Vor allem für Jungs

Harlan Coben — Der schwarze Schmetterling

Harlan Coben - Der schwarze Schmetterling30.Mai 2017

Der schwar­ze Schmet­ter­ling” von dem bekann­ten ame­ri­ka­ni­schen Thril­ler­au­tor Har­lan Coben ist in die­ser Optik neu erschie­nen und zugleich den­noch NICHT neu! In die­sem Fal­le schien es der cbt-Ver­lag wirk­lich wis­sen zu wol­len, denn das Buch hat mit die­sem Cover bereits das — sage und schrei­be — drit­te Mal sein Aus­se­hen UND sei­nen Titel ver­än­dert (!). Das könn­te für man­che Leser ärger­lich wer­den, die das Buch bereits unter dem Namen “Nur zu dei­nem Schutz” (2012) oder “But­ter­fly Code” (2014) ken­nen und nun zu einer ver­meint­li­chen Neu­heit des Auto­ren, der eigent­lich für Erwach­se­ne schreibt, grei­fen. Hier spielt der Nef­fe von Myron Boli­tor (Myron-Boli­tar-Rei­he) eine Haupt­rol­le. Ein den­noch wirk­lich span­nen­der und unter­halt­sa­mer Thril­ler (vor allem für Jungs) ab 13 Jah­ren, aber auch für alle erwach­se­nen Fans von Har­lan Coben.

Nach dem Tod sei­nes Vaters muss der 14-jäh­ri­ge Mickey zu sei­nem Onkel Myron zie­hen, sei­nes Zei­chens Pri­vat­de­tek­tiv. Sei­ne Mut­ter befin­det sich momen­tan in einer Ent­zugs­kli­nik. In der Schu­le lernt Mickey die jun­ge Ash­ley ken­nen, in die er sich ver­liebt. Sie haben sich schon zwei Mal geküsst, als … Weiterlesen!

Margit Ruile — Dark Noise

Margit Ruile Dark Noise23.April 2017

Die deut­sche Auto­rin Mar­git Rui­le hat mit “Dark Noi­se” einen Thril­ler geschrie­ben, der es in sich hat! Eine Geschich­te über tota­le Über­wa­chung, die unge­heu­er­li­chen Mög­lich­kei­ten der Bild­re­tu­sche und eine geheim­nis­vol­le Unter­grund­grup­pe. Brand­ak­tu­ell und unter­halt­sam. Ein Buch, das nach­denk­lich macht. Beson­ders gut geeig­net für Jungs ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Zafer führt ein Leben in Abge­schie­den­heit. Er arbei­tet als Bild­re­tusch­eur und ver­lässt sei­ne Woh­nung nur dann, wenn es unbe­dingt sein muss. Er mag kei­ne Leu­te um sich her­um und erhält nur ab und zu Besuch von sei­ner klei­nen Schwes­ter. “Er hass­te die Stra­ßen mit den vie­len Men­schen, die U-Bah­nen, das Gedrän­gel. So vie­le Details, so vie­le Klei­nig­kei­ten. Ohren, Augen, Kör­per, Bewe­gun­gen, Haa­re. Per­fekt erschaf­fen. […] Manch­mal ertapp­te er sich dabei, dass er sich wünsch­te, die Sze­ne in der U-Bahn anzu­hal­ten, um sie sich etwas genau­er anzu­se­hen.” (Zitat aus “Dark Noi­se” S.9) Sein Com­pu­ter, sein Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gramm — das ist sei­ne Welt. Sein Reich, in dem er sich wohl fühlt und in dem er krea­tiv sein kann: “Nur vor sei­nem Rech­ner war er sicher. Hier konn­te er alles tun, die Zeit ver­lang­sa­men, sich in ihr vor und zurück bewe­gen, und vor allem konn­te er Weiterlesen!

Lauren Oliver — Panic: Wer Angst hat, ist raus!

