Rüdiger Bertram — Die Liga der Guten

Rüdiger Bertram Die Liga der Guten31.August 2013

Der deut­sche Autor Rüdi­ger Bertram hat mit “Die Liga der Guten” ein rich­tig tol­les Jugend­buch geschrie­ben. Über Mob­bing, Mut und dem Auf­ruf, sich für das Gute zu ent­schei­den. Doch was ist gut und was ist böse? Eine schnell ent­ste­hen­de Grup­pen­dy­na­mik treibt die­se ethi­sche Aus­ein­an­der­set­zung rasch an ihre Gren­zen. Ein spek­ta­ku­lä­res, span­nungs­rei­ches Buch, das es sich in jedem Fal­le zu lesen lohnt! Eine Mischung aus “Die Wel­le” und “Nichts: Was im Leben wich­tig ist”. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Jan, Andy und Mats sind befreun­det. Aller­dings nicht aus ech­tem Inter­es­se anein­an­der, son­dern des­we­gen, weil mit ihnen sonst kei­ner befreun­det sein will. An ihrer Schu­le sind sie täg­li­chem Mob­bing und gewal­tä­ti­gen Angrif­fen aus­ge­lie­fert. Bis Jan der Kra­gen platzt und er nach einer Ohr­fei­ge auf eine Bank steigt und eine eupho­ri­sche Rede hält: dass jeder sich für das Gute ent­schei­den müs­se, gegen das Böse und dass er ab sofort kei­ner­lei Kom­pro­mis­se mehr ein­ge­hen wer­de. Die Rede beein­druckt. Plötz­lich sehen die Mit­schü­ler Jan mit ganz ande­ren Augen. Auch als er sein Han­dy weg­schmeißt, Rüdiger Bertram Die Liga der Gutennur noch umwelt­freund­li­che Klei­dung trägt und in eine alte Ger­be­rei zieht, sind vie­le von sei­ner Ent­schlos­sen­heit fas­zi­niert. Sie wol­len eben­falls zur “Liga der Guten” gehö­ren, schließ­lich sogar jene, die ihn anfangs noch gemobbt haben. Jan wird zum Idol einer Bewe­gung, die Jugend­li­che, selbst Kin­der antreibt, sich ihm anzu­schlie­ßen. Doch dann eska­liert die Sache…

Die Liga der Guten” wird durch­weg aus Mats Sicht erzählt. Er berich­tet im Nach­hin­ein, wie sich das Gan­ze abge­spielt hat und ist daher in der Lage ver­streu­te Andeu­tun­gen über den Aus­gang der Geschich­te zu machen, was beim Lesen jede Men­ge Span­nung erzeugt. Man kann sich sehr gut in ihn hin­ein­ver­set­zen und auch nach­voll­zie­hen, wie sich alles ent­wi­ckelt hat. Der Roman lie­fert auf jeden Fall ordent­lich Gesprächs­stoff und regt auch an sich selbst dar­über Gedan­ken zu machen, inwie­fern man sich für das “Gute” ent­schei­den möch­te. Oder eben was das “Gute” über­haupt beinhal­tet und wel­che Mit­tel man ein­set­zen darf, um es zu errei­chen.Lesealternativen

Für alle Fans die­ses wirk­lich star­ken Titels, emp­feh­le ich fol­gen­de Bücher, die ähn­lich auf­rüt­teln: Die Wel­le” von Mor­ton Rhue, Nichts: Was im Leben wich­tig ist” von Jan­ne Tel­ler (oder ihre Kurz­ge­schich­ten­samm­lung: Alles — wor­um es geht”) und 33Cent — um ei#n Leben zu ret­ten” von Lou­is Jen­senEine Anlei­tung, Gutes zu tun, bie­ten zum Bei­spiel: Jetzt tu ich was — Von der Lust, die Welt zu ver­än­dern” oder Jetzt ret­ten wir Kin­der die Welt”. Etwas Gutes tut auch die Haupt­per­son in Para­dies für alle” von Anto­nia Michae­lis (ab 16 Jah­ren).

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-499-21506-3
Erscheinungsdatum: 2.September 2013
Einbandart: Broschur
Preis: 9,99€
Seitenzahl: 208
Übersetzer: -
Originaltitel: -
Originalverlag: - 
Originalcover: -

Kasimiras Bewertung:

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