Die britische Autorin Ali Lewis Roman “Es wird schon nicht das Ende der Welt sein” entführt seine Leser in die australische Wüste auf eine Rinderfarm. Eine angenehm erzählte Familiengeschichte über die Höhen und Tiefen — vor allem die Tiefen — ihres Alltags, über Veränderungen, dem Umgang mit Schicksalsschlägen und dem Wiederzueinanderfinden, an dem eine englische Backpackerin nicht ganz unschuldig ist. Eine herzerwärmende Geschichte! Für Jungs und Mädchen ab 12 Jahren. Aber auch für Erwachsene.
Die Familie des 13-jährigen Dannys lebt in der Tanami Wüste, Australien. Zweihundert Meilen von Alice Springs entfernt. In der Einöde. Die nächsten Städte sind meilenweit entfernt. Sie betreiben eine große Rinderfarm mit sechzehnhundert Quadratmeilen Wüstenland. Sie — das sind Dannys Eltern, seine kleine siebenjährige Schwester Emily und seine 14-jährige Schwester Sissy, die seit kurzem überraschenderweise schwanger ist, aber niemandem verraten will, wer der Vater des Kindes ist. Dann gibt es da noch Jonny, Dannys älteren Bruder, der durch einen Unfall ums Leben gekommen ist, über den aber niemand spricht. Überhaupt ist alles ganz anders geworden seit seinem Tod und Sissys Schwangerschaft. Seine Eltern möchten auf einmal auch noch eine Haushaltshilfe einstellen.
Das Mädchen, das sich schließlich auf ihre Annonce hin meldet, ist eine englische Backpackerin namens Liz. Vegetarierin, etwas schmächtig und sehr unbeholfen. Na das kann ja was werden, denkt sich Danny, als sie beim ersten Mal Frühstückmachen schon die Küche in Brand setzt. Und doch kommt alles ganz anders, als erwartet, denn Liz beginnt Fragen zu stellen. Fragen, die bisher keiner in der Familie zu stellen gewagt hat…
Typische Wüstenidylle mit ihrer ganzen Schroffheit, Aborigines und Unmengen von Rindern, sogar die jährlich anfallende Arbeit des Viehauftriebs erwarten den Leser in diesem warmherzig erzählten Roman. Eine besondere Familiengeschichte, deren Figuren einem rasch ans Herz wachsen. Eine versöhnende Geschichte, die flott und pfiffig erzählt ist. Raffiniert gemacht ist auch das Cover mit dem einzelnen Kamel gegenüber all den Rindern. Hierbei handelt es sich um das Kamel namens Buzz, das in Danny Obhut kommt und das er zu zähmen versucht.
Du magst Familiengeschichten? Dann lies doch mal “Vielleicht sogar wie alle” von Marie-Aude Murail oder warte noch auf die Neuerscheinung “Mein Sommer nebenan” von Huntley Fitzpatrick, das im April 2013 erscheint. Du magst Romane, die in Australien spielen? Höchste Zeit die Stuttgarter Autorin Christine Lehmann kennenzulernen, die oft über fremde Länder in Kombination mit einer Liebesgeschichte schreibt. “Eukalyptusmond” ist das Buch, welches in Australien spielt. Andere Titel über den fünften Kontinent wären “Koalaträume” von Katja Brandis oder die “Abby Lynn”-Reihe von Rainer M. Schröder.
Bibliografische Angaben:Verlag: cbj ISBN: 978-3-570-40164-4 Erscheinungsdatum: 11.Februar 2013 Einbandart: Taschenbuch Preis: 8,99€ Seitenzahl: 320 Übersetzer: Catrin Frischer Originaltitel: "Everybody jam" Originalverlag: Andersen Englisches Originalcover:
Die Autorin:
Kasimiras Bewertung:
(4 von 5 möglichen Punkten)
--------------------------------------------------------------------------------- Englisches Cover: Homepage von Andersen


Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-40164-4
Erscheinungsdatum: 11.Februar 2013
Einbandart: Taschenbuch
Preis: 8,99€
Seitenzahl: 320
Übersetzer: Catrin Frischer
Originaltitel: "Everybody jam"
Originalverlag: Andersen
Englisches Originalcover:
Die Autorin: