Schlagwort Archiv: cbt

Harlan Coben — Der schwarze Schmetterling

Harlan Coben - Der schwarze Schmetterling30.Mai 2017

Der schwar­ze Schmet­ter­ling” von dem bekann­ten ame­ri­ka­ni­schen Thril­ler­au­tor Har­lan Coben ist in die­ser Optik neu erschie­nen und zugleich den­noch NICHT neu! In die­sem Fal­le schien es der cbt-Ver­lag wirk­lich wis­sen zu wol­len, denn das Buch hat mit die­sem Cover bereits das — sage und schrei­be — drit­te Mal sein Aus­se­hen UND sei­nen Titel ver­än­dert (!). Das könn­te für man­che Leser ärger­lich wer­den, die das Buch bereits unter dem Namen “Nur zu dei­nem Schutz” (2012) oder “But­ter­fly Code” (2014) ken­nen und nun zu einer ver­meint­li­chen Neu­heit des Auto­ren, der eigent­lich für Erwach­se­ne schreibt, grei­fen. Hier spielt der Nef­fe von Myron Boli­tor (Myron-Boli­tar-Rei­he) eine Haupt­rol­le. Ein den­noch wirk­lich span­nen­der und unter­halt­sa­mer Thril­ler (vor allem für Jungs) ab 13 Jah­ren, aber auch für alle erwach­se­nen Fans von Har­lan Coben.

Nach dem Tod sei­nes Vaters muss der 14-jäh­ri­ge Mickey zu sei­nem Onkel Myron zie­hen, sei­nes Zei­chens Pri­vat­de­tek­tiv. Sei­ne Mut­ter befin­det sich momen­tan in einer Ent­zugs­kli­nik. In der Schu­le lernt Mickey die jun­ge Ash­ley ken­nen, in die er sich ver­liebt. Sie haben sich schon zwei Mal geküsst, als … Weiterlesen!

Nicola Yoon — Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Nicola Yoon - Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt20.April 2017

Du neben mir und zwi­schen uns die gan­ze Welt” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Nico­la Yoon läuft bald im Kino an und ist pas­send dazu jetzt als Taschen­buch erschie­nen. Ein Roman über eine sel­te­ne Immun­krank­heit, durch die ein jun­ges Mäd­chen ihr Leben lang ihr Haus nicht ver­las­sen hat und eine uner­war­te­te Lie­be. Gefühl­voll, roman­tisch, humor­voll — ange­rei­chert mit einem Sam­mel­su­ri­um an Noti­zen und Zeich­nun­gen. Die­ses Buch kann sich defi­ni­tiv sehen las­sen, sowohl optisch (bezieht sich auf die Hard­co­ver-Aus­ga­be, sie­he unten), als auch inhalt­lich! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren.

Seit 17 Jah­ren hat Made­li­ne ihr Haus nicht ver­las­sen. Jetzt hat sie gera­de ihren 18.Geburtstag gemein­sam mit ihrer Mut­ter und mit Car­la, ihrer per­sön­li­chen Voll­zeit­kran­ken­schwes­ter, gefei­ert. Das Mäd­chen lei­det unter einer äußerst sel­te­nen Immun­krank­heit: Im Grun­de bin ich all­er­gisch gegen die Welt. Alles kann einen Anfall aus­lö­sen. Es könn­ten die Che­mi­ka­li­en im Putz­mit­tel sein, mit dem der Tisch abge­wischt wur­de, den ich gera­de berührt habe. Es könn­te das Par­füm von irgend­wem sein. Oder das exo­ti­sche Gewürz in mei­nem Essen. […] Mei­ne Mom sagt, dass ich als Klein­kind ein paar­mal bei­na­he gestor­ben wäre.” (Zitat aus “Du neben mir und zwi­schen uns die gan­ze Welt”, S.12) Men­schen sieht sie so gut wie nie. Sie wird per Inter­net unter­rich­tet. Nur sehr sel­ten kommt ein Leh­rer zu ihr ins Haus. Denn jeder, der hin­ein will, muss durch eine Sicher­heits­schleu­se und sich dekon­ta­mi­nie­ren las­sen. Frem­de müs­sen ihre Krank­heits­ge­schich­te… Weiterlesen!

