Ab 15 Jahren

Sharon M. Draper — Out of my mind: Mit Worten kann ich fliegen

Sharon M. Draper - Out of my mind Mit Worten kann ich fliegen

23.Februar 2016

Nor­ma­ler­wei­se begin­ne ich eine Rezen­si­on ganz anders, aber bei “Out of my mind: Mit Wor­ten kann ich flie­gen” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Sharon M. Dra­per muss ich eine Aus­nah­me machen. Ich lese in der Woche im Durch­schnitt zwei bis drei Bücher, im Jahr unge­fähr 120 Titel. Davon bekom­men nur maxi­mal 1–3 Bücher im Jahr einen Ehren­platz im Regal. “Mit Wor­ten kann ich flie­gen” wird die­ses Jahr (bezieht sich auf die Hard­co­ver­aus­ga­be, März 2014) einen davon erhal­ten! Ein aus­ge­spro­chen berüh­ren­der Roman. Eine Geschich­te, die — und das ist mir wirk­lich noch nie pas­siert — mir sogar beim Lesen die Freu­den­trä­nen in die Augen getrie­ben hat — und mir auch nach dem Ende der Lek­tü­re so schnell nicht aus dem Kopf gegan­gen ist. Ich schrei­be dies sel­ten, aber die­ses Buch ist defi­ni­tiv eines, das gele­sen wer­den soll­te ! Für Jugend­li­che allen Alters (frü­hes­tens ab 11 Jah­ren) und beson­ders für Erwach­se­ne.

Melo­dy ist elf Jah­re alt. Sie kann nicht allei­ne essen, nicht auf Toi­let­te gehen, nicht lau­fen und vor allem nicht spre­chen. Sie lei­det schon seit frü­h­ers­ter Kind­heit an einer zereb­ra­len Kin­der­läh­mung und muss in einem Roll­stuhl fest­ge­schnallt wer­den. Das Leben für sie und ihre Eltern ist nicht immer ein­fach. Doch Melo­dy ist ein erstaun­li­ches Kind. Sie ist super intel­li­gent, hat ein foto­gra­phi­sches Gedächt­nis und liebt die Magie der Wör­ter, auch wenn sie selbst nur ein­zel­ne Lau­te von sich geben kann. Von vie­len wird sie schlicht­weg unter­schätzt und für dumm gehal­ten. Vor­ur­tei­le und Ableh­nung prä­gen… Weiterlesen!

Julie Leuze — Sternschnuppenträume

Julie Leuze Sternschnuppenträume3.Dezember 2015

Rich­tig schö­nes Lese­fut­ter lie­fert die Stutt­gar­ter Auto­rin Julie Leu­ze mit “Stern­schnup­pen­träu­me”, ihrem zwei­ten Jugend­buch. Roman­tisch und vol­ler Ernst­haf­tig­keit erzählt sie vom Erwach­sen­wer­den, Fami­li­en­pro­ble­men und der gro­ßen Lie­be. Ein­fühl­sam und sehr unter­halt­sam geschrie­ben. Ide­al zum Abtau­chen und Sich-Mit­rei­ßen-Las­sen! Für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 15 Jah­ren.

Die 17-jäh­ri­ge Svea und der 17-jäh­ri­ge Nick leben auf einer Insel an der Nord­see. Bis­her hat­te ihr Leben kei­ne gemein­sa­men Berüh­rungs­punk­te, doch in einer Nacht, in der sie bei­de unab­hän­gig von­ein­an­der eine Strand­par­ty ver­las­sen und die Ein­sam­keit suchen, um über ihr kom­pli­zier­tes Fami­li­en­le­ben nach­zu­den­ken, begeg­nen sie sich. Selt­sa­mer­wei­se ist es gera­de der Schmerz über ihre momen­ta­ne Situa­ti­on, den sie tei­len. Eine uner­war­te­te Nähe ent­steht zwi­schen ihnen. Ein Kuss, den Svea aller­dings bald abbricht. Denn die­se Bezie­hung darf nicht sein. Nick, Sohn ver­mö­gen­der Eltern, Sun­ny­boy der Schu­le, On-off-Freund von Astrid — und sie, das geht gar nicht! Zumal sie sich in ihrer jet­zi­gen Lage sowie­so kei­nen Feh­ler erlau­ben darf. Nie­mand darf hin­ter das Geheim­nis kom­men, das ihre Mut­ter umgibt, sonst hat das unge­ahn­te Kon­se­quen­zen für sie und ihren Vater. Doch auch Nick, dem Svea nicht mehr aus dem Kopf geht, hat etwas zu ver­ber­gen. Denn … Weiterlesen!

