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Julie Buxbaum — Absender: Glück

Julie Buxbaum Absender Glück24.Oktober 2016

Absen­der: Glück” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Julie Bux­baum ist ein Roman über die Pro­ble­ma­tik der Anpas­sungs­fä­hig­keit an einer neu­en Schu­le, einen heim­li­chen Hel­fer und die Geschich­te einer uner­war­te­ten Lie­be. Flott und unter­halt­sam erzählt. Für Jugend­li­che ab 12 Jahren.

Das Leben der 16-jäh­ri­gen Jes­sie ist momen­tan nicht gera­de ein­fach. Ihre Fami­lie ist nicht mehr das, was sie ein­mal war: “Jeder von uns hat­te eine bestimm­te Rol­le. Mein Vater arbei­te­te und brach­te uns zum Lachen. Mei­ne Mut­ter arbei­te­te auch, aller­dings nur Teil­zeit, und bei ihr lie­fen alle Fäden zusam­men, sie beru­hig­te und ver­band. Mei­ne ein­zi­ge Auf­ga­be bestand dar­in, ihr Schatz zu sein, mich in ihrer per­ma­nen­ten Auf­merk­sam­keit zu aalen. Es ist jetzt 747 Tage her, und ich kann noch immer nicht dar­über reden.” (Zitat S.53) Jes­sies Mut­ter ist an Krebs gestor­ben. Und auch wenn es jetzt schon unge­fähr zwei Jah­re her ist, ver­misst Jes­sie ihre Mut­ter immer noch ziem­lich. Ihr Vater hat bereits eine neue Frau gefun­den, wes­we­gen sie von Chi­ca­go nun nach Los Ange­les zie­hen, um in deren rie­si­gen Haus zu leben. Jetzt hat Jes­sie nicht nur ein Zuhau­se, in dem sie sich nicht hei­misch füh­len kann, einen neu­en Stief­bru­der und eine Haus­häl­te­rin, son­dern soll auf­grund der neu­en Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se der neu­en Frau auch auf eine Pri­vat­schu­le gehen. Hier tritt sie von einem Fettnäpfchen… Weiterlesen!

Jessica Brody — Mein Leben voller Fragezeichen

Jessica Brody Mein Leben voller Fragezeichen 31.Mai 2016

Mein Leben vol­ler Fra­ge­zei­chen” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Jes­si­ca Bro­dy ver­spricht bes­te Unter­hal­tung! Eine Geschich­te über das Tref­fen (fal­scher) Ent­schei­dun­gen, das kom­plet­te Abge­ben sol­cher an eine anony­me Blog­ge­mein­de und den Tur­bu­len­zen, die dies anrich­ten kann. Humor­voll und sehr flott erzählt. Für Jugend­li­che ab 12 Jahren.

Par­ker, Colo­ra­do. Die 15-jäh­ri­ge Brook­lyn steckt schon wie­der im Schla­mas­sel. “Ich wer­de mit an Sicher­heit gren­zen­der Wahr­schein­lich­keit das Epi­zen­trum des Skan­dals sein … mal wie­der. Man könn­te wohl sagen, dass ich nega­ti­ve Schlag­zei­len wie ein Magnet anzie­he. Zu Kata­stro­phen nei­ge, die einen gewal­ti­gen Medi­en­rum­mel nach sich zie­hen.” (Zitat aus “Mein Leben vol­ler Fra­ge­zei­chen” S.8). Schon als Zwei­jäh­ri­ge ist sie durch Zufall berühmt gewor­den für ihre “Fehl­trit­te”, im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes: sie fiel in einen still­ge­leg­ten, engen Schacht und muss­te in einer stun­den­lan­gen, müh­sa­men Ret­tungs­ak­ti­on, an der die hal­be Welt Anteil nahm, befreit wer­den. Drei­zehn Jah­re spä­ter scheint sie noch immer fal­sche Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und stän­dig für Unheil zu sor­gen. Durch ihren letz­ten Clou hat sie… Weiterlesen!

Arne Svingen — Die Ballade von der gebrochenen Nase

Arne Svingen Die Ballade von der gebrochenen Nase 28.Oktober 2015

Wie Boxen und Musik zusam­men­pas­sen kann (oder auch nicht;-)), das zeigt der nor­we­gi­sche Autor Arne Svin­g­en in sei­nem Roman “Die Bal­la­de von der gebro­che­nen Nase”. Er erzählt vom Erwach­sen­wer­den, von Stär­ken und Schwä­chen und dem Mut, zu sich selbst zu ste­hen. Auf beschwing­te und zugleich erns­te Wei­se und mit viel Situa­ti­ons­ko­mik. Ein kurz­wei­li­ges (192S.) und sehr schö­nes Buch! Beson­ders für Jungs ab 12 Jah­ren geeignet.

