Brian Selzninck — Wunderlicht

Brian Selznick Wunderlicht27.März 2012

Der ame­ri­ka­ni­sche Autor Bri­an Selz­nick hat nach dem Erfolg mit “Die Ent­de­ckung des Hugo Cabret” nun ein neu­es Kin­der­buch ver­öf­fent­licht: “Wun­der­licht”. Eine eben­so “wunder“schöne Geschich­te über zwei Kin­der, die unab­hän­gig von­ein­an­der auf der Suche nach Lie­be und Gebor­gen­heit sind. Haupt­the­men in Selz­nicks Roman sind die Lei­den­schaft für Muse­en, für das Sam­meln von Erin­ne­run­gen und Gegen­stän­den, die Lie­be zu New York und die Welt der Gehör­lo­sen, in die der Autor die Leser ent­führt. Eben­so wie bei “Die Ent­de­ckung des Hugo Cabret”  ist die Geschich­te teil­wei­se in Text und teil­wei­se in Bil­dern erzählt. Zu emp­feh­len für Kin­der ab 10 Jah­ren auf­wärts und für Erwach­se­ne. Zum Vor­le­sen, Gemein­sam- oder Allei­ne-Lesen. Lese­tipp für die gan­ze Fami­lie!!

Anders als in “Die Ent­de­ckung des Hugo Cabret” wird in die­sem Buch die Geschich­te einer Per­son nicht abwech­selnd in Bil­dern und Tex­ten erzählt, son­dern die zwei­er Per­so­nen: Rose und Ben. Roses Geschich­te wird nur in Bil­dern erzählt und Bens in Text. Und das eben­falls immer abwech­selnd. Erst gegen Ende, als der Leser erfährt, was die bei­den Per­so­nen mit­ein­an­der zu tun haben, ver­schmel­zen die unter­schied­li­chen Erzähl­strän­ge mit­ein­an­der und sor­gen für Auf­klä­rung.

Brian Selznick Wunderlicht1977:  Ben hat sei­ne Mut­ter durch einen Unfall ver­lo­ren und lebt nun bei sei­ner Tan­te, sei­nem Onkel, sei­ne Cou­si­ne und sei­nem Cou­sin. Als er eines Nachts in dem Haus sei­ner Mut­ter, das nun bald ver­kauft wer­den soll, ein Buch bei ihren Sachen fin­det. Der Name ist “Wun­der­licht” und beschreibt die Ent­ste­hungs­ge­schich­te von Muse­en. Dar­in fin­det er ein Lese­zei­chen mit einem Hin­weis auf sei­nen Vater, den in New York woh­nen soll. Doch in der Sekun­de, in der er die Tele­fon­num­mer wählt, die auf dem Lese­zei­chen ange­ge­ben ist, schlägt auf ein­mal ein Blitz in das Haus ein, der direkt durch die Tele­fon­lei­tung geht. Ben, der schon von Geburt an auf einem Ohr taub ist, wird nun auch noch auf dem gesun­den Ohr taub. Nach­dem er im Kran­ken­haus erwacht, beschließt er selbst nach New York zu fah­ren und sei­nen Vater zu suchen. Dort stößt er auf ein gro­ßes Muse­um, ein wahr­ge­wor­de­ner Traum für den Jun­gen, der stets eine Kas­set­te mit sei­nen gesam­mel­ten Schät­zen bei sich trägt. Und er fin­det in eben die­sem Muse­um einen Freund, der ihm einen Unter­schlupf gewährt und ihm bei der schwie­ri­gen Suche nach sei­nem Vater hilft …

Brian Selznick Wunderlicht1927: Rose ist seit ihrem zwei­ten Lebens­jahr taub­stumm. Ihre Eltern sind getrennt und sie lebt bei ihrem Vater. Man sieht sie auf den Bil­dern, wie sie eine Frau anhim­melt, die Schau­spie­le­rin ist. Sie geht in ihren neus­ten Kino­film, sie sam­melt in einem Album Zei­tungs­aus­schnit­te über sie und haut schließ­lich ab nach New York um sie zu besu­chen. Und Über­ra­schung: es ist ihre Mut­ter! Die gar nicht erfreut ist über ihren Besuch und das Mäd­chen wie­der nach Hau­se schickt. Doch Rose besucht ihren gro­ßen Bru­der, der in einem gro­ßen Muse­um arbei­tet. Viel­leicht kann er ihr ja hel­fen?

Ein wun­der­ba­res Buch!! Die Zeich­nun­gen sind her­aus­ra­gend und erzäh­len die Geschich­te wirk­lich gut. Klei­ne Details auf den Bil­dern geben zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen und es wird wie im Film nach und nach her­an­ge­zoomt, sodass man immer mehr Din­ge erken­nen kann, auf die es ankommt. Schön ist auch, dass die zwei unter­schied­li­chen Geschich­ten immer wie­der Über­ein­stim­mun­gen haben, sei es der Ort, wie das Muse­um, New York oder einen Sturm. Es wird ein Blick auf die Schwie­rig­kei­ten von Gehör­lo­sen gewor­fen und ein biss­chen die Zei­chen­spra­che erklärt. Eben­falls die Fas­zi­na­ti­on, die ein Muse­um bie­tet, wird durch die­ses Buch für Kin­der abso­lut greif­bar gemacht. Das Ende ist sehr pas­send und löst alle Fra­gen, die sich wäh­rend der Geschich­te gestellt haben. Ein schö­nes Hap­py-End :-)

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: cbj
ISBN: 978-3-570-15458-8
Erscheinungsdatum: 26.März 2012
Einbandart: Hardcover
Preis: 19,99€
Seitenzahl: 640
Übersetzer: Uwe-Michael Gutzschhahn
Originaltitel: "Wonderstruck"
Originalverlag: Scholastic

Amerikanisches Originalcover:
Brian Selznick Wunderlicht











Amerikanischer Trailer:
 

Kasimiras Bewertung:

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(5 von 5 mög­li­chen Punk­ten)

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Amerikanisches Cover: Homepage von Brian Selznick

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