Olaug Nilssen — Turn me on!

Olaug Nilssen Turn me on!1.September 2015

Turn me on” von der nor­we­gi­schen Auto­rin Olaug Nils­sen ist weni­ger ein Roman, mehr eine kurz­wei­li­ge (80 Sei­ten lan­ge) Erzäh­lung. Ein Aus­schnitt aus dem Leben eines jun­gen Mäd­chens, das auf­grund einer unsitt­li­chen Begeg­nung mit einem Jun­gen, die sie laut­hals ver­kün­det, zum Außen­sei­ter wird. Haupt­au­gen­merk liegt in der Geschich­te jedoch auf der Aus­le­bung ihrer eige­ne Sexua­li­tät, wel­che äußerst frei­zü­gig geschil­dert wer­den. Kein Buch für jeden! Anstö­ßig, abstrus und ein­fach anders. Ein biss­chen “Feucht­ge­bie­te (von Char­lot­te Roche) für Jugend­li­che sozu­sa­gen. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Nor­we­gen. Ein klei­nes Pro­vinz­nest. Alma ist 15. Sie schwärmt heim­lich für Arthur. Und dies vor allem in Gedan­ken. Sehr ero­ti­schen, aus­ufern­den Gedan­ken. Auf einer Par­ty kommt er ihr drau­ßen uner­war­tet näher. Das erzählt sie sofort den ande­ren: “Er hat mich mit sei­nem Schwanz gepikst”, wie­der­holt Alma. “Er hat mich mit sei­nem Schwanz gepikst”, sagt sie noch ein­mal, ohne zu mer­ken, wie bescheu­ert das klingt, dafür ist sie zu betrun­ken. “Sein Schwanz war ganz steif, und er hat mich damit gepikst” (Zitat aus “Turn me on!” S.5). Doch die ande­ren glau­ben ihr nicht. Und Alma wird plötz­lich aus­ge­grenzt. Doch wo soll sie hin mit ihren Gedan­ken? Ihrer sexu­el­len, stän­di­gen Erre­gung? Ihren Phan­ta­si­en? Über Arthur, über ihre Freun­din Ingrid mit der gro­ßen Ober­wei­te? Alma lebt aus, was sie kann. Auf der Toi­let­te, mit… Weiterlesen!

Katrin Zipse — Die Quersumme von Liebe

Katrin Zipse Die Quersumme von Liebe25.Juni 2015

Thad­dä­us-Troll-Preis­trä­ge­rin Kat­rin Zip­se legt mit “Die Quer­sum­me von Lie­be” ihren nächs­ten Roman vor. Gekonnt und auf ihre beson­de­re, tief­grün­di­ge Art erzählt sie von einem alten Fami­li­en­ge­heim­nis, der Sehn­sucht nach Sicher­heit und der Lie­be. Zutiefst ergrei­fend. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren, die auch mit ein wenig anspruchs­vol­le­rer Lite­ra­tur etwas anfan­gen kön­nen und Erwach­se­ne.