Lauren Oliver Panic: Wer Angst hat ist raus24.März 2017

Panic: Wer Angst hat, ist raus!” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Lau­ren Oli­ver (bekannt durch “Wenn du stirbst, zieht dein Leben an dir vor­bei, sagen sie”) ist ein Roman vol­ler Adre­na­lin! Span­nungs­ge­la­den und mit einer ganz eige­nen Dyna­mik. Über ein ver­bo­te­nes Spiel, Mut­pro­ben, die an Gren­zen gehen und Freund­schaf­ten, die auf die Pro­be gestellt wer­den. Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Eigent­lich woll­te nur Nata­lie bei dem jähr­lich statt fin­den­den Spiel “Panic” mit­spie­len, bei dem Schul­ab­gän­ger der High­school in Carp (fik­ti­ver Ort in Ame­ri­ka) teil­neh­men dür­fen. Doch in letz­ter Sekun­de hat Hea­ther es sich doch noch anders über­legt. Sie, die eben­so wie ihr bes­ter Freund Bishop eigent­lich zuse­hen und Nat anfeu­ern woll­te, wird mit­ma­chen. Bei dem ver­bo­te­nen Spiel, das die här­tes­ten aller Mut­pro­ben ein­for­dert, aber auch ein hohes Preis­geld ver­spricht. Soeben ist Hea­ther von ihrem Freund betro­gen und sit­zen gelas­sen wor­den. Sie lebt… Weiterlesen!

Luc Blanvillain — Tagebuch eines Möchtegern-Versagers

Luc Blanvillain Tagebuch eines Möchtegern-Versagers15.März 2017

Tage­buch eines Möch­te­gern-Ver­sa­gers” von dem fran­zö­si­schen Auto­ren Luc Blan­vil­lain ist ein Roman über einen hoch­in­tel­li­gen­ten Jun­gen, der einen höchst unge­wöhn­li­chen Weg wählt, um mehr Frei­raum von sei­nen Eltern zu bekom­men. Ein Kata­stro­phen­be­richt der beson­de­ren Art. Für alle Fans von “Greg’s Tage­buch” und den Lesern von Marie-Aude Murail. Eine bezau­bern­de Geschich­te mit der rich­ti­gen Mischung aus Ernst­haf­tig­keit und Humor. Klas­se! Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren (ins­be­son­de­re Jungs, die nicht so ger­ne lesen).

Der 12-jäh­ri­ge Nils ist ein über­aus schlau­er Jun­ge: “Die Art Schü­ler, dem die ande­ren — vor allem mei­ne gro­ße Schwes­ter — am liebs­ten eine rein­hau­en wür­den. Ein Noten­durch­schnitt von 1,1. Nicht 1,0, damit man mir nicht wirk­lich eine rein­haut. Die Art von Schü­ler, die bei einer Klas­sen­ar­beit sofort anfängt, in einem Zug die Ant­wort run­ter­zu­krit­zeln, eine hal­be Stun­de vor­her abgibt und sich ein Buch aus der Biblio­thek holen darf, um die Zeit tot­zu­schla­gen, bis die ande­ren end­lich fer­tig sind.” (Zitat S.6) Freun­de hat Nils nicht wirk­lich. Jetzt nach den Som­mer­fe­ri­en soll er auf eine neue Schu­le, die eher sei­nen Fer­tig­kei­ten ent­spricht. Fer­tig­kei­ten, die er nicht nur durch Wis­sen und Intel­li­genz, son­dern vor allem dem enor­men Leis­tungs­druck sei­ner Eltern zu ver­dan­ken hat. Sein Vater ist Biblio­the­kar und für sei­ne sprach­lich-lite­ra­ri­schen Talen­te ver­ant­wort­lich. Sei­ne Mut­ter, die als Inge­nieu­rin arbei­tet, für sei­ne mathe­ma­ti­schen Fähig­kei­ten. Schon von klein auf haben sie ihn zu Höchst­leis­tun­gen ange­spornt. Im Gegen­satz zu … Weiterlesen!

