Schwedische/r Autor/in

Maja Hjertzell — Henrietta, mein Geheimnis

Maja Hjertzell Henrietta, mein Geheimnis9.März 2016

Die schwe­di­sche Auto­rin Maja Hjert­zell hat mit “Hen­ri­et­tas Geheim­nis” einen Roman geschrie­ben, den der Kos­mos Ver­lag mit “Lieb­lings­buch 2016” beti­telt hat. Eine Geschich­te über die ers­te Lie­be, extre­me Schüch­tern­heit und den Mut, sich auf etwas Unbe­re­chen­ba­res ein­zu­las­sen. Erzählt aus der Per­spek­ti­ve eines Jun­gen. Sen­si­bel, poe­tisch und erfri­schend anders. Für Jugend­li­che ab 12 Jahren.

Möwe ist eher der unschein­ba­re Typ. Er schreibt gute Noten, geht sel­ten auf Par­tys. Er beob­ach­tet ger­ne Vögel und liebt das Foto­gra­fie­ren. Und er ist seit Ewig­kei­ten in Hen­ri­et­ta ver­liebt. “Hen­ri­et­tas Bli­cke sind wie Licht­re­fle­xio­nen, wie klei­ne Blit­ze. Wenn mich so ein Blick zufäl­lig trifft, wenn ich in sei­ne Bahn gera­te, möch­te ich am liebs­ten in Ohn­macht fal­len, ihn auf­fan­gen und abtau­chen, weg­ren­nen und nie mehr zurück­keh­ren, alles zugleich.” (Zitat S.11) Aber bis auf ein paar ver­ein­zel­te Wor­te ist zwi­schen ihnen noch nie etwas pas­siert. Möwe him­melt ger­ne aus der Fer­ne an. Er spei­chert jede Begeg­nung mit ihr ab — selbst ein zufäl­li­ges Neben­ein­an­der­sit­zen auf einer Bank ist für ihn von gro­ßer Bedeu­tung — und erin­nert sich regel­mä­ßig an die­se Momen­te zurück, die er sam­melt, wie einen Schatz. Einen ers­ten Schritt wagen? Unmög­lich, dennWeiterlesen!

Katarina von Bredow — Ich will endlich fliegen, so einfach ist das

Katarina von Bredow Ich will endlich fliegen, so einfach ist das7.März 2016

Ich will end­lich flie­gen, so ein­fach ist das” von der belieb­ten, schwe­di­schen Auto­rin Kata­ri­na von Bre­dow lässt den Leser ein­tau­chen in eine Welt von ers­ter Lie­be, ers­tem Mal, alten und neu­en Freund­schaf­ten und alles, was zum Erwach­sen­wer­den sonst noch so dazu­ge­hört! Sen­si­bel und gleich­zei­tig ein­fach mit­rei­ßend erzählt. Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 und Erwach­se­ne, die sich zurück­er­in­nern möchten;-)

Ven­de­la ist fünf­zehn und das ers­te Mal so rich­tig ver­liebt. Nils sorgt für flat­tern­de Gefüh­le in ihrem Bauch. Doch ist er wirk­lich an ihr inter­es­siert? So wie sein Freund Lukas an Ven­de­las bes­ten Freun­din Ton­ja? Die Zwei haben gera­de ihr ers­tes Mal zusam­men erlebt und sind nun wohl zusam­men. Das könn­te aller­dings auch die Freund­schaft zwi­schen Ven­de­la und Ton­ja, die sich schon seit Ewig­kei­ten ken­nen, ver­än­dern. Gibt es Ton­ja und Lukas bald nur noch im Dop­pel­pack? Dann gibt es da auch noch Sil­ja, die Neue in der Klas­se. Sie ist frech, nicht auf den Mund gefal­len und pro­vo­ziert auch mal ger­ne. Ihre unbe­re­chen­ba­re Art ver­wirrt Ven­de­la, zieht sie… Weiterlesen!

