James Dawson — Sag nie ihren Namen

James Dawson - Sag nie ihren Namen3.September 2017

Sag nie ihren Namen” des eng­li­schen Auto­ren James Daw­son erzählt die Legen­de der Bloo­dy Mary auf sei­ne ganz eige­ne Art und Wei­se und ent­führt sei­ne Leser in ein Mäd­chen­in­ter­nat. Ein schön schau­ri­ger Hor­ror­thril­ler, der sou­ve­rän erzählt ist. Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Eng­land. Piper’s Hall. Ein Mäd­chen­in­ter­nat in einem gru­se­lig wir­ken­den Schloss. Selbst die Ein­woh­ner des nahe­lie­gen­den (fik­ti­ven) Ortes Oxs­ley wol­len nichts mit den als Zicken ver­schrie­nen Mäd­chen zu tun haben. Eine heim­li­che Run­de Jugend­li­cher — fünf Mäd­chen und zwei Jungs, die sich ein­ge­schli­chen haben — haben sich an Hal­lo­ween zusam­men­ge­fun­den. Die 16-jäh­ri­ge Rober­ta, die von allen Bob­bie genannt wird, hat sich von ihrer bes­ten Freun­din Naya über­re­den las­sen, an dem Tref­fen teil­zu­neh­men. Eigent­lich hat sie mit Jungs ja nicht so viel am Hut, aber einer der bei­den — Cai­ne -, den Ober­zi­cke Grace mit­ge­bracht hat, hat es ihr irgend­wie ange­tan. Nach­dem ein paar Gru­sel­ge­schich­ten die Run­de machen, beschlie­ßen die Jugend­li­chen den Geist der “Bloo­dy Mary” zu rufen, um den sich vie­le Legen­den ran­ken. Sadie — ein Mäd­chen der Grup­pe — behaup­tet, dass eben jene Mary Wort­hing­ton eine Schü­le­rin von Piper’s Hall gewe­sen sein soll, die sich hier erhängt hat­te. Es sind schließ­lich Cai­ne, Bob­bie und Naya, die mutig genug sindJames Dawson - Sag nie ihren Namen, sich in einem Wasch­raum vor den Spie­gel zu stel­len und fünf Mal ihren Namen zu nen­nen. Angeb­lich soll das den Geist der Toten her­auf­be­schwö­ren. Die­je­ni­gen, die dies bereits in der Ver­gan­gen­heit getan haben, sol­len kur­ze Zeit danach spur­los ver­schwun­den sein. Nach ein wenig Gru­se­lei und Gela­che tren­nen sich die Jugend­li­chen von­ein­an­der und gehen alle ins Bett. Doch am nächs­ten Mor­gen begin­nen schon die Unge­reimt­hei­ten: Bob­bie fin­det nach dem Duschen einen Schrift­zug auf dem beschla­ge­nen Spie­gel: “Noch fünf Tage”. Dann auf ein­mal haben sie, Naya und Cai­ne gleich­zei­tig Nasen­blu­ten. Und Bob­bie sieht ver­schwom­men wie ein irgend­wie selt­sa­mes Mäd­chen ihre Bril­le klaut. Ein Mäd­chen, um des­sen Kör­per her­um sich auf dem Boden eine Lache von Flüs­sig­keit befin­det. Der Boden, der kur­ze Zeit danach wie­der kom­plett tro­cken ist. Ist es etwas Mary? Dann fan­gen auch noch die Alp­träu­me an und ein Mäd­chen aus ihrer Grup­pe ver­schwin­det urplötz­lich. Es ist Sadie. Sie hat “Bloo­dy Mary” wohl ein paar Tage zuvor schon her­bei­ge­ru­fen. Fünf Tage zuvor. Ein Wett­lauf gegen die Zeit beginnt für Bob­bie, Naya und Cai­ne…

James Dawson - Sag nie ihren NamenSag nie ihren Namen” beginnt mit einem unheil­vol­len Pro­log, der das Ver­schwin­den eines Mäd­chens und “Bloo­dys Mary’s” Rol­le hier­bei her­vor­hebt. Der anschlie­ßen­de Haupt­teil wird durch­ge­hend aus Bob­bies Sicht erzählt. Die Spra­che ist ein­fach und teil­wei­se recht jugend­sprach­lich, was mir nicht immer gefal­len hat, aber auch an der Über­set­zung lie­gen könn­te. Man­che Meta­phern sind auch ein wenig über­zo­gen. Ansons­ten liest sich der Thril­ler sehr flüs­sig und gut. Man geht mit der Prot­ago­nis­tin auf Spu­ren­su­che und darf sich auf ein dra­ma­ti­sches Ende freu­en. Auch eine klei­ne Lie­bes­ge­schich­te ist in das Buch inte­griert, die neben jeder Men­ge Gru­sel und ner­ven­auf­rei­ben­den Momen­ten, noch für ein klit­ze­klei­nes biss­chen Roman­tik sorgt. Ins­ge­samt gese­hen eine unter­halt­sa­me Lek­tü­re, die für Gän­se­haut sor­gen wird!

LesealternativenWenn dir “Sag nie ihren Namen” gefal­len hat, kannst du noch den ande­ren Hor­ror­thril­ler von James Daw­son lesen Der Fluch von Hol­low Pike”. Ein sehr über­ra­schen­de Ende in einer Geschich­te über Geis­ter hat auch “Das unsicht­ba­re Mäd­chen” von Cha­ris Cot­ter. Eine gute Alter­na­ti­ve ist eben­so “Das Boots­haus” von Patrick McGin­ley. Oder lies Der Schat­ten an mei­ner Wand” von Kers­tin L.Hahn, das für jün­ge­re Leser ab 10 Jah­ren geeig­net ist und auch das Rät­sel eines ver­stor­be­nen Mäd­chens löst. Rich­tig klas­se fand ich eben­falls “Der 13.Gast” und “Böses Blut” von Rhi­an­non Las­si­ter. Ein letz­ter Tipp sind die gru­se­li­gen Bücher “Das Haus am Abgrund” von Susan­ne Ger­dom und “Das dunk­le Lied des Todes” von Bjar­ne Reu­ter.

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-31651-6
Erscheinungsdatum: 31.August 2017
Einbandart: Taschenbuch
Preis: 8,99€
Seitenzahl: 336
Übersetzer: Frank Böhmert
Originaltitel: "Say her Name"
Originalverlag: Hot Key Books

Englisches Originalcover:
James Dawson - Sag nie ihren Namen












James Dawson über sein Buch (englisch):
 

Kasimiras Bewertung:

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Englisches Cover: Homepage von James Dawson

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