Monatliches Archiv: August 2025

Kimberly Brubaker Bradley — Über mir der weite Himmel: Als die Zukunft begann

28.August 2025

Über mir der wei­te Him­mel: Als die Zukunft begann” von der preis­ge­krön­ten, ame­ri­ka­ni­schen Autorin Kim­ber­ly Bru­ka­ker Brad­ley ist die Fort­set­zung von “Gras unter mei­nen Füßen: Das Jahr, als ich leben lern­te”, wel­ches aktu­ell für den Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis 2025 nomi­niert ist (zu Recht!). Die nun 11-jäh­ri­ge Ada und ihr klei­ner Bru­der Jamie haben bei Sus­an ein neu­es Zuhau­se gefun­den. Adas Klump­fuß wird ope­riert und sie kann wie­der fast nor­mal lau­fen. Doch der Zwei­te Welt­krieg sorgt für Auf­re­gung und jede Men­ge Ver­än­de­run­gen. Weil ihr Haus dem Krieg zum Opfer fiel, zie­hen sie zu Lady Thor­ton in ein klei­nes Häus­chen neben deren Her­ren­haus. Bald zieht auch die eigen­wil­li­ge Lady zu ihnen, weil ihr eige­nes Haus für den Krieg gebraucht wird. Dann kommt auch noch ein jüdi­sches Mäd­chen bei ihnen unter. Das gefällt Ada zunächst alles gar nicht. Ver­trau­en zu ande­ren Men­schen zu fas­sen, ist für sie alles ande­re als leicht… Ein wun­der­vol­les, her­aus­ra­gen­des Buch mit einer der außer­ge­wöhn­lichs­ten und lie­bens­wer­tes­ten Prot­ago­nis­tin­nen der ame­ri­ka­ni­schen Jugend­li­te­ra­tur! Ein Mäd­chen mit Ecken und Kan­ten, das auf­grund trau­ma­ti­scher Kind­heits­er­leb­nis­se und ihrer kör­per­li­chen Behin­de­rung eini­ge Päck­chen zu tra­gen hat. Aber das man ein­fach ins Herz schließt und so schnell nicht mehr ver­ges­sen wird! Eine Berei­che­rung für die aktu­el­le Jugend­li­te­ra­tur — ein ganz beson­de­res Lese­er­leb­nis. Die (zwei­bän­di­ge) Buch­rei­he um Ada soll­te man defi­ni­tiv gele­sen haben! Auch als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung ide­al. Für Jugend­li­che ab 11 Jah­ren und Erwachsene.

Die 11-jäh­ri­ge Ada hat eine Ope­ra­ti­on an ihrem Fuß vor sich. Ihr Klump­fuß, den man als Baby schon hät­te rich­ten kön­nen — was ihre grau­en­vol­le Mut­ter aber nie getan hat -, wird nun end­lich ope­riert. Ada und ihr klei­ner Bru­der Jamie sind nun in der Obhut von Sus­an, die die bei­den end­gül­tig zu sich geholt hat. Als Ada erfährt, dass ihre Mutter … Weiterlesen!

Anna February — The Hive: Wenn die Königin fällt

23.August 2025

The Hive: Wenn die Köni­gin fällt” ist ein dys­to­pi­scher Thril­ler der bri­ti­schen Autorin Anna Febru­ary, der in eine unter­ir­di­sche Kolo­nie ent­führt, in einer nach dem Kli­ma­wan­del zer­stör­ten Welt. Wie in einem Bie­nen­stock leben die Men­schen dort im “Hive”. Es gibt zwei Köni­gin­nen, die über alles regie­ren. Eine Schar voll Aszen­den­ten, die die nächs­ten Anwär­ter auf den Thron oder den Rat des Hives sind und Arbei­ter, die ver­schie­de­ne Diens­te leis­ten. Ein stren­ges Regle­ment bestimmt den All­tag. Wer krank oder alt ist oder Feh­ler macht, könn­te bei der nächs­ten Aus­le­se aus­sor­tiert wer­den, wird nach drau­ßen geschickt oder getö­tet. Auch die Mög­lich­keit sich fort­zu­pflan­zen wird nur von den Köni­gin­nen bestimmt. Alles geschieht für die Gemein­schaft und zum Wohl des Hives. Are­ni­te ist mit der Aszen­den­tin Euphe­mia schon seit Geburt durch ein Schutz­schild ver­bun­den. Sie wür­de ihr Leben für Euphe­mia geben und wur­de nur dazu aus­ge­bil­det, um sie zu beschüt­zen. Doch dann wird ihr Schütz­ling eines Tages ermor­det und Are­ni­te für die Täte­rin gehal­ten. Eigent­lich hät­te sie gar nicht über­le­ben dür­fen. Stirbt der Schütz­ling, so stirbt das Schild auto­ma­tisch. Are­ni­te hat drei Tage Zeit ihre Unschuld zu bewei­sen, sonst wird sie hin­ge­rich­tet wer­den. Dabei hilft ihr der könig­li­che Außen­sei­ter Niko­los. Es beginnt ein Wett­lauf gegen die Zeit. Bald geschieht der nächs­te Mord… Ein äußerst fas­zi­nie­ren­des Buch, das schon recht anspruchs­voll und kom­plex ist, aber span­nend und unter­halt­sam geschrie­ben ist. Eine inter­es­san­te Mischung aus Dys­to­pie und Kri­mi. Ein außer­ge­wöhn­li­ches Lese­er­leb­nis! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Die gro­ße Flut hat als Fol­ge des Kli­ma­wan­dels die Erde nahe­zu unbe­wohn­bar gemacht. Doch es gibt den Hive. Eine neue Lebens­form, ähn­lich wie einen Bie­nen­stock. Ein rie­si­ges, kam­mern­ähn­li­ches Gebil­de, eine gro­ße unter­irr­di­sche Kolo­nie im Meer. Ein gro­ßer Blitzableiter… Weiterlesen!

