Brian Conaghan — Der Junge, der es regnen ließ

Brian Conaghan Der Junge, der es regnen ließ18.Dezember 2012

Der Jun­ge, der es reg­nen ließ” von dem bri­ti­schen Autoren Bri­an Cona­g­han ist ein Jugend­buch über ein hoch bri­san­tes The­ma: Mob­bing und des­sen unvor­her­seh­ba­re Fol­gen. Ide­al als Klas­sen­lek­tü­re geeig­net, weil es viel Spiel­raum für eige­ne Über­le­gun­gen lässt. Für Jugend­li­che ab 14.

Chem ist neu an der Schu­le. Er kommt aus Eng­land und ist erst ganz frisch nach Schott­land gezo­gen. Der Umzug war nicht gewollt, aber not­wen­dig, da sein Vater sei­ne Arbeits­stel­le wech­seln muss­te. Der Jun­ge fällt auf durch sei­nen ande­ren Akzent, über den sich bald die NEDs — die unge­bil­de­ten Straf­tä­ter der Schu­le — lus­tig machen. Auch ist Chem ziem­lich intel­li­gent und ver­fügt über einen viel grö­ße­ren Wort­schatz, als die meis­ten ande­ren Jugend­li­chen in sei­nem Alter. Und obwohl er in der jun­gen Rosie eine Freun­din fin­det, geht das Mob­bing wei­ter und wird immer extre­mer. Bis die Situa­ti­on eska­liert und Chem etwas tut, das nicht mehr rück­gän­gig zu machen ist…

Brian Conaghan Der Junge, der es regnen ließDer Jun­ge, der es reg­nen ließ” ist auf eine ganz beson­de­re Art und Wei­se erzählt. Denn der ers­te Teil des Buches setzt sich nur aus Zeu­gen­aus­sa­gen und Berich­ten zusam­men von allen Men­schen, die Chem gekannt haben: Leh­rer aus der alten und neu­en Schu­le, sei­ne Freun­din, Mit­schü­ler und Eltern. Die­se Aus­sa­gen machen neu­gie­rig, streu­en Ver­däch­ti­gun­gen und regen zu Ver­mu­tun­gen an. Was ist pas­siert? Was hat Chem getan? Im zwei­ten Teil des Buches kommt er selbst zu Wort und erzählt die Geschich­te aus sei­ner Sicht — bis zum bit­te­ren Ende.

Das Ende selbst lässt jede Men­ge Fra­gen offen, ide­al für eine Schul­klas­se mit jeder Men­ge Mög­lich­kei­ten eige­ne Schluss­fol­ge­run­gen zu zie­hen oder gar ein gan­zes Ende zu schrei­ben. Für den “Pri­vat­le­ser” muss ich sagen, war ich per­sön­lich eher etwas ent­täuscht und fühl­te mich von “Der Jun­ge, der es reg­nen ließ” selbst etwas “im Regen ste­hen gelas­sen”. Die Geschich­te hat viel Poten­ti­al, toll ist auch, dass die unter­schied­li­chen Cha­rak­te­re durch die ver­schie­de­nen Erzähl­sti­le sich sehr gut von­ein­an­der abgren­zen las­sen. Aber das Ende ist etwas zu unaus­ge­reift und es fehlt eine Grund­aus­sa­ge des Buches.Lesealternativen

Noch wei­te­re Jugend­bü­cher über das The­ma Mob­bing sind: Nicht mit mir” von Chris­ti­ne Bier­nath, Cybermob — Mob­bing im Inter­net” von Susan­ne Clay oder Schlacht­feld” von Luca Bloom. Sehr zu emp­feh­len ist das aktu­el­le Buch Match­box Boy” von Ali­ce Gaba­thuler (das legt man so schnell nicht mehr aus der Hand!!) oder auch Böse, böse” von Eliza­beth Woods. Ein eben­falls super span­nen­der Roman, der auch noch das The­ma “Zivil­cou­ra­ge” umfasst, ist Wach auf, wenn du dich traust” von Ange­la Mohr.

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Baumhaus
ISBN: 978-3-8339-0152-2
Erscheinungsdatum: 1.Dezember 2012
Einbandart: Hardcover
Preis: 12,99€
Seitenzahl: 206
Übersetzer: Alan C. Lyne
Originaltitel: "The boy who made it rain"
Originalverlag: Sparkling Books

Englisches Originalcover:
Brian Conaghan Der Junge, der es regnen ließ









Kasimiras Bewertung:

110_F_27090275_P62H5g5rleoKRt9aFRaJyhqsJOmrgqsw 110_F_27090275_P62H5g5rleoKRt9aFRaJyhqsJOmrgqsw

(2 von 5 mög­li­chen Punk­ten)

---------------------------------------------------------------------------------
Englisches Cover: Homepage von Sparkling Books

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.