Johanna Nilsson — Hass gefällt mir

Johanna Nilsson Hass gefällt mir26.Februar 2016

Die schwe­di­sche Auto­rin Johan­na Nils­son hat mit “Hass gefällt mir” einen Roman geschrie­ben, der mit (Cyber-) Mob­bing und der damit ver­bun­de­nen Eigen­dy­na­mik von Grup­pen und Selbst­jus­tiz aus­ein­an­der­setzt. Äußerst rea­li­täts­nah und erschre­ckend. Hef­tig. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Bor­län­ge. Schwe­den. Die 15-jäh­ri­ge Jon­na fühlt sich eher als Außen­sei­te­rin, die ver­sucht nicht auf­zu­fal­len, um nicht zum “Hack­ob­jekt des Schul­jah­res” (Zitat aus “Hass gefällt mir” S.12) zu wer­den. Denn Gemobbt wer­den, das “…ist kein Ver­gnü­gen. Da muss man jeder­zeit mit Zusam­men­stö­ßen beim Hal­len­ho­ckey rech­nen oder Klo­schüs­sel­tau­fe bei gedrück­tem Spül­knopf. Oder man muss dafür ble­chen, dass man nicht ver­kloppt wird, und kann nie sicher sein, dass das Rad nicht einen Plat­ten hat.” (Zitat S.12). Vor unge­fähr vier Mona­ten hat sie jedoch die wun­der­schö­ne Glo­ria ken­nen­ge­lernt, die zwar beim Kas­ten­sprin­gen im Schul­sport eine Nie­te ist, aber genau­so ein gro­ßer Bücher­fan ist wie Jon­na. Glo­ria hat sogar einen eige­nen Blog, den jedoch nur Jon­na liest. Und sie ist ver­liebt in den coo­len Robin aus der Par­al­lel­klas­se, den Star der Schu­le. Beliebt sind die bei­den Mäd­chen nicht unbe­dingt: sie rangieren… Weiterlesen!

Mats Wahl — Wie ein flammender Schrei

Mats Wahl Wie ein flammender Schrei3.Oktober 2014

Der Schwe­de Mats Wahl legt mit sei­nem Roman “Wie ein flam­men­der Schrei” har­ten Stoff vor. Unter­drü­ckung und Gewalt im schu­li­schen All­tag und Alko­ho­lis­mus im pri­va­ten Leben der Prot­ago­nis­tin. Doch trotz Mut und Zivil­cou­ra­ge, die Kata­stro­phe ist unauf­halt­sam. Mit kla­ren Wor­ten und viel ver­steck­ter Tie­fe begeg­net Mats Wahl sei­nen Lesern. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Ellen, das Mäd­chen, das es liebt Vögel zu zeich­nen, und ihre Mut­ter Nina, zu der sie ein teils inni­ges, teils distan­zier­tes Ver­hält­nis führt, sind umge­zo­gen. Ninas Ehe­mann hat sie gestalkt, des­halb muss­ten sie den Wohn­ort wech­seln. Die labi­le Mut­ter frönt dem Alko­hol, steht kurz vor einer erneu­ten Ent­zie­hungs­kur. Sich auf­zu­raf­fen, um eine neue Arbeits­stel­le zu suchen, das kann sie gera­de nicht. Die Frau vom Sozi­al­amt wim­melt Ellen an der Türe ab. Doch kann sie die neue Freund­schaft zu ihrem Klas­sen­ka­me­ra­den Max nicht wirk­lich in vol­len Zügen genie­ßen. Max, der ihr Schach bei­bringt. Ihre Mut­ter, die abstür­zen könn­te. Der Groß­va­ter, der bei­zei­ten vor­bei kommt und mit christ­li­cher Tra­di­ti­on zu über­zeu­gen ver­sucht, ist da nicht wirk­lich eine gro­ße Hil­fe. Zu groß sind die Dif­fe­ren­zen zwi­schen ihm und Ellens Mut­ter. Dann gibt es da auch noch die schwer­wie­gen­den Pro­ble­me an Ellens neu­er Schu­le. Vier Jungs sor­gen dort für Dau­er­ter­ror. Sie igno­rie­ren die… Weiterlesen!

Moa Eriksson Sandberg — Und plötzlich war der Wald so still

Moa Eriksson Sandberg - Und plötzlich war der Wald so still25.August 2014

Die schwe­di­sche Auto­rin Moa Eriks­son Sand­berg hat mit „Und plötz­lich war der Wald so still“ einen Roman über das sen­si­ble Alter des Erwach­sen­wer­dens geschrie­ben. In einem abge­schie­de­nen Dorf in Schwe­den, in dem die Idyl­le jäh durch­bro­chen wird, als ein Mäd­chen ver­schwin­det. Authen­tisch erzählt. Für Jugend­li­che ab 12 Jahren.

Han­na wohnt mit ihren Eltern und ihrem klei­nen Bru­der Dag in einem klei­nen 300-See­len­dorf in Rydöb­ruk (Schwe­den). Mit ihren zwei bes­ten Freun­din­nen Jon­na und Sabi­na geht sie oft im angren­zen­den Wald in einem See schwim­men. Eine neue Fami­lie ist in das Dorf gezo­gen, sie kommt aus Polen und beson­ders der eine der bei­den Brü­der hat es Han­na irgend­wie ange­tan. Jan­ek heißt er und hat schö­ne blaue Augen. Han­na ist gera­de 12 Jah­re alt gewor­den. Mit ihren bes­ten Freun­din­nen und deren Müt­ter haben sie Geburts­tag gefei­ert. Nur Han­nas Vater war lei­der nicht da. Mal wie­der. Die Nach­richt, dass ein Mäd­chen ver­schwun­den ist, zieht sich bis zum Geburts­tags­kaf­fee­trin­ken. Lin­da heißt sie. Sie ist schon etwas älter als Han­na und ihre Freun­din­nen. Man hat einen zer­fetz­ten Pullover… Weiterlesen!

