Australische/r Autor/in

Rusalka Reh — Back to blue

Rusalka Reh back to blue25.Februar 2015

Back to blue” der aus­tra­lisch-deut­schen Autorin Rusal­ka Reh ist ein Roman über ein beson­de­res The­ma. Herz­lo­sig­keit und Käl­te in einer Fami­lie, die das Selbst­wert­ge­fühl eines jun­gen Mäd­chens prä­gen. Deren Befrei­ung und ihr Erle­ben einer ers­ten Lie­be liest sich sehr berüh­rend. Mit einer teil­wei­se recht poe­ti­schen Spra­che. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Kid ist 16. Sie ist ein Ein­zel­kind. Ihre Mut­ter woll­te sie im Grun­de auch nie haben. “Wenn sie mei­nen Namen aus­spricht, zucke ich zusam­men. Ihre Stim­me klingt immer ein biss­chen böse. Ich weiß eigent­lich nie, wie­so. Ich glau­be, es ist, weil ich ich bin. Auf jeden Fall ist es so, seit ich den­ken kann.” (Zitat aus “Back to blue” S.10). Manch­mal spricht ihre Mut­ter nicht mit Kid. Oder sie mäkelt an ihr her­um. Nie kann sie es ihr recht machen. “Ich füh­le mich immer, als wäre ich ein biss­chen eklig, ein biss­chen beschmiert mit was, das sie gern abwa­schen wür­den. Viel­leicht hat Mama des­halb ges­tern plötz­lich den Dusch­vor­hang auf­ge­zerrt, als ich dusch­te, mir den Brau­se­kopf aus der Hand geris­sen und ihn mir fron­tal aufs Gesicht gehal­ten. Ich habe mich irre erschro­cken und ver­sucht, Weiterlesen!

Suzy Zail — Der Klang der Hoffnung

Suzy Zail - Der Klang der Hoffnung12.Januar 2015

Der Klang der Hoff­nung” der aus­tra­li­schen Autorin Suzy Zail ist ein abso­lut bewe­gen­der Roman über die Depor­tie­rung einer jüdi­schen Fami­lie in das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz-Bir­ken­au im Som­mer 1944. Der Erschei­nungs­ter­min die­ses Buches ist pas­send zum 70. Jah­res­tag zur Befrei­ung die­ses Inter­nie­rungs­la­gers, wel­cher am 27. Janu­ar 2015 gedacht wird. Die Geschich­te wird aus der Sicht der jun­gen Han­na erzählt, einem musi­ka­li­schen Genie, die in Ausch­witz um ihr Über­le­ben kämpft und eine unmög­li­che Lie­be erlebt. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Han­na ist 15. Sie liebt das Kla­vier­spie­len und Cla­ra Schu­mann, ihr gro­ßes Vor­bild, im Beson­de­ren. Doch Han­na, die bereits die Chan­ce auf ein Sti­pen­di­um im Buda­pes­ter Musik­kon­ser­va­to­rin hat, lebt zur fal­schen Zeit am fal­schen Ort. Und sie ist Jüdin. Es ist der Som­mer im Jah­re 1944, als ihre Fami­lie um Mit­ter­nacht aus dem Schlaf geris­sen wird und sie alle umge­sie­delt wer­den sol­len. Nur einen Kof­fer mit sei­nen Hab­se­lig­kei­ten darf jeder mit­neh­men. Dabei hat die Fami­lie doch bereits alles getan, was man… Weiterlesen!

