Adriana Mather — Hunting November

Kasimira12.September 2021

Hun­ting Novem­ber” von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Adria­na Mather, die außer­dem auch Schau­spie­le­rin und Film­pro­du­zen­tin ist, ist der zwei­te und letz­te Teil einer Thril­ler-Rei­he. Nach­dem Novem­ber die her­aus­for­dern­de Zeit im Inter­nat über­lebt hat, ver­lässt sie die­ses um sich gemein­sam mit Ash auf die Suche nach ihrem ver­schwun­de­nen Vater zu machen. Doch die Welt außer­halb des Inter­nats steckt vol­ler Gefah­ren und noch immer wird Jagd auf Novem­ber gemacht. Eine span­nen­de Fort­set­zung. Ein Page­tur­ner. Ein höchst aben­teu­er­li­ches, ner­ven­auf­rei­ben­des Lese­er­leb­nis. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und für Erwachsene.

Novem­ber hat im Inter­nat eini­ges durch­ge­macht. “An die­ser Schu­le geht es mehr ums Über­le­ben als um klas­si­sche Lern­in­hal­te, mehr um raf­fi­niert ein­ge­fä­del­te Bünd­nis­se als um Freund­schaf­ten. Was ich auf die har­te Tour ler­nen muss­te, als ich her­aus­fand, dass die mäch­tigs­te Fami­lie der Stra­te­gia einen Rache­feld­zug gegen mei­nen Dad führt.” (Zitat S.12) Doch nun wird sie das Inter­nat ver­las­sen, Rek­to­rin Black­wood hat dem ihr Ein­ver­ständ­nis gege­ben. Denn Novem­ber will sich end­lich auf die Suche nachKasimira ihrem ver­schwun­de­nen Vater machen. Ash wird sie dabei beglei­ten. “Als er ange­bo­ten hat, alles ste­hen und lie­gen zu las­sen, um mir bei der Suche nach mei­nem Vater zu hel­fen, klang das zunächst auf­re­gend, sogar roman­tisch. Jetzt ver­ur­sacht mir der Gedan­ke Magen­schmer­zen.” (Zitat S.17) Denn ihre Suche wird nicht ein­fach wer­den. Auch — und beson­ders — außer­halb der Mau­ern des Inter­nats ist man Novem­ber nicht wohl­ge­son­nen. Als sie in ihren Hei­mat­ort zurück­kehrt, um in ihrem Haus nach Hin­wei­sen zu suchen, die ihr Vater ihr viel­leicht hin­ter­las­sen hat, blei­ben sie und Ash nicht lan­ge unbemerkt…

Das Cover hat Wie­der­erken­nungs­wert und ähnelt von der Auf­ma­chung pas­sen­der­wei­se dem ers­ten Teil. Zu Beginn hat­te ich erst etwas Schwie­rig­kei­ten wie­der in die Geschich­te, die durch­ge­hend aus KasimiraNovem­bers Sicht in der Ich-Per­spek­ti­ve geschrie­ben ist, hin­ein­zu­kom­men. Es sind vie­le Details, die im ver­gan­ge­nen Band pas­siert sind, auf die ange­spielt wird und die man mit­un­ter nicht mehr so genau in Erin­ne­rung hat. An man­chen Stel­len hilft die Autorin hier­bei jedoch in kur­zen Zusam­men­fas­sun­gen: “Und jetzt bin ich schon ein hal­bes Dut­zend Mal nur knapp dem Tod ent­gan­gen, wur­de noch dazu des Mor­des beschul­digt, und trotz­dem ste­cke ich jetzt mehr denn je in Schwie­rig­kei­ten, weil mein Dad von soge­nann­ten Atten­tä­tern und Fami­li­en gejagt wird, die einer Geheim­ge­sell­schaft ange­hö­ren. Und die sind natür­lich der­ar­tig mäch­tig, dass sie schon seit Tau­sen­den von Jah­ren das his­to­ri­sche Welt­ge­sche­hen beein­flus­sen.” (Zitat S.15) Die Geschich­te ist erneut sehr span­nend und tem­po­reich erzählt, reicht für mich aber ganz an den ers­ten Teil her­an. Dies­mal darf man Novem­ber auf der Suche nach ihrem Vater beglei­ten, wel­ches eine Spu­ren­su­che von Hin­wei­sen gleicht. Man­che KasimiraSchluss­fol­ge­run­gen wir­ken etwas kon­stru­iert und die Fra­ge, was ihr Vater mit all­dem bezweckt, schwebt wie ein gro­ßes Fra­ge­zei­chen über dem Text. Die zwei Haupt­cha­rak­te­re wir­ken noch sehr ver­traut und rufen einem schnell ins Gedächt­nis, war­um man sie so beein­dru­ckend fand: Novem­ber, die das Talent hat, die Bedeu­tung von Namen her­zu­lei­ten und Ash, der die Kör­per­spra­che sei­nes Gegen­übers per­fekt ana­ly­sie­ren kann: “Er war­tet eini­ge Augen­bli­cke lang auf eine Ant­wort, aber ich bin zu sehr in mei­ne ver­wor­re­nen Gedan­ken ver­strickt. Also mus­tert er mich von Kopf bis Fuß. “Du lehnst dich von mir weg, Novem­ber, das heißt, du ver­suchst dich zu schüt­zen. Und du reibst dir mit dem Dau­men über die Hand­flä­che, eine Ges­te der Selbst­be­ru­hi­gung. Ich kann jetzt wei­ter dei­ne Kör­per­spra­che deu­ten, aber ein­fach wäre es, wenn du mit mir redest.” (Zitat S.17) Von die­sen Beson­der­hei­ten hät­te ruhig noch ein wenig mehr erzählt wer­den kön­nen;-) Gegen Ende war mir die Auf­lö­sung teil­wei­se etwas ver­wor­ren und nicht immer ganz nachvollziehbar.

LesealternativenDir gefällt “Hun­ting Novem­ber”? Eine gute Alter­na­ti­ve ist “Sali­gia: Das Spiel der Tod­sün­den” von Swant­je Opper­mann. Ein Inter­nat mit fas­zi­nie­ren­den Per­sön­lich­kei­ten und ein Mord spie­len hier die Haupt­rol­le. Gut könn­te ich mir auch die Rei­hen “Night School” von C.J. Daug­her­ty (hat eini­ge inhalt­li­che Par­al­le­len!) und “Das Tal” von Kry­sty­na Kuhn vor­stel­len. Du magst Bücher über Geheim­ge­sell­schaf­ten? Sehr pas­send wären “Die Erwähl­ten von Ara­nea Hall” von Susan­ne Ger­dom und die “Socie­ty” von Mag­gie HallEine Neu­erschei­nung, die in einem Inter­nat spielt, ist “Cra­ve” von Tra­cy Wolff.

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Dressler
ISBN: 978-3-7915-0153-6
Erscheinungsdatum: 7.August 2021
Einbandart: Hardcover
Preis: 22,00€
Seitenzahl: 432
Übersetzer: Susanne Klein, Anne Brauner
Originaltitel: "Hunting November"
Originalverlag: Knopf Books for Young Readers

Amerikanisches Originalcover: 
Kasimira











Trailer zum Buch (auf Englisch):

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Kasimiras Bewertung:

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(4 von 5 mög­li­chen Punkten)

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Amerikanisches Cover: Homepage von Penguin Random House

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