Kerstin Lundberg Hahn — Der Schatten an meiner Wand

Kerstin Lundberg Hahn Der Schatten an meiner Wand7.April 2014

Schon das wirk­lich schön gestal­te­te Cover von “Der Schat­ten an mei­ner Wand” von der schwe­di­schen Auto­rin Kers­tin Lund­berg Hahn hat mich gleich neu­gie­rig auf die­ses Buch gemacht! Eine Gru­sel­ge­schich­te aus Schwe­den, die neben Freund­schaft auch Mob­bing und Alko­ho­lis­mus in der Fami­lie auf sen­si­ble Wei­se zum The­ma macht. Span­nend und geheim­nis­voll — Lese­ver­gnü­gen garan­tiert! Für Kin­der ab 10 Jahren.

Nord­schwe­den. Kurz vor den Som­mer­fe­ri­en. Schon wie­der sind Mikae­la, genannt Micke, und ihre Mut­ter umge­zo­gen. Nun woh­nen sie in einem klei­nen Ört­chen in einem alten, etwas her­un­ter­ge­kom­me­nen Haus am Wald­rand. Ein Fens­ter im Wohn­zim­mer ist zer­sprun­gen, der Holz­bo­den zeigt Tritt­spu­ren ohne Ende und in Mickes neu­em Zim­mer befin­det sich ein selt­sa­mer gro­ßer Fleck an der Wand. Dafür ist der Wald ganz nah und es gibt in der umlie­gen­den Natur für Micke viel zu ent­de­cken. Auch einen rei­ßen­den Fluss mit hohen Fel­sen und Strom­schnel­len. Der All­tag beginnt für Mut­ter und Toch­ter schnell: Mickes Mut­ter, ihres Zei­chens erfolg­lo­se Künst­le­rin, fängt an in einem Senio­ren­heim zu arbei­ten und Micke darf die letz­ten Tage vor den Feri­en noch zur Schu­le gehen. Begin­nen­de Freund­schaf­ten zu zwei Mäd­chen in der Schu­le erhei­tern ihre Frei­zeit­ge­stal­tung nur in Maßen. Die zicki­ge Claudia… Weiterlesen!

Asa Anderberg Strollo — Verdammt heiß

Asa Anderberg Strollo - Verdammt heiß5.Oktober 2013

Sex sells” - dass ist nicht erst seit dem Erfolg von Shades of Grey” bekannt. Doch war­um nicht auch Jugend­li­che mit die­ser “Weis­heit” zum Buch­kauf locken? Das dach­te sich wohl die schwe­di­sche Her­aus­ge­be­rin Asa Ander­berg Strol­lo, als sie die ero­ti­sche Kurz­ge­schich­ten­samm­lung “Ver­dammt heiß” auf den Markt brach­te. Ein Jugend­buch, das defi­ni­tiv nicht ganz jugend­frei ist! Ab 16 Jahren.

In “Ver­dammt heißt” wird nichts zen­siert, aus­ge­blen­det oder roman­ti­siert. Hier geht es um nack­te Tat­sa­chen: Eine Ver­ab­re­dung zum Sex auf der Schul­toi­let­te. Ein über­ra­schen­des One-Night-Stand. Eine Affä­re mit der Bio­lo­gie­leh­re­rin. Ein uner­war­te­tet Drei­er. Ein Tag­traum. Auch Homo­se­xua­li­tät Weiterlesen!

Johanna Lindbäck — Gut. Besser. Das Beste auf der Welt

Johanna Lindbäck Gut Besser Das Beste auf der Welt29.Juli 2013

Gut. Bes­ser. Das Bes­te auf der Welt” von der schwe­di­schen Auto­rin Johan­na Lind­bäck ist ein Jugend­ro­man über gro­ße Gefüh­le: über die Lie­be und den damit ver­bun­de­nen Kum­mer. Über Freund­schaft und Ver­än­de­rung, bedingt durch das Erwach­sen­wer­den. Erfri­schend anders und wahn­sin­nig authen­tisch erzählt! Für Jugend­li­che ab 14 Jahre.