Dianne Touchell — Zwischen zwei Fenstern

Dianne Touchell - Zwischen zwei Fenstern12.Dezember 2014

Zwi­schen zwei Fens­tern” von der aus­tra­li­schen Autorin Dian­ne Tou­chell ist ein kunst­voll gestal­te­tes Buch, wel­ches Geheim­nis­se unter dem Schutz­um­schlag und im Buch­in­nen­de­ckel ver­birgt. Es erzählt von Lie­be, Fami­lie, Nähe und Distanz. Es ist scho­nungs­los und anders. Beson­ders. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Er nennt sie Maud, weil er ihren Namen nicht kennt. Sie nennt ihn Cree­py, weil ihn alle so unheim­lich fin­den. Er ist ein Außen­sei­ter, ver­sucht in der Schu­le nicht auf­zu­fal­len. Sie lei­det an Tri­chotil­lo­ma­nie, das heißt, sie reißt sich stän­dig Haa­re aus. Am Kopf, an den Augen, in der Scham­ge­gend. Maud und Cree­py woh­nen gegen­über von­ein­an­der. Er beob­ach­tet sie oft durchs Fens­ter. Er hat sich in sie ver­liebt. Wür­de es aber nie wagen, ihr sei­ne Lie­be zu geste­hen. Sei­ne Eltern geben ihm ein schlech­tes Bei­spiel eines Ehe­le­bens vor, wel­ches eher einem Rosen­krieg gleicht. Sei­ne Mut­ter trinkt tags­über stän­dig heim­lich Alko­hol. Sein Vater rich­tet den Hund ab, um ihm im Kampf gegen sei­ne Frau als Waf­fe zu miss­brau­chen. Doch an dem Tag, an dem Cree­py beob­ach­tet, wie Mauds Vater dem Mäd­chen eine Ohr­fei­ge ver­passt, nimmt er das ers­te Mal mit einem geschrie­ben Schild Kon­takt zu ihr auf. Und das ver­än­dert alles…… Weiterlesen!

Kate de Goldi — Die Anarchie der Buchstaben

Kate de Goldi Die Anarchie der Buchstaben23.Oktober 2014

Die aus­tra­li­sche Autorin und Cori­ne-Preis­trä­ge­rin Kate de Gol­di hat nach „Abends um 10“ ein neu­es Buch geschrie­ben: „Die Anar­chie der Buch­sta­ben“. Sie erzählt die Geschich­te eines Mäd­chens und ihrer Oma, die gemein­sam an einem Alpha­bet­buch über das Alters­heim arbei­ten, in dem die Oma lebt. Kurz­wei­lig, humor­voll und mit einer schö­nen Spra­che und vie­len Zeich­nun­gen ver­se­hen. Ent­ge­gen der Alters­emp­feh­lung von 12 Jah­ren (vom Ver­lag) wür­de ich die­ses Buch jedoch Kin­dern bereits ab 8 Jah­ren emp­feh­len. Die 12 Jah­re sind doch etwas hoch­ge­grif­fen.

Per­ry ist 9 Jah­re alt. Sie möch­te ger­ne Zoo­lo­gin wer­den. Sie malt für ihr Leben ger­ne Bil­der. Und sie ist ein sehr neu­gie­ri­ges Kind. In der Schu­le stellt sie jede Men­ge Fra­gen, so dass die Leh­rer bald mei­nen, dass sie sol­le sich lie­ber aufs Zuhö­ren kon­zen­trie­ren. Da ihre Mut­ter der Mei­nung ist, dass Kin­der auch in ihrer Frei­zeit geför­dert wer­den müs­sen, hat Per­ry ein vol­les Wochen­pro­gramm: Mon­tags spielt sie Kla­vier, diens­tags hat sie För­der­un­ter­richt im Gemein­de­zen­trum, mitt­wochs übt sie Kla­ri­net­te, don­ners­tags geht sie eben­falls ins Gemein­de­zen­trum zu „Musik und Bewe­gung“. Frei­tags darf sie mit dem Sohn der Haus­häl­te­rin spie­len. Sams­tags besucht sie mit ihrem Vater ihre Groß­mutter, die neu­er­dings in einem Alters­heim in ihrer Nähe resi­diert. Sonn­tags ist Fami­li­en­zeit. Als jedoch die Leh­re­rin von… Weiterlesen!