Nor­we­gen. Sei­ne Mut­ter hat den 12-jäh­ri­gen Bart nach einer Figur aus den “Simp­sons” benannt. Etwas Gro­ßes soll aus ihm wer­den. Und hart im Neh­men, das soll er am bes­ten auch sein. Des­halb schickt sei­ne Mut­ter, die zuwei­len mal ver­gisst die Strom­rech­nun­gen zu bezah­len und ihr Geld vom Sozi­al­amt bekommt, ihn auch zum Boxen. “Ich glau­be, Mama hät­te ger­ne einen Sohn, der här­ter im Neh­men ist. Des­halb gehe ich zum Boxen. Irgend­wann wirst du mir dafür dank­bar sein, dass du das gelernt hast, sagt Mama immer. Nicht, dass ich jemals Geld­ein­trei­ber oder Auf­trags­kil­ler wer­den möch­te, aber es kann doch sein, dass jemand vor­hat, mich zum Krüp­pel zu schla­gen. Und dann kann es ja sein, dass ich Mama dank­bar bin. Es kommt ein biss­chen dar­auf an, wer gewinnt.” (Zitat aus “Die Bal­la­de von der gebro­che­nen Nase” S.12). Barts gro­ße Lei­den­schaft hin­ge­gen ist das Weiterlesen!

Sanne Søndergaard — Mein fantastisches Leben — von wegen!

Sanne Søndergaard Mein fantastisches Leben - von wegen!26.Mai 2015

Die däni­sche Auto­rin San­ne Søn­der­gaard hat mit “Mein fan­tas­ti­sches Leben — von wegen!” einen ganz beson­de­ren Roman über das The­ma Mob­bing und den Wunsch sich selbst das Leben zu neh­men. In Tage­buch­form und mit jugend­sprach­li­cher Aus­drucks­wei­se trifft der Leser auf eine Prot­ago­nis­tin, die kein Blatt vor den Mund nimmt und trotz­dem am Leben zu zer­bre­chen droht. Anders. Bewe­gend. Mit trau­ri­gem Sar­kas­mus. Für taf­fe Jugend­li­che ab 14.

Agnes ist 14. Sie hat begon­nen eine Art Tage­buch zu schrei­ben. Nur dass sie es nicht so nennt. Es ist ihr “Todes­buch”. Denn das jun­ge, etwas über­ge­wich­ti­ge Mäd­chen hat beschlos­sen sichin 12 Tagen, 1 Stun­de und 55 Minu­ten” (Zitat aus “Mein fan­tas­ti­sches Leben — von wegen!” S.5) das Leben zu neh­men. Von ihrem Tod hat sie schon genau Vor­stel­lun­gen. Sie will kein Grab und am liebs­ten ver­brannt und im Wald ver­streut wer­den. Sie wird Tablet­ten neh­men. Am 2. Novem­ber, ihrem 15. Geburts­tag. In der Schu­le wird sie schon seit Jah­ren geär­gert, vor allem von der Klas­sen­queen und ihrer Cli­que: “Auch wenn Sil­le und ihre Hof­schran­zen echt blöd sind, kann ich gut ver­ste­hen, wie­so sie auf mir rum­ha­cken. Wie gesagt: Ich bin anders. Und Men­schen, die anders sind, kann man nicht in Ruhe las­sen. Ich bin ein ver­flix­ter Mutant, jawohl. So sim­pel ist das.” (Zitat S.13). Auch ihre Eltern ver­ste­hen Agnes nicht wirk­lich. Mit ihrer Mut­ter gerät sie öfters in Streit und ihren Vater kann man sowieso… Weiterlesen!

Jessica Martinez — Nicht mit mir, Schwesterherz!

Jessica Martinez Nicht mit mir, Schwesterherz!17.September 2014

Die kana­di­sche Auto­rin Jes­si­ca Mar­ti­nez hat mit „Nicht mit mir, Schwes­ter­herz!“ einen Roman über die Bezie­hung zwei­er Schwes­tern geschrie­ben. Ein nicht immer ein­fa­ches Ver­hält­nis, eine uner­war­te­te Schwan­ger­schaft und eine Rei­se nach Kana­da, die alles ver­än­dert. Ein sen­si­bles Por­trät. Für Jugend­li­che ab 13 Jahren.

