Schlagwort Archiv: Rowohlt

Sara Lövestam — Wie ein Himmel voller Seehunde

Sara Lövestam Wie ein Himmel voller Seehunde20.Juni 2017

Wie ein Him­mel vol­ler See­hun­de” von der schwe­di­schen Auto­rin Sara Löves­tam ist ein Roman der lei­sen Töne. Die Geschich­te eines Som­mers und die einer zar­ten Lie­be zwi­schen zwei Mäd­chen. Behut­sam und fein­füh­lig erzählt. Die idea­le Feri­en­lek­tü­re. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Auf der Fäh­re zur Schä­ren­in­sel, auf der bei­de ihren Som­mer ver­brin­gen wer­den, begeg­nen sich ihre Bli­cke das ers­te Mal. Neh­men sich die bei­den Mäd­chen das ers­te Mal wahr. Beob­ach­ten ein­an­der heim­lich. Anna und Lopp­an, die von allen aber nur Lol­lo genannt wird. Letz­te­re, die 15 Jah­re alt ist und aus rei­chen Ver­hält­nis­sen stammt, hat auf den Urlaub auf der Insel über­haupt kei­nen Bock. Sie fühlt sich von allem pro­vo­ziert und ihre Eltern (beson­ders ihre Mut­ter) ner­ven sie: “Die bei­den sind wie zwei pene­tran­te Mücken. Zwei, die unab­läs­sig und nerv­tö­tend durch ein dunk­les Schlaf­zim­mer sur­ren und sich nicht die Boh­ne dar­um sche­ren, wie man selbst sich dabei fühlt. Man kann von Glück reden, dass sie einem nicht auch noch das Blut aus­sau­gen.” (Zitat S.51) Das schi­cke Som­mer­haus mit der Hol­ly­wood­schau­kel und dem rie­sen­gro­ßem Grund­stück und dem per­fekt getrimm­ten Rasen kommt ihr eher vor wie ein Gefäng­nis. Anna hin­ge­gen mag… Weiterlesen!

T.A. Wegberg — Meine Mutter, sein Exmann und ich

T.A.Wegberg Meine Mutter, sein Exmann und ich9.März 2017

Mei­ne Mut­ter, sein Exmann und ich” von dem deut­schen Autor T.A.Wegberg ver­blüfft mit einem über­ra­schen­den Titel, der einen erst ein­mal stut­zig wer­den lässt. Wenn man weiß, was die Haupt­the­ma­tik des Buches ist, erklärt sich auch die­ser. Eine Geschich­te über Trans­se­xua­li­tät, Angst vor Aus­gren­zung und über Freund­schaft. Aus der Sicht eines Jun­gen erzählt, des­sen Mut­ter auf ein­mal zum Mann wird. Unglaub­lich unter­halt­sam und inter­es­sant erzählt! Ein sehr gelun­ge­ner Roman über ein Tabu­the­ma, der sich bes­tens als Schul­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung eig­net. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Ber­lin. Der 10-jäh­ri­ge Josch­ka fällt aus allen Wol­ken, als sei­ne Mut­ter ihm und sei­ner Zwil­lings­schwes­ter Lis­ka eines Tages offen­bart, dass sie kei­ne Frau mehr sein und als Mann leben möch­te: “Aber du hast doch nie was gesagt! “Nein, natür­lich nicht! Was hät­te ich denn sagen sol­len? Dass ich mich nie als Frau gefühlt habe? Dass ich total unglück­lich mit mei­nem ver­damm­ten Kör­per bin? Ich konn­te das doch gar nicht erklä­ren. Ich woll­te es ja nicht mal wahr­ha­ben!” Mama wisch­te sich eine Trä­ne von der Wan­ge…” (Zitat S.6) Doch Josch­kas Mut­ter meint es ernst und lei­tet alle erfor­der­li­chen Schrit­te dafür in Bewe­gung. Sie beginnt eine The­ra­pie, um von der Kran­ken­kas­se ein Gut­ach­ten zu bekom­men, die ihr wei­te­re Behand­lun­gen ermög­li­chen. “Ich ver­kroch mich in mei­nem Zim­mer, spiel­te Min­e­craft und fühl­te mich von der Welt ver­ra­ten. Wen hat­te ich denn jetzt noch? Papa war schon vor drei Jah­ren aus­ge­zo­gen, der war jetzt mit Petra ver­hei­ra­tet, und die krieg­te dem­nächst ein Baby. Mama woll­te nicht mehr unse­re Mama sein. Und zum ers­ten Mal hat­te auchWeiterlesen!