Cath Crowley — Lieder eines Sommers

Cath Crowley - Lieder eines Sommers - Carlsen19.Juli 2014

Die aus­tra­li­sche Autorin Cath Crow­ley hat einen wun­der­schö­nen Com­ing-of-Age-Titel geschrie­ben: „Lie­der eines Som­mers“. Über Freund­schaft, ers­te Lie­be und den Wunsch dazu zu gehö­ren. Ein Roman vol­ler Musik und mit viel Tie­fe. Sprach­lich teil­wei­se sehr poe­tisch! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Char­lot­te, genannt Char­lie, fährt mal wie­der mit ihrem Vater aufs Land. Es ist kurz vor Weih­nach­ten und in Aus­tra­li­en brennt die Son­ne som­mer­lich vom Him­mel. Sie besu­chen ihren Groß­va­ter, der nun nach dem Tod sei­ner Frau, dort allein einen klei­nen Laden betreibt. Char­lie liebt die Musik, immer mit einem Lied im Ohr treibt sie durchs Leben. Sie spielt Gitar­re und kom­po­niert selbst. Nur öffent­li­che Auf­trit­te scheut sie. Wie jedes Jahr trifft sie auch wie­der auf Rose, ihren Freund Luke und Dave, für den sie schon seit Ewig­kei­ten schwärmt. Doch sie ist kein Teil die­ser Grup­pe, Rose scheint Char­lie nicht zu mögen und anstatt sich die Zeit über zu amü­sie­ren, bleibt Char­lie lie­ber für sich. Auch Zuhau­se in der Schu­le hat sie zwar eine bes­te Freun­din, doch seit sich ein drit­tes Mäd­chen zu ihnen gesellt hat, ist Char­lie meist außen vor. Über­ra­schen­der­wei­se scheint es die­ses Jahr zumin­dest in den Feri­en anders zu sein: Rose spricht sie an und fragt, ob sie nicht etwas mit ihnen unter­neh­men will. War­um tut sie das? Char­lie macht sich dar­über kaum Gedan­ken, genießt es den Drei­en – und vor allem Dave – näher zu sein. Aber Rose bie­tet ihr die Freund­schaft nicht umsonst an. Sie hat einen Hin­ter­ge­dan­ken. Denn sie will… Weiterlesen!

Laura Buzo — Wunder wie diese

Laura Buzo Wunder wie diese22.Februar 2014

Das Buch “Wun­der wie die­se” von der aus­tra­li­schen Autorin Lau­ra Buzo (jetzt neu als Taschen­buch) ver­spricht auf dem Klap­pen­text sehr viel und kann die­se Ver­spre­chun­gen in der Geschich­te selbst lei­der nicht hal­ten, da man von gänz­lich ande­ren Schwer­punk­ten aus­geht. Abge­se­hen davon han­delt es sich um eine ganz net­te, unter­halt­sa­me Erzäh­lung, die den Leser in die Welt einer Super­markt­ket­te ent­führt, in der sich ein jun­ges Mäd­chen in ihren wesent­lich älte­ren Vor­ge­setz­ten ver­liebt. Für Jugend­li­che ab 14.

Ame­lia ist 15 und gera­de erst ihre Zahn­span­ge los gewor­den. Da ihre Eltern nicht gera­de viel Geld haben, arbei­tet sie seit kur­zem in einer Super­markt­ket­te. Seit­dem ist sie unsterb­lich in den 21-jäh­ri­gen Chris ver­liebt, der ihr nächs­ter Vor­ge­setz­ter ist. Mit ihm kann sie sich wun­der­bar unter­hal­ten. Jedoch muss sie ver­dammt viel ein­ste­cken, weil Chris ihr von sei­ner Suche nach der gro­ßen Lie­be — die für ihn nicht sie, son­dern meist älte­re, attrak­ti­ve­re Frau­en sind — stets aus­führ­lichst berich­tet. Das tut natür­lich weh. Aber trotz­dem ist jedes Zusam­men­tref­fen mit ChrisWeiterlesen!