Ursula Poznanski — Erebos 3

15.August 2025

Dass die öster­rei­chi­sche Best­sel­ler­au­torin Ursu­la Pozn­an­ski tat­säch­lich noch eine wei­te­re Fort­set­zung von “Ere­bos” schreibt, war eine gro­ße Über­ra­schung die­ses Jahr. Und nun ist er da, der drit­te Teil: “Ere­bos 3”. Nick Dun­mo­re ist wie­der zurück und das hoch­in­tel­li­gen­te Spiel Ere­bos eben­falls. Taucht eines Tages ein­fach auf sei­nem Com­pu­ter auf. Er soll wie­der spie­len. Als ob Nick den sel­ben Feh­ler noch ein­mal machen wür­de. Doch Ere­bos ist erpres­se­risch und gemein wie eh und je und bald ist Nick in den Fän­gen des Spiels erneut gefan­gen. Er soll ein Rät­sel lösen. Etwas suchen, von dem er nicht weiß, was es ist. Die Zei­chen sei­en über­all. Aber Nick kommt ein­fach nicht dar­auf, was Ere­bos von ihm und den ande­ren Spie­lern will… Sou­ve­rän erzählt, aber nicht ganz so stark wie die ers­ten bei­den Tei­le. Man tappt lan­ge im Dun­keln — eben­so wie die Haupt­fi­gur — was etwas frus­triert. Tem­po­reich und unter­halt­sam ja, aber ein­fach nicht so mit­rei­ßend wie die Vor­gän­ger­ti­tel. Für Nost­al­gie-Fans der Rei­he — Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Nick Dun­mo­re schlägt sich mehr recht als schlecht durch. Als Foto­graf erhält er nicht ganz so vie­le Auf­trä­ge, wie er ger­ne hät­te und sein Kon­to­stand ist alles ande­re als pri­ckelnd. Wenn es nicht bald bes­ser läuft, muss er sich einen Neben­job in einem Super­markt oder als Kell­ner suchen, was ihn nicht wirk­lich begeis­tert. Doch plötz­lich wird… Weiterlesen!

Clare Furniss — The things we leave behind

13.August 2025

The things we lea­ve behind” ist ein dys­to­pi­scher, preis­ge­krön­ter Roman der bri­ti­schen Autorin Cla­re Fur­niss. Sie erzählt die Geschich­te eines jun­gen Mäd­chens namens Clem, die mit ihrer klei­nen Schwes­ter Bil­lie plötz­lich auf sich allein gestellt ist, als poli­ti­sche Unru­hen Eng­land erschüt­tern und ein rechts­extre­mer Poli­ti­ker an die Macht gerät. Ihre Stief­mut­ter wird ver­haf­tet, ihr Vater kämpft gegen den Wider­stand und ist in stän­di­ger Gefahr. Die bei­den Mäd­chen sol­len sich auf den Weg zum Groß­va­ter machen, von dem sie schon seit lan­ger Zeit nichts mehr gehört haben… Ein sehr berüh­ren­der und bewe­gen­der Roman, der atmo­sphä­risch und mit­rei­ßend geschrie­ben ist und schnell in sei­nen Bann zieht. Eine Geschich­te über Hoff­nung auf Sicher­heit, auf Fami­lie und auf den Nor­mal­zu­stand in einer außer Kon­trol­le gera­te­nen Welt. Sehr lesens­wert und mit einem beson­de­ren Clou am Ende! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

An ihrem fünf­zehn­ten Geburts­tag war noch alles in Ord­nung. Clem, ihr Vater, ihre Stief­mut­ter Clau­dia und ihre klei­ne (Stief-)Schwester Bil­lie fei­er­ten aus­ge­las­sen mit Freun­den und Bekann­ten im Gar­ten. “…die­ser Tag war magisch. Dem Wet­ter­be­richt zum Trotz schien die Son­ne und wir rekel­ten uns wie Kat­zen faul und zufrie­den in der Wär­me. Wir aßen Kek­se mit bun­tem Zucker­guss, Cock­tail­würst­chen am Spieß und eine Scho­ko­la­den­tor­te.” (Zitat aus “The things we lea­ve behind” S.6) Doch jetzt ist alles anders gewor­den. Nach und nach. Bis Clem plötzlich Weiterlesen!

