Ab 12 Jahren

Anna Palm — Die Selbstvergessenen

Anna Palm Die Selbstvergessenen19.Mai 2012

Die noch sehr jun­ge, deut­sche Auto­rin Anna Palm hat mit “Die Selbst­ver­ges­se­nen” einen Roman mit fan­tas­ti­schen Ele­men­ten geschrie­ben. Eine span­nen­de Inter­nats­ge­schich­te, die auf­zeigt, wie bedeut­sam es ist, mensch­lich sein zu dür­fen und Feh­ler zu machen. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Sofia ist impul­siv, frech und ziem­lich vor­laut. Des Öfte­ren hat sie ihren Leh­rern schon die Mei­nung gesagt. Als sie ihren Kunst­leh­rer ver­se­hent­lich mit einer Glas­fla­sche trifft und sich auch noch mit dem Sohn des Direk­tors anlegt und sei­ne Uhr beschä­digt, ist es jedoch vor­bei: Sofia fliegt hoch­kant von der Schu­le! Sie ist ent­setzt, als sie erfährt, dass ihre Mut­ter sie auf ein Inter­nat für schwer erzieh­ba­re Kin­der schi­cken will. Zumal sie sich dann von ihren Freun­den und ihrer Zwil­lings­schwes­ter Mila tren­nen muß. Doch Sofi­as Mut­ter kennt kein Erbar­men. Auf dem Inter­nat fühlt sich Sofia äußerst unwohl. Alle ande­ren Mit­schü­ler ver­hal­ten sich irgend­wie selt­sam. Sie sind so brav und ange­passt. Machen in jedem Unter­richts­fach eine gute Figur, so dass Sofia sich völ­lig unge­bil­det vor kommt. Als sie in der neu­en Mit­schü­le­rin Male­en eine der ers­ten “nor­ma­len”, unper­fek­ten Men­schen trifft, ist sie über­glück­lich. Doch auch Male­en ver­än­dert sich plötz­lich Weiterlesen!

Kimberly Derting — Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes Herz

Kimberly Derting Dark: Queen Schwarze Seele, schneeweißes Herz3.April 2012

Mit “Dark Queen: Schwar­ze See­le, schnee­wei­ßes Herz” hat die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Kim­ber­ly Der­ting ein Buch geschrie­ben, das für Leser dys­to­pi­scher Roma­ne bes­tens geeig­net ist. Es ist der ers­te Teil einer Tri­lo­gie. Zudem ver­spricht es jede Men­ge Roma­nik und setzt sich mit dem The­ma einer unter­schied­li­chen Klas­sen­ge­sell­schaft aus­ein­an­der. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und jun­ge Erwach­se­ne.

Seit 400 Jah­ren sind nur Frau­en an der Macht: eine stren­ge Köni­gin regiert über das Land. Der gerings­te Dieb­stahl wird bereits mit der Todes­stra­fe geahn­det. Die Städ­te haben kei­ne Namen mehr, sie wer­den ledig­lich in Nord, Süd, West, Ost und Num­mern ein­ge­teilt. Eine Klas­sen­ge­sell­schaft hat sich gebil­det, die unter­schied­li­che Spra­chen spre­chen. Es gibt eine Uni­ver­sal­spra­che: Eng­lai­se. Die unte­ren Klas­sen dür­fen mit den Obe­ren kei­nen Augen­kon­takt haben. Auch das kann die Todes­stra­fe nach sich zie­hen. Stän­di­ge Rebel­lio­nen herr­schen im Land, Krie­ge ohne Ende, Flücht­lin­ge strö­men in die Haupt­stadt. Dort lebt Char­lai­ne, genannt Char­lie, mit ihrer Fami­lie. Das Mäd­chen hat eine beson­de­re Bega­bung: sie ver­steht jede Spra­che, muss die­se Fähig­keit aller­dings geheim­hal­ten. Nur ihre Eltern wis­sen davon und tun alles dafür, um ihr Geheim­nis zu ver­ber­gen. Denn es ist ver­bo­ten… Weiterlesen!

Marie-Aude Murail — Vielleicht sogar wir alle

Marie-Aude Murail Vielleicht sogar wir alle19.März 2012

Mit dem Titel “Viel­leicht sogar wir alle” hat die fran­zö­si­sche Best­sel­ler­au­to­rin Marie-Aude Murail eine bezau­bern­de Fami­li­en­ge­schich­te geschrie­ben (etwas, was es in der aktu­el­len Jugend­li­te­ra­tur eher sel­te­ner gibt), die zu berüh­ren weiß und den Leser schmun­zeln und stau­nen las­sen wird. Inter­es­san­ter­wei­se ist sie aus den Per­spek­ti­ven der Eltern und Kin­der geschrie­ben und gibt daher einen fas­zi­nie­ren­den, höchst amü­san­ten Ein­blick in den All­tag einer ganz nor­ma­len Fami­lie, die eben aus die­sem ver­sucht aus­zu­bre­chen. Zu emp­feh­len für alle Fans von Marie-Aude Murail natür­lich und sol­che, die noch nie etwas von ihr gele­sen haben und ein­fach gut unter­hal­ten wer­den möch­ten! Ab 12 Jah­ren und für Erwach­se­ne.