T.A. Wegberg — Meine Mutter, sein Exmann und ich

T.A.Wegberg Meine Mutter, sein Exmann und ich9.März 2017

Mei­ne Mut­ter, sein Exmann und ich” von dem deut­schen Autor T.A.Wegberg ver­blüfft mit einem über­ra­schen­den Titel, der einen erst ein­mal stut­zig wer­den lässt. Wenn man weiß, was die Haupt­the­ma­tik des Buches ist, erklärt sich auch die­ser. Eine Geschich­te über Trans­se­xua­li­tät, Angst vor Aus­gren­zung und über Freund­schaft. Aus der Sicht eines Jun­gen erzählt, des­sen Mut­ter auf ein­mal zum Mann wird. Unglaub­lich unter­halt­sam und inter­es­sant erzählt! Ein sehr gelun­ge­ner Roman über ein Tabu­the­ma, der sich bes­tens als Schul­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung eig­net. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Ber­lin. Der 10-jäh­ri­ge Josch­ka fällt aus allen Wol­ken, als sei­ne Mut­ter ihm und sei­ner Zwil­lings­schwes­ter Lis­ka eines Tages offen­bart, dass sie kei­ne Frau mehr sein und als Mann leben möch­te: “Aber du hast doch nie was gesagt! “Nein, natür­lich nicht! Was hät­te ich denn sagen sol­len? Dass ich mich nie als Frau gefühlt habe? Dass ich total unglück­lich mit mei­nem ver­damm­ten Kör­per bin? Ich konn­te das doch gar nicht erklä­ren. Ich woll­te es ja nicht mal wahr­ha­ben!” Mama wisch­te sich eine Trä­ne von der Wan­ge…” (Zitat S.6) Doch Josch­kas Mut­ter meint es ernst und lei­tet alle erfor­der­li­chen Schrit­te dafür in Bewe­gung. Sie beginnt eine The­ra­pie, um von der Kran­ken­kas­se ein Gut­ach­ten zu bekom­men, die ihr wei­te­re Behand­lun­gen ermög­li­chen. “Ich ver­kroch mich in mei­nem Zim­mer, spiel­te Min­e­craft und fühl­te mich von der Welt ver­ra­ten. Wen hat­te ich denn jetzt noch? Papa war schon vor drei Jah­ren aus­ge­zo­gen, der war jetzt mit Petra ver­hei­ra­tet, und die krieg­te dem­nächst ein Baby. Mama woll­te nicht mehr unse­re Mama sein. Und zum ers­ten Mal hat­te auchWeiterlesen!

Tobias Rafael Junge — Deadwater: Das Logbuch

Tobias Rafael Junge Deadwater: Das Logbuch22.Februar 2017

Der deut­sche Spie­le­ent­wick­ler und Autor Tobi­as Rafa­el Junge hat mit “Dead­wa­ter: Das Log­buch” sein ers­tes Jugend­buch geschrie­ben. Eine aben­teu­er­li­che Geschich­te über 14 Jugend­li­che auf einem Schul­schiff mit­ten auf dem indi­schen Oze­an, auf dem es nicht mit rech­ten Din­gen zuzu­ge­hen scheint. Ange­rei­chert mit ein paar coo­len Krit­ze­lei­en am Ran­de des Art Tage­buchs, das die Jugend­li­chen aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven füh­ren. Kurz­wei­lig und unter­halt­sam! Für Jugend­li­che — ins­be­son­de­re Jungs & Wenig­le­ser — ab 12 Jah­ren.

Der 15-jäh­ri­ge Chris hat Mist gebaut. Eine heim­li­che Par­ty mit sei­nen Freun­den. Und irgend­wie ist er dann doch erwischt wor­den! Jetzt hat er von sei­nen Eltern eine beson­de­re Straf­maß­nah­me auf­ge­brummt bekom­men. Er soll auf eine Art Schul- und Erzie­hungs­schiff — und das für gan­ze sechs Mona­te, wie auch das schu­li­sche Ober­haupt der “Marie” es ihnen erklärt: “Ich freue mich, mit Ihnen zusam­men sechs auf­re­gen­de, lehr­rei­che und ein­zig­ar­ti­ge Mona­te zu ver­brin­gen. Sie wer­den in die­ser Zeit die Grund­la­gen und so man­che Fein­heit der klas­si­schen See­fahrt erler­nen, Dis­zi­plin und Ver­trau­en zu schät­zen wis­sen sowie Kame­rad­schaft und viel­leicht sogar Freund­schaft fin­den.” Sei­ne Stim­me hat­te mitt­ler­wei­le etwas Fei­er­li­ches. “Wenn Sie die­se Fahrt hin­ter sich gebracht haben, ist jeder Ein­zel­ne von ihnen ein neu­er, bes­se­rer Mensch, auf See und an Land. (Zitat S.41) Dar­an glaubt Chris zwar nicht wirk­lich, aber er … Weiterlesen!