Lena Gorelik — Mehr Schwarz als Lila

Lena Gorelik - Mehr Schwarz als Lila5.März 2017

Die rus­si­sche Auto­rin Lena Gore­lik hat mit “Mehr Schwarz als Lila” einen Roman geschrie­ben, der eigent­lich in einem Erwach­se­nen­ver­lag erschie­nen ist, sich aber auf­grund der Geschich­te vor allem an ein junges/jugendliches Publi­kum rich­tet. Ein Buch über Freund­schaft, das Erwach­sen­wer­den und die Lie­be, die nicht immer erwi­dert wird. Authen­tisch und ein­fühl­sam erzählt. Mit einem beson­ders gelun­ge­nem Cover! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Die 17-jäh­ri­ge Alex­an­dra, die von allen nur Alex genannt wird, hat zwei bes­te Freun­de: Paul und Rat­te (die eigent­lich Nina heißt). “Manch­mal ist da die­se Nähe zwi­schen uns. Die Nähe bedarf kei­ner Wor­te. Ich spü­re sie dann, sogar in den Füßen, und ich weiß dann nicht, wie ich sie in Wor­te fas­sen soll­te…[…] Manch­mal fah­re ich Paul dann durch die strub­be­li­gen Haa­re und mei­ne Hand bleibt in sei­nen Haa­ren ste­cken, und das ist, als hiel­te er mich damit fest. Oder ich leh­ne mei­nen Kopf an Rat­tes Schul­ter, und das ist bei­na­he ein Wort.” (Zitat aus “Mehr Schwarz als Lila” S.63ff) Alex, die einen Papa­gei namens Astrid daheim hat, trägt am liebs­ten schwarz. Sie hat nur schwar­ze Klei­dungs­stü­cke in ihrem Schrank hän­gen, auch wenn Rat­te behaup­tet… Weiterlesen!

Philip Kerr — Winterpferde

Philip Kerr Winterpferde23.November 2016

Der bri­ti­sche Autor Phi­lip Kerr hat ein neu­es Jugend­buch geschrie­ben: “Win­ter­pfer­de”. Eine Mischung aus Aben­teu­er­buch, his­to­ri­schem Kriegs­ro­man und der Geschich­te einer ganz beson­de­ren Freund­schaft. Außer­ge­wöhn­lich, span­nend und sehr ergrei­fend zu lesen. Lese­tipp!! Jetzt als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

1941. Die jun­ge Kalin­ka lebt seit eini­ger Zeit ver­steckt in dem Natur­re­ser­vat Aska­nia-Nowa, in der Süd­ukrai­ne. Sie ist Jüdin und jetzt ganz allein. Ihre gesam­te Fami­lie wur­de von der SS erschos­sen. Anschluss hat sie an eine Her­de von Wild­pfer­den gefun­den. Die soge­nann­ten Prze­wal­ski-Pfer­de, eine sehr sel­te­ne Art. “Die Tie­re waren unge­wöhn­lich klug und besa­ßen eine bei­na­he kind­li­che Ver­spielt­heit, die sie noch nie bei Pfer­den gese­hen hat­te. Und viel­leicht erkann­ten sie — da sie selbst Aus­ge­sto­ße­ne waren — etwas Ähn­li­ches in Kalin­ka; zumin­dest stell­te sie sich das so vor.” (Zitat aus “Win­ter­pfer­de” S.21). Nachts schläft sie zwi­schen den war­men Kör­pern der Stu­te und des Leit­hengs­tes. In einer Holz­hüt­te in Aska­nia-Nowa lebt auch Max, er ist der Hüter des Reser­vats, mit sei­nem Hund Taras. Sein Vor­ge­setz­ter hat ihm befoh­len, ehe er vor den Deut­schen die Flucht ergriff, alle Tie­re dort zu töten. Alle: Die Hüh­ner, die Enten, die Hir­sche, die Lamas, die Kame­le, die Bisons, die Zie­gen, die Zebras, sogar die Pfaue und die Prze­wal­ski-Pfer­de, die der alte Mann beson­ders in sein Herz geschlos­sen hat­te, auch wenn sie sich von ihm nie zäh­men lie­ßen. Kei­nes der Tie­re soll­te dem Feind als Nah­rung die­nen. Doch Max bringt es … Weiterlesen!