Ame­li­as Schwes­ter Char­ly sorgt stän­dig für Ärger. Sie zün­det Golf­bäl­le an und schießt sie durch die Nacht. Ent­wen­det der Groß­mut­ter ihre Vor­rats­glä­ser um damit Kegeln zu spie­len (es gehen alle kaputt!) und beißt sogar im Bio­lo­gie­un­ter­richt in einen Frosch hin­ein, um eine Wet­te zu gewin­nen. Ame­lia ist hin­ge­gen die bra­ve, ver­nünf­ti­ge Toch­ter eines Pas­tors, des­sen Frau vor Jah­ren bei einem Auto­un­fall ums Leben kam. Doch das Mäd­chen ist damals noch zu jung gewe­sen, um sich an ihre Mut­ter zu erin­nern. Seit­dem woh­nen die Schwes­tern mit ihrem Vater bei ihrer stren­gen, reli­giö­sen Groß­mut­ter, die an Char­lys Eska­pa­den zu ver­zwei­feln droht. Auch Ame­lia lei­det zuwei­len unter ihrer Schwes­ter, zum Bei­spiel hat sie sich von ihrem Freund getrennt, weil es ihr schien, als sei die­ser auch in Char­ly ver­liebt. Noch schlim­mer wird es jedoch, als Char­ly eines Nachts von einer Par­ty nicht nach Hau­se kommt und sich spä­ter her­aus­stellt, dass sie schwan­ger ist! … Weiterlesen!

Heike E. Schmidt — Tausend Mal gedenk ich dein

Tausend Mal gedenk ich dein - Heike Eva Schmidt19.August 2014

Einen wirk­lich rich­tig rich­tig guten Roman (mit Thril­ler­ele­men­ten) hat die deut­sche Auto­rin Hei­ke Eva Schmidt geschrie­ben: “Tau­send Mal gedenk ich dein”. Über Freund­schaft, Rache und Mob­bing. Sehr flott erzählt. Lan­ge­wei­le? Fehl­an­zei­ge! Das Ende? Ein­sa­me Spit­ze!! Für Jugend­li­che ab 14 Jahren.

Nel­ly ist 15. Sie ist glück­lich mit ihrer neu­en bes­ten Freun­din Pina, die ein Jahr älter ist als sie. Seit einem hal­ben Jahr sind die Zwei befreun­det und Nel­ly fühlt sich in ihre Klas­sen­ge­mein­schaft ein wenig inte­grier­ter als vor­her. Pina ist klas­se: Groß, schlank, hübsch. Sie sagt, was sie denkt und wenn Alex aus Nel­lys Klas­se ihr gegen­über mal wie­der einen blö­den Spruch raus­haut, dann weiß Pina, was sie dar­auf ent­ge­gen muss.
Jule, die mit­ten im Schul­jahr neu in Nel­lys Klas­se kommt, scheint dage­gen unsi­cher zu sein und wirkt wie ein klei­nes Mau­er­blüm­chen. Sie wird Nel­lys neue Tisch­nach­ba­rin. Aus Mit­leid nimmt Nel­ly sie… Weiterlesen!

Beate Dölling — Je mehr ich dir gebe

Beate Dölling Je mehr ich dir gebe18.Februar 2014

Mit einem beein­dru­ckend schö­nen Cover fällt der Roman der deut­schen Auto­rin Bea­te Döl­ling Je mehr ich dir gebe” sofort ins Auge. Die Auto­rin erzählt eine Geschich­te über Ver­lust, Trau­er, Lie­be und Beses­sen­heit. Mit (für ein Jugend­buch) rela­tiv viel Ero­tik. Daher für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Er ist ihre gro­ße Lie­be: Jonas. Doch ein töd­li­cher Motor­rad­un­fall reißt ihn aus Juli­as Leben. Wie soll sie ohne ihn wei­ter­le­ben? Eine Welt bricht für das jun­ge Mäd­chen zusam­men. Halt gibt ihr vor allem Kol­ja, der sich als bes­ter Freund von Jonas vor­stellt und den sie erst nach der Beer­di­gung wirk­lich ken­nen­lernt. Eine Lie­bes­be­zie­hung ent­steht zwi­schen ihnen. Kol­ja macht es nicht ein­mal etwas aus, wenn sie sich durch ihn Jonas näher fühlt. Er befür­wor­tet es sogar,… Weiterlesen!

Brigitte Glaser — 8 Tage im Juni

Brigitte Glaser 8 Tage im Juni31.Juli 2013

Sozi­al­dra­ma meets Love­sto­ry — so könn­te man das Jugend­buch “8 Tage im Juni” von der deut­schen Auto­rin Bri­git­te Gla­ser umschrei­ben. Eine Geschich­te zwei­er völ­lig unter­schied­li­cher Wel­ten, die auf­ein­an­der­pral­len und den­noch in der Lie­be eine Gemein­sam­keit fin­den. Ein Buch mit viel Lokal­ko­lo­rit: es spielt in Köln! Für Jugend­li­che ab 13 Jahren.