Lynda Mullaly Hunt — Wie ein Fisch im Baum

Lynda Mullaly Hunt - Wie ein Fisch im Baum

18.Dezember 2016

Die ame­ri­ka­ni­sche Schrift­stel­le­rin Lyn­da Mulla­ly Hunt hat mit “Wie ein Fisch im Baum” einen wirk­lich ganz beson­de­ren Roman geschrie­ben. Über ein jun­ges Mäd­chen, das an Leg­asthe­nie lei­det, und lie­ber rebel­lisch und auf­müp­fig ist, anstatt ihr Geheim­nis preis­zu­ge­ben. Bis sie an einen Leh­rer gerät, der hin­ter ihre Fas­sa­de schaut. Eine herz­er­grei­fen­de Geschich­te über Freund­schaft, Zivil­cou­ra­ge und den Mut, zu sich selbst zu ste­hen und anders zu sein. Ein klu­ges, bewe­gen­des Buch mit star­ken Cha­rak­te­ren. Für alle Fans von “Wun­der” und “Mit Wor­ten kann ich flie­gen”. Für Jugend­li­che von 10–14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 11-jäh­ri­ge Ally fühlt sich ein­sam. Freun­de hat sie nicht wirk­lich. Die Schu­le mag sie gar nicht: “Ich habe mich selbst gezeich­net, wie ich aus einer Kano­ne geschos­sen wer­de. Das wäre ein­fa­cher, als zur Schu­le zu gehen. Weni­ger qual­voll.” (Zitat aus “Wie ein Fisch im Baum” S.8) Das Lesen und Schrei­ben fällt ihr äußerst schwer. Im Grun­de kann sie es nicht wirk­lich. “Sie­ben Schu­len in sie­ben Jah­ren, und sie sind alle gleich. Immer wenn ich mein Bes­tes tue, heißt es, dass ich mir nicht genug Mühe gebe. Zu nach­läs­sig sei. Schlam­pi­ge Recht­schrei­bung hät­te. […] Und die Kopf­schmer­zen. Ich bekom­me immer Kopf­schmer­zen, wenn ich zu lan­ge die dunk­len Buch­sta­ben auf den grell­wei­ßen Sei­ten anschaue.” (Zitat S.8) Ally lei­det unter Leg­asthe­nie. Doch das weiß das jun­ge Mäd­chen nicht. Damit kei­ner her­aus­fin­det, wo ihre… Weiterlesen!

Sarah Crossan — Apple und Rain

Sarah Crossan Apple und Rain13.November 2016

Die iri­sche Auto­rin Sarah Crossan hat mit “Apple und Rain” eine Geschich­te geschrie­ben, die ans Herz geht! Ein Roman über ein Mäd­chen, deren Mut­ter — von der sie als 3-Jäh­ri­ge ver­las­sen wur­de — auf ein­mal wie­der auf der Bild­flä­che auf­taucht und ihr gan­zes Leben auf den Kopf stellt. Gefühl­voll, authen­tisch und sehr unter­halt­sam erzählt. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 14-jäh­ri­ge Apol­li­nia, die von allen aber nur Apple genannt wird, lebt allein bei ihrer manch­mal etwas stren­gen, über­für­sorg­li­chen Groß­mut­ter. Schon seit elf Jah­ren, als ihre Mut­ter sie im Alter von drei Jah­ren Hals über Kopf ver­ließ. An Weih­nach­ten. “Zurück blieb die Stil­le. Kein Geschrei mehr. Und auch kein Don­ner. “Mum­my”, flüs­ter­te ich. “Mum­my ist gegan­gen, Herz­chen”, sag­te Nana. Sie kam die Trep­pe rauf, öff­ne­te das wei­ße Git­ter und nahm mich auf den Arm. Sie zit­ter­te. Ihre Augen waren feucht. “Jetzt sind nur noch wir bei­de hier. Du und ich. Okay?” “Mum­my”, wie­der­hol­te ich.” (Zitat S.11) Apple ver­misst ihre Mut­ter. An jedem Weih­nach­ten hofft sie erneut, dass sie zurück­keh­ren wird. Wo immer sie jetzt auch ist. Dass ihr Wunsch tat­säch­lich in Erfül­lung gehen soll­te, dar­an hat Apple fast nicht mehr geglaubt, bis ihre Mut­ter eines Tages plötz­lichWeiterlesen!