William Sutcliffe — Concentr8

William Sutcliffe Concentr82.November 2016

Con­cen­tr8” von dem bri­ti­schen Auto­ren Wil­liam Sut­clif­fe ist ein (dys­to­pi­scher) Roman über ein hoch­bri­san­tes The­ma: ADHS. Ein neu­es Medi­ka­ment mit dem Mas­sen behan­delt wer­den, eine Ent­füh­rung und eine Grup­pe von Jugend­li­chen, die durch den Wirk­stoff bis­her ruhig gestellt wur­den, jetzt aber nach dem plötz­li­chen Ver­sie­gen des Medi­ka­ments auf­rüh­re­risch wird, sind zen­tra­le Bestand­tei­le des Buchs. Eine Geschich­te erzählt aus meh­re­ren Per­spek­ti­ven, äußerst unter­halt­sam und pro­vo­kant! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Lon­don in einer nahen Zukunft. Sie sind zu fünft, als sie den Mann, der aus dem Rat­haus kommt, ent­füh­ren: Der 16-jäh­ri­ge Troy, der in sozi­al schwie­ri­gen Ver­hält­nis­sen auf­ge­wach­sen ist; die schö­ne Karen; der ein­fäl­ti­ge Lee; Femi, der Jun­ge mit dem Gewis­sen und Bla­ze, Troys bes­ter Freund, dem alle irgend­wie fol­gen und der sie anführt, obwohl sie eigent­lich kei­ne Gang sind. “Es fing an, als Lon­don kom­plett durch­ge­dreht ist…[…] Wie sich der Wahn­sinn so schnell aus­brei­te­te, wie jeder davon mit­ge­ris­sen wur­de, wie die Poli­zei schein­bar auf­gab und alles Weiterlesen!

Andrew Norriss — Jessicas Geist

Andrew Norriss Jessicas Geist18.September 2016

Der bri­ti­sche Autor Andrew Nor­riss hat mit “Jes­si­cas Geist” eine über­ra­schend klu­ge Geschich­te über das The­ma Anders­sein geschrie­ben. Ein Roman über Freund­schaft, Ausgrenzung/Mobbing und Sui­zid. Mit einem Geist in der Haupt­rol­le. Ein groß­ar­ti­ges Buch! Unter­halt­sam, sen­si­bel und ein­fach herz­er­wär­mend erzählt. Eine Geschich­te, die man gele­sen haben soll­te. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Eigent­lich will sich Fran­cis in sei­ner Mit­tags­pau­se nur ein ruhi­ges Plätz­chen auf dem Pau­sen­hof suchen. Selbst die eisi­gen Tem­pe­ra­tu­ren drau­ßen schre­cken ihn nicht ab. Er will allei­ne sein. Nach­den­ken. Bis sich auf ein­mal ein unbe­kann­tes Mäd­chen zu ihm setzt. Eines, das nur ein kur­zes Kleid trägt, aber über­haupt nicht zu frie­ren scheint. Höf­lich bie­tet Fran­cis ihr einen Schluck aus sei­nem Ther­mos­be­cher an. “Redest du… redest du mit mir?” frag­te sie. “Ja, sor­ry.” Fran­cis zog den Ther­mos­be­cher wie­der zurück. “Wird nicht noch mal vor­kom­men.” “Und du ver­stehst, was ich sage?” “Ja”, sag­te Fran­cis. “Noch mal sor­ry.” Das Mäd­chen run­zel­te die Stirn. “Aber nie­mand kann mich sehen! Oder hören!” “Nein?” “Außer…” Das Mäd­chen sah ihn ange­strengt an. “Du bist nicht zufäl­lig auch tot, oder?” “Äh, nein, ich glau­be nicht.” (Zitat S.9) Was Fran­cis dar­auf­hin erfährt, ist gera­de­zu unglaub­lich. Denn das Mäd­chen, das sichWeiterlesen!