Die 17-jäh­ri­ge Sara hat das letz­te Jahr auf einer schwe­di­schen Schu­le in Lon­don ver­bracht. Nun ist sie zurück­ge­kehrt. Nach Schwe­den in ihre Hei­mat. Doch an Ver­gan­ge­nes anzu­knüp­fen ist nicht immer leicht, vor allem zwi­schen Sara und Mat­ti­as, ihrer ers­ten gro­ßen Lie­be, hat sich viel ver­än­dert. Sara hat mit ihm Schluss gemacht, weil die Gefüh­le fehl­ten. Doch nun ist alles noch viel selt­sa­mer. Nor­ma­le Gesprä­che — unmög­lich. Mat­ti­as geht ihr aus dem Weg. Sara ver­misst ihn, die Art mit ihm… Weiterlesen!

Das Thema Tod in der Jugendliteratur

Jenny Downham Bevor ich sterbe20.September 2012

Ster­ben müs­sen wir alle irgend­wann. Gedan­ken über den Tod machen sich meist älte­re Men­schen. Doch — wenn man sich die aktu­el­len Neu­erschei­nun­gen in der Jugend­li­te­ra­tur anschaut: scheint das The­ma Tod die­ses Jahr auch in der Jugend­li­te­ra­tur beson­ders ver­tre­ten zu sein.

Schon an den Best­sel­lern “Bevor ich ster­be” von Jen­ny Down­ham oder “Tote Mäd­chen lügen nicht” von Jay Asher, die — obwohl sie schon vor Jah­ren ver­öf­fent­licht wur­den — noch immer gefragt sind, ist erkenn­bar, dass auch Jugend­li­che sich mit erns­ten The­men aus­ein­an­der­set­zen möch­ten. Und das haben nun auch die Ver­la­ge erkannt:

Der Han­ser Ver­lag bie­tet mit John Greens neu­es­tem und bis­her stärks­ten Titel Das Schick­sal ist ein mie­ser Ver­rä­ter” eine Geschich­te über zwei krebs­kran­ke Jugend­li­che, die gleich­zei­tig zum Lachen und zum Wei­nen ver­lei­ten wird.

Inter­es­sant ist auch, dass die­ses Jahr in auf­fal­lend vie­len Roma­nen die Mut­terWeiterlesen!

Sanne Näsling — The lovely way: Nur wenn du aufgibst, wird der Tod lebensgefährlich

Sanne Näsling - The lovely way: Nur wenn du aufgibst, wird der Tod lebensgefährlich21.August 2012

The lovely way: Nur wenn du auf­gibst, wird der Tod lebens­ge­fähr­lich” von der schwe­di­schen Auto­rin San­ne Näs­ling ist ein Roman wie ein Kalei­do­skop: bunt, grell, facet­ten­reich und tra­shig! Die Geschich­te zwei­er Freun­din­nen, die ihr Leben auf völ­lig ande­re Art und Wei­se zu leben ver­su­chen. Für Jugend­li­che, die eine Freu­de an beson­de­rer Spra­che haben und min­des­tens 15 Jah­re alt sind. Und für inter­es­sier­te Erwach­se­ne. Abso­lu­ter Lese­tipp — die­ser Roman hat das Zeug zum Kult­buch! Aus­ge­zeich­net mit dem Debü­tan­ten­preis des schwe­di­schen Autorenverbands.

Mary und Lovely sind bei­de 15 Jah­re alt und aller­bes­te Freun­din­nen. See­len­ver­wand­te. Sie fech­ten Kämp­fe mit Lip­pen­stif­ten aus, lie­ben knall­bun­ten Nagel­lack und reden manch­mal auf Eng­lisch mit­ein­an­der. Sie has­sen den neu­en Freund von Marys Mut­ter. Sie erträu­men sich ein ande­res Leben und wol­len lie­ber ster­ben, als ein ereig­nis­lo­ses, lang­wei­li­ges Dasein zu fris­ten. In der Schu­le ecken sie mit ihrem Anders­sein an. Doch zu zweit sind sie unschlag­bar! Die Fan­ta­sie ist ihre Waf­fe. Ihr Über­mut, ihre Ver­rückt­heit und ihre Extra­va­ganz sind ihre Mit­tel, um mit dem Leben fer­tig zu wer­den. Doch hin­ter der coo­len Fas­sa­de ver­birgt sich jede Men­ge Angst: nicht gut genug zu sein, nicht genug gelebt zu haben, allein zu sein. Lovely lei­det zudem unter Panik­at­ta­cken. Die Sehn­sucht nach dem Tod ist immer­zu gegen­wär­tig. Die Sehn­sucht nach Nähe und Gebor­gen­heit ist noch viel grö­ßer. Doch die Rea­li­tät ist eis­kalt und… Weiterlesen!