Lucy Christopher — Kiss me, kill me

Lucy Christopher Kiss me, kill me5.Februar 2014

Kiss me, kill me” der bri­tisch-aus­tra­li­schen Autorin Lucy Chris­to­pher ist genau­so geschrie­ben wie ein Thril­ler sein soll­te: es star­tet span­nend von Anfang an und führt sei­ne Leser unauf­halt­sam auf ein furio­ses Fina­le zu. Da macht das Lesen Freu­de! Ein Span­nungs­ro­man über Mord, gefähr­li­che Spie­le und fal­sche Wahr­hei­ten. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Emi­lys Vater steht unter Mord­ver­dacht. Er — ein ehe­ma­li­ger Sol­dat, der unter einer post­trau­ma­ti­schen Stö­rung lei­det — hat ein jun­ges Mäd­chen aus dem Wald getra­gen. Ash­lee. Erwürgt. Laut Gerichts­me­di­zin wur­de sie erwürgt. Vor Gericht plä­diert er für Tot­schlag in Fol­ge eines Flash­backs. Die­se hat­te er schon häu­fi­ger. Aber Emi­ly kann nicht glau­ben, dass ihr Vater wirk­lich dazu fähig ist, einen Men­schen zu töten. Doch nicht ihr Vater! Sie beschließt auf eige­ne Faust sei­ne Unschuld zu bewei­sen. Dabei gerät sie… Weiterlesen!

Em Bailey — Du denkst, du weißt, wer ich bin

Em Bailey - Du denkst, du weißt, wer ich bin27.Februar 2012

Mit “Du denkst, du weißt, wer ich bin” von der aus­tra­li­schen Autorin Em Bai­ley ist ein span­nen­der Thril­ler über Mani­pu­la­ti­on und Freund­schaft erschie­nen, der sehr flüs­sig zu lesen ist und den Leser über­ra­schen wird. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Miran­da ist das neue Mäd­chen an der Schu­le. Gerüch­ten zufol­ge soll sie ihre Eltern umge­bracht haben! Oli­ve und ihre bes­te Freun­din Ami inter­es­sie­ren sich zunächst gar nicht für Miran­da. Die Neue wirkt völ­lig unschein­bar, schüch­tern und hält sich eher im Hin­ter­grund. Doch dann fällt Oli­ve plötz­lich auf, wie Miran­da sich auf Kat­ie — eines der belieb­tes­ten Mäd­chen der Klas­se — zu kon­zen­trie­ren beginnt. Sie ahmt ihre Ges­ten nach, ihre Art zu spre­chen. Mit ein paar Tricks gewinnt sie Kat­ies Freund­schaft und all­mäh­lich blüht Miran­da auf. Kat­ie hin­ge­gen wirkt immer farb­lo­ser und ver­liert an Gewicht und Aus­strah­lung, je mehr Miran­da davon zu gewin­nen scheint. Oli­ve recher­chiert im Inter­net und hegt mit einem Male einen ent­setz­li­chen Ver­dacht: ist Miran­da Weiterlesen!

Lucy Christopher — Isla Schwanenmädchen

Lucy Christopher Isla Schwanenmädchen29.November 2011

Die bri­tisch-aus­tra­li­sche Autorin Lucy Chris­to­pher hat mit „Isla Schwa­nen­mäd­chen“ eine wun­der­schö­ne Vater-Toch­ter-Geschich­te geschrie­ben. Ein Buch über die Magie des Flie­gens, über die Freund­schaft zu einem ganz beson­de­ren Schwan, über und einen Vater, der wie­der gesund wird! Nomi­niert wur­de der Roman auch für den Waterstone’s Pri­ze. Und gewann 2010 den Bran­ford Boa­se Award. Ab 10 Jah­ren zu emp­feh­len, aber auch für Jugend­li­che und Erwach­se­ne.

Isla und ihr Vater lie­ben es jedes Jahr, wenn es kalt wird, die Schwä­ne zu beob­ach­ten. Doch die­se Jahr ist etwas anders: der Schwarm fliegt ver­se­hent­lich in neu errich­te­te Strom­lei­tun­gen hin­ein. Ein paar der Vögel ster­ben und einer scheint den Weg zu sei­ner Sip­pe nicht mehr zurück­zu­fin­den. Ihn trifft Isla am See des Kran­ken­hau­ses wie­der, in das ihr Vater nach einem Zusam­men­bruch ein­ge­lie­fert wird. Ihr Vater hat Pro­ble­me mit sei­nem Herz. Der ein­sa­me Schwan hat Pro­ble­me mit dem Flie­gen. Isla, die ver­sucht mit der Krank­heit ihres Vaters, der Angst und Sor­ge um ihn fer­tig­zu­wer­den, kommt auf die Idee… Weiterlesen!