In der Grund­schu­le hat die nun 16-jäh­ri­ge Luzie damit ange­fan­gen. Mit dem Zäh­len. Sie zähl­te die Tage, bis Robert, der neue, unbe­lieb­te Freund ihrer Mut­ter wie­der aus­zie­hen wür­de (es waren letzt­end­lich 1080 Tage). Bis ihr frisch auf die Welt gekom­me­ne Halb­bru­der Aaron, mit dem der unbe­lieb­te Freund die Mut­ter zurück­ge­las­sen hat­te, wie­der ver­schwin­den wür­de (“Am ein­tau­send­ein­hun­dertundein­und­zwan­zigs­ten Tag gab ich das Wün­schen auf, weil ich kei­ne Hoff­nung mehr hat­te. Aaron blieb. Aber ich zähl­te wei­ter. Man wuss­te ja nie.” Zitat aus “Die Quer­sum­me von Lie­be”, S.18). Im Alter von neu­en Jah­ren ent­deck­te Luzie, als sie in der Schu­le das Divi­die­ren lernt, dass hin­ter den Zah­len noch ein viel grö­ße­res Sys­tem liegt. Dazu muss­te sie nicht ein­mal die Tage zäh­len. Es reich­te auch ein Datum oder die Anzahl von Regen­schir­men oder ein Auto­kenn­zei­chen. Sie nahm jene Zahl und teil­te sie durch deren Quer­sum­me. Ist das Ergeb­nis eine gera­de, wird alles gut. Ist eine Zahl nach dem Kom­ma vor­han­den, wird zwar kei­ne rie­sen­gro­ße Kata­stro­phe ein­tre­ten, aber opti­mal wird das Ereig­nis, auf wel­ches sie sich bezieht, nicht lau­fen. Die Kata­stro­phe tritt erst dann ein, wenn … Weiterlesen!

Kai Meyer — Asche und Phönix

Kai Meyer Asche und Phönix30.Januar 2015

Der bekann­te, deut­sche Fan­ta­sy-Autor Kai Mey­er hat wie­der ein neu­es Buch geschrie­ben: “Asche und Phö­nix”. Über die Schat­ten­sei­ten von Reich­tum und Erfolg und das Leben am Ran­de der Gesell­schaft. Über eine geheim­nis­vol­le Macht und eine gro­ße Lie­be. Die­ser fan­tas­ti­sche Roman hat alles, was es braucht, um gut zu unter­hal­ten! Für Jugend­li­che ab 15 (Jungs und Mäd­chen) und Erwach­se­ne.

Der jun­ge Par­ker Cale ist ein Star. Als Schau­spie­ler hat er in der erfolg­rei­chen “Gla­mour”-Tri­lo­gie mit­ge­wirkt, die sein Vater pro­du­ziert hat und wird nun von den Mäd­chen nur noch krei­schend ange­him­melt. Par­ker ist süch­tig nach Erfolg. Den­noch wagt er es sich auf einer Pres­se­kon­fe­renz gegen sei­nen Vater und des­sen Fil­me zu stel­len. Auf der ver­früh­ten Rück­fahrt zum Hotel trifft er in sei­ner Sui­te auf die jun­ge Ash, die sich als Zim­mer­mäd­chen aus­gibt, aber eigent­lich nur sei­ne Geld­bör­se zuvor heim­lich um meh­re­re Dol­lar­schei­ne erleich­tert hat. Par­ker, der sie durch­schaut hat, lässt sich auf ihr Spiel, wegen eines Inter­views gekom­men zu sein, ein und for­dert nur eines von ihr: sie möge ihn unge­se­hen aus dem Hotel brin­gen. Auf der Flucht vor … Weiterlesen!

Raquel J. Palacio — Wunder

Raquel J. Palacio Wunder1.Januar 2015

Die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Raquel J. Pala­cio hat “Wun­der” geschrie­ben und damit ihren Lesern eben­falls ein enor­mes Lese-“wunder” beschert: Ein anrüh­ren­des, außer­ge­wöhn­li­ches Buch über inne­re Schön­heit und Freund­schaft. Ein Plä­doy­er für mehr Mensch­lich­keit, Tole­ranz und Her­zens­wär­me. Lese­tipp für Erwach­se­ne, Jugend­li­che und Kin­der ab 10 Jah­ren. Her­aus­ra­gend!!

August ist anders als ande­re Kin­der. Durch einen äußerst, äußerst sel­te­nen Gen­feh­ler hat er seit Geburt ein Gesicht, das sehr defor­miert ist. Sei­ne Augen sit­zen etwas tie­fer, unge­fähr auf Wan­gen­hö­he, sei­ne Ohren haben die Form klei­ner Blu­men­kohl­rös­chen und ein Kinn hat er erst durch eine Ope­ra­ti­on erhal­ten. Bis­her ist August nur zu Hau­se von sei­ner Mut­ter unter­rich­tet wor­den, doch nun — im Alter von 10 Jah­ren — darf er das ers­te Mal in die Schu­le gehen. Bei einer pri­va­ten Füh­rung wäh­rend der Feri­en, zu der sich neben dem Direk­tor auch ein paar ande­re Schü­ler bereit erklärt haben, bekommt August die Schu­le gezeigt. Natür­lich beginnt der ers­te Schul­tag mit Getu­schel und vie­len Bli­cken in sei­ne Rich­tung, doch August fin­det zwei Freun­de: Sum­mer und Jack, die ihn so mögen und akzep­tie­ren wie er ist. Doch dann belauscht August eines Tages ein Gespräch zwi­schen… Weiterlesen!

