Alkoholismus

Saskia Sarginson — Zertrennlich

Saskia Sarginson Zertrennlich2.August 2014

Zer­trenn­lich” von Sas­kia Sarg­in­son ist das hoch­ge­lob­tes Debüt einer bri­ti­schen Autorin. Ein Psy­cho­gramm einer ganz beson­de­ren Schwestern­be­zie­hung vor dem Hin­ter­grund eines schreck­li­chen Ereig­nis­ses in der Jugend der zwei Mäd­chen. Sprach­ge­wal­tig und bril­lant erzählt. Ein her­aus­ra­gen­des Buch! Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Isol­te und Vio­la sind Zwil­lings­schwes­tern. Seit ihre Mut­ter die Hip­pie- Kom­mu­ne ver­las­sen hat, in der sie eini­ge Zeit gelebt haben, woh­nen sie in einem Häus­chen mit­ten im Wald. Glück­se­lig­keit pur. Tage in der Natur. Ent­de­ckun­gen, Frei­heit. Die auf­re­gen­de Freund­schaft zu den zwei Jun­gen aus der Nach­bar­schaft, die eben­falls Zwil­lin­ge sind. Aben­teu­er. Aber auch Beschwer­lich­keit und Sor­gen prä­gen ihren All­tag. Wenn die Zie­ge geschlach­tet wer­den muss und die Mut­ter mal wie­der einen über den Durst trinkt. Wenn die ehe­ma­li­gen Hip­pie­freun­de zu Besuch kom­men oder der neue Freund der Mut­ter samt Toch­ter Pol­ly sich in ihre Fami­lie drän­gen. Auch die Bezie­hung der Schwes­tern ver­än­dert sich. Vio­la erlebt ihre ers­te gro­ße Lie­be, ver­heim­licht sie aber vor Isol­te. Und dann ist da noch das Unaus­ge­spro­che­ne, das Schreck­li­che, das Weiterlesen!

Kerstin Lundberg Hahn — Der Schatten an meiner Wand

Kerstin Lundberg Hahn Der Schatten an meiner Wand7.April 2014

Schon das wirk­lich schön gestal­te­te Cover von “Der Schat­ten an mei­ner Wand” von der schwe­di­schen Autorin Kers­tin Lundberg Hahn hat mich gleich neu­gie­rig auf die­ses Buch gemacht! Eine Gru­sel­ge­schich­te aus Schwe­den, die neben Freund­schaft auch Mob­bing und Alko­ho­lis­mus in der Fami­lie auf sen­si­ble Wei­se zum The­ma macht. Span­nend und geheim­nis­voll — Lese­ver­gnü­gen garan­tiert! Für Kin­der ab 10 Jah­ren.

Nord­schwe­den. Kurz vor den Som­mer­fe­ri­en. Schon wie­der sind Mikae­la, genannt Micke, und ihre Mut­ter umge­zo­gen. Nun woh­nen sie in einem klei­nen Ört­chen in einem alten, etwas her­un­ter­ge­kom­me­nen Haus am Wald­rand. Ein Fens­ter im Wohn­zim­mer ist zer­sprun­gen, der Holz­bo­den zeigt Tritt­spu­ren ohne Ende und in Mickes neu­em Zim­mer befin­det sich ein selt­sa­mer gro­ßer Fleck an der Wand. Dafür ist der Wald ganz nah und es gibt in der umlie­gen­den Natur für Micke viel zu ent­de­cken. Auch einen rei­ßen­den Fluss mit hohen Fel­sen und Strom­schnel­len. Der All­tag beginnt für Mut­ter und Toch­ter schnell: Mickes Mut­ter, ihres Zei­chens erfolg­lo­se Künst­le­rin, fängt an in einem Senio­ren­heim zu arbei­ten und Micke darf die letz­ten Tage vor den Feri­en noch zur Schu­le gehen. Begin­nen­de Freund­schaf­ten zu zwei Mäd­chen in der Schu­le erhei­tern ihre Frei­zeit­ge­stal­tung nur in Maßen. Die zicki­ge Clau­dia… Weiterlesen!

Lola Renn — Drei Songs später

Lola Renn Drei Songs später19.Februar 2013

Drei Songs spä­ter” von der deut­schen Autorin Lola Renn ist ein kurz­wei­li­ger, inter­es­sant geschrie­be­ner Roman über gro­ße Träu­me, Tanz und fami­liä­re Pro­ble­me. Erschie­nen im Bloo­moon Ver­lag, dem neu­en Imprint von arsE­di­ti­on. Für Jugend­li­che ab 12.