Andy Mulligan — Liquidator

Andy Mulligan Liquidator19.Mai 2016

Liqui­da­tor” ist ein neu­es Buch von dem bri­ti­schen Auto­ren Andy Mul­ligan, der mit sei­nem Roman “Trash” erfolg­reich wur­de. Eine Geschich­te über einen erfolgs­gie­ri­gen Kon­zern, einen Ener­gy­drink und eine Grup­pe Jugend­li­cher, die eigent­lich nur in die Berufs­welt hin­ein­schnup­pern möch­te und in das Aben­teu­er ihres Lebens hin­ein­pur­zelt. Cool, action­reich und sehr span­nend! Ein tol­les Buch für Jungs und Mäd­chen ab 13 Jah­ren, die (viel­leicht) nicht so viel lesen und ein­fach mal rich­tig gut unter­hal­ten wer­den möch­ten! Und für inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Vicky möch­te am liebs­ten Ent­hül­lungs­jour­na­lis­tin wer­den. Doch als ihre Schu­le ein “Probier’s aus!”-Prak­ti­kum-Pro­jekt anbie­tet und die Schü­ler für drei Tage auf die Arbeits­welt los­lässt, kommt sie zu spät und ihre Traum­stel­le bei einer Zei­tung ist bereits ver­ge­ben wor­den. Übrig bleibt ein Job bei Lock­son & Lock­son, einer gro­ßer Fir­ma vol­ler Anwäl­te, des­sen ein­zi­ger Groß­kun­de momen­tan eine Geträn­ke­fir­ma ist, um deren Lizen­zen sie sich küm­mern. Das Star-Getränk, das momen­tan in aller Mun­de ist, heißt “Liqui­da­tor”: Ich schau­te auf das Eti­kett, wo in Schaum­form der berühm­te Slo­gan zu lesen war: “Für alle, die sie­gen wol­len…” Und wie üblich sah ich mich danach lech­zen. Das Getränk erzeug­te in dir das GefühlWeiterlesen!

David Safier — 28 Tage lang

David Safier 28 Tage

5.September 2015

28 Tage lang” ist der neu als Taschen­buch erschie­ne­ne Roman des deut­schen Schrift­stel­ler David Safier. Wäh­rend er vor allem durch sei­ne eher komö­di­an­ti­sche Erzähl­art, wie zum Bei­spiel in “Mie­ses Kar­ma” oder “Jesus liebt mich” bekannt wur­de, wid­met er sich in sei­nem aktu­el­len Buch einem für ihn unge­wohnt erns­ten The­ma: er schil­dert das Leben eines jüdi­schen Mäd­chens im War­schau­er Ghet­to zur Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Authen­tisch. Bewe­gend. Und trotz aller Tra­gik sehr unter­halt­sam zu lesen. Gera­de für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren, die viel­leicht noch nie etwas über die­ses The­ma gele­sen haben und sich dem annä­hern möch­ten, sowie für Erwach­se­ne.

War­schau. Im Jah­re 1943. Die 16-jäh­ri­ge Mira tut etwas Ver­bo­te­nes. Regel­mä­ßig. Und unter Ein­satz ihres Lebens. Sie schleicht sich heim­lich aus dem Ghet­to, in das sie und ihre jüdi­sche Fami­lie gesteckt wur­den und besorgt im pol­ni­schen Teil der Stadt Lebens­mit­tel, um ihre jün­ge­re Schwes­ter Han­nah und ihre depres­si­ve Mut­ter zu ver­sor­gen. Denn sonst wür­den sie ver­hun­gern. Ihr Vater, ein ehe­mals ange­se­he­ner Arzt, hat sich aus Ver­zweif­lung das Leben genom­men und Miras älte­rer Bru­der ist zur Juden­po­li­zei über­ge­wech­selt, die für beson­de­re Grau­sam­kei­ten bekannt ist. Wenn sie sich nicht um die rest­li­che Fami­lie küm­mern wür­de, wür­de es nie­mand tun. Vor allem ihre klei­ne Schwes­ter… Weiterlesen!