Elisabeth Herrmann — Die Mühle

Elisabeth Herrmann - Die Mühle14.September 2016

Die deut­sche Best­sel­ler-Auto­rin Eli­sa­beth Herr­mann lie­fert mit “Die Müh­le” - das dies­mal expli­zit als All-Age-Thril­ler aus­ge­wie­sen wird — wie­der span­nen­de Unter­hal­tung für Jung und Alt. In all ihrer erzäh­le­ri­schen Bra­vour ent­führt sie die Leser auf eine Art Klas­sen­tref­fen in die tsche­chi­schen Wäl­der. Schau­platz: eine geheim­nis­vol­le Müh­le. Haupt­dar­stel­ler: eine alte Cli­que, eine Außen­sei­te­rin und das Grau­en, das lang­sam um sich greift. Bril­lant geschrie­ben und fes­selnd von Anfang an. So muss ein Thril­ler sein! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Die 20-jäh­ri­ge Lana stu­diert in Ber­lin. Zuletzt hat sie in einer Klein­stadt ihr Abitur gemacht, die sie aber schnell wie­der ver­las­sen woll­te. Umso grö­ßer ist die Über­ra­schung, als sie aus­ge­rech­net an ihrer Uni auf John­ny trifft, der damals zwei Klas­sen über ihr war und der IN-Cli­que schlecht­hin ange­hör­te. “Eine leich­te, flat­ter­haf­te Fröh­lich­keit lag über die­ser Grup­pe, ein so unan­ge­streng­tes Selbst­be­wusst­sein, dass ich im ers­ten Moment mit nichts ande­rem als Neid und Eifer­sucht reagie­ren konn­te. Sie hat­ten alles, was mir fehl­te. Sie sahen blen­dend aus, jeder ein­zel­ne von ihnen, und sie hat­ten im Dra­chen­blut der Freund­schaft geba­det, das unver­wund­bar mach­te…” (Zitat aus “Die Müh­le” S.18). Durch Zufall erfährt Lana, dass John­ny — nach Jah­ren ohne Kon­takt zuein­an­der — eine Ein­la­dung zu einem Tref­fen jener Cli­que erhal­ten hat. Doch durch einen Sturz… Weiterlesen!

Barry Jonsberg — Das Blubbern von Glück

Barry Jonsberg Das Blubbern von Glück9.August 2016

Erfri­schend anders das ist “Das Blub­bern von Glück” von dem aus­tra­li­schen Auto­ren Bar­ry Jons­berg, das die herz­er­wär­men­de Geschich­te eines jun­gen Mäd­chens erzählt, die ver­sucht ihr Umfeld glück­lich zu machen. Wie ihr das gelingt und mit wel­chen Schwie­rig­kei­ten sie zu kämp­fen hat, das beschreibt die Haupt­fi­gur selbst auf sehr sym­pa­thi­sche Wei­se. Für Jugend­li­che (frü­hes­tens ab 10 Jah­ren) und Erwach­se­ne, die mal ein Buch lesen wol­len, das rich­tig gute Lau­ne macht! 🙂 Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen.

Can­di­ce ist ein ganz beson­de­res Mäd­chen. Sie ist zwölf Jah­re alt und sehr cle­ver. Sie lebt in Aus­tra­li­en. Sie mag eigent­lich alle Men­schen, auch wenn die­se sie nicht mögen. Nur Freun­de hat sie lei­der kei­ne. Alles, was sie macht, macht sie sehr genau. Manch­mal mag sie nicht reden, dann schreibt sie lie­ber auf, was sie sagt. Beson­ders gegen­über Frem­den. Sie hat einen Gold­fisch namens Erd­fer­kel-Fisch. Als ein neu­er Jun­ge namens Dou­glas in ihre Klas­se kommt, freun­det sie sich mit ihm an, weil er auch irgend­wie anders ist. Dou­glas behaup­tet aus einer ande­ren Dimen­si­on zu kom­men, in der er am liebs­ten wie­der zurück­rei­sen wür­de. Er weiß nur noch nicht so genau wie. Sein Pro­blem ist die Schwer­kraft. Von einem Baum her­un­ter­zu­sprin­gen reicht nicht, es müss­te schon höher etwas sein. Can­di­ce weiß auch noch nicht so genau wie sie ihrem neu­en Freund hel­fen könn­te. Dabei möch­te sie ger­ne so vie­len Men­schen in ihre Umge­bung glück­lich machen. Ihre Mut­ter, die krank und manch­mal viel zu trau­rig ist. Ihren Vater, der … Weiterlesen!