Ross Welford — Zeitreise mit Hamster

Ross Welford Zeitreise mit Hamster17.Februar 2017

Der bri­ti­sche Autor Ross Wel­ford hat mit “Zeit­rei­se mit Hams­ter” eine echt schrä­ge Geschich­te geschrie­ben über das The­ma Zeit­rei­se. Ein Jun­ge erhält von sei­nem ver­stor­be­nen Vater einen Brief, in dem die­ser ihn über eine uner­war­te­te Erfin­dung (eine Zeit­ma­schi­ne!) infor­miert, die nur dar­auf war­tet, genutzt zu wer­den (und ihn zurück­zu­ho­len!). Kann das gut gehen? Ein amü­san­tes, aben­teu­er­li­ches Buch für Jugend­li­che von 10 bis 12 Jah­ren.

Alberts Vater war Inge­nieur und ziem­lich ver­narrt in Tech­nik und Phy­sik. Wahr­schein­lich hat der Jun­ge daher sei­nen beson­de­ren Namen bekom­men, denn aus­ge­schrie­be­nen heißt er: Albert Ein­stein Haw­king Chaud­hu­ry. Sein Vater heißt mit Vor­na­men Pytha­go­ras. Und er ist lei­der vor vier Jah­ren an einem Aneu­rys­ma im Kopf gestor­ben. Jetzt an sei­nem 12. Geburts­tag erhält Albert über­ra­schend ein Geschenk von ihm: “Also, Al. Das ist für dich. Von dei­nem Vater.” Ich bin sprach­los. “Wir haben es nach sei­nem Tod in sei­nen Sachen gefun­den. Er muss den Brief schon vor Ewig­kei­ten geschrie­ben haben.” […] “Was steht drin?”, fra­ge ich schließ­lich. “Ich weiß es nicht. Der Brief ist an dich per­sön­lich adres­siert. Und du soll­test ihn ver­trau­lich behan­deln.” Sie macht eine Pau­se. “Und mit nie­man­dem dar­über spre­chen.” (Zitat aus “Zeit­rei­se mit Hams­ter” S.17) Albert darf ihn auch erst nach 16 Stun­den… Weiterlesen!

Stefan Gemmel & Uwe Zissener — Befreiungsschlag

Stefan Gemmel & Uwe Zissener - Befreiungsschlag13.Feburar 2017

Für sei­nen aktu­el­len Roman “Befrei­ungs­schlag” hat sich der deut­sche Autor und Bun­des­ver­dienst­kreuz­trä­ger (für lite­ra­ri­sche Nach­wuchs­för­de­rung) Ste­fan Gemmel den Diplom­so­zi­al­ar­bei­ter und Anti-Gewalt-Trai­ner Uwe Zis­sener mit ins Boot geholt und ein Buch über ein wich­ti­ges The­ma geschrie­ben: Jugend­ge­walt und der Man­gel an Empa­thie. Ver­bun­den mit einem Anti-Gewalt-Trai­ning, das die letz­te Chan­ce für einen Jun­gen vor dem Gefäng­nis ist. Äußerst flott und inter­es­sant erzählt. Ein tol­les Buch für Jungs! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Der 17-jäh­ri­ge Maik hat Mist gebaut. Mal wie­der. Zu vie­le Prü­ge­lei­en, zu vie­le Fehl­zei­ten bei sei­ner Berufs­för­de­rungs­maß­nah­me, kei­ne Lust auf irgend­et­was, am liebs­ten mit sei­nen Freun­den abhän­gen, das kenn­zeich­net sein Leben. Doch nach sei­ner letz­ten Prü­ge­lei, die etwas eska­liert ist, fin­det er sich nun vor Gericht wie­der: “Aus den Augen­win­keln her­aus erkann­te Maik, wie sein Ver­tei­di­ger neben ihm zusam­men­zuck­te. Er selbst stand völ­lig unge­rührt an sei­nem Platz. Die Wor­te der Rich­te­rin zogen an ihm vor­bei. So wie frü­her die immer wie­der­keh­ren­den Sprü­che sei­ner Leh­rer oder heu­te die Päd­ago­gen in der sinn­lo­sen Berufs­för­de­rungs­maß­nah­me und natür­lich auch die sei­ner Mut­ter und sei­nes Groß­va­ters.” (Zitat S.6) Das Urteil der Rich­te­rin: er bekommt … Weiterlesen!