Andy Mulligan — Der zweite Kopf des Richard Westlake

Andy Mulligan Der zweite Kopf des Richard Westlake16.Dezember 2014

Ein total abge­fah­re­nes, rich­tig coo­les Buch hat der bri­ti­sche Autor Andy Mul­ligan geschrie­ben: “Der zwei­te Kopf des Richard West­la­ke” macht genau das zum The­ma, was der Titel beein­hal­tet. Eine fik­ti­ve Abnor­ma­li­tät, die den All­tag eines Jun­gen im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes völ­lig auf den Kopf stellt. Anders, fas­zi­nie­rend, nach­denk­lich machend. Zudem rich­tig span­nend und flüs­sig zu lesen! Idea­le Lek­tü­re fur Jungs, die eigent­lich nicht so ger­ne oder so viel lesen. Auch als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­ver­stel­lung sehr gut geeig­net. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren.

Richard West­la­ke ist 11 Jah­re alt, als er eines Mor­gens einen selt­sa­men Kloß in sei­nem Hals fühlt. Außer­dem hat er Fie­ber. Der Arzt ver­mu­tet zunächst noch eine Erkäl­tung, bis er die selt­sa­me Schwel­lung an sei­ner Luft­röh­re bemerkt. Richard bekommt auch schlecht Luft. Sofort und sicher­heits­hal­ber schickt der Arzt den Jun­gen ins Kran­ken­haus. Und tat­säch­lich, was in den dar­auf­fol­gen­den Stun­den mit Richard geschieht, das geht über alles hin­aus, was eine Erkäl­tung für Sym­pto­me je mit sich brin­gen könn­te: dem inzwi­schen bewusst­lo­sen Jun­gen wächst ein zwei­ter Kopf! Die Eltern sind total geschockt, auch Richard selbst kann es nicht fas­sen. Was geschieht da mit ihm? Der neue Kopf kann… Weiterlesen!

Erin Jade Lange — Butter

Erin Jade Lange Butter15.März 2014

Ein pro­vo­kan­tes, aber zugleich sehr inter­es­sant erzähl­tes Buch hat die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Erin Jade Lan­ge geschrie­ben: “But­ter”, benannt nach der gleich­na­mi­gen Haupt­per­son, einem über­ge­wich­ti­gen Teen­ager. Ein Roman übers Anders­sein, über Popu­la­ri­tät und Freund­schaft. Eine Geschich­te, die ihre Leser so schnell nicht mehr los­las­sen wird. Packend bis zum bit­te­ren Ende! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Der 16-Jäh­ri­ge But­ter (sei­nen nor­ma­len Namen erfährt man lei­der nie) bringt ein stol­zes Gewicht von 423 Pfund auf die Waa­ge, das sind knap­pe 200kg. In der Pau­se sitzt er ganz allei­ne an einem Tisch, Freun­de hat er kei­ne. Sein Vater spricht vor lau­ter Ent­täu­schung über sei­ne stän­di­ge Gewichts­zu­nah­me fast kein Wort mehr mit ihm. Die ein­zi­gen Leu­te, mit denen er sich gut ver­steht, sind ein Leh­rer, sein Arzt und sei­ne heim­li­che Inter­net­lie­be namens Anna, die er auch im wah­ren Leben kennt, aber nie­mals per­sön­lich ange­spro­chen hat. Jetzt plant But­ter sein Able­ben. Mit einem letz­ten Mahl will er sich buch­stäb­lich zu Tode essen. Und dies live im Inter­net am letz­ten Tag des Jah­res über­tra­gen. So kün­digt er es … Weiterlesen!