Suizid

Suzanne Young — Du.Wirst.Vergessen.

Suzanne Young Du wirst vergessen25. August 2013

Ein sehr berüh­ren­des Buch hat die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Suz­an­ne Young geschrie­ben: “Du. Wirst. Ver­ges­sen.” Ein Roman mit dys­to­pi­schen Ele­men­ten, in dem Tod und Sui­zid all­ge­gen­wär­tig sind. Und ein Pro­gramm, das Emo­tio­nen und Erin­ne­run­gen zu zer­stö­ren ver­mag. Span­nend. Roman­tisch. Scho­ckie­rend! Ein Buch für Erwach­se­ne und für Jugend­li­che ab 14.

Sloane, ihr Bru­der Bra­dy und des­sen bes­ter Freund James. Sie waren unzer­trenn­lich. Sie haben alles zusam­men gemacht. Doch dann nimmt Bra­dy sich das Leben. Er ist einer von vie­len. Denn in der Welt, in der die drei Jugend­li­chen leben, ist eine wah­re Sui­zid-Epi­de­mie aus­ge­bro­chen. Von vier Jugend­li­chen gehen im Durch­schnitt drei frei­wil­lig in den Tod. Das “Pro­gramm” soll dies ver­hin­dern und über­wacht die Jugend­li­chen in den Schu­len. Das gerings­te Anzei­chen von Depres­si­vi­tät und sie wer­den abge­holt. Was man ihnen genau pas­siert, das weiß nie­mand. Nur das, was hin­ter­her aus ihnen wird, wenn sie wie­der­keh­ren: Men­schen ohne Weiterlesen!

Elizabeth Miles — Im Herzen die Rache

Elizabeth Miles - Im Herzen die Rache2.Januar 2013

Im Her­zen die Rache” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Eliza­beth Miles ist der ers­te Band der “Furien”-Trilogie über das Erwach­sen­wer­den, über Feh­ler, Schuld und uner­war­te­te Ver­gel­tung. Ein packen­der Myste­ry-Roman gemischt mit ein wenig grie­chi­scher Mytho­lo­gie. Erfri­schend anders und bit­ter­bö­se! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren.

Drei Mäd­chen kom­men nach Ascen­si­on, einer (fik­ti­ven) Klein­stadt in Mai­ne (Ame­ri­ka). Sie sind wun­der­schön, aber eigent­lich kei­ne Men­schen und haben einen teuf­li­schen Plan. Sie wol­len Rache üben. Denn zwei Bewoh­ner die­ser Stadt müs­sen für ihre Feh­ler­haf­tig­keit bestraft wer­den: Cha­se und Emi­ly.
Em hat sich ver­liebt — und das aus­ge­rech­net in den Freund ihrer bes­ten Freun­din Gab­by! Als die­se mit ihrer Fami­lie ver­reist, kommt es zwi­schen Em und Zach zu einer über­ra­schen­den Annä­he­rung und einem ers­ten Kuss. Obwohl Em ihre begin­nen­de Bezie­hung in vol­len Zügen genießt, fühlt sie sich furcht­bar schlecht, wenn sie an Gab­by denkt. Wie wird ihre Freun­din reagie­ren?
Cha­se hin­ge­gen hat Pro­ble­me damit… Weiterlesen!

Lilly Lindner — Bevor ich falle

Lilly Lindner Bevor ich falle6. Novem­ber 2012

Bekannt wur­de die deut­sche Auto­rin Lil­ly Lind­ner durch “Split­ter­fas­ter­nackt”, einem auto­bio­gra­phi­schen Roman. Nun hat sie ein neu­es, dies­mal fik­ti­ves Buch geschrie­ben: “Bevor ich fal­le” über Sui­zid, das Erwach­sen­wer­den, Schuld und Selbst­ver­let­zung. Ein hef­ti­ger, aber sprach­lich her­aus­ra­gen­der Titel. Für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 16.

Cher­ry war neun Jah­re alt, als ihre Mut­ter sich das Leben nahm. Sie sag­te ihr “Gute Nacht”, mehr­mals sogar (doch Cher­ry tat so, als höre sie nicht) und ver­ließ dann das Zim­mer und sprang direkt aus dem Fens­ter. Im elf­ten Stock. Ein Ver­lust, der uner­setz­bar ist. Nie­mand mehr, der sie lieb­te, der net­te Wor­te zu ihr sag­te, der über­haupt viel mit ihr rede­te. Der Vater schien Cher­ry zu has­sen, er brüll­te sie immer­zu nur an und über­ließ sie meist sich selbst. Doch wie soll­te sie mit den gro­ßen Schuld­ge­füh­len umge­hen? Hät­te sie den schreck­li­chen Tod ihrer Mut­ter ver­hin­dern kön­nen? Irgend­wann beginnt Cher­ry sich selbst zu ver­let­zen und endet in einem Teu­fels­kreis, aus dem sie sich selbst kaum mehr befrei­en kann…… Weiterlesen!