Jen­ny hat es nicht leicht. Die 14-Jäh­ri­ge lebt in armen Ver­hält­nis­sen in der “roten Burg”, einem Abstei­ger­haus in Köln. Ihre Mut­ter traut sich auf­grund Panik­at­ta­cken kam mehr aus dem Haus und Jen­ny muss sich nicht nur um ihren klei­nen Bru­der, son­dern meist auch um den Haus­halt küm­mern. Geld für die anste­hen­de Klas­sen­fahrt ist auch nicht da. Jeden Tag war­tet sie auf die Zuzah­lung vom Job­cen­ter. Lovis hin­ge­gen lebt in ver­mö­gen­den Ver­hält­nis­sen in einem rei­che­ren Köl­ner Stadt­teil. Als er eines Abends von drei Schlä­ger­ty­pen zuerst ver­prü­gelt und dann vor die Bahn gestos­sen wird, tref­fen Jen­ny und Lovis das ers­te Mal auf­ein­an­der: sie ret­tet ihn vor dem her­an­fah­ren­den Zug gera­de noch recht­zei­tig zurück auf den Bahn­steig. Aber Jen­ny, die einen der Schlä­ger als ihren alten Sand­kas­ten­freund wie­der­erkannt hat, flüchtet… Weiterlesen!

Sabine Städing — Anna und die flüsternden Stimmen

Sabine Städing Anna und die flüsternden Stimmen20.August 2012

Die deut­sche Auto­rin Sabi­ne Stä­ding hat mit “Anna und die flüs­tern­den Stim­men” einen soli­de erzähl­ten Myste­ry-Thril­ler geschrie­ben. Über einen alten Fluch, den wan­deln­den Geist eines Ver­stor­be­nen und eine ers­te, gro­ße Lie­be. Für Mäd­chen ab 12 Jahren.

Da ihre Eltern von Aus­lands­ur­lau­ben nicht viel hal­ten, müs­sen die 15-jäh­ri­ge Anna und ihr klei­ner Bru­der Joschi nur 90 Minu­ten von Ham­burg ent­fernt an der Ost­see ihren Urlaub ver­brin­gen. Der Feri­en­ort heißt Qual, ein klei­nes (fik­ti­ves) Kaff direkt am Meer. Als sie jedoch den etwa gleich­alt­ri­gen Tjark ken­nen­lernt, scheint sich die Aus­sicht auf einen schö­nen Urlaub doch noch ein­zu­stel­len. Anna lernt das Segeln bei ihm und macht end­lich ihren Segel­schein. Aber dann gesche­hen selt­sa­me Din­ge, die sie nur Tjark anzu­ver­trau­en wagt: sie hört flüs­tern­de Stim­men, eine merk­wür­dig geklei­de­te Gestalt eines alten Mannes… Weiterlesen!

Cat Patrick — Die fünf Leben der Daisy West

Cat Patrick Die fünf Leben der Daisy West23. Juli 2012

Die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Cat Patrick hat mit “Die fünf Leben der Dai­sy West” einen Roman geschrie­ben, in dem es um ein gehei­mes Wun­der­mit­tel geht, das den Tod über­lis­ten kann. Teil des Expe­ri­ments ist die jun­ge Dai­sy, die bereits ihr 5. Leben begon­nen hat und nun die Lie­be für sich ent­deckt. Erst­mals beginnt sie das Pro­gramm, in dem sie sich befin­det, in Fra­ge zu stel­len. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Ein Bus­un­glück. 21 Men­schen, die gestor­ben sind. Doch nur 7 sind wirk­lich tot. 14 von ihnen beka­men die Chan­ce an einem noch streng gehei­men Pro­gramm teil­zu­neh­men und wur­den mit dem Mit­tel “Revi­ve” zurück ins Leben geholt. So auch — vor elf Jah­ren — die heu­te 15-jäh­ri­ge Dai­sy. Stets beglei­tet von zwei Geheimagenten/Wissenschaftlern, die sich als ihre Eltern aus­ge­ben (sie selbst ist ein Wai­sen­kind), hat sie nun schon eini­ge Tode hin­ter sich. Das letz­te Mal stach sie eine Bie­ne und sie erlitt einen all­er­gi­schen, töd­li­chen Schock. Davor erstick­te Dai­sy beim Schwim­men, als sie ver­se­hent­lich aus­strö­men­des Koh­len­stoff­mon­oxid eines Haus­boo­tes ein­at­me­te. Der Wohn­ort und die Iden­ti­tät wird nach jedem Tod gewech­selt, dafür sorgt die Orga­ni­sa­ton des Pro­gramms. Nur ihren Vor­na­men darf Daisy… Weiterlesen!