Ivy in ihre Hand schnäuzt und die­se dann ableckt. Han­nah aus dem Nach­bar­haus ist da glück­li­cher­wei­se anders. Sie ist dort mit ihrer Fami­lie neu hin­ge­zo­gen und ihre Müt­ter kann­ten sich bereits von frü­her. Des­halb darf Han­nah, die Ivy wirk­lich zu mögen scheint, David und sei­ner Fami­lie auch beglei­ten, als sie für ein paar Tage in ein Feri­en­haus ans Meer fah­ren. Die Zeit dort ist schön, auch wenn David sich manch­mal etwas unsicht­bar fühlt und mit Han­nah, in die er sich ver­liebt hat, ger­ne Zeit allei­ne ver­brin­gen möch­te. Als ihm Letz­te­res end­lich gelingt, ist der Schreck groß, als sie von ihrem Spa­zier­gang zu Zweit zurück­keh­ren und auf ein­mal der Kran­ken­wa­gen vor dem Feri­en­haus hält. Ivy. Beim Plät­schern im Was­ser mit ihrem Vater hat sie wie­der einen Anfall bekom­men, wie so häu­fig in letz­ter Zeit und ist dabei ertrun­ken! Der Schock und die Trau­er … Weiterlesen!

Kim Hood — Das Schweigen in meinem Kopf

Kim Hood - Das Schweigen in meinem Kopf - cbj                                                                   20.Juli 2014

Die kana­di­sche Auto­rin Kim Hood hat mit „Das Schwei­gen in mei­nem Kopf“ einen Roman geschrie­ben, der sich mit dem Anders­sein, dem Gehört- und Ange­nom­men­wer­den beschäf­tigt. Auch Behin­de­rung und psy­chi­sche Krank­heit spie­len eine Rol­le. Inhalt­lich gese­hen kein ein­fa­ches Buch, aber eine sehr sehr berü­hend erzähl­te Geschich­te. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 13-jäh­ri­ge Jo ist schon seit der ers­ten Klas­se eine Außen­sei­te­rin. Kein Wun­der, wenn die Mut­ter wie eine Furie im Klas­sen­zim­mer der Leh­re­rin in aller Laut­stär­ke erklärt, wel­che Bücher für den Unter­richt auf kei­nen Fall ver­wen­det wer­den dür­fen und mun­ter das Regal aus­sor­tiert. Jo’s Mut­ter ist anders als alle ande­ren. Sie ist psy­chisch krank. Schon seit Jah­ren. Ihre Krank­heit ist nicht ein­deu­tig dia­gnos­ti­zier­bar. Sie hat star­ke Stim­mungs­schwan­kun­gen, teil­wei­se Wahn­vor­stel­lun­gen und über­trie­be­ne Ängs­te. Ver­fällt in Depres­sio­nen und ist dann wie­der so über­mu­tig, dass sie beim Ein­kau­fen in einer Zoo­hand­lung ein­fach mal die Wel­len­sit­ti­che aus dem Schau­fens­ter befreit. Das Mäd­chen lebt allei­ne mit ihrer Mut­ter. Nur, wenn sie mal wie­der in die Kli­nik muss, kommt eine Sozi­al­ar­bei­te­rin vor­bei und ihre Groß­mut­ter zieht kurz­fris­tig bei Jo ein. In der Schu­le wird sie ent­we­der igno­riert oder es wird über sie getu­schelt. Jetzt hat sich Jo das ers­te Mal mit Sarah, einem neu­en Mäd­chen in ihrer Klas­se, nach­mit­tags ver­ab­re­det und es war auch rich­tig nett. Doch als sie nach Hau­se kommt, … Weiterlesen!

Simone Elkeles — Leaving Paradise

Simone Elkeles Leaving Paradise1.Februar 2013

Nach der erfolg­rei­chen “Du oder…”-Tri­lo­gie beglückt uns die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Simo­ne Elke­les nun mit einer neu­en zwei­bän­di­gen Roman­rei­he um das klei­ne Städt­chen Para­di­se. “Lea­ving Para­di­se” ist der ers­te Band und ver­knüpft einen schreck­li­chen Auto­un­fall mit einer bezau­bern­den Lie­bes­ge­schich­te. Abso­lut roman­tisch und ergrei­fend erzählt. Eine War­nung an die­ser Stel­le: Die­se Auto­rin macht süch­tig!! Zu Risi­ken und Neben­wir­kun­gen fra­gen Sie bit­te Ihren Buch­händ­ler oder Buch­blog­ger;-) Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren.

