Erin Jade Lange — Butter

Erin Jade Lange Butter15.März 2014

Ein pro­vo­kan­tes, aber zugleich sehr inter­es­sant erzähl­tes Buch hat die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Erin Jade Lan­ge geschrie­ben: “But­ter”, benannt nach der gleich­na­mi­gen Haupt­per­son, einem über­ge­wich­ti­gen Teen­ager. Ein Roman übers Anders­sein, über Popu­la­ri­tät und Freund­schaft. Eine Geschich­te, die ihre Leser so schnell nicht mehr los­las­sen wird. Packend bis zum bit­te­ren Ende! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Der 16-Jäh­ri­ge But­ter (sei­nen nor­ma­len Namen erfährt man lei­der nie) bringt ein stol­zes Gewicht von 423 Pfund auf die Waa­ge, das sind knap­pe 200kg. In der Pau­se sitzt er ganz allei­ne an einem Tisch, Freun­de hat er kei­ne. Sein Vater spricht vor lau­ter Ent­täu­schung über sei­ne stän­di­ge Gewichts­zu­nah­me fast kein Wort mehr mit ihm. Die ein­zi­gen Leu­te, mit denen er sich gut ver­steht, sind ein Leh­rer, sein Arzt und sei­ne heim­li­che Inter­net­lie­be namens Anna, die er auch im wah­ren Leben kennt, aber nie­mals per­sön­lich ange­spro­chen hat. Jetzt plant But­ter sein Able­ben. Mit einem letz­ten Mahl will er sich buch­stäb­lich zu Tode essen. Und dies live im Inter­net am letz­ten Tag des Jah­res über­tra­gen. So kün­digt er es Butterauf sei­ner selbst erstell­ten Inter­net­sei­te an. Doch — oh Wun­der — die­ses Vor­ha­ben macht ihn zum Star der Schu­le! But­ter darf bei den belieb­tes­ten Jungs am Tisch sit­zen, wird zu Par­tys ein­ge­la­den und so der­ma­ßen gehypt, dass er sich fast dar­an gewöh­nen könn­te. Aber der Tag der Hen­kers­mahl­zeit naht unauf­halt­bar…

Kann man sich durch eine ein­zi­ge Mahl­zeit umbrin­gen? Die­se Fra­ge geis­ter­te mir lan­ge durch den Kopf, wäh­rend ich die­ses Buch las. Und ja (trau­rig, aber wahr) — man kann! Je näher der Tag der Ent­schei­dung rückt, des­to infor­mier­ter wird auch die Haupt­per­son und erwägt meh­re­re Mög­lich­kei­ten dies zu tun. Wird er es wirk­lich machen oder nicht? “But­ter” steu­ert unwei­ger­lich auf die­ses eine Ende zu. Dabei will der Saxo­phon spie­len­de 16-Jäh­ri­ge eigent­lich nur eines: dazu­ge­hö­ren, gemocht wer­den! Doch um wel­chen Preis? Der Roman ist sehr ergrei­fend geschrie­ben und regt zum Nach­den­ken an. Er wird kom­plett aus But­ters Sicht erzählt und ermög­licht dadurch einen um so deut­li­che­ren Blick auf sein Innen­le­ben.

Fazit: Lesen und mit­re­den!

LesealternativenIn der Jugend­li­te­ra­tur­gibt es auch ein paar weni­ge Titel, die sich mit dem The­ma Über­ge­wicht aus­ein­an­der­set­zen: Bit­ter­scho­ko­la­de” von Mir­jam Press­ler, Fat Cat” von Robin Bran­de (ein echt gutes, wit­zi­ges Buch!), Nicht mit mir” von Chris­ti­ne Bier­nath und Ein Him­mel vol­ler Scho­ko­la­de” von Vere­na Zelt­ner. Ver­gleich­ba­re Lese­al­ter­na­ti­ven, die sich auch mit Sui­zid aus­ein­an­der­set­zen und der Fra­ge: ster­ben, ja oder nein?, sind: Death” von Mel­vin Bur­gess (klas­se!),  Hap­py bir­th­day, Leo­nard Peacock” von Mat­thew Quick (rich­tig cool!!) oder By the time you read this, I’ll be dead” von Julie Anne Peters (bewe­gend!).

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-499-21244-4
Erscheinungsdatum: 1. März 2014
Einbandart: Taschenbuch
Preis: 8,99€
Seitenzahl: 336
Übersetzer: Uwe-Michael Gutzschhahn 
Originaltitel:"Butter"  
Originalverlag: Bloomsbury USA

Amerikanisches Originalcover: 
Butter - Erin Jade Lange











Amerikanischer Buchtrailer:

Kasimiras Bewertung:

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(5 von 5 mög­li­chen Punk­ten)

 

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Amerikanisches Cover: Homepage von Bloomsbury USA

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