Jutta Wilke — Schwarz wie Schnee

Jutta Wilke Schwarz wie Schnee17.Oktober 2012

Die deut­sche Auto­rin Jut­ta Wil­ke hat nach “Wie ein Flü­gel­schlag” einen neu­en Thril­ler für Jugend­li­che geschrie­ben: “Schwarz wie Schnee” — eine Geschich­te über das Ver­ges­sen, das Erin­nern und die bedroh­li­che Gefahr, die damit ver­bun­den ist. Die­se Suche nach sei­ner eige­nen Iden­ti­tät liest sich recht span­nend. Ab 14 Jah­ren.

Sie ist 17 Jah­re. Und sie heißt Kira. Das sagen zumin­dest die Ärz­te und Kran­ken­schwes­tern, als sie nach einem Koma im Kran­ken­haus erwacht. Und die­se frem­de Frau, die immer an ihrem Bett wacht und ihre Mut­ter sein soll. Doch Kira kann sich an nichts erin­nern. Auch an den Unfall mit ihrem Motor­rol­ler, der sie erst hier­her­ge­bracht hat. Auf der glat­ten Stra­ße muss sie weg­ge­rutscht und die Böschung hin­un­ter­ge­fal­len sein. Nur ein Baum hat ver­hin­dert, dass sie in einen Fluss fiel. Alles fühlt sich fremd an. Die Woh­nung ihrer Mut­ter, ihr Zim­mer, ihr Gesicht im Spie­gel, alles. Wer war sie vor­her? Und war­um hat Kira das selt­sa­me Gefühl ver­folgt zu wer­den? Dann spricht sie ein Mäd­chen in ihrem Wohn­haus plötz­lich auf Dro­gen an, sie sol­le ihrem Freund sagen, dass er ihr etwas davon besor­gen soll. Ihrem Freund? Dro­gen? Und war­um denkt ihre Mut­ter sie wür­de die Amne­sie nur vor­spie­len? Mit ihrem Mit­schü­ler Juli­an, für den sie all­mäh­lich mehr zu emp­fin­den scheint, ver­sucht sie den Din­gen auf den Grund zu gehen…

Ein psy­cho­lo­gisch sehr fein­füh­lig erzähl­ter Thril­ler, der sich beson­ders mit dem Innen­le­ben der Haupt­per­son beschäf­tigt und dem Leser einen genau­en Ein­blick in ihre Gedan­ken und ver­wir­ren­den Gefüh­le gibt. Das Buch regt zum Nach­den­ken an: Macht wirk­lich die Ver­gan­gen­heit uns zu dem Men­schen, der wir sind, oder ist es nicht viel­mehr die Zukunft, die unser Leben bestimmt? Die Span­nung baut sich lang­sam auf und wird gegen Ende nahe­zu uner­träg­lich und lie­fert einen völ­lig uner­war­te­ten Aus­gang, bei dem man erst ein­mal denkt: Wow! Aller­dings hät­te ich mir zu man­chen Din­gen noch eine Erklä­rung gewünscht, das Buch ist doch dann zu schnell zu Ende gegan­gen.Lesealternativen

Wenn dir die­ser Thril­ler gefal­len hat, kannst du natür­lich auch “Wie ein Flü­gel­schlag” von Jut­ta Wil­ke lesen, den ich per­sön­lich fast noch ein biss­chen span­nen­der fand. Super span­nend zu lesen ist auch “Match­box Boy” von Ali­ce Gaba­thuler — die­ses Buch legt man so schnell nicht aus der Hand!! Sprach­lich sehr schön erzählt und zudem auch span­nend ist der Roman “Solan­ge die Nach­ti­gall singt” der deut­schen Auto­rin Anto­nia Michae­lis — ein her­aus­ra­gen­des und noch lan­ge im Gedächt­nis blei­ben­des Lese­er­leb­nis!

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Sauerländer
ISBN: 978-3-411-81141-0
Erscheinungsdatum: 1.September 2012
Einbandart: Broschur
Preis: 14,99€
Seitenzahl: 256
Übersetzer: -
Originaltitel: -
Originalverlag: -
Originalcover: -


Trailer zum Buch:

Kasimiras Bewertung:

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(3,5 von 5 mög­li­chen Punk­ten)

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