Sie sind bei­de 17 Jah­re alt. Cal­eb und Mag­gie. Sie sind Nach­barn. Doch seit letz­tem Jahr ver­bin­det sie noch ein ande­res schwe­res Schick­sal: Cal­eb, der sich betrun­ken hin­ters Steu­er setz­te, fuhr ein jun­ges Mäd­chen an und beging anschlie­ßend Fah­rer­flucht. Und das jun­ge Mäd­chen war aus­ge­rech­net Mag­gie. Ein Jahr ist seit­dem ver­gan­gen. Cal­eb ver­brach­te es im Gefäng­nis. Mag­gie wur­de in die­ser Zeit zu Hau­se unter­rich­tet, da sie wegen ihrer schwe­ren Bein­ver­let­zung lan­ge im Kran­ken­haus war, vie­le Ope­ra­tio­nen hin­ter sich brin­gen und das Lau­fen erst wie­der ler­nen muss­te. Ihre Freund­schaft zu Calebs Schwes­ter Leah fand durch den Unfall genau­so ein Ende, wie die… Weiterlesen!

Martina Steinkühler — Das Inselcamp

Martina Steinkühler Das Inselcamp10. Juli 2012

Mit dem christ­li­chen Roman “Das Insel­camp” trifft Mar­ti­na Stein­küh­ler genau den Ton der Jugend­li­chen und lässt zwölf völ­lig lust­lo­se Kon­fir­man­ten durch den außer­ge­wöhn­li­chen Ein­satz eines Dia­kons und eines von ihm initi­ier­ten, zwei­wö­chi­gen Zelt­la­gers eine kom­plett neue Erfah­rung machen und sie einen gro­ßen Schritt in Rich­tung Glau­ben gehen. Toll als Geschenk zur Kon­fir­ma­ti­on oder als Lek­tü­re, um sich mit sei­nem Glau­ben oder (sei­ner Ungläu­big­keit) aus­ein­an­der­zu­set­zen. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und für Erwach­se­ne.

Kei­nen Bock auf Kon­fir­ma­ti­ons­un­ter­richt. Lust­lo­sig­keit jeden Diens­tag in den Gesich­tern der zwölf Kon­fir­man­ten einer klei­nen Gemein­de. Bis Dia­kon Jott es schließ­lich satt hat: er will die Jugend­li­chen nicht mehr kon­fi­mie­ren! Die Eltern reagie­ren empört. Eine Mut­ter hat sogar bereits Tisch­kärt­chen für die Fei­er dru­cken las­sen. Beschwer­den an höhe­re kirch­li­che Instan­zen fol­gen. Und was tut Dia­kon Jott? Er macht den Jugend­li­chen einen letz­ten Vor­schlag: ja, er wird sie kon­fi­mie­ren, wenn sie ihm zwei Wochen ihrer Som­mer­fe­ri­en opfern und mit ihm auf eine ein­sa­me Nord­see­insel fah­ren. Nein, dan­ke! Damit ist kei­ner der Jugend­li­chen ein­ver­stan­den. Und so neh­men sie… Weiterlesen!

Brian Selzninck — Wunderlicht

Brian Selznick Wunderlicht27.März 2012

Der ame­ri­ka­ni­sche Autor Bri­an Selz­nick hat nach dem Erfolg mit “Die Ent­de­ckung des Hugo Cabret” nun ein neu­es Kin­der­buch ver­öf­fent­licht: “Wun­der­licht”. Eine eben­so “wunder“schöne Geschich­te über zwei Kin­der, die unab­hän­gig von­ein­an­der auf der Suche nach Lie­be und Gebor­gen­heit sind. Haupt­the­men in Selz­nicks Roman sind die Lei­den­schaft für Muse­en, für das Sam­meln von Erin­ne­run­gen und Gegen­stän­den, die Lie­be zu New York und die Welt der Gehör­lo­sen, in die der Autor die Leser ent­führt. Eben­so wie bei “Die Ent­de­ckung des Hugo Cabret”  ist die Geschich­te teil­wei­se in Text und teil­wei­se in Bil­dern erzählt. Zu emp­feh­len für Kin­der ab 10 Jah­ren auf­wärts und für Erwach­se­ne. Zum Vor­le­sen, Gemein­sam- oder Allei­ne-Lesen. Lese­tipp für die gan­ze Fami­lie!!

Anders als in “Die Ent­de­ckung des Hugo Cabret” wird in die­sem Buch die Geschich­te einer Per­son nicht abwech­selnd in Bil­dern und Tex­ten erzählt, son­dern die zwei­er Per­so­nen: Rose und Ben. Roses Geschich­te wird nur in Bil­dern erzählt und Bens in Text. Und das eben­falls immer abwech­selnd. Erst gegen Ende, als der Leser erfährt, was die bei­den Per­so­nen mit­ein­an­der zu tun haben, ver­schmel­zen die unter­schied­li­chen Erzähl­strän­ge mit­ein­an­der und … Weiterlesen!