Elisabeth Herrmann — Seefeuer

Elisabeth Herrmann - Seefeuer - cbt                                            16.Mai 2016

See­feu­er“ ist der drit­ter Thril­ler der deut­schen Best­sel­ler­au­to­rin Eli­sa­beth Herr­mann im Jugend­buch (alle unab­hän­gig von­ein­an­der zu lesen) und nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Wie­der äußerst gelun­gen! Die idea­le Mischung aus Span­nung, Fami­li­en­ge­schich­te und Roman­ze. Bes­tes Lese­fut­ter für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Marie möch­te unbe­dingt Mee­res­bio­lo­gin wer­den. Momen­tan macht sie ein Prak­ti­kum in Fried­richs­koog (an der Nord­see) auf einer See­hun­de­sta­ti­on. Die Arbeit macht ihr Spaß, sie hat in Pia, mit der sie zusam­men­wohnt, eine gute Freun­din gefun­den und sie hofft eben­falls hier den Platz für ein frei­wil­li­ges öko­lo­gi­sches Jahr zu ergat­tern. Doch dann über­schla­gen sich plötz­lich die Ereig­nis­se. Bei einer Fahrt, um zwei jun­ge See­hun­de zu ret­ten, läuft das Schiff auf ein selt­sa­mes Metall­teil auf. Es han­delt sich um die vor Jah­ren gesun­ke­ne „Tri­ni­ty“. Das Wrack ist auf ein­mal wie­der auf­ge­taucht. Wel­ches Geheim­nis rankt sich um das alte Schiff? Merk­wür­di­ger­wei­se scheint Maries gelieb­te Oma, … Weiterlesen!

Kate Gordon — Wohin meine Flossen mich tragen

Kate Gordon Wohin meine Flossen mich tragen30.April 2016

Wohin mei­ne Flos­sen mich tra­gen” von der aus­tra­li­schen Auto­rin Kate Gor­don erzählt eine Geschich­te über Freund­schaft, über das Erwach­sen­wer­den, das nicht immer ein­fach ist und dem Seh­nen nach Glück. Äußerst unter­halt­sam und mit einer posi­ti­ven Bot­schaft: Schwimm gegen den Strom und sei du selbst! Ein klei­nes Gute-Lau­ne-Buch:-) Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Aus­tra­li­en. Die 15-jäh­ri­ge Cle­men­ti­ne geht in die 9.Klasse. Sie liebt es Gedich­te zu schrei­ben und möch­te am liebs­ten Schrift­stel­le­rin wer­den. “Mir gefällt es, Wort an Wort zu rei­hen und Wor­te wie Bau­stei­ne auf­ein­an­der­zu­schich­ten, wie beim Bau eines Hau­ses, sie mit Mör­tel mit­ein­an­der zu ver­bin­den, damit etwas Schö­nes ent­steht, und die dif­fu­sen Gedan­ken, die einem im Kopf her­um­spu­ken, zu etwas Soli­dem zu for­men. Um das Leben zu begrei­fen.” (Zitat aus “Wohin mei­ne Flos­sen mich tra­gen” S.11) Auch in der Schu­le darf sie viel schrei­ben, beson­ders im Phi­lo­so­phie­un­ter­richt. Ihre Leh­re­rin, Ms Hil­ler, gibt ihren Schü­lern Schreib­auf­ga­ben. Manch­mal sol­len sie ein­fach nur drauf los­schrei­ben, manch­mal gibt sie ihnen ein The­ma vor. Eine Men­ge Din­ge bewe­gen Cle­men­ti­ne, die sie in Wor­te fasst: sie erzählt von ihren zwei bes­ten Freun­din­nen Cleo und Chel­sea-Grace, die sich so ver­än­dert haben. Die cool und schlank Weiterlesen!