Fami­lie Doi­nel — das sind Vater, Mut­ter, die 14-jäh­ri­ge Char­lie und ihr klei­ner Bru­der Este­ban. Fami­li­en­merk­mal: eine graue Haar­sträh­ne, die gene­tisch vor­pro­gram­miert zu sein scheint und ca. im Jugend­al­ter auf­taucht (aller­dings nur väter­li­cher­seits).

Este­ban, der jüngs­te Fami­li­en­spross, geht in die drit­te Klas­se und ist ein hoch­in­tel­li­gen­tes Kind, wes­we­gen er auch eine Klas­se über­sprin­gen durf­te. In sei­ner Frei­zeit erfin­det er am liebs­ten die ver­schie­dens­ten Din­ge: einen Zeit­trans­por­ter, der mit einem Hirn­wel­len-Sen­sor ver­bun­den ist, einen Nanoro­bo­ter, den man durch die Nase schiebt und der das Blut… Weiterlesen!

Veronika Rotfuß — Mücke im März

Veronika Rotfuß Mücke im März9.März 2012

Mit einem wun­der­schön design­ten Schutz­um­schlag ist Vero­ni­ka Rofuß’ Jugend­buch “Mücke im März” jetzt erschie­nen. Ein Roman, der sich mit dem The­ma Alz­hei­mer beschäf­tigt und die Geschich­te einer ers­ten Lie­be schil­dert. Geeig­net ist das Buch der deut­schen Auto­rin für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren, die bereit sind sich auch mal mit einem etwas erns­te­ren The­ma aus­ein­an­der­zu­set­zen und mal ein Buch lesen wol­len, in dem nicht immer alles nur “Hei­le Welt” ist.

Die 15-jäh­ri­ge Mücke hat sich das ers­te Mal so rich­tig ver­liebt. In Yurik, den Jun­gen mit den zwei unter­schied­lich lan­gen Bei­nen, der sogar sei­ne Pom­mes mit ihr teilt und ein­fach etwas ganz Beson­de­res für sie ist. Doch Mücke kennt auch ein ande­res Leben außer ers­ter Lie­be und Nach­mit­ta­gen mit ihrer bes­ten Freun­din Nora auf den Dächern der Stadt: ein Leben zu Hau­se mit ihrer Fami­lie. Denn Mückes Mut­ter lei­det an Alz­hei­mer. Sie ist erst 47, aber aus­ge­rech­net sie gehört zu dem gerin­gen Pro­zent­satz an Men­schen, die es auch in jün­ge­ren Jah­ren tref­fen kann. Der All­tag ist für Mücke und ihren klei­nen Bru­der Jan nicht leicht. Ihre Mut­ter erkennt sie manch­mal nicht. Jetzt hat sie Jan sogar ange­grif­fen. Längst küm­mert sich eine Pfle­ge­kraft … Weiterlesen!

Patrycja Spychalski — Ich würde dich so gerne küssen

Patrycja Spchalski Ich würde dich so gerne küssen29.Februar 2012

Mit “Ich wür­de dich so ger­ne küs­sen” von der pol­nisch-deut­schen Auto­rin Patryc­ja Spy­chalski ist ein Roman erschie­nen, der jede Men­ge Roman­tik für jun­ge Leser ver­spricht, von der Lie­be zur Musik und dem Genuss von Frei­heit erzählt. Für Mäd­chen ab 12 Jah­ren.

Ber­lin. Frie­da wird 17. Ihren Geburts­tag fei­ert sie mit ihrer bes­ten Freun­din Maja, die eigent­lich genau das Gegen­teil von ihr ist: auf­ge­weckt, extro­ver­tiert und eine ech­te Stim­mungs­ka­no­ne. Stän­dig lernt sie irgend­wel­che Jungs ken­nen, die dann mit ihr um die Häu­ser zie­hen. So auch Jef­fer, den Maja ihr an die­sem Abend vor­stellt. Bei Stra­ßen­kra­wal­len (es ist 1. Mai) ver­lie­ren sich Maja und Frie­da und Jef­fer hilft Frie­da vor den wild gewor­de­nen Demons­tran­ten zu flüch­ten. Sie fan­gen an sich näher ken­nen zu ler­nen, sie reden, rau­chen, ver­brin­gen die Nacht in Jef­fers Woh­nung (in getrenn­ten Bet­ten). Vor allem die Musik ver­bin­det sie. Sie sehen sich wie­der auf Stra­ßen­kon­zer­ten, die Jef­fer und sei­ne Freun­de geben. Dort lernt Frie­da auch Kiki ken­nen, die sie vor Jef­fer warnt: er sei ein Her­zens­bre­cher. Den­noch trifft Frie­da sich wei­ter­hin mit ihm. Als ihre Eltern über­ra­schend für drei Wochen… Weiterlesen!