Jesper Wung-Sung — Weg mit Knut

Jesper Wung-Sung Weg mit Knut8.Februar 2017

Weg mit Knut!” von dem däni­schen Auto­ren Jesper Wung-Sung ist ein Roman, der sich dem The­ma Krebs auf eine ganz ande­re Art und Wei­se annä­hert. Ein Autor, der mit zahl­rei­chen Prei­sen sei­nes Lan­des aus­ge­zeich­net wur­de und des­sen Titel zu den meist­ge­le­se­nen Büchern in däni­schen Schu­len gehö­ren. Eine Geschich­te über eine Krank­heit, über einen beson­de­ren Freund/Feind und den Mut, nie­mals auf­zu­ge­ben. Anders, manch­mal ein wenig schräg, aber sehr berüh­rend. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Eigent­lich hat Wil­liam Angst davor im Dun­keln zu schla­fen. Er hat meist ein klei­nes Licht­chen an. Aber seit Knut da ist, nicht mehr. Mit Knut ist sowie­so vie­les anders. Eines Tages ist die­ser ein­fach auf­ge­taucht, kam durch sein Fens­ter her­ein­spa­ziert und hat­te einen Zet­tel dabei, auf dem stand: Ich hei­ße Knut. Ich bin nicht wie die ande­ren. Ich suche einen Ort zum Woh­nen.” (Zitat S.11) Zuerst hass­te Wil­liam ihn: “Selbst die größ­ten Super­hel­den haben einen Erz­feind. Jetzt hat­te Wil­liam sei­nen gefun­den. Das mach­te ihn selt­sa­mer­wei­se stär­ker, und sei­ne Stim­mung bes­ser­te sich. Er hass­te Knut aus tiefs­tem Her­zen.” (Zitat S.12) Er dach­te sich alle mög­li­chen Arten aus, um Knut los­zu­wer­den und umzu­brin­gen: er erstick­te ihn mit einem Kopf­kis­sen, ertränk­te ihn in … Weiterlesen!

Morton Rhue — Creature: Gefahr aus der Tiefe

Morton Rhue Creature: Gefahr aus der Tiefe4.Februar 2017

Crea­tu­re: Gefahr aus der Tie­fe” ist das neue Buch des ame­ri­ka­ni­schen Auto­ren Mor­ton Rhue, der eigent­lich für sei­ne gesell­schafts­kri­ti­schen Rea­li­ty­ro­ma­ne (u.a. “Die Wel­le”) bekannt ist. Mit sei­nem aktu­el­len Werk wagt er sich an ein neu­es Gen­re her­an: ein dys­to­pi­scher Aben­teu­er­ro­man (Gesell­schafts­kri­tik inklu­si­ve) über eine zer­stör­te Welt, das Leben auf einem neu­en Pla­ne­ten und ein Jun­ge, der sich auf der Jagd nach einer selt­sa­men Krea­tur aus dem Meer befin­det. Man merkt sofort — Mor­ton Rhue kann auch in die­ser so ganz ande­ren The­ma­tik eines beson­ders gut: sei­ne Leser fes­seln! Tol­le Unter­hal­tung für (vor allem) Jungs und Mäd­chen ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Der 17-jäh­ri­ge Isma­el lebt auf einer Erde, die nicht mehr so ist wie wir sie ken­nen. Mee­re gibt es nicht mehr. Alles ver­trock­net und ver­dreckt. Über allem liegt eine gro­ße Smog­wol­ke. Son­nen­licht: Man­gel­wa­re. Lebens­mit­tel: kaum mehr vor­han­den. “Egal, was sie zah­len”, sag­te er, “es wird mehr sein, als du hier bekommst… falls du über­haupt einen Job fin­dest. Als Lei­ter des Zir­co­ni­um-Elek­tro­ly­se-Wer­kes — dem ein­zi­gen größ­ten Arbeit­ge­ber in Black Ran­ge — wuss­te Old Ben bes­ser als jeder ande­re, wie düs­ter die Aus­sich­ten für Isma­els und Archies Gene­ra­ti­on waren.” (Zitat aus “Crea­tu­re: Gefahr aus der Tie­fe” S.25) Des­halb nimmt Isma­el einen Job auf dem Pla­ne­ten Cret­acea an, wo er … Weiterlesen!