Elisabeth Herrmann — Seefeuer

Elisabeth Herrmann - Seefeuer - cbt                                            16.Mai 2016

See­feu­er“ ist der drit­ter Thril­ler der deut­schen Best­sel­ler­au­to­rin Eli­sa­beth Herr­mann im Jugend­buch (alle unab­hän­gig von­ein­an­der zu lesen) und nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Wie­der äußerst gelun­gen! Die idea­le Mischung aus Span­nung, Fami­li­en­ge­schich­te und Roman­ze. Bes­tes Lese­fut­ter für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Marie möch­te unbe­dingt Mee­res­bio­lo­gin wer­den. Momen­tan macht sie ein Prak­ti­kum in Fried­richs­koog (an der Nord­see) auf einer See­hun­de­sta­ti­on. Die Arbeit macht ihr Spaß, sie hat in Pia, mit der sie zusam­men­wohnt, eine gute Freun­din gefun­den und sie hofft eben­falls hier den Platz für ein frei­wil­li­ges öko­lo­gi­sches Jahr zu ergat­tern. Doch dann über­schla­gen sich plötz­lich die Ereig­nis­se. Bei einer Fahrt, um zwei jun­ge See­hun­de zu ret­ten, läuft das Schiff auf ein selt­sa­mes Metall­teil auf. Es han­delt sich um die vor Jah­ren gesun­ke­ne „Tri­ni­ty“. Das Wrack ist auf ein­mal wie­der auf­ge­taucht. Wel­ches Geheim­nis rankt sich um das alte Schiff? Merk­wür­di­ger­wei­se scheint Maries gelieb­te Oma, Schiffswrackdie kurz dar­auf nach einem Herz­in­farkt ins Koma fällt, aus­ge­rech­net auf den Namen die­ses Schif­fes zu reagie­ren. Gibt es einen Bezug in Maries Fami­lie zu dem Unglück? Zu Hau­se bei ihrer Mut­ter und ihrem undurch­sich­ti­gen Stief­va­ter Magnus wird dann auch noch ein­ge­bro­chen und ein blut­ro­ter Schrift­zug auf der Türe hin­ter­las­sen. Bei der Suche nach dem Zusam­men­hän­gen gerät Marie in töd­li­che Gefahr…

See­feu­er“ beginnt mit einem furio­sen Pro­log, der den Unter­gang der „Tri­ni­ty“ schil­dert. Äußerst ein­drucks­voll gelingt es Eli­sa­beth Herr­mann die wahn­sin­nig gewal­ti­ge Kraft des Mee­res zu beschrei­ben. Die Geschich­te selbst ist wei­tes­ge­hend aus Maries Sicht erzählt und wird nur durch selt­sa­me Andeu­tun­gen einer unbe­kann­te Per­son unter­bro­chen, die sie ein­deu­tig im Visier hat und nichts Gutes mit Marie vor hat. Der Text ist sehr sehr flüs­sig geschrie­ben und ange­nehm zu lesen. Die Span­nung stei­gert sich ohne Ende bis­hin zu einem gran­dio­sen Fina­le. Beson­ders das Cover – fin­de ich – ist über­aus tref­fend und schön gestaltet.Lesealternativen

Lese­al­ter­na­ti­ven? Natür­lich die ande­ren zwei Thril­ler von Eli­sa­beth Herr­mann: „Lili­en­blut“ und „Schat­ten­grund“. Oder ihre Lie­bes­ge­schich­te „Sei­fen­bla­sen küsst man nicht“. Inhalt­li­che Alter­na­ti­ven bezüg­lich eines Schiff­un­glücks sind „Dor­nen­herz“ von Jut­ta Wil­ke (ein wun­der­schö­nes Buch!) und „Das dunk­le Lied des Todes“ von Bjar­ne Reu­ter (gru­se­lig!). Eben­falls auf einer See­hun­de­sta­ti­on arbei­tet die Haupt­fi­gur in „Stern­schnup­pen­träu­me“ von Julie Leu­ze, auch mit einer Lie­bes­ge­schich­te verbunden.

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: cbt
ISBN: 978-3-570-31063-2
Erscheinungsdatum: 9.Mai 2016
Einbandart: Taschenbuch
Preis: 9,99€
Seitenzahl: 416
Übersetzer: -
Originaltitel: -
Originalverlag: -

Hörprobe:
 

Kasimiras Bewertung:

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2.Bild v.o.: © Dennis Dormuth/pixelio.de

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