Die 15-jäh­ri­ge Zeta möch­te unbe­dingt Tän­ze­rin wer­den! Doch ihre Eltern glau­ben nicht an sie, der cho­le­ri­sche Vater möch­te lie­ber, dass sie ihr Abitur mit Bra­vour meis­tert und die Mut­ter hält ohne­hin meis­tens zu ihrem Mann. Vor allem ihre schlech­te Mathe­ma­tikno­te sorgt bei Zetas Vater regel­mä­ßig für Wut­aus­brü­che. Sie nimmt doch schon Nach­hil­fe! War­um ist sie denn immer noch so schlecht? Doch Mathe will ein­fach nicht in Zetas Kopf hin­ein. Am liebs­ten wäre sie auf ein musi­sches Inter­nat gegan­gen, aber das erlaub­ten ihre Eltern, die bei­de ger­ne in den Alko­hol flüch­ten, nicht. Über­haupt hat sie es zur Zeit sehr schwer zu Hau­se. Wegen jeder Klei­nig­keit ras­tet ihr Vater… Weiterlesen!

Martina Steinkühler — Das Inselcamp

Martina Steinkühler Das Inselcamp10. Juli 2012

Mit dem christ­li­chen Roman “Das Insel­camp” trifft Mar­ti­na Stein­küh­ler genau den Ton der Jugend­li­chen und lässt zwölf völ­lig lust­lo­se Kon­fir­man­ten durch den außer­ge­wöhn­li­chen Ein­satz eines Dia­kons und eines von ihm initi­ier­ten, zwei­wö­chi­gen Zelt­la­gers eine kom­plett neue Erfah­rung machen und sie einen gro­ßen Schritt in Rich­tung Glau­ben gehen. Toll als Geschenk zur Kon­fir­ma­ti­on oder als Lek­tü­re, um sich mit sei­nem Glau­ben oder (sei­ner Ungläu­big­keit) aus­ein­an­der­zu­set­zen. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und für Erwach­se­ne.

Kei­nen Bock auf Kon­fir­ma­ti­ons­un­ter­richt. Lust­lo­sig­keit jeden Diens­tag in den Gesich­tern der zwölf Kon­fir­man­ten einer klei­nen Gemein­de. Bis Dia­kon Jott es schließ­lich satt hat: er will die Jugend­li­chen nicht mehr kon­fi­mie­ren! Die Eltern reagie­ren empört. Eine Mut­ter hat sogar bereits Tisch­kärt­chen für die Fei­er dru­cken las­sen. Beschwer­den an höhe­re kirch­li­che Instan­zen fol­gen. Und was tut Dia­kon Jott? Er macht den Jugend­li­chen einen letz­ten Vor­schlag: ja, er wird sie kon­fi­mie­ren, wenn sie ihm zwei Wochen ihrer Som­mer­fe­ri­en opfern und mit ihm auf eine ein­sa­me Nord­see­insel fah­ren. Nein, dan­ke! Damit ist kei­ner der Jugend­li­chen ein­ver­stan­den. Und so neh­men sie… Weiterlesen!

Peter Pohl — Meine Freundin Mia

Peter Pohl Meine Freundin Mia8.März 2012

Mei­ne Freun­din Mia” von dem schwe­di­schen Schrift­stel­ler Peter Pohl ist nicht nur die Geschich­te einer Freund­schaft, son­dern auch eine Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Alko­ho­lis­mus in der Fami­lie. Bewe­gend geschrie­ben. Geeig­net für Kin­der ab 10 Jah­ren, die auch bereit sind, sich mit ein wenig erns­te­ren The­men zu befas­sen und für Erwach­se­ne.

Der Roman spielt in Schwe­den. Laut einer Sta­tis­tik leben 20% aller Kin­der in einer Fami­lie, in der ent­we­der ein Eltern­teil oder bei­de ein Alko­hol­pro­blem haben. Auch die 11-jäh­ri­ge Lena, die Haupt­fi­gur des Buches, hat eine Mut­ter, die Alko­ho­li­ke­rin ist. Sie muss stets vor­sich­tig sein, in wel­chem Zustand sich ihre Mut­ter momen­tan befin­det. Da kann es zum Bei­spiel auch ein paar Schlä­ge geben, wenn sie ver­gisst die Haus­tü­re abzu­schlie­ßen. Um ihren fünf­jäh­ri­gen Bru­der Ola muss sich Lena meis­tens küm­mern und ihn zur Vor­schu­le brin­gen. Dass sie dann meis­tens selbst zu spät zur Schu­le kommt, ist lei­der häu­fig der Fall. Lügen, um bei­spiels­wei­se die Vor­schul­leh­re­rin zu beru­hi­gen, kom­men ihr mitt­ler­wei­le ganz leicht über die Lip­pen. Lenas bes­te Freun­din Mia weiß nichts von den Pro­ble­men, mit denen Lena tag­täg­lich zu kämp­fen hat. Mia ist immer so gut drauf und erzählt so lus­ti­ge Geschich­ten über ihre vie­len Geschwis­ter. Doch dann… Weiterlesen!