Stephan Sigg — Die 7 Todsünden

Stephan Sigg Die 7 Todsünden8.Februar 2012

Das neue Buch des Schwei­zer Auto­ren und Theo­lo­gen Ste­phan Sigg greift ein inter­es­san­tes The­ma auf: “Die 7 Tod­sün­den”. Schon allein das Cover ist einen Hin­gu­cker wert und lässt hof­fent­lich vie­le Leser danach grei­fen, denn auch inhalt­lich ist das Buch wie­der mehr als unter­halt­sam, anre­gend und lädt ein zu vie­len Dis­kus­sio­nen. Ab 12 Jah­ren und für Erwach­se­ne.

Das Buch ver­sam­melt sie­ben Kurz­ge­schich­ten, in denen Jugend­li­che die Haupt­rol­le spie­len. Mit­ten aus dem Leben gegrif­fen, bezieht sich jede der Geschich­ten auf eine der Tod­sün­den: Stolz, Neid, Völ­le­rei, Lust, Zorn, Neid, und Faul­heit. Jedoch — und das ist gera­de das Tol­le an dem Buch — ver­rät die Über­schrift nicht, wel­che Geschich­te sich auf wel­che Tod­sün­de bezieht. Der Leser ist selbst dazu ange­hal­ten mit zu raten. Eine “Auf­lö­sung” gibt es am Ende des Buches. Dazu aus­führ­li­che­re Erklä­run­gen zu jeder Geschich­te. Eben­falls wird der Ent­ste­hung der sie­ben Tod­sün­den auf den Grund gegan­gen (sie stam­men näm­lich nicht aus der Bibel… Weiterlesen!

Lisa Schroeder — In Liebe, Brooklyn

Lisa Schroeder In Liebe, Brooklyn20.Januar 2012

In Lie­be, Brook­lyn” der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Lisa Schro­eder ist eine Geschich­te über einen Ver­lust und des­sen Aus­wir­kun­gen. Das Buch ist optisch gese­hen mit dem klei­nen For­mat ein rich­ti­ger Hin­gu­cker. Es passt her­vor­ra­gend in jede Hand­ta­sche und hat mich sofort an die eben­falls sehr schön gestal­te­ten Son­der­aus­ga­ben des Fischer-Ver­lags erin­nert. Emp­feh­len wür­de ich die­ses rund­her­um gelun­ge­nes Buch jun­ge Erwach­se­nen und Jugend­li­chen ab 12 Jah­ren.

Brook­lyn und Nico besit­zen lei­der eine sehr unschö­ne Gemein­sam­keit. Sie haben bei­de einen gelieb­ten Men­schen ver­lo­ren: Luc­ca, der bei einem Auto­un­fall ums Leben gekom­men ist. Für Nico war er der Bru­der. Und für Brook­lyn die gro­ße Lie­be. Nun ein Jahr spä­ter bringt sich Luc­cas bes­ter Freund Gabe um. Er war am Steu­ers des Unfall­wa­gens geses­sen und hat­te über­lebt. Brook­lyn, die auch mit Gabe befreun­det war, trifft dies tief. Auch kann sie noch immer nicht mit dem Ver­lust von Luc­ca nicht umge­hen. Sie schreibt ihm täg­lich Brie­fe, die sie nie abschickt. Doch jetzt bekommt sie auch noch Alb­träu­me, in denen… Weiterlesen!

Lucy Christopher — Isla Schwanenmädchen

Lucy Christopher Isla Schwanenmädchen29.November 2011

Die bri­tisch-aus­tra­li­sche Auto­rin Lucy Chris­to­pher hat mit „Isla Schwa­nen­mäd­chen“ eine wun­der­schö­ne Vater-Toch­ter-Geschich­te geschrie­ben. Ein Buch über die Magie des Flie­gens, über die Freund­schaft zu einem ganz beson­de­ren Schwan, über und einen Vater, der wie­der gesund wird! Nomi­niert wur­de der Roman auch für den Waterstone’s Pri­ze. Und gewann 2010 den Bran­ford Boa­se Award. Ab 10 Jah­ren zu emp­feh­len, aber auch für Jugend­li­che und Erwach­se­ne.

Isla und ihr Vater lie­ben es jedes Jahr, wenn es kalt wird, die Schwä­ne zu beob­ach­ten. Doch die­se Jahr ist etwas anders: der Schwarm fliegt ver­se­hent­lich in neu errich­te­te Strom­lei­tun­gen hin­ein. Ein paar der Vögel ster­ben und einer scheint den Weg zu sei­ner Sip­pe nicht mehr zurück­zu­fin­den. Ihn trifft Isla am See des Kran­ken­hau­ses wie­der, in das ihr Vater nach einem Zusam­men­bruch ein­ge­lie­fert wird. Ihr Vater hat Pro­ble­me mit sei­nem Herz. Der ein­sa­me Schwan hat Pro­ble­me mit dem Flie­gen. Isla, die ver­sucht mit der Krank­heit ihres Vaters, der Angst und Sor­ge um ihn fer­tig­zu­wer­den, kommt auf die Idee… Weiterlesen!