Das Thema Tod in der Jugendliteratur

Jenny Downham Bevor ich sterbe20.September 2012

Ster­ben müs­sen wir alle irgend­wann. Gedan­ken über den Tod machen sich meist älte­re Men­schen. Doch — wenn man sich die aktu­el­len Neu­erschei­nun­gen in der Jugend­li­te­ra­tur anschaut: scheint das The­ma Tod die­ses Jahr auch in der Jugend­li­te­ra­tur beson­ders ver­tre­ten zu sein.

Schon an den Best­sel­lern “Bevor ich ster­be” von Jen­ny Down­ham oder “Tote Mäd­chen lügen nicht” von Jay Asher, die — obwohl sie schon vor Jah­ren ver­öf­fent­licht wur­den — noch immer gefragt sind, ist erkenn­bar, dass auch Jugend­li­che sich mit erns­ten The­men aus­ein­an­der­set­zen möch­ten. Und das haben nun auch die Ver­la­ge erkannt:

Der Han­ser Ver­lag bie­tet mit John Greens neu­es­tem und bis­her stärks­ten Titel Das Schick­sal ist ein mie­ser Ver­rä­ter” eine Geschich­te über zwei krebs­kran­ke Jugend­li­che, die gleich­zei­tig zum Lachen und zum Wei­nen ver­lei­ten wird.

Inter­es­sant ist auch, dass die­ses Jahr in auf­fal­lend vie­len Roma­nen die Mut­terWeiterlesen!

Christine Hurley Deriso — Nichts ist so perfekt wie das Leben

 Christine H. Deriso Nichts ist so perfekt wie das Leben6.September 2012

Der Roman “Nichts ist so per­fekt wie das Leben” von Chris­ti­ne Hur­ley Der­i­so ist eine Geschich­te über über­trie­be­ne Per­fek­ti­on, sei­ne Rol­le in der Fami­lie und den eige­nen Platz im Leben, den man für sich selbst erst ein­mal fin­den muss! Humor­voll und äußerst unter­halt­sam erzählt. Für Jugend­li­che ab 13.

Sum­mer ist 16 Jah­re und kommt ein­fach nicht gegen sie an. Gegen Shan­non, ihre tote Schwes­ter, die unge­fähr im sel­ben Alter wie Sum­mer war, als sie einen töd­li­chen Auto­un­fall erlitt. Sum­mer hat sie nie ken­nen­ge­lernt. Sie war nur das Ersatz­kind“der labb­ri­ge Nach­schlag” — wie sie sich selbst bezeich­net und ist nie so per­fekt gewor­den wie ihre Schwes­ter, deren Urkun­den und Prei­se den gan­zen Haus­flur wie einen Schrein ver­hän­gen. Selbst an ihrem 17. Geburts­tag wird Shan­non beson­ders weh­mü­tig gedacht und Sum­mers schu­li­sche Leis­tun­gen an den Pran­ger gestellt. Es ver­än­dert sich alles, als Sum­mers Tan­te Nic ihr ein ganz beson­de­res Geburts­tags­ge­schenk macht: sie hat damals Shan­nons Tage­buch gefun­den und es heim­lich — und ohne es zu lesen — auf­be­wahrt. Mit ihrem bes­ten Freund Gib­son geht sie auf die Suche nach der Ver­gan­gen­heit ihrer Schwes­ter, von der sie außer ihren zahl­rei­chen Aus­zeich­nun­gen und bra­vou­rö­sen Leis­tun­gen kaum etwas weiß. Und sie erfährt Erstaun­li­ches: Kann es sein, dass Shan­non gar kei­nen Auto­un­fall hat­te, son­dern… Weiterlesen!