Dianne Touchell — Zwischen zwei Fenstern

Dianne Touchell - Zwischen zwei Fenstern12.Dezember 2014

Zwi­schen zwei Fens­tern” von der aus­tra­li­schen Auto­rin Dian­ne Tou­chell ist ein kunst­voll gestal­te­tes Buch, wel­ches Geheim­nis­se unter dem Schutz­um­schlag und im Buch­in­nen­de­ckel ver­birgt. Es erzählt von Lie­be, Fami­lie, Nähe und Distanz. Es ist scho­nungs­los und anders. Beson­ders. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Er nennt sie Maud, weil er ihren Namen nicht kennt. Sie nennt ihn Cree­py, weil ihn alle so unheim­lich fin­den. Er ist ein Außen­sei­ter, ver­sucht in der Schu­le nicht auf­zu­fal­len. Sie lei­det an Tri­chotil­lo­ma­nie, das heißt, sie reißt sich stän­dig Haa­re aus. Am Kopf, an den Augen, in der Scham­ge­gend. Maud und Cree­py woh­nen gegen­über von­ein­an­der. Er beob­ach­tet sie oft durchs Fens­ter. Er hat sich in sie ver­liebt. Wür­de es aber nie wagen, ihr sei­ne Lie­be zu geste­hen. Sei­ne Eltern geben ihm ein schlech­tes Bei­spiel eines Ehe­le­bens vor, wel­ches eher einem Rosen­krieg gleicht. Sei­ne Mut­ter trinkt tags­über stän­dig heim­lich Alko­hol. Sein Vater rich­tet den Hund ab, um ihm im Kampf gegen sei­ne Frau als Waf­fe zu miss­brau­chen. Doch an dem Tag, an dem Cree­py beob­ach­tet, wie Mauds Vater dem Mäd­chen eine Ohr­fei­ge ver­passt, nimmt er das ers­te Mal mit einem geschrie­ben Schild Kon­takt zu ihr auf. Und das ver­än­dert alles…… Weiterlesen!

Kristen Simmons — Artikel 5

Kristen Simmons Artikel 511.Oktober 2014

Ein Buch, das gleich schon durch sein inter­es­sant gestal­te­te­tes Cover auf­merk­sam macht, ist “Arti­kel 5” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Kris­ten Sim­mons, jetzt frisch als Taschen­buch erschie­nen. Ein fes­seln­der, dys­to­pi­scher Roman über ein stren­ges Regime, den Kampf um Frei­heit, Lie­be und Mensch­lich­keit. Spek­ta­ku­lär! Ab 15 Jah­ren.

Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka befan­den sich fünf Jah­re lang im Krieg und wur­den auf das Hef­tigs­te atta­ckiert. Nun ist Frie­den, und das schon seit drei Jah­ren. Aber es gab gro­ße poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen. Das FBI wur­de ersetzt, durch das FBR, dem Federal Bureau of Refor­ma­ti­on, hin­ter dem das Mili­tär steht. Jedes Ver­ge­hen gegen die neu auf­ge­stell­ten Sta­tu­te wird streng bestraft. Man darf bestimm­te Bücher nicht lesen, muss die ame­ri­ka­ni­sche Kir­che als offi­zi­el­le Reli­gi­on aner­ken­nen, darf kei­ne unehe­li­chen Kin­der zeu­gen. Nun wur­de der Arti­kel 5 neu über­ar­bei­tet und schließt somit auch Kin­der unter 18 Jah­ren ein, die bereits unehe­lich gezeugt wur­den. Das betrifft — völ­lig über­ra­schend — die Mut­ter der 17-jäh­ri­ge Ember, die von Sol­da­ten fest­ge­nom­men und unter Arrest gestellt wer­den soll. Doch so sehr Ember sich auch gegen die Sol­da­ten wehrt und ver­hin­dern will, dass ihre Mut­ter abge­führt wird, sie kann nichts dage­gen aus­rich­ten. Viel schlim­mer ist für sie jedoch, dass aus­ge­rech­net… Weiterlesen!