Charles Benoit — Cold Calls

Charles Benoit Cold calls14.April 2016

Cold Calls” von dem ame­ri­ka­ni­sche Autor Charles Benoit ist nach sei­nem ers­ten (unab­hän­gi­gen) Buch “Du bist dran!” wie­der ein Roman über das The­ma Mani­pu­la­ti­on und vor allem über Mob­bing, jedoch mit einem ganz ande­ren Ansatz: Hier wer­den die drei Prot­ago­nis­ten dazu gezwun­gen zu mob­ben, um zu ver­hin­dern, dass ein anony­mer Anru­fer ihre größ­ten Geheim­nis­se ver­rät. Flott und unter­halt­sam erzählt. Mit nicht all zu viel Tief­gang. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren.

Eric, der ein begeis­ter­ter Fuß­ball­spie­ler ist, glaubt zunächst an einen Scherz, als ein selt­sa­mer, metal­lisch klin­gen­der Anru­fer ihn beläs­tigt: “In dem Rau­schen ertön­te ein lei­ses Echo, als er sich selbst hör­te. Eine Pau­se, dann folg­te etwas wie ein Atem­zug. Danach ein ein­zel­ner geflüs­ter­ter Satz, der ihn wie ein Schlag in den Magen traf. Und wie­der Schwei­gen.” (Zitat aus “Cold Calls” S.9) In der Nacht wie­der mehr­ma­li­ge Anru­fe auf sei­nem Han­dy. Bis Eric schließ­lich ran­geht und der anony­me Anru­fer nur ver­langt, dass er in sein E-Mail­post­fach sieht. Dort befin­det sich ein… Weiterlesen!

Gavriel Savit — Anna und der Schwalbenmann

Gavriel Savit Anna und der Schwalbenmann29.Februar 2016

Der ame­ri­ka­ni­sche Autor und Schau­spie­ler Gavri­el Savit hat sein ers­tes Buch geschrie­ben: “Anna und der Schwal­ben­mann”. Ein Roman über den Ver­lust des Vaters, das Über­le­ben eines klei­nen Mäd­chens in Zei­ten des Krie­ges und einen geheim­nis­vol­len Mann an deren Sei­te. Ein Buch, das die Spra­che und deren Kom­ple­xi­tät sehr klug in Wor­te fasst und in eben einer sol­chen sehr sehr schön erzählt ist. Die­ses Buch hat das Zeug zum moder­nen Klas­si­ker! Für alle Fans von “Der Jun­ge im gestreif­ten Pyja­ma”. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und vor allem Erwach­se­ne.

Kra­kau. Es ist der 6. Novem­ber 1939. Anna ist erst 7 Jah­re alt. Und sie ahnt noch nicht, dass heu­te der Tag ist, an dem sie ihren Vater ver­lie­ren und nie wie­der sehen wird. Polen ist von den Deut­schen besetzt wor­den. Jene haben die “Son­der­ak­ti­on Kra­kau” ins Leben geru­fen, um Intel­lek­tu­el­le und Aka­de­mi­ker zu besei­ti­gen und ins Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger zu ver­frach­ten. Annas Vater ist Aka­de­mi­ker. Er ist Spra­chen-Pro­fes­sor und spricht neun Spra­chen. Eben­so wie Anna, die viel von ihm ler­nen durf­te. “Alle Men­schen waren an eine Spra­che gefes­selt, im bes­ten Fall an zwei oder drei, nur Annas Vater schien voll­kom­men frei zu sein von die­sen Gren­zen, die jeden sonst in der wei­ten, bun­ten Land­schaft von Kra­kau ein­ge­schlos­sen. Er war auf kei­ne Art zu spre­chen beschränkt. Er konn­te sein, was er woll­te. […] Statt eine Spra­che an sei­ne Toch­ter wei­ter­zu­ge­ben, die sie bestimm­te, schenk­te Annas Vater ihr die gan­ze Viel­falt der Spra­chen, die er kann­te…” (Zitat S.14) An jedem Tag der Woche sprach er mit ihrWeiterlesen!