Cat Clarke — Vergissdeinnicht

Cat Clarke Vergissdeinnicht16.Mai 2012

Ver­giss­dein­nicht” von der afri­ka­ni­schen Auto­rin Cat Clar­ke ist ein bewe­gen­der Roman, in dem ein jun­ges, sui­zid­ge­fähr­de­tes, sich selbst­ver­let­zen­des Mäd­chen dazu gezwun­gen wird, sich mit ihrem eige­nen Leben aus­ein­an­der­zu­set­zen: ein­ge­sperrt in einem wei­ßen Raum. Für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Die 17-jäh­ri­ge Grace liebt Far­ben. Lila oder grün, ihre Lieb­lings­far­be. Und jetzt sitzt sie in einem Raum, in dem alles weiß ist: der Tisch, das Bett, die Wand. Sogar die Klei­dung, die sie bekom­men hat, ist weiß. Grace ist ein­ge­sperrt in die­sem Raum. Wie sie hin­ein­ge­kom­men ist, das weiß sie nicht. Aber sie kennt ihren Ent­füh­rer. Er heißt Ethan und sie hat ihn an dem Abend ken­nen­ge­lernt, an dem sie sich eigent­lich das Leben neh­men woll­te. Auf einem Spiel­platz hat­te sie begon­nen sich zu betrin­ken und woll­te sich ver­steckt in einem klei­nen Häus­chen schließ­lich die Puls­adern auf­schnei­den, bis Grace merk­te, dass sich außer ihr noch jemand auf dem Spiel­platz befand. Ein gut­aus­se­hen­der, etwa 20 Jah­re jun­ger Mann, der auf einer der Schau­keln saß. Sie hat sich mit ihm unter­hal­ten. Sie woll­te ihn los­wer­den, um ihre Tat zu Ende zu brin­gen, doch irgend­wie tat es gut mit ihm zu reden. Sie ver­schob ihr Vor­ha­ben und woll­te sich von ihm nach Hau­se brin­gen las­sen. Und dann plötz­lich alles Weiterlesen!

Marit Kaldhol — Allein unter Schildkröten

Marit Kaldhol Allein unter Schildkröten3.Mai 2012

Allein unter Schild­krö­ten” von der nor­we­gi­schen Auto­rin Marit Kald­hol befasst sich mit dem The­ma Sui­zid und erzählt die sehr ergrei­fen­de Geschich­te eines Jun­gen, der sich das Leben nimmt. Sei­ne Schil­de­run­gen sind im ers­ten Teil des Buches allein in Tage­buch­auf­zeich­nun­gen zu erle­ben. Der Roman wur­de 2013 für den Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis von der Jugend­ju­ry nomi­niert. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Mikke steht kurz vor dem Abitur. Er hat eine Freun­din, die Siri heißt. Er betreut einen behin­der­ten Jun­gen namens Sver­re. Er hat noch ande­re Freun­de. Doch er fühlt sich ein­sam. Trotz allem. Zu sei­nem Vater hat er kein gutes Ver­hält­nis. Er liebt Bio­lo­gie. Über Tie­re und die Natur weiß er alles. Beson­ders die Mee­res­schild­krö­ten haben es ihm ange­tan. Doch da ist die­se Dun­kel­heit in ihm, die­se merk­wür­di­gen Gefüh­le, die er tag­täg­lich meist zu spä­ter Stun­de in sein Tage­buch notiert. Es sind meist kur­ze Abschnit­te, die ohne dem Leser die Hin­ter­grün­de erklä­ren zu wol­len, von sei­nem Leben erzäh­len. Oft berich­tet er über Din­ge, die er über man­che Tie­re, im Beson­de­ren die Mee­res­schild­krö­ten her­aus­ge­fun­den hat. Man puz­zelt sein Leben, sei­ne Umstän­de all­mäh­lich zusam­men. Und plötz­lich hat er kei­ne Lust mehr zu schrei­ben. Das Tage­buch… Weiterlesen!

Julie Anne Peters — By the time you read this, I’ll be dead

Julie Anne Peters By the time you read this, I'll be dead24.Januar 2012

Der Roman “By the time you read this, I’ll be dead” der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Julie Anne Peters ist in der Rei­he “21st cen­tu­ry thrill” erschie­nen und erschre­ckend rea­lis­tisch erzählt. Es setzt sich mit den lei­der immer noch sehr aktu­el­len, hoch­bri­san­ten The­men Sui­zid und Mob­bing aus­ein­an­der. Alters­emp­feh­lung: ab 14/15Jahre (je nach Rei­fe des Lesers) und für inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Schon mit 10 Jah­ren war die etwas über­ge­wich­ti­ge Dae­lyn davon über­zeugt: sie muss sich umbrin­gen. Zahl­rei­che Sui­zid­ver­su­che spä­ter (an die­ser Stel­le beginnt das Buch) wird sie, die mitt­ler­wei­le 15 ist, von ihren Eltern auf Schritt und Tritt über­wacht und muss sich Ver­trau­en erst wie­der erar­bei­ten. Spre­chen kann sie nicht mehr, bei einem ihrer letz­ten Ver­su­che (die Dae­lyn nur als “Ver­sa­gen” bezeich­net) hat sie ihre Stimm­bän­der ver­letzt. Geän­dert hat sich nichts an ihrem Wunsch zu ster­ben. Mit äußerst sar­kas­ti­schem, mit dem Leben bereits abge­schlos­se­nen Blick auf die Din­ge erlebt man das jun­ge Mäd­chen, wie es in Rück­blen­den von ihrer Ver­gan­gen­heit erzählt (sie wur­de bereits seit dem Kin­der­gar­ten auf­grund ihres Aus­se­hen gemobbt) und dabei ist, ihren dies­mal letz­ten Sui­zid­ver­such zu pla­nen. Hier­zu mel­det sie sich Weiterlesen!