Antonia Michaelis — Solange die Nachtigall singt

 Antonia Michaelis Solange die Nachtigall singt1.September 2014

Solan­ge die Nach­ti­gall singt” von der deut­schen Auto­rin Anto­nia Michae­lis ist nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Rich­tig bekannt gewor­den ist die deut­sche Auto­rin durch den “Mär­chen­er­zäh­ler”. Erzäh­le­risch gese­hen kommt das hier vor­ge­stell­te Buch die­sem am nächs­ten. Ein sprach­ge­wal­ti­ger, mär­chen­haf­ter Roman über Lie­be, Natur, Schön­heit und düs­te­re Geheim­nis­se. Ab 15 Jah­ren emp­foh­len. Abso­lu­ter Lese­tipp! Mein Jah­res-High­light !!

Der 18-Jäh­ri­ge Jari hat soeben sei­ne Tisch­ler­leh­re im väter­li­chen Betrieb abge­schlos­sen und darf nun drei Wochen lang sei­ne Frei­heit genie­ßen. An der tsche­chisch-deutsch-pol­ni­schen Gren­ze will er auf Wan­der­schaft gehen und in der Ein­sam­keit des Wal­des sein Glück suchen. In einer Gale­rie lernt er zuvor die gleich­alt­ri­ge Jascha ken­nen, ein ver­krüp­pel­tes, furcht­bar häss­li­ches Mäd­chen, das der Gale­ris­tin regel­mä­ßig Gemäl­de lie­fert. Da sie den glei­chen Weg in den Wald hat, beglei­tet Jari sie. Bis Jascha auf ein­mal aus ihren Klei­dern schlüpft und mit einem Male das schöns­te Mäd­chen, das Jari je gese­hen hat, vor ihm steht. Die Leu­te müs­sen nicht alles über sie wis­sen, so Jaschas Erklä­rung, wäh­rend sie ihm anbie­tet eine Nacht in ihrem Haus im Wald zu ver­brin­gen, damit sie dort nicht so allei­ne ist. Ein Platz für eine Nacht in ihrem Bett, denkt Jari und geht auf das ver­lo­cken­de Ange­bot ein. Doch in dem Haus… Weiterlesen!

Saskia Sarginson — Zertrennlich

Saskia Sarginson Zertrennlich2.August 2014

Zer­trenn­lich” von Sas­kia Sarg­in­son ist das hoch­ge­lob­tes Debüt einer bri­ti­schen Auto­rin. Ein Psy­cho­gramm einer ganz beson­de­ren Schwestern­be­zie­hung vor dem Hin­ter­grund eines schreck­li­chen Ereig­nis­ses in der Jugend der zwei Mäd­chen. Sprach­ge­wal­tig und bril­lant erzählt. Ein her­aus­ra­gen­des Buch! Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Isol­te und Vio­la sind Zwil­lings­schwes­tern. Seit ihre Mut­ter die Hip­pie- Kom­mu­ne ver­las­sen hat, in der sie eini­ge Zeit gelebt haben, woh­nen sie in einem Häus­chen mit­ten im Wald. Glück­se­lig­keit pur. Tage in der Natur. Ent­de­ckun­gen, Frei­heit. Die auf­re­gen­de Freund­schaft zu den zwei Jun­gen aus der Nach­bar­schaft, die eben­falls Zwil­lin­ge sind. Aben­teu­er. Aber auch Beschwer­lich­keit und Sor­gen prä­gen ihren All­tag. Wenn die Zie­ge geschlach­tet wer­den muss und die Mut­ter mal wie­der einen über den Durst trinkt. Wenn die ehe­ma­li­gen Hip­pie­freun­de zu Besuch kom­men oder der neue Freund der Mut­ter samt Toch­ter Pol­ly sich in ihre Fami­lie drän­gen. Auch die Bezie­hung der Schwes­tern ver­än­dert sich. Vio­la erlebt ihre ers­te gro­ße Lie­be, ver­heim­licht sie aber vor Isol­te. Und dann ist da noch das Unaus­ge­spro­che­ne, das Schreck­li­che, das Weiterlesen!