Tamara Bach — Jakob und Jelena

8.August 2025

Bücher von der viel­fach aus­ge­zeich­ne­ten, deut­schen Autorin Tama­ra Bach zu lesen, ist ein­fach immer wie­der ein Genuss! So auch ihr neu­es­tes Werk “Jakob und Jele­na”. Jele­na ver­misst ihre bes­te Freun­din. Wäh­rend die­se auf das Gym­na­si­um gewech­selt ist und kaum mehr für sie Zeit hat, geht Jele­na auf die Gesamt­schu­le. Jakob hin­ge­gen ist schon seit jeher ein Außen­sei­ter. Liest ger­ne und liebt Rou­ti­nen. Jetzt sol­len die bei­den ein Refe­rat zusam­men vor der Klas­se hal­ten und müs­sen unwei­ger­lich klei­ne Schrit­te auf­ein­an­der zu machen, um sich dafür bes­ser ken­nen­zu­ler­nen… Eine Freund­schafts­ge­schich­te mit lei­sen Tönen und viel All­täg­lich­keit. Behut­sam, fein­füh­lig und mit einer kla­ren, prä­zi­sen Spra­che, die Stim­mun­gen per­fekt ein­fängt! Ein Roman übers Anders­sein und über Gemein­sam­kei­ten und Unter­schie­de, über Fami­lie, Freun­de und das, was im Leben wich­tig ist. Für Leser:innen abseits des Main­streams ab 10 Jahren.

Die 10-jäh­ri­ge Jele­na lebt zusam­men mit ihrer Mut­ter in einer klei­nen Woh­nung. Geld haben sie nicht wirk­lich viel, ihre Mut­ter bemüht sich einen rich­ti­gen Job zu fin­den, anstatt sich mit Gele­gen­heits­ar­bei­ten über Was­ser zu hal­ten. Neue Klei­dung erhält Jele­na meist… Weiterlesen!

Markus Heitz — Irida und die Stadt der Geheimnisse

4.August 2025

Iri­da und die Stadt der Geheim­nis­se” ist der Auf­takt einer neu­en Rei­he von dem mehr­fach aus­ge­zeich­ne­ten deut­schen Autoren Mar­kus Heitz (bekannt vor allem durch sei­ne Fan­ta­sy-Rei­he für Erwach­se­ne “Die Zwer­ge”). Dass er auch für Jugend­li­che schrei­ben kann, zeigt er in sei­nem aktu­el­len fan­tas­ti­schen Werk und ent­führt sei­ne Leser:innen in die Stadt Hohen­burg. Dort sor­gen zwei Raub­grä­ber für Auf­ruhr, die nach irgend­et­was gesucht haben und dann spur­los ver­schwun­den sind. Etwas ent­fernt von dem mit Blut­spu­ren ver­se­he­nen Tat­ort fin­den Iri­da und ihre drei bes­ten Freun­de den Teil eines Schlüs­sels. Was haben die Raub­grä­ber gesucht? Gibt es einen Schatz in Hohen­burg? Bald ver­schwin­det in den nahe­lie­gen­den Schloss­berg­höh­len ein Besu­cher und selt­sa­me Kratz­spu­ren von merk­wür­di­gen Wesen las­sen sich im Wald fin­den. Iri­da und ihre Freun­de wol­len den Din­gen auf den Grund gehen…  Eine Klein­stadt, in der es nur so wim­melt vor Geheim­nis­sen, alten Sagen und Legen­den. Kel­ti­sche Grab­stät­ten, Elfen, Trol­le und der Zugang zu einer ande­ren Welt. Kom­plex, anspruchs­voll und unter­halt­sam. Für gewief­te Fantasy-Leser:innen ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 14-jäh­ri­ge Iri­da lebt mit ihrer Fami­lie in dem klei­nen Städt­chen Hohen­burg. Obwohl sie drei bes­te Freun­de hat und Mit­glied der Cli­que “Die Furcht­lo­sen” ist, fühlt sie sich manch­mal außen vor. “Ein­mal mehr kam sie sich als Außen­sei­te­rin vor. Und das zog sich gefühlt durch ihr gan­zes Leben. Die elf­jäh­ri­ge Schwes­ter Lea war hoch­be­gabt, der älte­re Bru­der beliebt und ein Mäd­chen­schwarm. Und unfai­rer­wei­se cle­ver dazu. Iri­da hin­ge­gen hink­te leicht auf dem lin­ken Bein, ohne dass die Ärz­te raus­fan­den, was der Grund war.” (Zitat aus “Iri­da und die Stadt der Geheim­nis­se” S.11ff) Außer­dem stot­tert sie, wenn sieWeiterlesen!

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